Nur ein Vogelschiss-Beispiel von Millionen.

Salmen Gradowski kam im Jahr 1910 oder 1911 in Suwalki in Polen zur Welt. Er entstammte einer Familie von Rabbinern und Kaufleuten, arbeitete selbst in einer bescheidenen Stelle, hing aber einer Karriere als Dichter nach.

Im November 1942 wurde er mit seiner Familie nach Auschwitz deportiert. Die Familie wurde sofort umgebracht. Ihn hingegen hat man in das sogenannte Sonderkommando bestellt, das die Opfer auf den Tod vorzubereiten hatte, sie in die Gaskammer leiten und ihre Körper nach der Ermordung bergen musste.

Die Mitglieder des Sonderkommandos durchsuchten die Leichen nach Wertsachen wie Goldzähnen und Ringen und mussten schließlich die Toten in den Öfen verbrennen und ihre Asche im Fluss oder in dem umliegenden Gelände entsorgen.

Am 7. Oktober 1944 wagte eine Widerstandsgruppe des Sonderkommandos den Aufstand; als einer der Anführer der unkoordinierten Revolte in Krematorium II wurde Gradowski ermordet. (Fundstück)

 

Achtsamkeit

Niemand kann es Sie lehren, achtsam zu sein. Wenn irgendein System Sie lehrt, wie Sie achtsam sein können, dann wenden Sie dem System Ihre Achtsamkeit zu, und das ist keine Achtsamkeit. Meditation ist eine der größten Lebenskünste, vielleicht die größte, und man kann sie unmöglich von jemandem erlernen; darin liegt ihre Schönheit. Sie hat keine Technik und daher auch keine Autorität. Wenn Sie sich selbst kennenlernen, sich selbst beobachten, sich betrachten, wie Sie gehen, wie Sie essen, was Sie sagen, das Geschwätz, den Haß, die Eifersucht – wenn Sie das alles in sich ohne jede Rangfolge wahrnehmen, ist das Teil der Meditation.

Sie können meditieren, wenn Sie in einem Bus sitzen oder durch einen Wald voller Licht und Schatten wandern oder dem Gesang der Vögel zuhören oder in das Gesicht Ihrer Frau oder Ihres Kindes blicken.

Meditation zu verstehen heißt zu lieben, und Liebe ist nicht das Produkt von Systemen, von Gewohnheiten; sie wird nicht durch das Befolgen einer Methode erzeugt.

Meditation bedeutet, eines jeden Gedankens, eines jeden Gefühls gewahr zu sein, niemals zu sagen, sie seien richtig oder falsch, sondern einfach zu beobachten und ihnen nachzugehen. In diesen Betrachtungen beginnen Sie alle Regungen des Denkens und Fühlens zu verstehen. Und aus diesem Gewahrsam erwächst das Schweigen. Ein Schweigen, das vom Denken zustande gebracht wurde, ist Stagnation, ist unfruchtbar; aber das Schweigen, das entsteht, wenn das Denken seinen eigenen Anfang, sein eigentliches Wesen verstanden hat, wenn es begriffen hat, daß alles Denken niemals ungebunden ist, sondern immer mit der Vergangenheit beladen ist – dieses Schweigen ist Meditation, in der es keinen Meditierenden gibt.

Der Mensch hat in diesem Zustand die Vergangenheit aus sich entlassen.

Meditiere, wenn du das Gesicht deines Geliebten anschaust. Wenn du Blumen liebst, dann meditiere vor der Rose; versenke dich in den Mond, oder was immer dir lieb ist. Wenn du gerne ißt, meditiere beim Essen.

