Die Welt ist ein Dorf

= Guatemala ist eines jener Länder, aus denen viele Menschen flüchten oder es zumindest versuchen. Auch hier haben die Menschen keine wirtschaftliche Perspektive; korrupte Eliten und kriminelle Banden beherrschen das Land. Die Überbevölkerung ist gravierend: So sind bei der Landbevölkerung, größtenteils Indigene, zehn oder mehr Kinder nomal. Es gibt keine Aufklärung und natürlich keine staatlich geförderte Empfängnis-Verhütung. Es gibt eine katholische Organisation, die sich um werdende Mütter kümmert, die aber zum Thema Verhütung nichts sagt und wahrscheinlich nichts sagen darf. Ein Skandal !!!

Auch Afrika erlebt ein nahezu ungebremstes Bevölkerungswachstum. Seit 1950 hat sich die Bevölkerung verfünffacht und bis 2050 erwartet die UN nochmal eine Verdoppelung von 1,3 Milliarden auf dann 2,5 Milliarden und einen weiteren Anstieg auf vier Milliarden Menschen bis zum Ende des Jahrhunderts. Die Geburtenraten sind seit den achtziger Jahren auf etwa 4,4 Kinder gesunken – das ist aber immer noch doppelt so viel wie im Rest der Welt. Je niedriger das Entwicklungsniveau und je ärmer die Bevölkerung, desto höher die Kinderzahl. Auch in Afrika kommt von den diversen Religionen kein Wort zur Empfängnisverhütung; dazu habe ich von der UN auch noch nichts gehört. Warum wird aus den internationalen Entwicklungshilfetöpfen nicht ein Teil in die Antibabypille investiert ? Die entwickelten Länder fürchten ansteigende Flüchtlingsströme wie der Teufel das Weihwasser – hier könnten sie sich sinnvoll einbringen.

= Müssen eigentlich Länder wie Guatemala oder Nigeria demokratisch regiert werden, um Korruption, Kriminalität und Armut zu beseitigen oder ist die Demokratie ein Hinderniss ? Die erfolgreichsten „Führer“ des 20. Jahrhunderts waren keine Ideologen oder Populisten sondern Pragmatiker. Lee Kwan Yew übernahm eine im Sumpf von Korruption und Armut steckende Gesellschaft, griff die Korruption nicht nur mit demokratischen Mitteln frontal an und machte aus Singapur das bisher erfolgreichste Land des 21. Jahrhundert. Auch der von Medien und internationalen Menschheitsrettern geschmähte Paul Kagame baute auf den Trümmern des Genozids eine funktionierende und hoffnungsvolle Gesellschaft in Ruanda.

= Ich hoffe, dass inzwischen auch die dümmsten Menschheitsbeglücker und Freihandels- und Globalisierungsgegner begriffen haben, dass die Globalisierung und der Freihandel hunderte Millionen Menschen in den Entwicklungsländern aus der Armut geholt haben. Es ist ein gutes Zeichen, dass ich lange nichts mehr von „Attac“ und Herrn Prantl gehört habe.

= Die westlichen Industrieländer haben im letzten Jahr etwa 140 Milliarden Euro für Entwicklungshilfe ausgegeben. Die größten Geber waren die USA, Deutschland, Großbritannien, Japan und Frankreich.

= Der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. hat bestimmt, dass fünf Prozent der Arbeitsplätze in den kirchlichen Einrichtungen Ägyptens für Menschen mit Behinderung bereitgestellt werden. Ein Grund war die Tatsache, dass die Situation für Menschen mit Behinderung in Ägypten besonders schwierig ist.

= „Frühe Menschenart lebte auch in Tibet. Erstmals hat man ein Fossil des Denisova-Menschen ausserhalb Sibiriens nachgewiesen. Offenbar ertrugen diese Menschen selbst extreme Höhen.“ (NZZ)

= „Im traditionell eher katholischen Slowenien ist der Reformationstag ein nationaler Feiertag, weil die Slowenen davon ausgehen, dass ohne die Bibelübersetzung ins Slowenische, die auf Anregung der Protestanten geschah, ihre Volkssprache und damit ihre nationale Identität wohl nie überlebt hätten. Die Slowenen feiern also mit dem Reformationstag einen Tag, der Europa zu dem gemacht hat, was seinen besonderen Reiz ausmacht: die kulturell-sprachliche Vielfalt in der weltanschalichen Gemeinsamkeit.“ (Rolf Wedekind)

= Fast 300.000 Medizin-Touristen aus 176 Ländern liessen sich in einem Jahr in Deutschland behandeln und steigerten den Umsatz in unserem Gesundheitssystem um mehr als 1,3 Milliarden Euro.

