Die Welt ist ein Dorf

= Die Krisen der Gegenwart – besonders jene im Nahen Osten – sind n i c h t mit den Prinzipien und der Rechtsstaatlichkeit westlicher Demokratien zu bewältigen. Die konstruktive Mitwirkung Ägyptens und der Türkei ist bei der Bewältigung der Flüchtlingstragödie genau so unverzichtbar wie für einen stabilen Frieden in Europa.

= Zahltag im Busch. In der Republik Kongo kommt die Bank bis tief in den Busch: Fast 300.000 Beamte und Angestellte des Staates bekommen ihr Gehalt seit Kurzem über eine Privatbank ausgezahlt – pünktlich und in voller Höhe. Bisher ging das Geld von der Staatsbank in Kinshasa zu den Lohnempfängern im Dschungel durch viele Hände und wurde dabei immer ein bisschen weniger. (Kontinente)

= Schon während der Jungsteinzeit war die Meerenge von Gibraltar eine beliebte Route für Menschen aus Afrika. Das zeigen Analysen prähistorischer DNA.

= Sie könnte in Europa oder in den USA Asyl beantragen, stattdessen kämpft sie beharrlich für die Menschenrechte im Jemen – mitten im Krieg. Die 40-jährige Radhya Al-Mutawakel will ihre Mitstreiter nicht im Stich lassen; sie gründete mit ihrem Mann die Menschenrechtsorganisation Mwatana. 60 Mitarbeiter – davon die Hälfte Frauen – dokumentieren Kriegsverbrechen, setzen sich für Kinderrechte ein, leiten Trainings und unterstützen mit Anwälten politische Gefangene.

= Als Elisabeth Kanini 2009 nach Marsabit im Norden Kenias kam, hatte sie nur einen kurzen Aufenthalt geplant. Die Studentin der Friedenswissenschaft wollte empirische Daten über Rendille und Borana sammeln – zwei verfeindete, nach archaischen Regeln lebende Volksgruppen, die sich im Kampf um Wasser und Weidegründe bekriegten. Elisabeth Kanini blieb und hat nach zehn Jahren bei den Rendille deren Verhalten nachhaltig verändert: Statt Konflikte gewaltsam auszutragen, versuchen sie, Auseinandersetzungen friedlich zu lösen. Die gläubige junge Frau teilt das Leben der Halbnomaden, unterrichtet ihre Kinder und hat sich so Respekt und Vertrauen erworben.

= Drohnen spüren Minen auf. Weltweit sind im vergangenen Jahr 2793 Menschen durch Minen getötet worden, mehr als 4400 wurden verletzt. Besonders die leichten „Schmetterlingsminen“ sind gefährlich. Sie werden aus der Luft abgeworfen, so daß niemand weiß, wo sie liegen; Kinder verwechseln sie oft mit Spielzeug. Weil die Minen kein Metall enthalten, können sie mit Detektoren nicht aufgespürt werden. Amerikanische Forscher wollen nun Drohnen mit Infrarotkameras auf die Suche schicken; der in den Minen enthaltene Flüssigsprengstoff heizt sich bei Sonneneinstrahlung schnell auf und ist im Wärmebild der Kamera zu erkennen. Die Drohnen sollen vor allem in Afghanistan zum Einsatz kommen. (Kontinente)

= Gemüse nach Aztekenart: Wie zur Zeit der Azteken gedeiht mitten in der Megastadt Mexiko mit ihren 22 Millionen Einwohnern wieder Gemüse. Auf schwimmenden Gärten ziehen Kleinbauernfamilien Grünzeug – Mangold, Rettich oder Blumenkohl – biologisch und nach uralten Methoden. Die fruchtbaren Felder waren von den indigenen Einwohnern vor 700 Jahren im See aufgeschüttet worden, verkamen aber immer mehr zur Müllkippe – bis die Idee entstand, sie wieder zu nutzen. (Kontinente)

= Die US-amerikanische Biologin Carol Greider ist Legasthenikerin und erhielt mit zwei anderen Personen den Nobelpreis für Medizin.

= Eritrea ist besser als sein Ruf ! Das Land am Horn von Afrika sei von einer brutalen Diktatur geprägt, predigen Behörden und Medien unablässig. Über die Erfolge und Fortschritte Eritreas schweigen sie sich aus. Ein Filz an Aktiviten und Oppositionellen verhindert einen unverstellten Blick – regelmäßig auch mit Gewalt. (Alex Reichmuth)

= Priester überwacht Waffenstillstand in Kolumbien: Für Friedensverhandler Pater Dariò Echeverri sind die tiefen Gräben zwischen der kolumbianischen Regierung und der Rebellenbewegung Farc noch nicht zugeschüttet. Der Pater freut sich darüber, dass beide Seiten nach vier Jahren Verhandlungen einen Friedensvertrag unterschrieben hatten – das sei ein erster Schritt, aber bis zu einer echten Versöhnung noch ein weiter Weg. Auf der Basis des Evangeliums dazu aufzurufen, könne ein großer Beitrag der katholischen Kirche sein. Ein Opfergesetz, das Entschädigung und Wiedergutmachung leisten soll, kann ebenso helfen wie eine Umverteilung des Landbesitzes.

= Die Amazonasregion beherbegt noch viele unbekannte Pflanzen- und Tierarten. Davon ist die Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature überzeugt. Allein 2014 und 2015 seien dort 216 neue Pflanzenarten, 93 Fischarten, 32 Amphibienarten, neunzehn Reptilienarten sowie 18 Säugetierarten entdeckt worden; auch auf eine bisher unbekannte Baumart sind die Forscher gestoßen; von zwei Säugetierarten wurden Fossilien gefunden. Die sensationellen Entdeckungen bestätigen, welch ungeheure Vielfalt an Leben in den Regenwäldern noch versteckt ist.

 

Fußball ist sozial !!!

= „Ich brauche keinen Arzt – ich brauche nur einen Ball !!“ In der Nieder-Ramstädter Diakonie spielen geistig Behinderte mit Leidenschaft Fußball.

= Die ersten zwölf Absolventen von Bundesliga-Clubs haben einen neu angebotenen Kurs zum Zertifizierten Behindertenfanbeauftragten erfolgreich abgeschlossen. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) macht diese Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Management in Mannheim möglich.

= Schon seit 2007 steht der MitternachtsSport e.V. Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien zur Seite; auch in Berlin-Neukölln wurde ein Standort des von der Bundesligastiftung geförderten und mehrfach ausgezeichneten Projekts eröffnet. Jugendliche können dort regelmäßig zu später Stunde kostenlos an Fußballturnieren teilnehmen. Im Mittelpunkt stehen Toleranz, Fair Play und Teamgeist.

= Mit zahlreichen Initiativen wirkt der Fußball bereits seit vielen Jahren präventiv Spielmanipulationen und Spielsucht entgegen.

= Erstmals haben die Bundesliga-Stiftung und die Robert-Bosch-Stiftung ein Lernzentrum an einem Doppelstandort eröffnet. Der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Saarbrücken haben mit der Öffnung ihrer Stadien Raum für Bildungsangebote für sozial benachteiligte Jugendliche gegeben. Es sollen politische Diskussionen angeregt, soziale Kompetenzen gestärkt und die Auseiandersetzung mit den Themen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt vorangebracht werden.

= Die Polizei Münster und der Verein für kulturelle und gesellschaftliche Zusammenarbeit organisierten ein Freundschaftsspiel der besonderen Art. Flüchtlinge und Einwanderer erhielten die Chance, ihr fußballerisches Können bei einem Spiel gegen die Polizei Münster unter Beweis zu stellen.

= Fußball richtet gefallene Jungs wieder auf. Die heilsame Wirkung des Sports im Gefängnis Berlin-Plötzensee. Nur eine Damenmannschaft vermöchte mehr.

= 28 M i l l i o n e n für freiwilliges soziales Engagement hat der deutsche Profifußball in einem Jahr ausgegeben. Von der Bundesliga-Stiftung und den 36 Bundesligaclubs und einigen Spielerstiftungen sind dadurch 450 Projekte unterstützt worden.

= Unter dem Motto „Olympiasieger und Weltmeister zeigen Flagge für die Organspende“ haben bei einem Benefizabend zahlreiche Sportler Projekte zugunsten kranker Kinder unterstützt.