 
 
 

Chancen – Ungleichheit (w)

Bundespräsident Steinmeier kritisiert den Zusammenhang zwischen Bildungschancen und sozialer Herkunft in Deutschland:

„Es gibt kaum ein Politikfeld, in dem Reden und Handeln so beschämend weit auseinanderklaffen. In Deutschland entscheidet allzu häufig die soziale Herkunft über die Bildungschancen von Kindern.“

Millionen Menschen wachsen nach der Geburt in ein seelisch verkümmertes Leben, weil sie Lebensumstände antreffen, die ihre charakterlichen, intellektuellen und sozialen Begabungen nicht zur Geltung kommen lassen – um es vorsichtig auszudrücken. Das gilt nicht nur für viele Länder der Dritten Welt – und dort besonders für Frauen – sondern auch für unser hoch entwickeltes und in den meisten Lebensbereichen gerechtes Deutschland.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, wie stark f r ü h e Erfahrungen das ganze Leben beeinflussen. Der Göttinger Hirnforscher Gerald Hüther hat erforscht, dass die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit schon in der Schwangerschaft beginnt. Familienforscherin Uta Meier-Gräwe: „Wir nennen den Typus die „verwalteten Armen“; das ist der „Sozialhilfeadel“, wie es im Jargon der Ämter heißt; Familien, die seit Generationen von Transferleistungen leben; diese Eltern sind ihren Kindern keine Hilfe, Zeitstrukturen entgleiten ihnen völlig.“ „Bildung ist der Schlüssel ! In der Schule sollten sie nicht nur ein gesundes Essen bekommen, sondern auch lernen, wie man es kocht; vor allem müssen sie lernen, wie Konflikte gewaltfrei gelöst werden können.“

Gewaltfrei !!! Das Gegenteil erfahren viele Kinder ab der Geburt und das fast täglich. Ergebnisse der Entwicklungspsychologie zeigen, dass Babys im Umgang mit den Eltern ganz grundlegende Fähigkeiten im Verhalten entwickeln – eine Persönlichkeitsstruktur. Defizite in diesem Bereich führen zu schweren psychischen Erkrankungen. In den Beziehungen zu anderen Menschen zeigen sich Defizite etwa darin, dass die Betroffenen sich nicht in andere hineinversetzen, also nicht emphatisch sein können.

Die amerikanische Neuropsychiaterin Dorothee Lewis, die in den USA jugendliche, zum Tode verurteilte Strafgefangene untersuchte, stellte bei den meisten von ihnen psychiatriche Erkrankungen und Hirnschäden fest und schlussfolgerte, dass diese Menschen nicht die gleichen Chancen hatten, wie wohlbehütete Mittelklassekinder.

In Deutschland hat diese Chancen-Ungerechtigkeit für die Betroffenen – und meistens auch für deren Kinder und Enkel – ebenso schlimme Folgen wie für unseren Staat, der viele Milliarden Euro für „Soziale Reaparaturkosten“ bereitstellen muss. Beispiel: In NRW mussten die Kommunen im letzten Jahr ca. 12.000 Jugendliche aus den Familien holen und „unter Schutz stellen“. Solche „Inobhutnahmen“ kosten den Steuerzahler fast eine Milliarde Euro p.a. – allein in NRW ! Eine Ruhrgebietsstadt gibt dafür genauso viel aus, wie für ihre Kindertagesstätten.

Und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, kommen die Kriegs- und Killerspiele und brutalste Gewaltvideos hinzu. Natürlich können die Kinder jeden Pin knacken; schon bei Zehnjährigen beginnt diese Sucht nach abscheulichen Gewaltorgien und Kriegsszenarien und bald auch nach Pornographie. Für manche Kinder und ganz besonders natürlich für die Kinder aus Problemfamilien ist Gaming der zentrale Lebensinhalt; sie rennen nach der Schule sofort nach Hause zu ihrer Konsole, statt draußen mit ihren Freunden zu spielen oder zum Fußballtraining zu gehen. (Es gibt einen Zusammenhang zwischen Intelligenzentwicklung und Bewegungsentwicklung !)

Zitat: „Es gibt zwar viele Risikofaktoren für Entwicklung zur Gewalt, verhindert wird sie nur durch emotionale Anbindung, institutionelle Einbindung mit Gewinnchancen und die Ermöglichung jugendgemässer konventioneller Betätigung.“

Zum Schluß meine herzliche Bitte an Vater Staat: Wir brauchen für a l l e Kinder Ganztagsschulen und Klassen mit maximal 20 Schülern. Schulaufgaben müssen i n der Schule mit Unterstützung der Lehrer erledigt werden; die Lehrer sind für die Leistungen der Schüler mitverantwortlich ! Und: Viermal pro Woche Mannschaftssport (Fußball, Basketball oder Handball). Die Betonung liegt auf Mannschaft, weil das Miteinander über dem Ego liegt.