 

Wie würden Sie entscheiden?

„Terror“ heißt das Theaterstück von Ferdinand von Schirach: Ein Terrorist kapert eine Passagiermaschine und zwingt die Piloten, Kurs auf ein vollbesetztes Fußballstadion zu nehmen. G e g e n den Befehl seiner Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot der Luftwaffe das Flugzeug in letzter Minute ab, alle Passagiere sterben.

Der Pilot muss sich vor Gericht für sein Handeln verantworten.

Ist er schuldig oder nicht schuldig ?

Das Bundesverfassungsgericht hat in dieser Frage wie folgt entschieden: „Unter dem geltenden Artikel 1 des Grundgesetzes (Die Würde des Menschen ist unantastbar) ist eine gesetzliche Ermächtigung schlechterdings unvorstellbar, unschuldige Menschen, die sich in einer für sie hoffnungslosen Lage befinden, vorsätzlich zu töten,“

 

Eine Buchempfehlung

Titel: Deutschland überall – Eine Suche auf fünf Kontinenten (rowohlt) „Exotisch und urdeutsch: Manuel Möglichs große Reise zu den fernsten Deutschen. Ob das Oktoberfest in Brasilien, der namibische Karneval oder das über hundert Jahre alte Telefonnetz auf Samoa – Deutsche und Deutsches findet man auf allen Kontinenten, in allen Klimazonen. Bei seiner Suche entdeckt Manual Möglich fast verwischte Spuren, überraschende Hinterlassenschaften und frische Sehnsüchte, er trifft junge Auswanderer und die Nachkommen von Kolonialisten. Was bedeutet jenen Menschen, die die heutige Bundesrepublik kaum kennen, das deutsche Erbe, die Kultur oder das Phantom der deutschen Tugenden ? Sind sie am Ende die deutscheren Deutschen ? Eine abenteuerliche Reise, die viel darüber erzählt, wer wir sind und was die Welt über uns denkt.“

Ein Auszug: „Welche Rolle spielt das Deutsche, spielt eine deutsche Zeitung noch in Namibia ?“ „Deutschsprachige sind eine exclusive Gruppe im Land. 2011 gab es eine letzte Volkszählung, und da kam raus, dass rund 15.000 Menschen in Namibia deutsche Muttersprachler sind. Das ist weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Es gibt natürlich noch viele andere Namibier, die Deutsch können, es gelernt haben. An privaten und staatlichen Schulen wird die Sprache angeboten, bei Kindern und Jugendlichen ist sie sehr beliebt. Wir sind keine deutsche Zeitung in Namibia, wir sind eine namibische Zeitung in deutscher Sprache. Deutschland ist für uns daher nur ein Land im Rest der Welt. Aber es gibt eine Ausnahme. Unsere Leser haben ein überdurchschnittlich großes Interesse am deutschen Sport, vor allem am Fußball. Da sind die deutschsprachigen Namibier den Deutschen ähnlich. Deutschland ist meine Heimat, Namibia mein Zuhause.“

 

Zur aktuellen Lage

= Ein Mann, dem niemand vertrauen kann: „Die Tory-Fraktion im Unterhaus hat die Tür zur Beförderung von Boris Johnson an die Downing-Street weit geöffnet. Alle wissen, dass Johnson charakterlich untauglich ist für das Amt des Premierministers. Doch die Verzweiflung der Partei war größer als die Verantwortung für das Land. Sollte Johnson in die Downing Street einziehen, wird ein Abenteuer für das Vereinigte Königreich beginnen.“ (NZZ)

= Die Klimaretter-und Autoindustrie-Vernichter von der Süddeutschen Zeitung: „Alle wollen das Klima retten und kämpfen für fahrradfreundliche Städte ? Von wegen. In Deutschland werden das Auto und seine Besitzer auf groteske Weise bevorzugt. Es ist erwiesen, wie schädlich Autos sind. Warum also nicht bei der Autowerbung in Zukunft, ähnlich wie bei Zigaretten, die enorme Schädlichkeit dieses Konsumartikels in jedem Spot mit dazu erklären: Das Auto ist durch Reifenabrieb Hauptverursacher des Mikroplastiks in den Meeren. Ein Auto dieser Marke erzeugt folgende Menge Stickstoffoxide, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid.“

= „Nicht in meinem Hinterhof. Alle fordern, dass mehr gebaut werden muss. Aber sobald eine Stadt ein Neubaugebiet plant, gibt es Protest.“ (FAZ) Bei Windrädern und Überlandleitungen ist es genau so.