= Die Resozialisierungs-Initiative „Anstoss für ein neues Leben“ organisiert jedes Jahr Fußball-Turniere in Gefängnissen – auch in Frauen-Gefängnissen – zu gewinnen ist der Sepp-Herberger-Pokal.

= Ein Koffer voller Eintrittskarten, Fahnen, Zeitungsausschnitten oder Trikots soll an Demenz erkrankten Fußballfans als Erinnerungsstütze dienen. Der Verein Fortuna Düsseldorf hat Dinge aus der Vergangenheit zusammengetragen, die bei betroffenen Fans Erlebnisse wachrufen sollen.

= Seit 2001 engagiert sich die DFB-Stiftung Egidius Braun gemeinsam mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ mit Hilfsprogrammen in der Ukraine; besonders wichtig ist dabei die Unterstützung für das Kinderkrankenhaus Nr. 16 in Charkow. Früher hatten viele der jungen Krebs-Patienten dort keine Chance zu überleben. Heute werden fast alle wieder gesund.

Fortsetzung folgt

 

Kurz und interessant

= Der Benediktinermönch David Steindl-Rast meinte, dass das Verhältnis von Gott und Mensch eigentlich gar nicht so beschwerlich wäre – wenn nicht immer die Institution Kirche dazwischen käme.

= “ Ein Gefängnis aus Stoff: Die Burka gehört nicht nach Europa. Sie stellt eine Kampfansage an die Werte der Aufklärung dar, und sie degradiert Frauen zu Objekten männlicher Verfügungsgewalt.“ (NZZ)

= Ex-Bundeskanzler G. Schröder im SPIEGEL: „Was mich bedrückt, ist eher, dass die USA mit allen Mitteln versuchen, uns vorzuschreiben, mit welchen Ländern wir Handel treiben dürfen und mit welchen nicht.“

= Über 1000 Kohlekraftwerke sind weltweit in Planung oder im Bau, während das weltweit modernste und gerade für 1,5 Milliarden Euro fertiggestellte deutsche Kohlekraftwerk in Datteln geschlossen werden soll. Wer garantiert als Ersatz „grünen“ Strom ?

= Ein sogenannter Intellektueller ist jemand, der sich auf einem Gebiet sehr gut auskennt – und sich zu anderen Gebieten äußert.

= Betrügerische AAA-Ratings für Immobilienanleihen haben damals die US-Finanzkrise nach Europa getragen – speziell nach Deutschland mit ca. einer Billion Dollar faulen US-Anleihen. Um eine von US-Rating-Agenturen ausgelöste neue Eurokrise zu vermeiden, sollte Europa sich nur nach einer europäischen Rating-Agentur richten und Beziehungen zu den US-Rating-Agenturen einstellen.

= Meine Frau war mit ihrer Freundin in der City, kommt zurück und sagt: „Liebling, ich war in der City und habe versucht, mir nichts zu kaufen ! Es ist mir nicht gelungen.“

= Das von der ARD in den USA für viel Geld georderte sogenannte „Manual“ warnt u.a. vor dem „ungeheuerlichen“ Vorschlag, die ARD zu verkleinern, weil sie das „Recht der Bürger an einer umfassenden und gründlichen Rundfunkversorgung infrage“ stelle. Stattdessen solle der Sender ständig wiederholen, er arbeite an einer „friedvollen, informierten und demokratischen Gesellschaft.“

= Die Regierung Netanyahu spricht den Palästinensern im Prinzip das Recht auf Rückkehr ab und nimmt ihnen mit dem Siedlungsbau im Westjordanland gleichzeitig eine realistische Perspektive auf einen eigenen, überlebensfähigen Staat.

= Einigen führenden Kämpfern gegen die Erderwärmung geht es vor allem um den Abbau des heutigen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems, des als Erfolgsmodell bekannten sogenannten Kapitalismus, und zwar still und heimlich durch die Hintertür eines alternativlosen Klimawandels.

= Warum wird angesichts der Weinsteins dieser Welt nichts gegen die sexistische Werbung unternommen, die allen Menschen – auch den Kindern – überall entgegen springt: Auf den Straßen, in allen Medien, im Internet, in ARD und ZDF usw. usw. ?

= Saudi-Arabien hat in den letzten 50 Jahren fast 80 Milliarden Euro über Stiftungen nach Groß-Britannien transferiert, um den extremistischen Wahhabismus zu verbreiten.

= Mit deutlichen Worten hat der amerikanische Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, Israel ermahnt, auf den Weg einer Zweistaatenlösung zurückzukehren; Israel werde sonst vor Alternativen stehen, die unannehmbar seien: entweder den Palästinensern die vollen Bürgerrechte zu geben und damit aufzuhören, ein jüdischer Staat zu sein – oder die Rechte der Palästinenser weiter einzuschränken und damit aufzuhören, eine rechtsstaatliche Demokratie zu sein. Die Zweistaatenlösung ist der einzige Ausweg aus dem Dilemma.

= „Die Teilnahme an Wahlen für obligatorisch zu erklären ist, als würde man Betrunkene zum Autofahren verpflichten.“ (Jason Brennan)

= Aus dem Programmheft des Evangelischen Kirchentags: „Die Teilnehmenden…… sind eingeladen, mitzureden und ihre Meinung deutlich zu machen: über Anwältinnen und Anwälte des Publikums und über Saalmikrofoninnen und -mikrofone.“

 

Radio Eriwan

= Frage an Radio Eriwan: „Kann es am Programm liegen, dass ich fast jeden Abend vor dem Fernseher einschlafe, statt ins Bett zu gehen ?“ Radio Eriwan antwortet: „Im Prinzip nein. Aber wir können Ihre Frage leider nicht mit absoluter Sicherheit beantworten, da uns niemand bekannt ist, der einen Abend am Fernseher wach durchgehalten hätte.“

= Frage an Radio Eriwan: „Trifft es zu, dass der Personenwagen Marke „Moskwitsch“ in Zukunft „Luther“ heißen soll ? Radio Eriwan antwortet: „Im Prinzip nein. Doch wird dies immer wieder vorgeschlagen. Denn schon Luther sagte. „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“

= Frage an Radio Eriwan: „Mein Mann ist ständig auf der Suche nach neuen Stellungen. Was soll ich nur machen ?“ Radio Eriwan antwortet: „Sie müssen ihm klarmachen, dass er sich besser Arbeit suchen soll.“

= Frage an Radio Eriwan: „Stimmt es, dass ein dünnes Blatt Papier ein sichereres Verhütungsmittel sein kann als die westliche Pille ?“ Radio Eriwan antwortet: „Im Prinzip nein – außer wenn es die Frau zwischen den Knien festhält.“

 

Experten – Panoptikum

= Eine gute Entscheidung der Bundesregierung: Der agressiven und destruktiven Organisation „Attac“ werden die öffentlichen Zuschüsse gestrichen ! Bevor Mister Trump begann, den Freihandel zu sabotieren und die Verhandlungen über TTIP beendete, hatte Attac ihm ungewollt Munition geliefert: „Der Freihandel mit Amerika vernichtet 600.000 Jobs !“

= Kleine Korrektur durch einen Leserbrief: „Der Preis von 380 Dollar je Kubikmeter Erdgas wurde auf 380 Dollar je Million Kubikmeter berichtigt: Immer noch falsch ! Es muß heißen: 380 Dollar je tausend Kubikmeter. Auch an die Verwechslungen von Million und Milliarde, Kilowattstunden und Kilowatt, Megawatt und Megawattstunden haben wir uns gewöhnt.“

= Edouard M a n e t – einer der größten Maler des 19. Jahrhunderts – wurde von den Experten und der Kritik mit Spott und Häme überschüttet.

= Claus Vogt/Aequitas Capital Partners in „Der Aktionär“: „Der DAX wird sich halbieren !“ Oder: Dr. Zschaber in „Focus Money“: „D a s s t e h t f e s t !! Die Börsen werden deutlich konsolidieren (also verlieren) !“ Oder: Professor Mittnik mit Riesenschlagzeile: „Der Crash ist nur eine Frage der Zeit ! Viele Experten unterschätzen die Launen der Börse. Ausbaden muss das der normale Anleger.“

Die drei Herren haben mit ihren Falsch-Behauptungen völlig daneben gelegen. Oder meinte der Professor mit „Frage der Zeit“ das 2089 ?

