Lachen ist gesund

=  „Stimmt es eigentlich Herr Torberg,  dass Sie auf die Frage, wie Sie als Jude zu diesem nordisch-arischen Namen kamen, immer antworten: Weil mein Großvater Schiffsrabbiner bei den Wikingern war ?“ Darauf Torberg, äußerst pikiert: „Bitte, bei  d i e  Wikinger !“ Er ließ sich von seinem Judentum kein Jota abhandeln – vor allem kein grammatikalisches. Und mit Witzen verstand er sowieso keinen Spaß.

= Mein Lieblingswitz ist die folgende Zeitungsanzeige:  „Sie sucht ihn. 70-jährige Witwe sucht einen Freund, Rechtsanwalt oder Dachdecker, habe ein schönes Haus und  war Schönheitskönigin.“ Briefe an 17Z264052.

= Ein paar gestandene Männer sitzen in der Männersauna. Da klingelt ein Handy, das auf der Holzbank liegt. Einer ergreift es „Ja?“. „Hallo Schatzi, gut, dass ich dich erreiche. Du, ich bin gerade beim Juwelier in der Königstraße; der würde mir auf die schöne Kette, die ich mir so wünsche, einen tollen Rabatt einräumen. Statt 5500 Euro will er jetzt nur 5200 Euro. Was meinst du?“  „Keinen Cent mehr als 5000!“  „Ich probiers. Ich liebe dich, mein Schatzi, bis später. Tschüssi !“  Der Mann legt das Telefon zurück. Nach einer Weile fragt er in die Runde: „Wem gehört das Handy eigentlich ?“

=  Frage an Radio Eriwan:  „Mein Mann leistet in der Kolchose viel mehr als andere Männer. Daheim aber, im Schlafzimmer, versagt er. Was soll ich tun?“  Radio Eriwan antwortet: „Versuchen Sie es mit ihm in der Kolchose.“

= Frage an Radio Eriwan:  „Lässt sich mit Hilfe von Karotten die Potenz erhöhen ?“  Radio Eriwan antwortet: „Im Prinzip ja – sie sind aber sehr schwer zu befestigen.“

= Frage an Radio Eriwan:  „Stimmt es, dass ein dünnes Blatt Papier ein sichereres Verhütungsmittel sein kann als die westliche Pille ?“  Radio Eriwan antwortet:  „Im Prinzip nein – außer wenn es die Frau zwischen den Knien festhält.“

= Cool: In den Sozialismus haben alle Skispringer Chancengleichheit !

= „Sollte dies Kaffee sein, bringen Sie mir bitte Tee. Sollte dies Tee sein, bringen Sie mir bitte Kaffee.“

= Ein erfolgreicher Mann ist ein Mann, der mehr verdient, als seine Frau ausgeben kann. Eine erfolgreiche Frau ist eine, die so einen Mann findet.“  (Mario Adorf)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Experten – Müll

= Der Deutsch-Koreaner Byung-Chul Han nennt sich „Müdigkeitstheoretiker“ und behauptet, dass die Individuen an den unmenschlichen Leistungsanforderungen des neoliberalen Kapitalismus leiden, der die Methode der offenen Ausbeutung durch die der Verführung ersetzt  und sich damit heimtückisch in die Seelen der Menschen eingeschlichen hat.  Wer Burnout hat und nicht revoltiert, ist Opfer unbewusster neoliberaler Selbstoptimierung.

= Süddeutsche Zeitung:  „Die Übermacht der Händler. Lebensmittel sind so billig, weil nur wenige Konzerne den Markt beherrschen. Verlierer sind die Lieferanten und deren Beschäftigte. Discounter lösen eine beispiellose Preisschlacht in Deutschland aus .  Kommentar:  Die Perversität dieser Feststellung ist verblüffend !  Hätten wir mehr Discount-Konzerne, dann wären die Preise höher und wir hätten mehr Arbeitsplätze. Bisher dachte ich, niedrige Preise seien im Interesse der Allgemeinheit. Und: Absprachen für höhere Preise verstoßen gegen das Kartellrecht.

