Experten-Stadl

In der ZEIT kritisierte der PHILOSOPH Ellenberger den unbedingten Erlöserglauben von Borussia Dortmund und bezeichnete den Club als Sekte; die Abhängigkeit von Klopp
sei ein schwerer Managementfehler.

Gibt es soviel Dummheit und Arroganz auf einem Haufen wie bei diesem Philosophen?

 

Armutsdiskussion

Die Armutsdiskussion in deutschen Medien treibt absurde und verlogene Blüten.

Die Schlagzeile auf der Titelseite der Süddeutschen Zeitung sieht dann so aus: „Tiefe Kluft zwischen Arm und Reich. In Deutschland gehört zehn Prozent der Bevölkerung mehr als die Hälfte des Vermögens. Die unteren 50 Prozent der Gesellschaft werden immer ärmer.“

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Experten-Stadl

Männer auf den Müll!!

Eine gewisse Angela Homberg, die angeblich die Top-Etagen der europäischen Wirtschaft berät, darf in der Süddeutschen Zeitung einen Offenen Brief an die Bundeskanzlerin schreiben; das geht dann so:

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Nicht mutig

von Marie Luise Kaschnitz

Die Mutigen wissen
Daß sie nicht auferstehen
Daß kein Fleisch um sie wächst
Am jüngsten Morgen
Daß sie nichts mehr erinnern
Niemandem wiederbegegnen
Daß nichts ihrer wartet
Keine Seligkeit
Keine Folter
Ich
Bin nicht mutig

 

Es wird besser

Der amerikanische Psychologe Steven Pinker: „Wir leben im friedlichsten aller Zeitalter. Durch die Aufklärung, den Zivilisationsprozess und den Handel, der potenzielle Feinde zu Gesprächspartnern macht, ist die Welt humaner geworden.“

 

Journalismus kann töten – Fußball-Journalismus auch!

Auszug aus „11 Freunde“: Benjamin Kuhlhoff interviewt Henrik Larsson.

Henrik Larsson, Sie haben nahezu alle großen Titel in Europa gewonnen und bei den größten Klubs gespielt. Was war die dunkelste Stunde in Ihrer Karriere?

Der 6. Juni 2009. Nach einem Länderspiel gegen Dänemark saß ich in der Kabine. Ein Betreuer gab mir mein Handy und sagte, ich solle sofort meine Frau anrufen. Ich antwortete, dass ich erst noch duschen wolle. Er sagte nur: „Es ist ernst!“. Mein erster Gedanke war, dass unseren Kindern etwas passiert sei.

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Es wird besser

„Deutschlands Rentner leben lange, haben viel freie Zeit und jede Menge Geld. Es geht ihnen besser als allen Generationen vor ihnen.“

(FAZ a.S.)

 

Fremde Federn – Dialog statt Eskalation

Helmut Schäfer (Staatsminister im Auswärtigen Amt 1987-1998), Edmund Stoiber (bayrischer Ministerpräsident 1993-2007), Hörst Teltschik (Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz 1999-2008), Günter Verheugen (EU-Kommissar 1999-2010), Antje Vollmer (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages 1994-2005)

Mit großer Sorge beobachten wir den sich zuspitzenden Konflikt zwischen Russland und dem Westen. Gegenseitige Sanktionen, die Schließungen von Einrichtungen und Dialogforen, die einmal der Verständigung und Kooperation dienten, folgen in immer schnellerem Rhythmus. Wir haben es inzwischen mit einer beunruhigenden Entfremdung zu tun. Das gegenseitige Verhältnis ist bestimmt von gegenseitigen Schuldzuweisungen, Verdächtigung und militärischen Drohgebärden.