Besondere Vorsicht ist bei sogenannten Starökonomen geboten; so kündigte der US-Amerikaner David Levy im Februar 2016 „die krachende Rückkehr der Finanz- Krise besonders für die Schwellenländer und Europa an.“ Prognose krachend daneben.

= Frauen sollen die besseren Anleger sein, wie einige Zeitungen immer mal wieder schreiben. Frau Dr. Fleur Platow ist Finanzexpertin und Seminarleiterin „Frauen und Finanzen“ in Zürich; Ende 2011 schrieb Frau Doktor: „Euro-Tsunami kommt erst 2015.“ Ja, wo isser denn ?

= Arbeitgeber kritisieren OECD scharf: Die OECD hatte in einer von „Experten“ erstellten Studie behauptet, dass mehr als die Hälfte der jüngeren Arbeitnehmer in Deutschland nur einen befristeten Arbeitsvertrag hätte. Die Arbeitgeber stellten klar, dass nur etwa ein Viertel einen befristeten Vertrag hat. Ganz schön kleinlich von den Arbeitgebern, wegen lächerlicher hundert Prozent Abweichung so ein Theater zu machen.

= Die Süddeutsche Zeitung schrieb im August 2017: „Das Beispiel Toshiba zeigt, wie sehr die Kultur in Gesellschaft und Unternehmen den Niedergang der Wirtschaft Japans befördert.“ Trefferquote: Null Prozent ! Die japanische Wirtschaft wächst moderat auf hohem Niveau und die Aussichten für die nächsten Jahre werden von seriösen Fachleuten als gut bezeichnet.

= Seitdem die EZB mit ihrer Null-Zins-Politik gestartet ist, schreien Herrscharen von Ökonomen-Experten „S k a n d a l“ und kündigen alle möglichen Horror-Szenarien wie totale Geldentwertung oder Hyper-Inflation u.a.m. an; der arme deutsche Sparer wird angeblich betrogen, weil er für seine Ersparnisse keine Zinsen mehr bekommt. So der Untergangs-Prophet Sinn oder mein Lieblings-Experte Mayer von der FAZ; der behauptet: „Die EZB hat sich verstrickt. Daraus befreien kann sie sich nur auf Kosten der Steuerzahler.“ Heute müsste jedes Kind wissen, dass die EZB den Euro und die südeuropäischen Länder und damit auch die EU gerettet hat; allein Deutschland spart durch den Niedrigzins 180 Milliarden Euro an Zinsen und kann damit den Haushalt sanieren und soziale Verbesserungen finanzieren. Und die Häuslebauer können zu noch nie erlebten Niedrigzinsen ihren Lebenstraum erfüllen, was auch die Wirtschaft ankurbelt und Arbeitsplätze schafft. Dazu passt die folgende Story:

Das Max-Planck-Institut war mal weltweit anerkannt und respektiert. Verdammt lang her ! So tischte uns Carl Christian v. Weizsäcker von diesem Institut folgendes auf: „Gelingt die Überwindung der Staatsschuldenkrise im Euroraum, gilt für den Euro: Er wird so stark a u f g e w e r t e t , dass er die Prosperität des Euroraums zertsört. Gelingt die Stabilisierung des Euro, so muss mit massiven Arbeistplatzverlagerungen gerechnet werden. Gemäß dem Keynes-Szenario steht dem Euroraum eine Art Japanisierung ins Haus.“ In allen Punkten ist das krasse Gegenteil der Behauptungen dieses Herrn eingetreten !!! Ein Beispiel: Es haben nicht nur keine Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland stattgefunden, sondern Deutschland hat mit fast 43 Millionen Arbeitsplätzen so viele wie noch nie zuvor.

Von all diesen Weizsäckers der Welt würde ich gerne ein einziges Mal hören: „Sorry, ich habe mich geirrt.“

Karl Popper hat die Wissenschaftstheorie geprägt wie kein anderer. Er würde den Weizsäckers zurufen: „Die meisten Menschen tun alles dafür, um im Alltag an ihren Überzeugungen festzuhalten, wie soll man da von Wissenschaftlern verlangen, ernsthaft die Falsifikation ihrer Hypothesen in Betracht zu ziehen ? Insbesondere wo herrschende Meinungen und ideologische Dogmen einen dazu verleiten könnten, an Alternativen gar nicht erst zu denken.“

= Bei manchen Experten wird es lustig: „Die Jugend gibt sich sehr erwachsen, kontrolliert und vernünftig – aus p u r e r A n g s t vor dem Absturz. Fast j e d e r Jugendliche spürt die Zerrissenheit seiner Lebenswelt.“ Was da der Marktforscher Grünewald herausgefunden hat, ist wirklich furchterregend und zerfetzend !

= Schluss für heute. Nein, eine Expertin haben wir noch. Die Schauspielerin Christine Paul outet sich in der Süddeutschen Zeitung als Aktienexpertin: „Aktien möchte ich nicht kaufen, denn ich bin fest davon überzeugt, dass Gewinne für die einen immer auf Kosten der anderen gehen. Es ist der Tod mittelständischer Unternehmen, an die Börse zu drängen.“

 

AfD – Wahlhelfer

Michael Spreng, ehemaliger Chefredakteur von „Express“ und „BamS“ und Politikberater hat die „Bild“ als „Vorfeldorganisation der AfD“ bezeichnet. Unser Land ist wirtschaftlich erfolgreich und hat die Finanz- und Eurokrise durch die richtigen Entscheidungen der Politiker beispielhaft gemeistert (u.a. spart Deutschland durch die ständig kritisierte Zinspolitik lächerliche 180 Milliarden an Zinsen), die Arbeitslosigkeit ist auf einem neuen Tiefstand, der Bereich Soziales wird mit fast einer Billion Euro finanziert, die Staatsschulden sind auf ein seriöses Niveau gesunken und angesichts der über eine Million offenen Stellen kann sich sogar durch die Flüchtlingskrise ein wirtschaftlicher Vorteil für Deutschland ergeben.

Unser Land u n d unsere Politiker werden in der ganzen Welt respektiert; für viele Länder ist Deutschland sogar ein Vorbild.

Nicht nur die BILD-Zeitung, sondern viele Medien und Journalisten sehen ihre Hauptaufgabe darin, gegen d i e Politik zu hetzen und Politiker zu diffamieren. Haben Sie, liebe Leser, in den letzten zehn Jahren ein einziges Mal (außer in einem Nachruf) ein Lob für einen Politiker oder ein neues Gesetz gehört oder gelesen ?

Wahrscheinlich ist diese antipolitische Hetze ein Geschäftsmodell, das viel Auflage und Quote bringt, weil viele Millionen Deutsche – vielleicht sogar die Mehrheit – ihren Lebensfrust, ihre destruktive Grundhaltung und ihr fehlendes Wissen mit Politikerschelte kompensieren.

Als Beispiel seien hier Finanzzeitschriften wie „Der Aktionär“ und „Focus Money“ genannt, wo in den Leitartikeln auf ätzende Weise gegen Politiker gehetzt wird. Wie gesagt: Wahrscheinlich bringt das Auflage; außerdem kann man auf diese Weise gut von den eigenen zahlreichen falschen Anlage-Empfehlungen ablenken.

Der Schlagzeuger Bela B („Die Ärzte“) sagt es so: „Ich verstehe die Leute nicht, die nicht wählen gehen. Auch wenn du immer wieder enttäuscht wirst und denkst, es ist jetzt nicht so, wie ich es mir gedacht habe. Demokratie ist langsam. Wir sind privilegiert, in unserem Land leben zu können, und können uns glücklich schätzen. Ich verstehe viele Unzufriedene nicht.“

Liebe Mitbürger, wenn Sie sich eine bessere Politik wünschen, dann geht das am besten über einen Parteibeitritt bei der CDU, der SPD, den Grünen oder der FDP.

Auf die antidemokratische Hetze einiger Medien und Journalisten komme ich mit konkreten Beispielen zurück.