= Zukunftsforscher Matthias Horx:  „Die Finanzkrise war auch eine Testosteron-Krise. Börsenralleys sind hormongesteuert und Frauen sind die besseren Anleger.“

= „Wie solide sind Resultate sozialpsychologischer Studien ?  Spektakuläre Studien werden von allen gerne aufgegriffen; stellen sie sich später als falsch heraus, interessiert das kaum noch jemanden.“  (Fundstück)

= Wenn man Expertisen und Prophezeiungen der sogenannten Wirtschaftswissenschaftler verfolgt, dann gibt es auch viel zu lachen; nachdem Experten wegen Schäubles Schwarzer Null mehr Investitionen gefordert haben, heißt es anderer Stelle: „Wirtschaftsforscher warnen vor zu viel Investitionen.“

= Kein Scherz !!  Zitate aus Studien:  „Fallsüchtig. Hamster werden depressiv, wenn sie bei Licht schlafen. Hochhackige Schuhe sind gut für den Orgasmus (der Frau). Männer werden dümmer, wenn sie Blondinen betrachten.“

= Psychiater leben in einer Boom-Branche, weil (angeblich) immer mehr Jugendliche und Erwachsene gewalttätig, computersüchtig, lernbehindert, hyperaktiv, depressiv, selbstverletzend, essgestört und ausgebrannt sind. Unter amerikanischen Psychiatern kursiert der Witz, dass die Wahrscheinlichkeit, manisch-depressiv zu erkranken, mit der Wohnortnähe zu Boston steigt, weil dort die Koryphäe für bipolare Störungen bei Kindern sitzt. Die entsprechenden Diagnosen haben sich zwischen 1995 und 2010 vervierzigfacht.

= Ankündigung ZDF – Dokumentation:  „Wie gut sind unsere Chefs?  In Deutschland führen  m e i s t  die Falschen.“  –  sagt der Wirtschaftspsychologe (!) Prof.Dr. Cisik.“  Ein Mann, der noch nie eine Firma von innen gesehen hat.

=  FAZ – Artikel mit der Überschrift:  „Das sogenannte Böse“  und der Einleitung:  „Verbrecherhirne haben mit Managerhirnen oft erstaunlich viel gemein.  Solche Psychopathen sind auch behandelbar. Es kommt nur darauf an, die Formbarkeit des Geistes zu verstehen.“  Frage an die FAZ: Wie sieht es in den Hirnen Ihrer Redakteure aus?

=  „Sensible Bohne.  Wegen des Klimawandels könnte bis zum Jahr 2050 die Hälfte der Anbaugebiete für Kaffee verschwinden.“  Irgendwie erinnert diese Aussage der S.Z. an den Slogan „Erst stirbt der Wald – dann stirbt der Mensch.“  Aber 2050 ist noch sehr weit weg und die Autorin dieses Artikels dann sicher in Rente.

 

Die schlimmste Mischung: Dummheit plus Arroganz

Der VW-Konzern ist mit seinen Marken VW, Porsche, Audi, Seat, Skoda, MAN, Scania u.a.m. neben Toyota das erfolgreichste Unternehmen dieser Branche der Welt. Daran wird auch der Abgas-Skandal, der einige Milliarden an Kosten verursacht, nichts ändern. Es gibt Medien und Politiker, die bei dem Wort „Konzern“ Hautausschlag bekommen und für die der Abgasskandal eine willkommene Gelegenheit ist, mit ihrer Intelligenz und ihrem Fachwissen auf die Pauke zu hauen.

= Der grüne Ex-Minister Trittin sondert folgende Empfehlungen ab:  „W  i  r   müssen VW modernisieren, damit es nicht endet wie Opel  –  und das heißt, wir brauchen einen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor, sonst kommt VW nicht in die Puschen. “

= Der Wirtschaftsredakteur Marc Beise von der Süddeutschen Zeitung beweist seine Kompetenz mit folgenden Ratschlägen: „VW braucht eine Doppelstrategie. Es müssen wegen Organisationsversagen (?!) alle gehen, die damals führend dabei waren, ob ihnen nun individuelle Schuld nachzuweisen ist oder nicht. VW muss die meisten seiner Marken abstossen………… und sich auf ein weniger spektakuläres Kerngeschäft konzentrieren: VW und Audi und vielleicht noch Porsche bauen. Alles andere muss weg. Volkswagens große Zeit ist vorbei – vielleicht für immer.“

Kommentar: Man ist ja von Experten und Medien schon viel gewohnt – aber so viel Arroganz und Ignoranz auf einem Haufen verdient Beachtung !