= Auf die Ermordung von Walter Lübcke reagierten die Medien mit Schuldzuweisungen, die zu erwarten waren: „Wie kann der Staat dafür sorgen, dass Gift und Galle, Hass und Hetze keine digitale Spiel- und Vernichtungswiese mehr haben ?“ (Heribert Prantl S.Z.) Oder der unvermeidliche Markus Feldenkirchen im SPIEGEL: „Politik und Sicherheitsbehörden haben die Gefahr des Rechtsextremismus verharmlost.“ Könnte jemand auf die Idee kommen, dass die notorisch destruktive und verleumderische Medien-Berichterstattung über Politik der Hauptgrund für diesen Hass ist ?

= WELT a.S. – Titelseite Schlagzeile: „Das fällt DAX – Chefs zu Menschenrechten in China ein: N i c h t s . Werte interessieren viele Top-Manager nur dann, wenn sie keine Kosten verursachen können.“ Kommentar: Die Globalisierung und der Welthandel verbessern das Lebens-Niveau von Milliarden Menschen auf der Welt – auch das der Chinesen. (Auf das Thema Menschenrechte in China komme ich ausführlich zurück)

= „Ware Mensch. In Deutschland werden Vietnamesinnen in Nagelstudios ausgebeutet, Rumäninnen zum Sex verkauft, Bulgaren auf dem Bau verheizt. Warum bekommt die Politik den Menschenhandel nicht in den Griff ?“ (WELT) Könnte es sein, dass die Vietnamesinnen, Rumäninnen und Bulgaren froh sind, dass die Politik sich nicht einmischt ?

= Die Kaufkraft der Arbeitnehmer hat nach Abzug der Inflation auch im 1. Quartal 2019 zugenommen.

= Deutschlands Ausgaben für Soziales steigen weiter an: Die Quote beträgt aktuell 50,4 Prozent und soll auf 52,7 Prozent im Jahr 2023 steigen.

= „Indem die USA die Chinesen zu stärkerer Autonomie zwingen, züchten sie neue Wettbewerber für amerikanische Firmen heran.“ (Werner Plumpe)

= Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wäre: Die Süddeutsche Zeitung plädiert für eine Quote für kleine Geschäfte in der Innenstadt von München, weil die Filialen der großen Ketten überhand nehmen. Jetzt kommt der Knüller: „Wenn in der Innenstadt neu gebaut wird, sollte man die Investoren zu einem Anteil von 30 Prozent für inhabergeführte Geschäfte verpflichten und das zu günstigeren Mieten als am freien Markt.“ (Lenin und Mao hätten an dieser Zeitung ihre Freude gehabt) Und dieser Wahnsinn geht weiter: Große Schlagzeile in der WELT: „SPD, Grüne und Linke wollen weniger SUV auf den Straßen. Neuzulassungen von schweren Autos sollen gedrosselt werden. Festlegung von Flottengrenzwerten auf EU-Ebene wird diskutiert.“

= Gute Vorschläge von Michael Voigtländer (IW):

  • Wir müssen uns sozialpolitisch auf die konzentrieren, die von der guten Lohnentwicklung abgekoppelt sind. Hier ist das Wohngeld ein wichtiger Baustein, der weiter gestärkt werden muss. Bei Sozialwohnungen muss sichergestellt werden, dass sie den tatsächlich Hilfsbedürftigen zugutekommen.
  • Es muss mehr gebaut werden. Andere europäische Metropolen, wie z.B. Wien mit der Seestadt Aspern, machen es vor, wie neue große Stadtviertel entstehen können.
  • Die Infrastruktur und hier besonders schnelle Bahnverbindungen müssen verbessert werden. Der Breitbandausbau muss vorangetrieben und in der Fläche müssen bessere Bildungsangebote entwickelt werden.