 

Gossen – Journalismus

Ein ehemaliger Mithäftling von Uli Hoeneß stand vor Gericht, weil er im Gefängnis mit einem zur Kamera umfunktionierten Kugelschreiber Nacktfotos von Hoeneß gemacht und diese für 2500 Euro an ein Magazin verkauft hat. Hoeneß sagte als Zeuge vor Gericht, dass der Falsche auf der Anklagebank sitze; die Reporter des Magazins hätten die Notsituation des Insassen schamlos ausgenutzt; die Journalisten gehörten auf die Anklagebank.

Wie in der Politik toben sich auch im Fußball arrogante, ignorante und verleumderische Journalisten aus; ich spreche nicht vom „Boulevard“, sondern von sogenannten Qualitätsmedien mit Ausnahme der FAZ und des Kicker. Ich gebe Ihnen einige Beispiele:

= Besonders lustig oder auch ätzend wird es , wenn Medien wie hier die WELT sogenannte Experten zum Verhalten von Fußballern oder Trainern befragen. Ein gewisser Rolf Schmiel nennt sich Diplom-Psychologe und TV-Experte und behauptet, dass Fußballer häufig mit Eskapaden auffallen: „Diese jungen Menschen haben einen kleineren IQ (Intelligenz-Quotienten). Sie sind nicht besonders charakterstark oder intelligent – sie haben eine Inselbegabung: Fußball spielen.“

Um einen solchen Scheißdreck abzusondern, muss man studiert haben !! Ich gehe jede Wette ein, dass der IQ dieses Herrn am unteren Rand der Möglichkeiten liegt.

= Die Süddeutsche Zeitung zur Eröffnung des wunderbaren Fußball-Museums in Dortmund: „Es war einmal. Der Traum vom Männersport Fußball mit Bier, Bratwurst und „Bild“ ist ausgeträumt. Die Posterboys von früher stehen jung und schön im Museum – als sinistre Alte hingegen straucheln sie durch die peinliche Gegenwart.“ Kommentar: Peinlich ist nur die S.Z.

= Süddeutsche Zeitung: „Im Fußball werden Verträge m e i s t in der festen Absicht beidseitiger Nichterfüllung besiegelt. Was beim Fußball gezeichnet wird, ist ein Finanzinstrument, ein Optionsschein, also eine Spekulation.“ Kommentar: 98 (achtundneunzig !!!) Prozent der Verträge im Profifußball werden seriös abgewickelt.

= Süddeutsche Zeitung: „Schwalben, Fouls und Meckereien. Von wegen Fairplay: In Fußballvereinen lernen Jugendliche v o r a l l e m , geschickt den Schiedsrichter zu hintergehen.“ Kommentar: Betrug ist also der wichtigste Trainingsinhalt. Da kann man nur noch kotzen. Was mögen die tausenden ehrenamtlichen Jugendtrainer dazu sagen ?

= Der ehemalige Fußball-Profi Rolf Bollmann (Eisenfuß) über Journalisten: „Wenn die Leser wüssten, welche zum Teil widerlichen Figuren im Journalismus rumturnen und was für Taugenichtse Artikel schreiben ! Selbst haben sie ihr Leben nicht im Griff, noch nie irgendwo für irgendetwas Verantwortung übernommen und dann mit primitiven Artikeln über Menschen urteilen, die sie nicht kennen und mit denen sie nie gesprochen haben.“

= Auch der SPIEGEL gehört zum Konzert. Schlagzeile: „Comeback der Zockerbande. Nach einer Verhaftungswelle versinkt der europäische Fußball im Wettsumpf: Eine Clique von Betrügern soll 200 Spiele verschoben haben. Auch mehrere Profis und Schiedsrichter werden verdächtigt, Schmiergeld kassiert zu haben.“ Kommentar: Die Behauptung mit der Verhaftungswelle ist erstunken und erlogen !! Und wo bleiben die Beweise für die anderen Verdächtigungen ? Wenn hier jemand betrügt, dann ist es der SPIEGEL, der seine Leser betrügt.

= Die Süddeutsche Zeitung im November 2015 in einem Artikel über Franz Beckenbauer: „Der Fußballsport ist ein verrottetes Geschäft. Und die Leute fangen an, sich von ihm abzuwenden.“ Kommentar: Auch das ist eine falsche Behauptung.

= Der SPIEGEL nimmt häufig das Wort „Wahrheit“ in den Mund und so heißt auch das neue Logo. „Keine Angst vor der Wahrheit.“ Schlagzeile SPIEGEL: „Die Wahrheit liegt neben dem Platz.“ „Um die Finanzstrukturen im Profifußball offenzulegen, arbeitete ein neunköpfiges SPIEGEL-Team mit mehr als 50 Journalisten aus elf Ländern an der Auswertung von 18,6 Millionen Dokumenten.“ Kommentar: Über 50 Journalisten aus vielen Ländern arbeiten mit dem SPIEGEL zusammen, um die W a h r h e i t über den Fußball-Sumpf herauszufinden; da wird mir als Fußball-Fan angst und bange, weil der SPIEGEL keine Angst vor der Wahrheit hat. Was ist eigentlich bei diesem Groß-Aufgebot an Journalisten herausgekommen?

= Die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Im Falle des Abstiegs werden beide (Rettig und Fach) ihren Job verlieren.“ Kommentar: Das war eine Lüge ! Ich kann aus erster Hand sagen, dass Rettig auch im Falle des Abstiegs geblieben wäre.

= Die WELT: „Die Ausbootung von Thurk führte dazu, dass nicht alle Plätze im Stadion besetzt waren; v i e l e Fans waren über die Entscheidung der Club-Führung derart erbost, dass sie sich aus Protest weigerten, ins Stadion zu kommen.“ Kommentar: Auch diese Behauptung war eine Lüge ! Tatsächlich hatten ganze d r e i Personen ihr Fernbleiben im Internet angedroht; das FCA-Stadion war voll !

= Die Nationalspielerin Inka Grings in der FAZ: „Ich hatte damals Vorahnungen und gewisse Befürchtungen. Aber wenn es dann passiert, ist das eine Erfahrung, die man sich überhaupt nicht vorstellen kann. Ich habe damals mein Privatleben überhaupt nicht kommentiert und ich musste dann feststellen, dass ich machtlos bin. Die Leute haben einfach geschrieben, was sie wollen. Das war eine sehr unangenehme Erfahrung, die ich nicht noch mal erleben möchte.“

 

Oskar für Lewandowski

Die schauspielerischen Leistungen des Bayern-Stürmers sind sehenswert und so ausgereift, dass er über einen Wechsel nach Hollywood nachdenken sollte. Beim Spiel gegen Hertha provozierte er einen völlig überzogenen Platzverweis für seinen Gegenspieler Karim Rekik. „Lewandowski hat das ganze Spiel auf dem Boden gelegen und bei einem Zweikampf mit Niklas Stark den sterbenden Schwan gespielt.“

Lewandowski ist kein Einzelfall; deshalb beklagt Bundestrainer Löw einen „Sittenverfall“ auf den Plätzen der Bundesligen. „Fairness auf dem Platz und gegenüber den Schiedsrichtern ist geboten. Ich sehe aber ständige Rudelbildung, Schwalben und Simulanten. Wegen jeder Lappalie wird protestiert. Ein schlechtes Beispiel für Kinder und Amateure. Es fehlt auch Respekt vor den Entscheidungen der Schiedsichter.“

Dieser Sittenverfall muss dringend beendet werden, denn die ständigen Unterbrechungen machen das Spiel kaputt; man schaue sich an, welches Theater bei Elfmeter-Entscheidungen abläuft; es wird bewusst so lange protestiert, bis der Elfmeter-Schütze vor Nervosität nicht mehr laufen kann. All das geschieht nicht spontan, sondern wird den Spielern vom eigenen Betreuerteam beigebracht.

Wenn ein Spieler sich wegen eines angeblichen Foulspiels am Boden wälzt und kurz danach schnell wieder aufsteht, weil die eigene Mannschaft am Ball bleibt, dann sollte der vom Schiri die gelbe Karte bekommen.

Liebe Schiedsrichter, ich bitte Euch, setzt Euch zusammen, besprecht dieses Thema und ändert Euer Verhalten und, wenn es sein muss, die Regeln. Dann informiert Spieler und Vereine, wie dieser Zirkus zukünftig geahndet wird.