 

Die Gutmenschen, Donald Trump und der Freihandel

Die EU und die USA haben jahrelang über das Freihandelsabkommen TTIP verhandelt und dabei die Interessen der Wirtschaft, den Verbraucher- und Umweltschutz und die Risiken für die Demokratie einbezogen; diese Verhandlungen wurden von links/grünen Agitatoren in Europa mit antikapitalistischer und verlogener Propaganda und zahlreichen Demonstrationen bekämpft. Ein Beispiel:

– Der ARD-Sender „One“ kündigt einen Film zu bester Sendezeit wie folgt an: „Die Journalistin Rommy Kirchhoff will einen Whistleblower interviewen. Der für den Agrarkonzern Norgren Life tätige Lobbyist P.H. ist bereit, über Hintergrundverhandlungen zu TTIP zu berichten. Doch kaum geht das brisante Interview los, wird Rommy überwältigt. Als sie wieder zu sich kommt, fehlt von dem Informanten jede Spur. Rommy wird klar, dass sie in eine Geschichte ungeahnten Ausmaßes geraten ist. Der Film thematisiert, welche Gefahren für Demokratie, Verbraucherschutz und viele Lebensbereiche von TTIP ausgehen und wie schwer es ist, sich dagegen aufzulehnen.“

Die Anti-TTIP-Agitatoren hatten schließlich Erfolg: Ende 2017 hat man die TTIP-Verhandlungen einschlafen lassen. Als dann im März 2018 der Welthandels-Feind Trump begann, Zölle auf Importe zu beschliessen, da wurde vielen Menschen klar, welche Chance verpasst wurde.

Es gibt keine besseren Friedensbringer als Internationale Freihandelsabkommen; Länder, die zum beiderseitigen Nutzen miteinander Handel treiben, werden nicht aufeinander schießen. Die Globalisierung macht aus dieser kleinen Erdkugel eine Weltgemeinschaft und ist hauptverantwortlich für die weltweit sinkende Armut.

Wir brauchen klug und verantwortungsbewusst ausgehandelte Freihandelsabkommen mit allen Staaten der Welt; auch die Entwicklungsländer werden davon profitieren.

 

Nur ein Vogelschiss

Vor 80 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, brannten in Deutschland die Synagogen. Außerdem wurden innerhalb weniger Stunden zahlreiche jüdische Geschäfte zerstört. Mit über 30.000 Verhaftungen sowie mehr als 1.300 Todesopfern handelte es sich um eine menschliche Tragödie. Diese „Katastrophe vor der Katastrophe“ war eine Vorstufe zur systematischen Judenvernichtung. Spätestens mit dem Novemberprogrom konnte keiner mehr behaupten, er habe den verbrecherischen Charakter des NS-Regimes nicht erkennen können.

 

Von der Kurischen Nehrung bis nach Masuren

Was soll ich abends tun, wenn ich zu faul für ein Buch bin und wenn im Fernsehen kein Fußball läuft, sondern nur us-amerikanischer Scheißdreck gezeigt wird ? Ich gehe also an den Schrank mit den alten DVDs und siehe da, mir fällt eine Filmreihe in die Hand, die ich nie beachtet habe, weil sie mir zu langweilig schien.  Es geht um Filme von Volker Koepp mit den Titeln: „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“ + “ Kurische Nährung“ + „Uckermark“ + „Dieses Jahr in Czernowitz“ + „Pommerland“ + „Schattenland – Reise nach Masuren“. Auf dem Klappentext steht völlig zutreffend: „Volker Koepp verschafft sich und uns Zeit und Raum für Begegnungen mit Menschen und Landschaften. Er lässt reden und die Kamera schweifen, hört und sieht genau hin, frei von Folklore, fern von Ideologie. Seine Filme schlagen Brücken zwischen Gestern und Heute, zwischen Vergessen und Erinnern, zwischen großer Geschichte und dem Schicksal des Einzelnen.“