 

Keine Hoffnung für Südamerika ? (w)

In Guatemala herrscht das Gesetz des Stärkeren und die indigene Bevölkerung hungert aus. Drogenmafia und Regierung in Honduras arbeiten kollegial zusammen. Nicaragua ist eine Diktatur. In El Salvador werden Teile des Landes von verfeindeten Gangs kontrolliert. In vielen Orten und Städten Südamerikas regieren Kriminelle und nicht der Staat. Teile der Polizei arbeiten mit den Gangs zusammen.

Der salvadorianische Journalist Oscar Martinez in der FAZ a.S.: „Was hätte ich gemacht, wenn ich durch die löchrigen Holzwände der Hütte, in der ich als Kind wohnte, gesehen hätte, wie ein besoffener Vorarbeiter, Chef meines Vaters, meine 14 Jahre alte Schwester jeden Abend vergewaltigt ? Ich hätte versucht, den Mann umzubringen und mich der Gang angeschlossen. Für viele Menschen gibt es nur die Option, von der Klippe zu springen oder von einem Löwen gefressen zu werden.“

Die USA haben während des Kalten Kriegs mit Milliarden Dollar die autokratischen Regierungen unterstützt, die mit blutigen Massakern gegen die linken Terroristen vorgingen. Einige Länder sind seitdem politisch völlig destabilisert: Es gibt keine Institutionen, keine Justiz, keine Menschenrechte, keine Arbeit.

Im Alter von etwa zwölf Jahren müssen hunderttausende Kinder der Unterschicht entscheiden, ob sie zu einer kriminellen Gang gehören oder als ein Niemand dahinvegetieren wollen. Jeder kann sich vorstellen, wie sich fast alle Jugendlichen entscheiden.

Seit Herr Trump regiert, blockiert Mexiko die südliche Grenze und minimiert damit die Chancen für Mütter mit Kindern und verarmte Bauern und verzweifelte Familien, in die USA zu emigrieren.

Die betroffenen Menschen haben nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

 

Sparschwein

Wie geht es weiter, nachdem der Corona-Virus die Börsen zum Einsturz gebracht hat ? Mit Ausnahme der üblichen Klugscheißer kann das niemand voraussagen. Dennoch will ich ein paar Hinweise liefern:

  • Wir werden daran erinnert, dass es keine Garantien für wirtschaftliche Entwicklungen gibt. Niemand hat die von den USA ausgehende Finanzkrise im Jahr 2008 und den folgenden Totalabsturz kommen sehen. Einen neuen Virus kann niemand verhindern. Deshalb heißt der Paragraph Eins in der Geldanlage: Kaufe niemals Aktien u.ä. auf Kredit. Wenn der Crash höhere Verluste als die Summe deines Kredits mit sich bringt – dann bist du pleite !
  • Wer sein Geld mit einem Höchstmaß an Sicherheit anlegen und nicht auf sehr hohe Kursgewinne spekulieren will, der kauft Aktien von großen Unternehmen der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, weil beides von der steigenden Weltbevölkerung auch in Krisenzeiten benötigt wird; g r o ß e Unternehmen sind bereits in fast allen Ländern der Welt vertreten und haben hohe Etats für Forschung und Entwicklung zur ständigen Verbesserung ihrer Produkte. Ich spreche von den üblichen Verdächtigen: Unilever, Nestle, DSM, Procter & Gamble und Roche, Sanofi, Merck KG (Deutschland), Novartis, Amgen, Johnson & Johnson u.a.m.
  • Auch Versicherungsaktien sind ziemlich krisenresistent; z.B. Allianz, Münchner Rück, Zürcher, Hannover Rück.
  • Alle genannten Aktien haben eine gute bis sehr gute Dividendenrendite.
 