 

Experten – Panoptikum

In Deutschland bezeichnen sich Betriebswirte, Volkswirte, Philosophen, Historiker, Soziologen, Politologen und Psychologen als Wissenschaftler. Diese sogenannten Geisteswissenschaftler werden in England unter dem Begriff „Arts“ geführt, während die exakten Wissenschaften mit „Science“ bezeichnet werden. Volkmar Weise kommentiert das in seinem Buch „Die Intelligenz und ihre Feinde“ wie folgt:

„Zehntausende Soziologen, Psychologen, Historiker etc. werden zu Intellektuellen ausgebildet, während in den naturwissenschaftlichen, technischen und ingenieurswissenschaftlichen Fächern die Zahl der Studenten sinkt. Ausgestattet mit Halbwissen und wertlosen Abschlüssen müssen sie, um der Arbeistlosigkeit zu entgehen, sich immer neue Aufgaben ausdenken, mit denen sie den produktiven Sektor knebeln und Mittel entziehen. Ihre bevorzugten Berufsfelder sind die Politik sowie der öffentliche und halböffentliche Dienst (z.B. Universitäten), wo Heerscharen von Konflikt- und Friedensforschern, Gender-, Gleichstellungs-, Extremismus- und Vergangenheitsexperten nach staatlichen Subventionen haschen; andere finden prekäre Anstellungen in der Medienbranche.“

Diese Geisteswissenschaftler begegnen uns täglich als „Experten“ in den Medien, erklären uns die Welt und stellen abstruse oder aberwitzige Behauptungen auf. Diese Experten sind weit von wissenschaftlichen Prinzipien entfernt, z.B. von Nietzsches Forderung, dass das Ethos wissenschaftlichen Arbeitens laute, nichts zurückzuhalten, was gegen den eigenen Gedanken gedacht werden könne oder – wie der britische Ökonom John Maynard Keynes fragte: „When the facts change, I change my mind. What do you do, Sir ?“

Ignoranz gegenüber der eigenen Inkompetenz oder auch Dunning-Kruger-Syndrom, kurz DKS. Entdecker David Dunning, ein Sozialpsychologe aus New York, umschreibt das Problem so: “ Die Leute sind so inkompetent, dass sie nicht einmal merken, dass sie inkompetent sind. Und nicht nur das: Sie halten sich auch noch für kompetenter als die anderen. Da fallen mir sofort ein paar Artgenossen ein.“

In unserer Rubrik „Experten-Panoptikum“ befassen wir uns einmal wöchentlich mit jenen Herrschaften, die mit ihren Behauptungen und Thesen völlig daneben liegen und die ihre Irrtümer selbst dann nicht korrigieren und auf ihren Irrtümern beharren, wenn die Realität sie eingeholt hat.

Besonders die selbst ernannten „Top-Ökonomen“ beweisen die Absurdität ihrer Pseudo-Wissenschaft, wenn sie sich mit ihren Prognosen und Analysen völlig widersprechen. Vom Marketing ihrer selbst verstehen sie allerdings eine Menge – sie ernennen sich zu Verhaltensökonomen, Untergangspropheten, Medienökonomen, Aufmerksamketsökonomen usw. usw. Apokalyptiker wie der Star-Ökonom Hans-Werner Sinn kommen im depressiven Deutschland natürlich besonders gut an. (Ich ernenne mich hiermit zum Experten-Forscher und verlange eine Professur !)

 

Deutschland hat Karriere gemacht !

Unser Land gehört – gemessen an der Einwohnerzahl – zu den drei erfolgreichsten Ländern der Welt – und das nach zwei desaströsen Weltkriegen, dem Verzicht auf die deutschen Ostgebiete, der Teilung und Wiedervereinigung.

Wir haben von Millionen gut integrierten Gastarbeitern profitiert. Die Witwen der gefallenen deutschen Soldaten, die sogenannten Trümmerfrauen, haben unser Land ebenso wieder aufgebaut und in die Spur gebracht wie Arbeiter und Unternehmer.

Auch unsere Politiker haben in den letzten 70 Jahren – von wenigen Ausnahmen abgesehen – einen Superjob gemacht und uns vorangebracht.

Robert Goldmann aus New York sagt es so: „Jetzt freuen wir uns wieder auf den jährlichen Besuch in der Heimat und die vielen langen Gespräche in einem Deutschland, das für Europa und die Welt zum Segen geworden ist. Auch wenn sich die Deutschen politisch streiten, sollten sie wissen: Als freie Gesellschaft ist Deutschland ein M u s t e r l ä n d l e !!

Und der Holländer Leon de Winter meint: „Die Deutschen haben mehr als 60 Jahre nach dem Holocaust ein Land geschaffen, das stolz und selbstbewusst auf seine Fahne schauen darf. Ein Deutschland, für das jeder nüchterne Beobachter nur Bewunderung haben kann.“

Das sind Stimmen aus dem Ausland ! Wir Deutsche lassen dagegen kein gutes Haar an den Politikern. Unser Lebensfrust, unsere mangelnde Bereitschaft zur Selbstkritik, unsere Ignoranz und unsere Überheblichkeit führen dazu, dass auf d i e Politiker eingedroschen wird und das auf einem Niveau, für das sich die Klatschblätter und die BILD-Zeitung schämen würden.

Natürlich haben viele Medien mit ihrer verleumderischen und ignoranten Berichterstattung zu dieser Verachtung der Politik beigetragen. Heute bluten die Parteien quantitativ aus und unsere lieben Mitbürger sind zur „Wir-sind-das-Volk-Partei“ übergelaufen, wo man sich mit Hetze und großen Sprüchen profilieren kann.

Der umgekehrte Weg wäre konsequent und hilfreich: Wenn diese Bürger mit der Arbeit der Parteien unzufrieden sind, dann müssten sie doch erst recht in die demokratischen Parteien eintreten und die Politik verbessern; aber das ist diesen Herrschaften wohl zu anstrengend.

Der Quereinstieg von hoch qualifizierten Gewerkschaftern, Wissenschaftlern, Unternehmern und Managern ist bei uns verpönt, weil Linke und Grüne sofort „Lobby“ schreien; und wenn ein Politiker nach zwanzig Jahren guter Arbeit für unser Land einen Manager-Job in der Wirtschaft annehmen will, dann ist das Geschrei genau so groß.

Wütend macht mich die Tatsache, dass Millionen Deutsche nicht zur Wahl gehen; wenn man zu den Nicht-Wählern die Wähler der radikalen antidemokratischen Parteien der AfD und der Linken hinzurechnet, dann kommt man auf über 50 Prozent. Und das in guten wirtschaftlichen Zeiten. Was passiert in einer heftigen Wirtschaftskrise mit z.B. sechs Millionen Arbeitslosen ? Primo Levi hat zu den Naziverbrechen gesagt: „Es ist passiert – also kann es wieder passieren.“ Hat er recht ?

Einige Medien und Journalisten betreiben eine regelrechte Hetzjagd gegen Politiker und Parteien; Zwei Beispiele: „In letzter Zeit boomt der Markt für Scharlatanerie vor allem in der Politik in bisher ungekanntem Ausmaß.“ Oder: „Glaubwürdigkeit und Verantwortung sucht man in der Politik vergebens. Man reibt sich vor den Wahlen die Augen über die Scheinheiligkeit unserer Politiker, die, mit einer Dauerkarte im „Ämter-wechsle-dich-Spiel“ ausgestattet, Prinzipien mal eben über Bord werfen und das Gegenteil von dem proklamieren, was vor kurzem noch Parteiprogramm war.“ Beide Zitate stammen von sogenannten Qualitätsmedien.