 

Christliche Hetze

Der Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda gehören zu den reichsten Menschen der Welt; ihr Vermögen soll sich auf über 100 Milliarden Dollar belaufen. Nach ihrem Rückzug aus der Firma haben sie entschieden, den überwiegenden Teil ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zur Verfügung zu stellen. In Amerika reichen sie viel Geld an andere Stiftungen weiter – z.B. an Warren Buffet, der 90 Prozent seines Vermögens diversen Stiftungen zur Verfügung stellt. Für US-Bibliotheken spendet das Ehepaar 40.000 Computer oder sie finanzieren Studien zur Schmerztherapie von Krebspatienten; 700 Millionen Dollar gehen an den Unites Negro College Fund für schwarze Studenten; 200 Millionen gehen an eine Impfstoffinitiative gegen Malaria, 600 Millionen für ein Kinderimpfstoffprogramm gegen Diphterie, Keuchhusten, Masern und Gelbfieber; die Gates-Stiftung leistet Katastrophenhilfe nach Erdbeben und Hurrikanen und unterstützt eine Universität für arme Frauen in Asien u.v.a.m.

Das Ehepaar Gates reist unablässig in die betroffenen Länder und kümmert sich persönlich um ein Höchstmass an Effektivität ihrer Hilfsmaßnahmen. In gewisser Weise entsteht eine Konkurrenz-Situation zu den zahlreichen Hilfsorganisationen, die sich ebenfalls bestens bemühen, die aber wegen stringenter Vorgaben ihrer Satzungen oder ihrer Heimatländer erheblichen bürokratischen Aufwand betreiben müssen und die einen großen Teil ihrer finanziellen Mittel für sich selbst (Löhne, Mieten, Fahrtkosten) ausgeben. Das Ehepaar Gates arbeitet natürlich ehrenamtlich und setzt 100 Prozent der festgelegten Mittel für das jeweilige Projekt ein.

Schon vor einiger Zeit hat die antikapitalistische Süddeutsche Zeitung über Gates` Wohlfahrtsimperium berichtet, das „wie manche höhnen, ein Ablass-Kapitalismus ist, der im besten Fall n i c h t s und im schlimmsten Fall S c h l e c h t e s bewirke. Manche Ideen, die Gates schön griffig als große Herausforderungen formuliert hat, können die Lage der Armen sogar verschlimmern: Impfstoffe gegen Durchfallerkrankungen könnten den Druck senken, Wasserpumpen zu bauen; sein Plädoyer für eine neue Nutzpflanze, deren Anbau allein die Massen ernähren würde, sei, wie bei jeder Monokultur, eine Anleitung zur Katstrophe. So bleibt der heikelste Punkt der uralte Konflikt von Kapital und Moral. Ausgerechnet die Gates-Foundation besitzt Aktien an Pharma-Firmen wie Merck oder Pfizer, Firmen also, die die Entwicklung billiger Generika immer bekämpft haben. Zur Lockerung des Patentrechts werden Sie von Gates kein Wort hören. Die Wohltätigkeit von Gates basiert auf einem Vermögen, dass dieser auf Knochen der Ärmsten erworben hat und sie ist Teil eines Spiels, in dem die humanitäre Maske nur die ökonomische Ausbeutung verbirgt.“

Soweit die Süddeutsche Zeitung. Das hätte Josef Stalin nicht wirkungsvoller ausgedrückt. Ich habe selten eine solch widerliche Hetze gelesen. Nun musste ich vor ein paar Tagen in „Christ in der Gegenwart“ folgendes lesen: „Wer aber huldigt den Gottesdienstbesuchern, die wie die arme Witwe im Evangelium einen erheblichen Teil ihres existenziell Notwendigen „in den Opferstock werfen“ ? Für sie wird nicht PR gemacht wie für die Großen des Business, die wie der Microsoft-Gründer als Big-Humanist auftreten und sich mit ihren Stiftungen im Glanz der Unterhaltungskonzerne wie der sozialen Netzwerke sonnen, was sie Bedeutendes für die Menschheit leisten. Es sind die Kleinen, die die Welt retten oder zumindest ein bißchen zu retten versuchen. Und es sind die Großen, die sie oft genug ins Verderben stürzen.“

Manchmal kann ich gar nicht so viel essen, wie ich k…….. möchte.