Auf Ihre Gesundheit ! (w)

= Die zweimal monatlich erscheinende „Apotheken-Umschau“ erhalten Sie kostenlos in jeder Apotheke. Hier stehen immer wieder wichtige Tips ! Z.B.: „Beim Schwitzen in Schuhen und Socken herrscht feuchtwarmes Klima – perfekt für Fußpilz. Deshalb nach dem Duschen immer zwischen den Zehen gut abtrocknen !“

= Millionen Menschen leiden in Europa an einem Vitamin-D-Mangel; das führt u.a. zu einem gesteigerten Infektions-, Brustkrebs- und Dickdarmkrebsrisiko. Vitamin D wird mit Hilfe des Sonnenlichts von unserem Körper selbst gebildet und ist u.a. enthalten in Eigelb und fettem Fisch (Hering). Vitamin D ist auch ein wichtiger Faktor gegen Depressionen.

= Waschmaschinen sind Keimschleudern ! Man soll die Dichtung regelmäßig reinigen und die Maschine zum Trocknen offen lassen.

= Die Industrie entwickelt Nahrungsmittel vor allem mit Fett und Zucker, die süchtig machen; z.B. Milchschokolade, Eiscreme, Fertigpizza, Chips, Pommes, Cheeseburger, Kekse, Muffins und Kuchen.

= Kaum eine Frucht liefert so viele wichtige Nährstoffe wie die Avocado; u.a. eine Menge B-C-E-K-Vitamine und Kalium und Mineralstoffe.

= „Jene Intelligenz, die uns das Leben schenkt, die unser Essen verdaut, die unser Herz am Schlagen und unser vegetatives Nervensystem am Laufen hält – ist der beste Heiler der Welt. Wir brauchen nur eins zu tun. Uns ihm nicht in den Weg stellen.“ (Dr. Joe Dispenza)

 
 
 

Flugunfähig durch Alkohol

Eigentlich sind Vogelbeeren weder für Amseln noch (entgegen allen Gerüchten) für Menschen giftig. Und doch sind die Beeren den Tieren in Nordwestengland zum Verhängnis geworden. Offenbar haben Jungvögel dort angefaulte Vogelbeeren gegessen, wurden betrunken und stürzten ab. Auf dem Gelände einer englischen Grundschule waren elf tote Amselkinder gefunden worden. Die herbeigerufenen Polizisten nahmen an, Kinder hätten die Vögel gepeinigt ; doch Tierärzte fanden in den Mägen verdächtig riechende Vogelbeeren und in den Vogellebern beträchtliche Alkoholmengen. Die Theorie von der Flugunfähigkeit infolge Alkoholkonsums wird auch durch die Beobachtung der Tierpfleger erhärtet, die den zwölften überlebenden Vogel aufpäppelten: Das Tier habe sich zunächst kaum auf den Beinen halten können, sagten sie. Es stützte sich mit den Flügeln ab und lehnte gegen eine Wand, um Haltung zu wahren. Zwei Tage später hatte die Amsel aber offensichtlich ihren Rausch ausgeschlafen und wurde in die Freiheit entlassen.

 

Kurz und interessant (w)

= Lange nicht mehr gesehen: Hammer & Sichel – das Symbol der Kommunisten – wurde auf einige Hauswände in der Innenstadt gesprayt. Das kommt von den gleichen Leuten, die auch in großen Lettern „Free Gaza“ und „Pro Hamas“ sprayen.

= „Das Bildungssystem in Deutschland ist zu sehr auf Wissen und zu wenig auf Verstehen angelegt. Es muss daher tiefgreifend reformiert werden – und zwar weithin in eine Richtung, die der bisherigen entgegengesetzt ist.“ Diese Feststellung ist absolut richtig. Die Schüler pauken auf eine gute Note in der nächsten Klassenarbeit hin und auch die Lehrer haben keine Zeit oder kein Interesse, ein Thema zu vertiefen. In Bayern nennt man das „Frontalunterricht“; da bekommt der Schüler, der z.B. im Fach Geschichte einige Zusammenhänge nicht versteht, knallhart die Antwort: „Keine Zeit“.