Ein FAZ-Leserbrief kontert: „Viele Unpolitische glauben, den großen politischen Überblick zu haben; sie zeichnen ein düsteres Bild voller Misstände und Fehlentwicklungen und behaupten, dass kein ordentlicher, intelligenter und bodenständiger Mensch sich in der Politik engagieren will. Das ist eine dumme und für unser Gemeinwesen gefährliche Feststellung.“

Peter Graf Kielmansegg: „Die Art, wie wir Debatten führen, ist für die politische Kultur unseres Gemeinwesens bedeutsam. Sich die Ratlosigkeit einzugestehen bedeutet: Wir lernen, damit zu leben, dass wir keine Lösung wissen. Wir können nur mit Fragmenten einer Antwort hantieren, die sich auch in ihrer Summe nicht entfernt als Lösung des Problems präsentieren lassen. Das ist besonders wichtig im Verhältnis zwischen den Bürgern, die mir ihrem Urteil über die politische Klasse so schnell fertig sind, und den Politikern, die Entscheidungen, welche allesamt nur unzulänglich sein können, treffen müssen.“

 

Reden ist besser als bomben

Allein die Tatsache, dass die Regierungen der Arabischen Liga und der EU zu einer Konferenz zusammengekommen sind, ist ein großer Fortschritt nach dem Terror und den Kriegen und dem unsäglichen Leid, von dem Millionen Syrer, Iraker, Jemeniten, Kurden, Lybier und viele andere betroffen sind. Auf der Konferenz wurde darüber gesprochen, wie weitere militärische Auseinandersetzungen vermieden werden können, welche Soforthilfen durch die EU sinnvoll sind und vor allem wie die wirtschaftliche Entwicklung vorangetrieben werden kann; vielleicht kann langfristig sogar eine Freihandelszone zwischen der EU und diesen arabischen Ländern realisiert werden. Eine große Chance !!!

Vor einem Jahr hätte noch niemand diese Gespräche für möglich gehalten und es war klar, dass es bei dieser Konferenz darum ging, Wege aufzuzeigen, Ziele zu formulieren und die jeweils eigenen Interessen zu benennen. Bei den Berichten deutscher Medien springt uns als plakative Überschrift das Wort „E k l a t“ entgegen, weil der ägyptische Präsident Sisi sich gegen Vorwürfe, in seinem Land würden die Menschenrechte massiv verletzt, verwahrte. Über die konstruktiven Besprechungen und darüber, wie es weitergeht, erfahren wir so gut wie nichts.

Im Gegenteil ! Der Reporter der ARD-Tagesschau beweist seine Arroganz und Ignoranz und nennt die ganze Konferenz „eine Luftnummer“.

Zum Thema Menschenrechte in Ägypten: Nachdem die Muslimbrüder dort an die Macht gekommen waren, bewahrheitete sich die Befürchtung, dass der islamistische Terror immer mehr zur Staats-Doktrin Ägyptens wurde. Die Verbrüderung und die militärische Zusammenarbeit mit dem Iran wurde forciert, Libanon und Syrien wurden unterstützt und die relativ friedliche Koexistenz mit Israel wurde auf den Kopf gestellt. Wenn das ägyptische Militär mit Sisi an der Spitze die Muslimbrüder nicht weggeputscht hätte, würden wir heute in einer anderen Welt leben. Der Iran hätte mit Hilfe des militärisch starken Ägypten (und Syrien und Libanon und diversen Terrorgruppen) den vom damaligen iranischen Präsidenten geäußerten Plan umgesetzt: Wir machen Israel dem Erdboden gleich.

Die Muslimbrüder versuchen bis heute mit brutalen Terrorakten gegen die Bevölkerung, gegen Touristen und gegen koptische Christen das wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettete Land Ägypten zu destabilisieren, um wieder an die Macht zu kommen.

Mein Eindruck ist, dass Sisi und seine Regierung mit äußerster Härte gegen Islamisten und ihre Helfer vorgehen müssen. Die koptischen Christen in Ägypten sind ihrer Regierung jedenfalls dankbar, dass sie beschützt werden.

 

Kluge Worte

= „Vor meinem Tod“, schrieb Mascha Kalèko, „ist mir nicht bang – nur vor dem Tod derer, die mir nah sind. – Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind ? – Allein im Nebel tast ich totentlang – und lass mich willig in das Dunkel treiben – das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben – der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr. – Und die es trugen, mögen mir vergeben – bedenkt, den eignen Tod, den stirbt man nur – doch mit dem Tod der anderen muss man leben.“

= Wahre Liebe beinhaltet Achtung. Wenn Sie Achtung üben, werden Ihre Liebe und Ihr Glück lange Bestand haben. (Fundstück)

= Und wenn man einen Feiertag zum Anhören fremder Argumente einführen würde ?“ (Karol Irzykowski)

= „sapere aude“: wage es, weise zu sein, trau deinem Verstand.“ (Horaz)

= “ Religion kann nur durch die Reinheit ihrer Anhänger und durch ihre guten Taten verteidigt werden, keinesfalls durch Kampf mit den Anhängern anderer Glaubensbekenntnisse.“ (M. Gandhi)

= „Alles beruht tatsächlich auf unserer eigenen Verblendung. Wir könnten die Gesellschaft, die Regierung, die Polizei dafür verantwortlich machen; wir könnten sagen, dass die schlechten Zeiten, die Völlerei, die Autobahnen, unsere eigenen Autos, unsere Kleidung daran schuld sind. Wir könnten versuchen, die Verantwortung auf nur alles Vorstellbare abzuwälzen. Aber es sind wir selbst, die wir nicht fähig sind, die Zügel aus der Hand zu geben und uns als ausreichend warmherzig und mitfühlend zu erweisen. Wir selbst sind das Problem.“ (Chögyam Trungpa)

= „Wir müssen lernen, uns mehr zu freuen. Dieser Reichtum ist die Essenz der Großzügigkeit und des Gefühls der Fähigkeit, mit der Welt zurechzukommen, ohne ins Elend zu versinken.“ (Chögyam Trungpa)

= „Ich finde es immer wieder bewundernswert, wenn mehrere Personen zusammen einer Meinung sind. Ich für meine Person bin schon immer allein mehrerer Meinungen.“ (Hans Kasper)

= Dem Meister gefiel es stets, wenn Menschen ihre Unwissenheit zugaben. „Weisheit wächst gewöhnlich im Verhältnis zum Bewusstsein der eigenen Unwissenheit“, behauptete er. Als er um eine Erklärung gebeten wurde, sagte er: „Wenn ihr einseht, dass ihr heute nicht so weise seid, wie ihr gestern geglaubt habt, zu sein, dann seid ihr heute weiser.“ (Fundstück)

= “ Erfahrungen sind wie Fotos: Aus Negativem wird etwas Positives.“ (Alan Ayckbourn)

= „Güte in den Worten erzeugt Vertrauen; Güte beim Denken erzeugt Tiefe; Güte beim Verschenken erzeugt Liebe.“ (Laotse)

= „Es gehört Verstand dazu, um zu erkennen, dass es Dinge gibt, an die der Verstand nicht heranreicht.“ (Martin Kessel)

 

Kurz und interessant

= Die Debatte über Hartz IV ist absurd. Die in Deutschland fast erreichte Vollbeschäftigung hat viele Ursachen ! Die Hartz-Reformen gehören dazu. Und: Die Menschen, die jeden Morgen zur Arbeit gehen, haben kein Verständnis dafür, wenn sie mit ihren Steuern diejenigen unterstützen sollen, die den Termin bei der Arbeitsagentur schwänzen. (Liebe SPD, lass dir etwas sinnvolleres einfallen, um dich zu profilieren) Das Grundprinzip Fördern und Fordern muss beibehalten werden.

= Viele Biowinzer spritzen statt Pestiziden mehr bodenschädlichen Kupfer.

= Wer eine bessere Welt mit mehr Chancengleichheit, weniger Armut und mehr Frieden will, der kann nicht gegen Freihandel und Globalisierung sein.

= Bei manchen Fußballern, Managern, Experten und Politikern hört man immer wieder den Satz: „Ich habe schon immer gesagt……..“ Diese Leute outen sich als dumm, denn:

„Um als Menschen reifer zu werden, müssen wir aus jedem Gespräch, jeder Begegnung, jedem Entscheid, jedem Happening lernen. Ohne permanentes Lernen gibt es bestenfalls Stillstand und wir machen die gleichen Fehler immer wieder.“ (TH. Schmidheiny)

= Die gesamte Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) ist in Asien je Einwohner von 95 Dollar im Jahr 1966 auf über 5000 Dollar im Jahr 2017 gestiegen.