 

Kluge Worte

= „Was den Rednern an Tiefe mangelt, ersetzen sie durch Länge.“ (Montesquieu)

= „Das höchste moralische Gebot ist, dass wir ohne Unterlass für das Wohl der Menschheit arbeiten.“ (Mahatma Gandhi)

= „Die Begierde, der Hass und die anderen Leidenschaften sind Feinde ohne Hände und Füße; sie sind weder tapfer noch intelligent. Wie konnte ich also zu ihrem Sklaven werden ?“ (Shantideva)

= „Das schönste Geschenk, dass die Götter den Menschen verliehen, ist die Freundschaft. Mögen manche auch den Reichtum, die Macht, die Ehre oder die Gesundheit preisen, ich ziehe die Freundschaft und Weisheit allen anderen Gütern vor. Im Glück wie im Unglück verlangt der Mensch am meisten nach Freundschaft.“ (Cicero)

= Albert Einstein/Selbstporträt: „Das Bittere und das Süsse kam von außen, das Harte von innen, aus dem eigenen Streben. Ich tat in der Hauptsache, wozu mich die eigene Natur trieb. Beschämend war es, dafür so viel Achtung und Liebe zu empfangen. Auch Pfeile des Hasses wurden nach mir geschossen; trafen mich aber nie, weil sie gewissermaßen zu einer anderen Welt gehörten, zu der ich keine Beziehungen habe.“

= „Bevor ein Kind mit dem Alphabet und anderem Wissen von der Welt befasst wird, sollte es lernen, was die Seele ist, was Wahrheit und Liebe sind, welche Kräfte in der Seele schlummern. Wesentlicher Teil der Bildung müsste sein, dass das Kind unterwiesen wird, wie man im Lebenskampf Hass durch Liebe, Unwahrheit durch Wahrheit, Gewalt durch eigenes Leiden besiegt.“ (Mahatma Gandhi)

= „Der wahre Virtuose spottet bei sich über jede uneingeschränkte Bewunderung, und nur das Lob desjenigen kitzelt ihn, von dem er weiß, dass er auch das Herz hat, ihn zu tadeln.“ (G.E. Lessing)

= „Ein Guru versprach einem Gelehrten eine Offenbarung von größerer Bedeutung als alles, was in den Schriften stand. Als der Gelehrte ungeduldig darum bat, sie ihm mitzuteilen, sagte der Guru: „Geh hinaus in den Regen und recke Kopf und Arme himmelwärts. Das wird dir die erste Erfahrung bescheren.“ Am nächsten Tag kam der Gelehrte und berichtete. „Ich folgte deinem Rat, und das Wasser floss mir den Nacken hinab. Und ich fühlte mich wie ein vollkommener Narr.“ „Findest du nicht“, sagte der Guru, „dass das für den ersten Tag schon eine ganz schöne Offenbarung ist?“ (Fundstück)

= „Das Gebet kann keinen objektiven Erfolg, sondern nur eine subjektive Rückwirkung haben, nämlich Beruhigung und Aufrichtung des Gemüts.“ (Immanuel Kant)

= „Mit der Liebe zu Gott und der Liebe zu den Menschen verhält es sich wie mit zwei Türen, die sich nur gleichzeitig öffnen und schließen lassen.“ (Sören Kierkegaard)

= „Um sich selbst zu erkennen, muss man handeln.“ (Albert Camus)

= „Die Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen.“ (Jean-Jaques Rousseau)

 

Ich liebe Fußball !!!

Der englische Autor Nick Hornby formulierte das so: „Ich verliebte mich in Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden.“

Ich liebe Fußball auch aus politischen Gründen: Auf der ganzen Welt, in allen Ländern wird Fußball gespielt; immer mehr Kinder und Frauen und Männer spielen Fußball und sorgen dafür, dass Religionen oder Staatsgrenzen oder politischer Streit keine Rolle spielen. Fußball ist die stärkste soziale Kraft auf der Welt und hilft Millionen armen, kranken und behinderten Menschen aus ihrer Isolation; Frauen emanzipieren sich über Fußball – sei es mit oder ohne Kopftuch; Fußball überwindet Hass zwischen verfeindeten Völkern, wie z.B. in Israel und Palästina; der F.C. Bundestag spielt in Moskau gegen Abgeordnete der Duma und der deutsche Spielführer sagt: „Wir haben oft erlebt, dass der Fußball Türöffner sein kann, auch um politisch-diplomatische Gespräche zu führen.“

Letzten Sonntag berichtete die ZDF-Sportreportage über ein soziales Projekt in Indien; es war eine Freude, den Mädchen und Jungen und erwachsenen Frauen mit ihren lachenden Gesichtern beim Fußball spielen zuzusehen. Fußball ist in allen Entwicklungsländern ein wichtiger Teil des sozialen und humanitären Fortschritts.