= Der Geruchssinn des Menschen ist sehr gut entwickelt. Parfümeure lernen in ihrer Ausbildung 1500 Gerüche auswendig.

= Die feministische Süddeutsche Zeitung ist empört: „Merz macht immer noch Scherze über Frauen. Söder kämpft inzwischen für die Frauenquote:“

= Der deutschen Kultur droht „der Verfall durch die wimmelnde Viellebigkeit von Würmern, das Geplapper und Gelabber ihrer Sprache und das Gejodel und Gegurgel ihrer Musik.“ Um den Verfall aufzuhalten, sei die „gewaltsame Auswerfung des zersetzenden fremden Elements (gemeint sind die Juden in Deutschland) in Erwägung zu ziehen.“ Das schrieb Richard Wagner 1869 in seinem Pamphlet „Das Judentum in der Musik“.

= Die große Schwäche Deutschlands: Der Bürokratie – W a h n s i n n !! In dieser Hinsicht ist die Verärgerung vieler Bürger und Firmen über immer mehr Regeln, Formulare und Vorschriften berechtigt. Es gibt zahlreiche Gesetze und Bestimmungen, die durchaus sinnvoll sein könnten, für die es aber auch Personal bei den Behörden und Firmen braucht; gegen jedes Gesetz und gegen jede Behördenentscheidung kann Einspruch eingelegt und danach evtl. geklagt werden – manchmal durch mehrere Instanzen; das beansprucht Gerichte und Staatsanwaltschaften etc. etc. Grüne und Linke fordern (manchmal mit Recht) ständig neue Schutzmaßnahmen oder z.B. „Sonderbeauftragte bei der Bundesregierung“ o.ä. In diese Entscheidungen müssen die bürokratischen und finanziellen Folgen stärker einbezogen werden.

= In Ruandas Nationalparlament sind 61 Prozent der Abgeordneten weiblich. In Spanien sind es 47 Prozent, in Deutschland 31 Prozent, in Malta 15 Prozent und in Papua-Neuguinea null Prozent.

= „Bei den Linken geht es immer nur um die Freiheit der eigenen Meinung; die fordern unverhohlen die Absetzung meiner Sendung, was selbst Ultrakonservative sich nicht getraut haben. (Dieter Nuhr)

= Lernen lernen – oder: Wenn du einem Hungrigen einen Fisch gibst, reicht ihm das für eine Mahlzeit, lehrst du ihn das Fischen, so reicht ihm das fürs ganze Leben.

= Laut einer Umfrage des Ministeriums für Migration und Flüchtlinge fühlen sich rund drei Viertel aller Geflüchteten in Deutschland willkommen. Auch ihre Lebensumstände bewerten die meisten als positiv.

= „Indem die Rolle der Frauen im Papstschreiben keine wirkliche Wertschätzung erfährt, wurde eine Chance vertan. Das beunruhigt uns, denn in mindestens siebzig Prozent der Gemeinden im Amazonasgebiet sind Frauen dafür verantwortlich, dass die Kirche ordnungsgemäß funktioniert. Die Öffnung der Diakonweihe für Frauen war absolut notwendig.“ (Erwin Kräutler – ehemaliger Bischof von Xingu/Brasilien)

= „Liebe Seele, trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mögliche aus.“ (Albert Camus)

= Max Liebermann beim Anblick der SA-Kolonnen, als diese nach Hitlers Machtergreifung 1933 an seiner Berliner Wohnung vorbei durchs Brandenburger Tor marschierten: „Ick kann jar nich soviel fressen, wie ich kotzen möchte.“

= „Wie in allen Gemeinden der Heiligen sollen Frauen schweigen in der Gemeindeversammlung; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt.“ (1 Koran 14,34)

= „Ehret die Frauen ! sie flechten und weben / Himmlische Rosen ins irdische Leben, / Flechten der Liebe beglückendes Band.“ (Friedrich Schiller: „Würde der Frauen“)

 

Informationen zum Corona – Virus

= Das Robert-Koch-Institut und die Gesundheitsministerien der Bundesländer stellen täglich Updates auf ihrer Homepage zur Verfügung. Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Hotline: 030/ 346 465 100.