= „Widerspruch – das ist es, was in vielen Unternehmen fehlt. Und weil es unwahrscheinlich ist, dass unter Machtbedingungen offen kommuniziert wird, organisieren sich gute Führungskräfte Widerspruch: Sie schaffen institutionelle Voraussetzungen für Ehrlichkeit und konstruktive Kritik.“ (Fundstück)

= Die folgende Aussage von Arthur Young stammt aus dem Jahr 1787 und stimmt immer noch und sollte in das Studium der Volkswirtschaft und der Politik und der Philosophie einbezogen werden:

„Setze jemanden in den sicheren Besitz von blankem Fels, und er wird den Felsen zu einem Garten verwandeln; verpachte ihm auf neun Jahre einen Garten, und er wird ihn zu einer Wüste umwandeln.

Die Zauberkraft des Besitzes macht Sand zu Gold.“

= Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.“

= Warum sollten die Grenzen Europas nicht bis Syrien reichen ? Was spricht dagegen, alle Länder rund um das Mittelmeer zusammen mit der EU in eine Freihandelszone umzuwandeln ? Für alle beteiligten Länder – auch für jene der EU – ergäben sich unglaubliche Wachstumsmöglichkeiten !

= „Ihr Juden habt den Teufel zum Vater.“ (Joh. 8,44)

= Das oberste Prinzip des SPIEGEL ist die Wahrheit ! Warum schreibt er dann: „G e w i s s ist nur: Die reiche Julija Tymoschenko geht nicht in diesen Wahlkampf (der Ukraine), um noch reicher zu werden.“

= „Ich halte klare, dynamische Politstrategien für sinnvoller als Kunst. Ich halte es für ein reines Märchen, dass wir unsere Welt mittels Schönheit verändern können. Kunst und Kultur haben nur dann einen hohen Stellenwert in einer Gesellschaft, wenn alle genug zu essen haben, wenn es Gesetze, Unterkunft, Sicherheit und ein demokratisches System gibt. Die Welt entwickelt sich gerade allerdings in der Hinsicht in eine Abwärtsspirale.“ (Shean Penn)

 

Die Welt ist ein Dorf

= In Deutschland herrscht Pflegenotstand. Fachkräfte aus dem Ausland sind begehrt. Im Frankfurter Uni-Klinikum arbeitet der Jordanier Bela Abu Sa`da als Pfleger. Er sagt: „Es ist ein Traum, dass ich hier sein kann.“

= Winston Ruddle, 51, ist Afrikas Künstlermacher. Seine Vision: Er möchte afrikanischen Artisten eine professionelle Karriere ermöglichen. Der gebürtige Simbabwer stand selbst auf der Bühne und rief die weltbekannten Zirkusshows „Afrika! Afrika!“ und „Mother Afrika“ ins Leben. Aber bis dahin war es ein weiter Weg.

= Monique Santos arbeitet in einem Armenviertel der brasilianischen Megastadt Rio de Janeiro als Lehrerin für Street Dance; das Jugendprojekt wird von der Kirche in Rio getragen.

= An den Rändern von Brasiliens Städten dealen Jugendliche mit Drogen. Auch in Leme. Auf dem Land verlieren die Menschen ihre Arbeit, in der Stadt suchen sie neue Perspektiven. Nur Bildung hilft ihnen wirklich weiter. Die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel unterstützen junge Menschen dabei.

= Hoffnung auf lang ersehnten Frieden in Mindanao. Etwa 150.000 Menschen haben durch den jahrzehntelangen Konflikt zwischen Christen und Muslimen ihr Leben verloren. Mit der Unterzeichnung des Gesetzes zur Gründung der autonomen Region Bangsamoro durch Präsident Rodrigo Duterte ist der langersehnte Frieden nun greifbar nahe. Zur Entschärfung der Situation erhält die muslimische Minderheit mehr Autonomie. Zwar betrifft es nur einen kleien Teil der rohstoffreichen Insel Mindanao, auf der Terrorgruppen, Rebellen und Privatarmeen ihr Unwesen treiben. Dennoch nennt Kardinal Orlando Quevedo die Lösung „akzeptabel“, weil sie auch Menschenrechtsgarantien für Christen und Ureinwohner vorsehe. Vor allem werde in Bangsamoro nicht das Scharia-Recht eingeführt. Das Gesetz muss jedoch noch eine hohe Hürde nehmen: Erst wenn es in einer Volksabstimmung angenommen wird, kann das Friedensprojekt wirklich beginnen.

= Eine jüdische Krankenschwester stillt das Kind einer Palästinenserin und hat damit in Israel Aufsehen hervorgerufen. Die Mutter lag nach einem Autounfall im Koma und wurde in einem Jerusalemer Krankenhaus behandelt; der Vater war bei dem Unfall gestorben und das neun Monate alte Kinde wurde leicht verletzt. In den sozialen Netzwerken gab es viel Lob für die Krankenschwester Ola Ostrovsky-Zak. Der hungrige Junge hatte sich sieben Stunden lang geweigert, aus der Flasche zu trinken, weil er daran gewöhnt war, gestillt zu werden. „Als stillende Mutter habe ich keine Sekunde gezögert; meine Kolleginnen waren erstaunt, dass eine Jüdin bereit ist, den Kleinen zu stillen; aber ich habe ihnen gesagt, dass jede Mutter das tun würde.“

= Im indischen Bundesstaat Chhattisgarh haben mehr als 2000 radikale Hindus den Bau einer Kirche verhindert und versucht, Christen mit Drohungen zur Konvertierung zu zwingen. Die Extremisten haben durch den Bau einer Mauer den Zugang zum Rohbau der Kirche versperrt und hatten dabei auch die Unterstützung der Polizei und der Behörden. Die Zunahme von Angriffen auf Christen, Priester, Ordensfrauen und kirchliche Einrichtungen in dieser Region gibt Anlass zu großer Besorgnis. Indien wird von der Bharatiya Janata Partei (BJP) regiert. Die BJP gilt als politischer Arm der hindu-nationalistischen Hindutva-Bewegung.

= Die Baobaballee: Mit einer Höhe von mehr als 30 Metern ist der Baobab, der afrikansiche Affenbrotbaum, ein majestätisches Gewächs. Im Westen Madagaskars bildet eine Gruppe dieser wuchtigen Giganten der Pflanzenwelt eine weltweit einmalige Allee. Baobabs werden mehr als 1000 Jahre alt. Ihre Wasserreserven lassen sie auch in extremen Trockengebieten überleben.

= Das oberste Gremium der Muslime in Thailand hat Kinderehen verboten und das Mindestalter für eine Eheschließung auf siebzehn Jahre festgelegt. Der islamische Zentralrat zog damit die Konsequenzen aus dem Fall, bei dem ein elf Jahre altes Mädchen mit einem vierzigjährigen Mann zwangsverheiratet worden war.

= „Rettet die Bücher und die Menschen“ – so lautet der Titel des Buches, das der irakische Dominikaner Michael Najeeb Moussa 2017 veröffentlicht hatte. Darin beschreibt er seine Erfahrungen mit der Terrormiliz „Islamischer Staat“, als diese die stark christlich geprägte Metropole Mossul überfiel und Kirchen und Kapellen verwüstete. Der Ordensmann sorgte u.a. dafür, dass mehr als 8000 zum Teil uralte christliche Handschriften gerettet werden konnten. Nun hat die Synode der Chaldäer Moussa zum neuen Erzbischof Mossuls gewählt.

 

Mit Doping-Lügen Geld machen !!

Im Profifußball werden weltweit Milliarden-Umsätze getätigt und die Einnahmen der Manager, Trainer, Berater und Spieler sind ganz wesentlich vom Erfolg abhängig: Eine bessere Plazierung in der Tabelle bringt Fernsehgeld, ein Sieg bringt Punktprämien, einem Spieler mit Top-Leistungen winkt ein höher dotierter Vertrag usw. usw.

Im Fußball gibt es wahrscheinlich viele Profis, die unter zwei Voraussetzungen zu Dopingmitteln greifen würden:

  1. Die Mittel müssen geeignet sein, die Leistungen auf dem Platz auf Dauer zu steigern
  2. Auf keinen Fall darf das Doping entdeckt werden, weil damit die Karriere des Spielers beendet ist und der Club seine Existenz gefährden würde.