Auch in Deutschland ist Fußball für viele Menschen das wichtigste mentale Grundnahrungsmittel; in Bremen oder in Dortmund die anderen Fans bei den Händen fassen und gemeinsam singen und jubeln, das ist Medizin für die Seele. Für Millionen Alleinstehende (z.B. Rentner) ist Fußball der Lebensmittelpunkt und bei vielen Familien hat der Fußball dafür gesorgt, dass alte Wunden schneller heilen und man wieder zusammenrückt.

So beschreibt der geschätzte Roland Zorn ein Spiel zwischen BVB und Mönchengladbach: „Das perfekte Glück“. Fußball ist auch eine klassenlose Gesellschaft; der französische Präsident Macron ist glühender Fan von Olympique Marseille und fluchte nach einer Niederlage seines Clubs: „Verdammte Scheiße, Monaco hat Marseille geschlagen“ – woraufhin er von seiner Frau getadelt wurde.

 

Kurz und interessant

= AfD – Wahlhelfer:

  • Der sogenannte Philosoph Jürgen Habermas hat zu seinem 90. Geburtstag mal wieder seine Ignoranz und Arroganz bewiesen. In der WELT wird er unter der Überschrift „Habermas kritisiert politische Eliten“ wie folgt zitiert: „Die politischen Eliten haben den Mut zu einer gestaltenden Politik verloren. Wer zerbröckelnde Sozialstaatsmodelle retten und wachsende soziale Ungerechtigkeit bekämpfen wolle, müsse die Vertiefung europäischer Zusammenarbeit vorantreiben.“ Es sind diese Medien und diese „Intellektuellen“, die dem Wutbürger Futter geben und unsere Demokratie zerstören. (Zu Beginn der Eurokrise war es Habermas, der Merkel und Schäuble wegen des Rettungsprogramms für Griechenland übel beschimpfte und sie beschuldigte, für den Niedergang Griechenlands verantwortlich zu sein. Hat er sich eigentlich entschuldigt ?) Einen Habermas habe ich noch: „Das Reflexivwerden der kulturellen Überlieferungen muss nun keineswegs im Zeichen von subjektzentrierter Vernunft und futuristischem Geschichtsbewusstsein stehen. In dem Maße, wie wir der intersubjektiven Konstituierung der Freiheit gewahr werden, zerfällt der possessiv-invidualistische Schein einer als Selbstjustiz vorgestellten Autonomie.“ Ralf Dobelli nennt das „Geplapper“ von Habermas eine „eloquente Vernebelungsstrategie“, auf die wir leicht hereinfallen und die in Verbindung mit Autoritätshörigkeit zu einer gefährlichen Mischung werden kann.
  • Nach Merkels Schwächeanfall heuchelte die WELT Mitgefühl; schon drei Tage später wurde die antipolitische Kampagne fortgesetzt; Schlagzeile: “ Alles oder nichts – die Panik einer Endzeit-Regierung. Angela Merkel macht zum Ende ihrer Kanzlerschaft große Versprechungen. Ihre Vorgänger Gerhard Schröder und Helmut Kohl versuchten auf ähnliche Weise, sich gegen ihren Bedeutungsverlust zu stemmen.“

= „Acht Stunden Arbeit pro Woche sind genug. Längere Beschäftigung hat laut britischen Forschern keinen positiven Effekt auf das mentale Wohlbefinden.“ Eine Horrorvorstellung ! Dann hätten meine lieben Landsleute 30 Stunden pro Woche mehr, sich Pornos und Thriller reinzuziehen und auf die Politiker zu schimpfen.

= Faultier Paula aus dem Bergzoo in Halle ist 50 Jahre alt geworden und damit das älteste Faultier der Welt. Paula ist 1971 im Alter von zwei Jahren aus Südamerika nach Halle gekommen. Die Faultierdame ist für ihr Alter – in Menschenjahre umgerechnet 90 Jahre – noch recht vital. An ihrem Geburtstag naschte sie von ihrem Gemüseteller und es gab ihre Leibspeise: Gekochten Mais.