= Die einfachen Atemmasken gelten nicht als Atemschutz – sondern als Spuckschutz; Tröpfchen beim Niesen oder Husten können damit abgehalten werden.

= Wie kann ich mich schützen ? Das Virus wird durch Tröpcheninfektion übertragen. Sinnvoll ist ein bis zwei Meter Abstand zu anderen Menschen, insbesondere zu erkälteten; auch sollte man einander nicht die Hand geben und Umarmungen vermeiden. Massenveranstaltungen wie Konzerte, Messen oder Großevents und auch Öffentliche Verkehrsmittel meiden.

= Ob zu Hause oder außerhalb: Gründliches Händewaschen nach dem Nachhausekommen, dem Besuch der Toilette, dem Naseputzen, Husten oder Niesen, vor Mahlzeiten und dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika. Hände unter fließendes Wasser halten, g r ü n d l i c h einseifen – innen + außen + zwischen den Fingern.

= Öffentliche Toiletten (auch in Kinos oder Warenhäusern): nach dem Händewaschen Türklinken mit einem Tempo-Taschentuch anfassen.

= Das Handy ab und zu desinfizieren !

= Nur Papiertaschentücher und auch nur einmal benutzen ! Niesen und Husten nicht in die Handinnenfläche.

= Hamsterkäufe sind in Deutschland völlig überflüssig.

= Grippeimpfung hat mit Corona nichts zu tun.

= Das Corona-Virus kann auf Türklinken, Geländern u.ä. mehr als fünf Tage überleben.

= Bei geplanten Reisen ins Ausland: Informieren Sie sich bei den o.g. Hotlines.

 
 

Die Welt ist ein Dorf

= „Die politische Kultur Europas basiert auf der Idee der Versöhnung der Völker. Diese Idee war die Grundlage des Friedens für die Völker Europas nach dem zweiten Weltkrieg.“ (Fundstück)

= Rishi Sunak gehört wie Innenministerin Priti Patel und Wirtschaftsminister Alok Sharma und Generalstaatsanwältin Suella Braverman zur wachsenden Zahl von Einwandererkindern, die in Johnsons Regierung vertreten sind. Sunaks Eltern stammen aus Indien und wanderten in den sechziger Jahren aus Afrika ein.

= Irans Politik hat in den vergangenen Jahrzehnten die Bevölkerungsentwicklung im Land erheblich beeinflusst. Die Zahl der Einwohner nahm vor allem nach der islamischen Revolution von 1979 zu. Das Regime brauchte Nachwuchs, Verhütung galt als unislamisch. Schon bald lag die Geburtenrate bei 6,7 Kindern pro Frau. In den folgenden Jahren wuchsen die Städte stark an, was zu Wohnungsmangel und Lebensmittelknappheit führte. Bald vollzog der Staat eine Wende und machte sich für Aufklärungsunterricht und Geburtenkontrolle stark. Für Frauen verbesserten sich zudem die Bildungschancen. Die Geburtenrate sank drastisch und liegt heute bei 1,6 Kindern pro Frau. Die wirtschaftlichen Aussichten sind düster und der Wohnungsmagel bleibt ein Problem.

= Der südafrikanische Autor Zakes Mda: „In der Apartheid mussten wir uns auf der Graswurzel-Ebene organisieren, deshalb wurde die Zivilgesellschaft sehr stark. Wir haben dann zwar für den ANC gestimmt, aber wenn die Regierung Mandela etwas falsch machte, gingen die Leute und auch Mitglieder des ANC sofort auf die Straße. In Südafrika hat man Politiker nie zu Göttern gemacht – was in anderen Ländern der erste Schritt zu Diktatur und Unterdrückung war. Deshalb ist unsere Demokratie immer noch intakt. Es gibt immer noch Korruption – aber unsere Gerichte verfügen über beträchtliche Macht, und wir haben eine freie Presse. Das hält die Demokratie am Leben.“