Ob die Leistungen in diesem Sport mit Dopingmitteln auf Dauer zu steigern sind, wird von einigen Wissenschaftlern bestritten; andere Wissenschaftler und einige Journalisten behaupten das Gegenteil. Fakt ist, dass die Vereine von den Verbänden unter extremen Druck gesetzt werden: Hohe Punktabzüge und Geldstrafen stehen im Raum. Hinzu kommt die bekannte Tatsache, dass nach j e d e m Spiel von beiden Mannschaften je drei Spieler ausgelost werden, die zwecks Dopingtest in einen Becher pinkeln müssen.

Wieviel erwiesene Dopingfälle hat es im deutschen Profifußball in den letzten 30 Jahren gegeben ?

Einigen Journalisten lässt das Thema keine Ruhe ! Es muss doch möglich sein, diesen überbezahlten, tätowierten Profis und ihren arroganten Managern was nachzuweisen. Offensichtlich haben die aufwendigen Recherchen nichts Handfestes ergeben – also backen die Journalisten einen Dopingkuchen aus Verdächtigungen, Viertelwahrheiten, Häme und lächerlichen Rückschlüssen.

Vorneweg geht ein Herr Thomas Kistner von der Süddeutschen Zeitung, der sich seit vielen Jahren abrackert, um den Fußballern was nachzuweisen:

Der Zynismus von Kistner liest sich so: „Do Ping ist im Fußball höchstens der Fachbegriff für eine chinesische Freistoßvariante, die nie praktiziert wird. Do Ping bringt nix im Fußball. Nachdenklichen Betrachtern sei gesagt, dass es ist, wie es aussieht: Im bestbezahlten Körpergewerbe der Welt war Doping stets virulent. Dopingtests, das weiß jedes Kind, sind völlig unbestechlich. Na gut, außer in allen großen Fällen von Lance Armstrong bis Marion Jones; viele Fußball-Dopingfälle flogen erst Jahre später auf, durch Geplauder in Biografien oder durch Gerichtsprozesse.“ Konkrete Namen oder Beweise aus dem Profifußball hat Kistner nicht vorzuweisen.

Herr Kistner, der sich selbst als „renommierten Sport-Experten und investigativen Journalisten“ bezeichnet, hat auch ein Buch verfasst, das von einem leibhaftigen Professor und Dopingexperten angepriesen wird:

Das Buch heißt: S c h u s s – Die geheime Dopinggeschichte des Fußballs. Und der Professor lobt: „Dieses Buch v e r d i c h t e t erstmals historische Fakten und fundierte wissenschaftliche Daten zu einem erschreckenden Gesamtbild.“ Coole Formulierung: „erdichtet“ durfte der Mann nicht schreiben und da von Beweisen in dem Buch keine Rede ist, schreibt man „verdichtet“. Das Wort muss man sich merken.

Kistner hat also ein Dopingmärchen erdichtet. Da fällt mir das Wort „Lügenpresse“ ein. (Wenn in Deutschland tatsächlich mal ein Fußballer beim Dopen erwischt wird, dann knallen bei der Süddeutschen Zeitung die Champagner-Korken)

Fortsetzung folgt.

 

Vegan gegen den Rechtsstaat

= Studenten haben ein Haus besetzt, um gegen Leerstand und hohe Mieten zu protestieren. Die Hausbesetzer befürworten eine vegane Ernährung – auch beim Nachbarschaftskaffeetrinken.

= Die konsequente Umsetzung der Ideologie der Gendersprache kann zu Missverständnissen führen, wenn Personen, die bisher als Zeuge oder Zeugin vor Gericht geladen wurden, demnächst womöglich als Zeugende einbestellt werden.

= Durch mehr sichere Herkunftsländer sollen Abschiebungen erleichtert werden. Die CDU scheitert an den Grünen. Die Grünen-Vorsitzende Baerbock unterstützt die Ausweisung straffälliger Asylbewerber „vor allem wenn sie Frauen belästigt haben.“ (Warum „vor allem“ ? Seltsame Auffassung vom Rechtsstaat)

= Im Hambacher Forst brechen sogenannte Aktivisten das Gesetz, um Ziele zu erreichen, die ihnen wichtiger sind als der Rechtsstaat.

= „Ein wesentlicher Grund, warum die Münchner Stadtbürger in den teuren Wohngegenden grün gewählt haben, ist der schnöde Umstand, dass die Grünen – gewohnt rückwärtsgewandt – als einzige Partei bis heute Fundamentalopposition gegen den Bau der S-Bahn-Stammstrecke betreiben – wegen „Lärm und Dreck über mindestens ein Jahrzehnt durch Tausende LKW-Abraum-Ladungen.“ Damit wird der öffentliche Nahverkehr an seiner Hauptschlagader bekämpft.“ (Leserbrief FAZ)

= „Als die Menschen sich aufrichteten, um auf zwei Beinen zu gehen, ist gleich ein Deutscher hinzugeeilt, um dringlich zu warnen: Das sei gefährlich, es drohe der Sturz, besonders den Kindern und Alten; vor allem sei es unsolidarisch gegen die übrigen Vierbeiner, auch theologisch bedenklich, denn es wende das Menschengeschlecht ab von der Erde, dem mütterlichen Grund.“

= Wir müssen uns sensibilisieren ! Wir können den Installateur nicht einfach zur Reparatur des Wasserhahns rufen ! Nein – es muss heißen: Bei mir tropft der Wasserhahn bzw. die Wasserhenne !

= Hat sich Donald Trump schon bei den grün/linken Gegnern des Freihandelsabkommens TTIP bedankt ? Denn die hatten mit ihrem Kampf gegen das Abkommen den Boden für Trumps Entscheidung bereitet. (Globalisierung und Freier Welthandel schaffen Frieden und verbessern die Lebensgrundlagen vieler Millionen Menschen in den Entwicklungländern)

= Bei den Autoren, Ärzten und Politikern wollen die Frauen begreiflicherweise dabei sein, nicht aber bei den Mördern, Dieben und sonstigen Verbrechern. Von einer Meldung wie „nach der Mörderin oder dem Mörder wird noch gefahndet“ oder von einer Verbrecherinnen- und Verbrecherkartei“ hat man jedenfalls noch nichts gehört.

= „Die Leute haben keine Ahnung“ sagte die Wissenschaftlerin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Vollhard: Die Leute wissen nichts über die Vorteile gentechnisch veränderter Pflanzen. Dank der Gentechnik kann man Pestizide einsparen; diese chemischen Waffen sind viel bedenklicher als gentechnisch veränderte Pflanzen. Keiner weiß, wie man Pflanzen züchtet und wovon es abhängt, dass sie gesund sind und wie man sie anbaut.

= Das „Lohngleichheitsgesetz“ führt nach Ansicht von Arbeitsrechtlern nicht zu einem Mehr an Lohngerechtigkeit, sicherlich aber zu einem Mehr an Bürokratie; man will gleichen Lohn für gleiche Arbeit, ohne zu wissen, wie gleichwertige Arbeit zu bestimmen ist.

= Für den Dreischluchtenstaudamm mussten seiner Zeit tausende Menschen zwangsumgesiedelt werden. Viele fanden das nicht gut. Staudämme sind ein Problem. Keine Staudämme sind ein noch größeres Problem.

= Erfolgsmodell statt Lachnummer. 20 Jahre nach Fertigstellung wurde der Rhein-Main-Donau-Kanal für die Grundsanierung gesperrt. Damals war er so umstritten wie Stuttgart 21. Jetzt will niemand mehr auf den Kanal verzichten.

= Um zehn Prozent des Bedarfs an Treibstoff mit Biosprit zu decken, muss die gloable Agrarproduktion verdreifacht werden.

= Alle Fachleute aus Europa sind sich einig: Die Sicherheitsstandards müssen deutlich verschärft werden, wenn der Clan-Kriminalität, dem Drogenschmuggel, der Geldwäsche, der illegalen Zuwanderung , der Steuerhinterziehung und vielen anderen Delikten wirksam begegnet werden soll. Die wichtigste Maßnahme wäre die von der EU vorgeschlagene Pflicht für alle 370 Millionen EU-Bürger, ihre Fingerabdrücke im Personalausweis zu dokumentieren. SPD und Grüne sind natürlich dagegen und sprechen von „Datensammelwut“.