Ich habe mir die Filme angesehen und war hin und weg !  Die Gespräche, die Rückblicke, die Landschaften und die Familiengeschichten haben mich völlig unvorbereitet getroffen und mitgerissen; ich hatte mir eingebildet, einiges über die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten zu wissen und glaubte, beurteilen zu können, wie auch hier die Frage nach Schuld und Verantwortung zu beantworten ist. Mir war z.B. unbekannt, dass in die Vertreibungen von Westen nach Osten, vom Osten nach Westen, vom Süden nach Norden während des 2. Weltkrieges und danach neben den Deutschen auch Polen, Russen Ukrainer und andere Völker involviert waren.  Nachdem ich die Verbrechen Nazi-Deutschlands gründlich studiert habe, will ich jetzt die gesamte Geschichte der Vertriebenen, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt und die erst nach der Wiedervereinigung mit den letzten Rückkehrern aus Osteuropa und Russland endete, kennenlernen.

Nachbemerkung: Zahlreiche Vertriebene kamen nach dem 2. Weltkrieg auch nach Westdeutschland, so auch ins Rheinland, wo ich wohnte. Diese Menschen wurden „Flüchtlinge“ genannt und wurden ausgegrenzt, verachtet und beschimpft – nicht zuletzt auch von der katholischen Kirche. Mein bester Freund in ganz jungen Jahren war Günter Bärhausen aus einer dieser Flüchtlingsfamilien; ich werde nie vergessen, wie herzlich mich die Familie Bärhausen, die mit acht Personen in 2 kleinen Zimmern wohnte, angenommen hat.

 

Wenn ich das Wort Quote höre………….

……….werde ich wütend. Jetzt hat die Ministerin Barley eine Frauenquote für den Bundestag vorgeschlagen und will dafür das Wahlrecht ändern; auch in dieser Diskussion geht es um Scheinheiligkeit und Show, weil jeder weiß, dass ein solches Gesetz nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar wäre und weil keine Feministin z.B. die Frage stellt:  „Wieviel weibliche Mitglieder hat die Partei?“ Nehmen wir einmal an, dass 15 Prozent der Mitglieder der Partei NN weiblichen Geschlechts sind; soll dann diese Partei gesetzlich verpflichtet werden, dass 50 Prozent ihrer Bundestagsabgeordneten Frauen sein müssen? Bei dem seit Jahren vorhandenen Mitgliederschwund ist jede Partei für jedes neue Mitglied dankbar – egal ob Frau oder Mann; und wenn dieses neue Mitglied auch noch politisch informiert ist und mitarbeitet und bereit ist, für den Stadtrat zu kandidieren oder andere Ämter zu übernehmen, dann küsst man diesem Mitglied (oder muss ich sagen „Mitgliedin“) die Füsse. Es ist wie bei den großen Unternehmen, die zu einer Quote für Aufsichtsräte und neuerdings auch für Vorstände gezwungen werden sollen: Es fehlt an kompetenten Bewerberinnen ! Und das nicht, weil Frauen dümmer oder fauler als Männer sind, sondern weil Frauen andere Lebenswege bevorzugen. Ich glaube, dass Frauen für politische Ämter sehr geeignet sind und ich bin als SPD- oder FDP-Wähler zum Ärger meiner Freunde ein absoluter Merkel-Fan und ich schätze andere Politikerinnen. Also, liebe deutsche Landsmänninen, geht in die Politik !!

Hat Frau Ministerin Barley eigentlich auch eine Frauenquote für Dachdecker, Anstreicher, Installateure, Müllarbeiter u.a. gefordert ?

 

Einwanderungsgesetz jetzt !!!