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Es wird besser

„Vier Fünftel der Menschen weltweit können lesen und schreiben, gegenüber nur der Hälfte im Jahr 
1950. Es gibt ländliche Gebiete in Indien, wo praktisch keine erwachsene Frau jemals zur Schule ging,
 während heute fast alle ihre Töchter die Schulbank drücken.“

(Angus Deaton)

 

Unglaublich! – Vatikan will an Familienmoral festhalten

„Unkenntnis als Ursache für Distanz zur Lehre“ / Arbeitspapier für Bischofssynode

Die katholische Kirche plant allenfalls geringfügige Änderungen ihrer Familienmoral. Das geht aus einem 90 Seiten langen Arbeitspapier hervor, das Lorenzo Kardinal Baldisseri am Donnerstag in Vorbereitung der für Oktober geplanten außerordentlichen Bischofssynode vorgestellt hat. Für die Erstellung des Papiers hatte die Kirche Bischöfe aus aller Welt befragt. Im deutschsprachigen Raum hatte die Umfrage eine große Kluft zwischen der Lebenspraxis der Gläubigen und der kirchlichen Morallehre offenbart.

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Klartext

Der geschätzte Daniel Kehlmann redet Klartext. Zum Regietheater sagt er:

  • „Das lebt als letzte Schrumpfform linker Weltanschauung aus einem Bündnis zwischen Kitsch und Avantgarde. Für diese Regisseure ist es angenehm, ein genialischer Schöpfer zu sein, ohne dafür eigene Stücke verfassen zu müssen.“
  • „In diesem Milieu herrscht ein Klima der Repression, in dem Widerspruch geächtet wird.“
  • „Manchmal üben genau jene, die das Zeichen der Aufklärung vor sich hertragen, ihre Macht rücksichtslos aus.“
  • „Der Mainstream im deutschen Theater wird auch deshalb so aggressiv verteidigt, weil es um die Verteilung von sehr viel Geld geht; hinter ästhetischen Argumenten stehen oft konkrete materielle Interessen; in einem Milieu, das von Subventionen lebt, hat jeder Angst, daß man ihm was wegnimmt.“
  • „Zadek war ein großer Regisseur und ein beeindruckender Mensch: scharf und liebenswürdig. In einem seiner letzten Interviews sagte er, es wäre schön, wenn man in Deutschland mal wieder ein Stück von Ibsen oder Shakespeare so sehen dürfte, wie es geschrieben wurde.“

(SPIEGEL)

 

Was ist der Unterschied zwischen der Kunst-Industrie und der Auto-Industrie?

Bei der Autoindustrie entscheidet der Kunde über Erfolg oder Mißerfolg; Theater, Museen, Opernhäuser entscheiden selbst, was die Menschen gut zu finden und was sie mit ihren Steuern zu subventionieren haben.

Charles Saatchi, Entdecker und Sammler moderner Kunst, verdammt den Kunstkommerz als „unerträglich, monströs, vulgär“. Die Künstler verschwinden hinter „unverständlichen, postkonzeptuellen Fotografien und Installationen; die unfähigen, verunsicherten Ausstellungsmacher werden von den ebenso verunsicherten und unfähigen Kuratoren bewundert; hinzu kommen Kritiker und Händler mit ihrer mastubatorischen Selbstüberschätzung.“

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Die Chinesen kommen

Chinesen lieben Markenprodukte. Nur in Japan können sie sicher sein, dass sie keine Raubkopien angedreht bekommen. Nicht zuletzt deshalb ist Japan so beliebt bei Touristen aus der Volksrepublik.

Kommentar: Ich liebe die Globalisierung! Die Rache der Chinesen für die Besatzung der Japaner: sie kaufen denen die Markenware weg. Nichts befriedet die Welt mehr als die Globalisierung.

 

Schreiben in Triest, also an der Bruchlinie

Ein Anwalt slowenischer Kultur und ein Aufklärer in politischen Dingen

1913 im österreichischen Triest geboren als Sohn eines slowenischen Photographen, lernte Boris Pahor bereits als Kind ethnischen Hass kennen, die tödliche Krankheit des zwanzigsten Jahrhunderts.