= Mit dem Motorrad gegen den Krebs: „Wenn Nnenna Samuila, 40, und ihre Mitstreiterinnen der „Female Bikers Initiative“ (F.B.I.) durch die Metropole Lagos in Nigeria düsen, schauen ihnen die Leute hinterher: „Sind das wirklich Frauen ?“ Eine Frau auf einem Motorrad – das ist in Nigeria eine Seltenheit. Es ist genau diese Aufmerksamkeit, die die Motorrad-Frauen für einen guten Zweck nutzen wollen: Jede Stunden stirbt in Nigeria eine Frau an Gebärmutterhalskrebs. Diese Viruserkrankung, gegen die man impfen kann, ist die größte Todesursache für Frauen in Afrika, noch vor HIV und Malaria. Viele Frauen wissen nicht einmal, dass es diese Krankheit gibt. Wenn sie dann mit Beschwerden zum Arzt gehen, ist es oft zu spät. Regelmäßig trommelt deshalb die Initiative Samuilas fast 60 „Agentinnen“ aus Nigeria und Ghana zusammen, um durch die Städte zu rollen und auf Märkte zu gehen. Dabei laden sie Frauen zur kostenlosen Untersuchung ein. Neben dem Kampf gegen den Krebs geht es um Gleichberechtigung. „Wir setzen uns auch dafür ein, dass Mädchen zur Schule gehen dürfen. Alles, was wir verlangen, ist, dass wir dasselbe bekommen wie Männer. Wir wollen keine Gefälligkeiten !“, so Samuila.“ (Kontinente)

= Biogeschirr aus Blättern: „Ihre Teller sind ökologisch, voll kompostierbar, mindern die Plastikflut und sichern den Frauen ein Einkommen. In Ostindien produzieren Selbsthilfegruppen aus dem frischen Laub der Sal-Bäume Geschirr. Die Herstellung ist denkbar einfach: Etwa zehn Blätter werden in zwei Schichten übereinandergelegt und mit ihren Stielen verbunden. Eine elektrische Blattpresse verwandelt die Rohlinge dann unter Hitze in braune, stabile Teller. Das Projekt der Tagore-Gesellschaft für ländliche Entwicklung, einer großen Nichtregierungsorganisation in Ostindien, hat so bereits 3800 Frauen geholfen. Eine halbe Rupie investieren sie pro Teller, für das Doppelte – gut einen Cent – verkaufen sie ihn an Händler. Zu den Endkunden gehören Hochzeitsgesellschaften, Imbissbuden und Straßenrestaurants in der gazen Region.“ (Kontinente)

= Religions-Roboter: Die Besucher verneigen sich ehrfürchtig vor dem Geschöpf. Der hünenhafte High-Tech-Priester mit dem blanken Schädel heißt Mindar. Er spricht japanisch und steht im buddhistischen Zen-Tempel Kodaiji in Kyoto, wo er sein Publikum unterweist und Suren rezitiert. Der Körper des fast zwei Meter hohen Roboters hat menschliche Proportionen, er weist dabei fast weibliche Gesichtszüge auf. Gesicht, Schultern und Hände des Metallgerüsts sind mit einer Silikon-Haut überzogen, während Rumpf und Hinterkopf den Blick auf das Innenleben des Computers freigeben. Der seelenlose, aber geweihte Aushilfs-Priester soll junge Leute für die Tradition begeistern und in Buddhas Namen wirken. Roboter Mindar unterstützt die Zen-Zeremonie, Segen inklusive. Japaner glauben offenbar an die religiöse Kraft der Technik.

 

Marschrutka……

heißt das Verkehrsmittel, auf das die Bürger der westsibirischen Universitätsstadt Tomsk geduldig warten. Marschrutkas sind Minibusse, die den Fahrern selbst gehören und von ihnen gemütlich oder lustig eingerichtet sind, es gibt Musik nach dem Geschmack des Fahrers, Pop, Klassik, Volksmusik. Warme Orte der Geborgenheit. Der Name „Marschrutka“ soll sich übrigens aus dem Wort „Marschroute“ entwickelt haben. Schon traurig, was wir Deutschen an Spuren hinterlassen haben. Und gut, dass Russen „warme Orte der Geborgenheit“ daraus machen. (Chrismon)