= „Ich bin froh, dass ich die Schlussphase des sowjetischen Reiches erlebt habe. Meine Familie lebte in einer Wohnanlage; die größeren Wohnungen waren aus der vorkummistischen Zeit und waren auf mehrere Familien aufgeteilt; zu viert lebten wir in einem Zimmer ohne heißes Wasser, Toilette im Treppenhaus; es gab sieben weitere Zimmer für sieben Familien; beim Brotkaufen musste man Schlange stehen. Dank solcher Erfahrungen begreift man, was im Leben wirklich wichtig ist.“ (Der russische Dirigent Andris Nelsons)

= „Mit Gedächtnisschwund und dem Willen zu vergeben kommt man sehr weit. Am weitesten kommt man mit Güte.“ (Fundstück)

= Zur Kultur des Abendlands: Ich schalte vor 20 Uhr einen frei empfangbaren Fernsehsender ein und sehe einen 3-Minuten- Ausschnit aus dem Film „Home sweet Hell“: Eine barbusige Frau tanzt im Wohnzimmer mit einem Schwert und beleckt dann eine andere Frau in den unteren Regionen; diese andere Frau sticht einem Mann ein breites Messer in den Bauch – der Mann bricht blutüberströmt zusammen.

= Der ehemalige Verfassungsrichter Udo di Fabio: „Der Nationalismus ist ein furchtbares Unglück gewesen. Patriotismus ist etwas anderes, er hat schon im 19. Jahrhundert, etwa bei Heinrich Heine, Freiheit und Demokratie immer mitgedacht, bevor die Feinde der Freiheit sich dieses Begriffs bemächtigt haben.“

= „Unwissenheit ist die Mutter des Misstrauens und der Feindseligkeit. Unwissenheit ist auch die Mutter der Angst.“ (Thich Nhat Hanh)

= Tolleranz steht auf dem Paravent, hinter dem sich Bequemlichkeit, Faulheit und Feigheit verstecken. Tolleranz ist die preiswerte Alternative zum aufrechten Gang, der zwar gepredigt aber nicht praktiziert wird. Wer heute die Werte der Aufklärung verteidigen will, der muss intollerant sein, der muss Grenzen ziehen und darauf bestehen, dass sie nicht überschritten werden.“ (Fundstück)

= „Erneut hat die römische Basisgemeinschaft Sant`Egidio besonders bedürftige, schwer kranke, behinderte oder gebrechliche Kriegsflüchtlinge mit Linienflugzeugen aus Syrien ausfliegen lassen; so müssen sie sich nicht auf Schlepper oder gefährliche Reisewege einlassen. Mehr als 80 Menchen aus Aleppo, Homs, Raqqa und Idlib trafen in Italien ein. Sie werden im Land verteilt und von kirchlichen Organisationen und Freiwilligen betreut. Finanziert werden die humanitären Korridore, denen auch der italienische Staat zugestimmt hat, von den Kirchen und durch Spenden.“ (CiG9

= „Allah liefert im Koran und in den Hadithen allumfassend fertige Verhaltensnormen. Imame und Kalifen sind religiöse und politische Führer. Da, wo Muslime die Mehrheit haben, gibt es keine Demokratie. In keinem der 50 islamisch beherrschten Staaten gelten gleiche Rechte für christliche Minderheiten. In mehr als 200 Koranversen wird Juden und Christen der Krieg erklärt. Diese und andere Verse sind unvereinbar mit unserem Grundgesetz. Die Bergpredigt gebietet uns die Nächstenliebe. Das bedeutet: Der Dialog erfordert unerbittliche Konsequenz im Grundsätzlichen und keine falschen Rücksichtnahmen bei der Vertretung unserer moralisch-ethischen Prinzipien und das stets verbunden mit Großzügigkeit in der Lebenspraxis und im Menschlichen.“ (Joachim Merz)

= Wir Deutsche wollen keine Veränderungen. Als 1769 der Blitzableiter erfunden wurde, war der Widerstand groß: Man dürfe nicht in den Herrschaftsbereich Gottes eingreifen.

= Der Antisemitismus ist bei den L i n k e n tief verwurzelt. Während die Faschisten in den Juden Parasiten sahen, galten sie den Sozialisten seit je als Inbegriff des Kapitalismus. Der Judenhass war integraler Bestandteil der säkularen Religion namens Marxismus.