Die Faschisten zündeten das Slowenische Kulturhaus an und verboten den Gebrauch der slowenischen Sprache. Die Familie verarmte, und das zehnjährige Kind verstummte beinahe, als es im ungewohnten Italienisch sprechen musste, „gleichsam mit einem falschen Gebiss im Mund“. Über kirchliche Schulen kam Pahor doch noch zu einem Literaturstudium in Padua, ehe ihn der italienische Staat als Soldaten nach Libyen verfrachtete.

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Polen!!! Polen???

Die Geschichte und das Schicksal unserer Nachbarländer Polen und Frankreich sind seit vielen Jahrhunderten mit jener Deutschlands und Europas verwoben. Über Frankreichs Historie, über die Intellektuellen, die Künstler, die Folgen der Revolution und die politischen Entwicklungen bilde ich mir ein, relativ viel zu wissen. (mehr …)

 

Kurz & bündig

„Und ich musste die Ängste, meinen ermordeten Vater zu verraten, überwinden. Ich wollte kein Ödipus sein. Ich begriff, dass die Hoffnung auf die kommunistische Endlösung der sozialen Frage eine Illusion und Hybris ist, die zwingend in die Hölle der totalitären Diktatur führen muss.“

(Wolf Biermann)

 

Einwurf

Fußballpräsident wird Staatspräsident

Finnlands künftiges Staatsoberhaupt versuchte es nach seinem souveränen Wahlsieg mal mit einem Gefühlsausbruch. „Fantastisch, mir läuft es kalt den Rücken herunter“, rief der 63-Jährige in der Wahlnacht von Helsinki aus, als sein Stimmenanteil von fast zwei Dritteln (62,6 Prozent) klar war.

Trotzdem fiel der Jubel bei den Anhängern des mit 37,5 Prozent unterlegenen grünen Gegenkandidaten Pekka Haavisto lauter und begeisterter aus. Während Niinistö in allen Umfragen haushoch geführt hatte,
überraschte der Einzug Haavistos in die Stichwahl. Auch der Sieger zollte seinem homosexuellen Kontrahenten Respekt für eine „faire und pfiffige Kampagne“. Die Popularität des Juristen, ehemaligen Justiz- sowie Finanzministers, zeitweiligen Bankchefs und Parlamentspräsidenten Niinistö beruht auch darauf, dass er sich seit langem aus dem politischen Tagesgeschäft heraushält. Stattdessen übernahm er 2009 die Präsidentschaft in Finnlands Fußballverband.

Bleibende Sympathiewerte haben Niinistö nicht zuletzt familiäre Schicksalsschläge gebracht. 1995 starb seine Frau Marja-Leena bei einem Verkehrsunfall, Niinistö wurde alleinerziehender Vater zweier Söhne. 2004 überlebte er als ThailandUrlauber mit den Buben die Tsunami-Katastrophe nur knapp: Mit einem Sohn klammerte er sich an einen Straßenmast, der zweite konnte auf ein Hoteldach flüchten.

Sauli Niinistö (63) wurde am Sonntag zum neuen Präsidenten Finnlands gewählt. 2004 hatte er den Tsunami in Thailand überlebt.
 

Kurz & bündig

„GmbH ? Nie gehört. Viele Schüler wissen nicht, wie die Wirtschaft funktioniert. Unternehmer und sogar Lehrer fordern deshalb ein eigenes Schulfach.“ (Fundstück)

Kommentar: Diese Forderung steht schon seit vielen Jahren im Raum; auch an den Journalisten-Schulen muss realitätsnaher Unterricht in Wirtschaft eingeführt werden. Noch besser wäre ein Jahr Praktikum in der freien Wirtschaft.

 

Experten-Stadl

Die S.Z. titelt am 11.Oktober 2014:

„In Japan geht die Sonne unter“

Wenn man schon die Sonne bemüht, so müsste man eher von Sonnenaufgang sprechen, da Japan sich langsam aber stetig aus seiner schweren Wirtschaftskrise befreit und Zuwächse erzielt.