Es gibt viele Gründe, die Einwanderung von Menschen aus Ländern außerhalb der EU in Gesetzen zu regeln, die praktikabel sind, die unser Grundgesetz respektieren, die Zuwanderung von Fachkräften ermöglichen, die die Aufnahme von politisch Verfolgten glasklar regeln und die Flüchtlingen aus Kriegs- und Katastrophengebieten in einem vertretbaren Umfang (EU-Quoten !!) und vorübergehend den Aufenthalt bei uns ermöglichen. Außerdem müssen die Außengrenzen der EU so wirksam geschützt werden, wie das z.B. einem Land wie Australien seit vielen Jahren gelingt.

Soeben erfahre ich, dass die Verabschiedung eines solchen Einwanderungsgesetzes kurz bevor steht und dass über einen wichtigen Punkt noch gestritten wird: Sollen Menschen, die keinen Anspruch auf Asyl haben, die aber schon länger hier und integriert sind  u n d  die einen Arbeitsplatz haben – sollen diese Menschen ein vorläufiges Bleiberecht haben ? Auf der einen Seite besteht die Gefahr, dass das Einwanderungsgesetz mit Ausnahmeregelungen wieder verwässert wird und auf der anderen Seite verliert die Wirtschaft (z.B. in der Pflege) Mitarbeiter, die mit Deutschen nicht zu ersetzen sind. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Annette Widmann-Mauz meint dazu: „Den Menschen, die hart arbeiten, um ihren Beitrag für unsere Gesellschaft zu leisten, die sich mit unseren Werten identifizieren und sich nichts zuschulden kommen lassen, darf man nicht den Stuhl vor die Tür setzen.“

Sollte es in der EU zu einer Quotenregelung z.B. für Kriegsflüchtlinge kommen, dann muss Deutschland zu dieser Verpflichtung stehen – mehr aber auch nicht !!! Sollte also z.B. Ungarn diese EU-Regelung missachten, so darf Deutschland nicht wieder in die Breche springen !

Angesichts der Ängste großer Teile der Bevölkerung und der innenpolitichen Risiken (AfD und andere Nazis) würde ich auch akzeptieren, dass Asylbewerber zunächst in Erstaufnahmeeinrichtungen verbleiben müssen, bis über ihren Asylantrag entschieden ist.

Das wahre Problem Afrikas: Wegen Korruption und Rechtsunsicherheit machen Investitionen deutscher und internationaler Unternehmen keinen Sinn. Das Hauptproblem ist jedoch das explosive Bevölkerungswachstum, das jedes Wrtschaftswachstum auffrisst. Wenn wir Afrikas Menschen  (und damit auch uns selbst) helfen wollen,  m  u  s  s   die Geburtenkontrolle gefordert und gefördert werden. Wann starten die Internationalen Organisationen ein wirksames Programm – z.B. mit der kostenlosen Verteilung der Antibabypille. (Meine Wut auf die katholische Kirche wegen ihrer gegensätzlichen Verkündigung hat immer noch nicht nachgelassen)

 

Schönes Wochenende !!

Nachdem das ganze Affentheater der Medien rund um Seehofer, Merkel und den geschassten Geheimdienstchef vorbei war und nachdem ich erfreut zur Kenntnis genommen habe, dass auch der neue  CDU-Fraktionsvorsitzende loyal mit der Bundeskanzlerin zusammenarbeiten will („zwischen Angela Merkel und mich passt kein Blatt Papier“) und dass der mir zu egozentrische Minister Spahn sein Machtstreben zurückstellen muss – nach all dem hatte ich die naive Illusion, dass die Regierung und das deutsche Volk ihrer Arbeit nachgehen können und dass die Medien mit ihrer destruktiven antipolitischen Hetze mal eine Pause machen. Also freute ich mich auf ein ruhiges Wochenende mit ganz viel Fußball. Als ich dann am Samstag beim Zeitungskauf auf das Titelbild des SPIEGEL schaute, musste ich laut lachen. Dort steht: „Was kommt, wenn Merkel geht ?“ Seit Jahren arbeitet sich der SPIEGEL an Angela Merkel ab und hat schon mehrfach ihren kurz bevor stehenden Rücktritt angekündigt; wenn der SPIEGEL seinem Werbespruch „Nichts als die Wahrheit“ treu ist, dann müsste Merkel schon mindestens sechs mal zurückgetreten sein. Armer SPIEGEL, du bist nur noch ein Jammer !!! (Andere sogenannte Leitmedien wie ZEIT, Stern, Cicero etc. hecheln dem SPIEGEL hinterher; offensichtlich bringt das Auflage. )  Meine Frau war verreist, so konnte ich am Wochenende zwölf Stunden Fußball schauen und dazwischen in seriösen Medien hören und lesen, was mich interessierte:

= Wenn sich Demokratie wie z.B. in der Türkei verabsolutiert, kann sie gefährlich werden; staatliche Macht verführt zu Machtmissbrauch: Deshalb braucht die Demokratie ein Gegengewicht und das ist das Gesetz, das ist der Rechtsstaat, der in Deutschland vorbildlich aufgestellt ist.

=  Lloyd Blankfein, der scheidende Chef von Goldman-Sachs sagte: „Wachsende Unternehmen schaffen Wohlstand. Dadurch bekommen Menschen Arbeit, um noch mehr Wachstum und Wohlstand zu schaffen. Das ist ein positiver Zyklus. Zu viel vom Wirtschaftswachstum ging in der vergangenen Generation an zu wenige Menschen.“

= Plakat auf einer „Wir-sind-das-Volk“ – Demo:  „Migranten, verpisst euch, nehmt Merkel mit, eure Moscheen, eure Messer und Dönerbuden ! Kommt niemals wieder und lasst uns in Ruhe !“

= Bundespräsident Steinmeier:  „Vor 80 Jahren fanden Deutsche Schutz in der Türkei – heute suchen beunruhigend viele aus der Türkei bei uns Zuflucht.“

= Mister Trump in einer Pressekonferenz:  „Ich mag China, und ich mag Xi sehr. Ich glaube, er ist mein Freund. Vielleicht ist er auch nicht mehr mein Freund. Der China-Fachmann Pillsbury sagte, dass China totalen Respekt für Donald Trump und für Donald Trumps sehr, sehr großes Gehirn hat. Sie stellen jetzt dort Studien über Donald Trump an, sie versuchen, es zu begreifen.“

=“Mehrere Buddhistische Zentren werden von einem Missbrauchsskandal erschüttert.Bei einem Treffen mit Opfern hat der Dalai Lama nun zugegeben, teilweise seit den 90er Jahren von den Vorwürfen gewusst zu haben.  Kommentar: Dieser Buddhismus hat mit Buddha so viel zu tun wie die christlichen Kirchen mit Jesus Christus.

= Deutschland hat erstmals mehr als  45  M i l l i o n e n Erwerbstätige und die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist unter die Schwelle von 800.000 gesunken.  Danke an Arbeiter, Angestellte, Manager, Unternehmer, Gewerkschafter  u n d an die Bundesregierung !!!

= Die Maßnahmen, die wir gegen die relativ milde Erderwärmung ergreifen, schadet vielen Menschen. Der Biosprit kostet vermutlich 200.000 Menschen jedes Jahr das Leben, weil die weltweite Getreideproduktion teilweise für Treibstoff verwendet wird und dieses Getreide für die Ernährung in der 3. Welt fehlt.

= Der Wert des Zuhörens:  Unterhalten sich zwei Frauen  –  beide reden gleichzeitig.  Unterhalten sich zwei Männer  – beide schweigen.  Unterhält sich ein Ehepaar  –  die Frau fordert: Nun sag doch auch mal was !  Sitzen acht Menschen an einem Tisch  –  alle reden, keiner hört zu. Wahre Freundschaften haben nur dann einen Wert, wenn ich zuhören kann, auch wenn ich anderer Meinung bin. In sozialen Beziehungen sind wir eher darauf aus, zu sprechen, als dem Gegenüber unser Ohr zu leihen; wie oft unterbrechen wir unsere Gesprächspartner ?  Sind wir fähig, unsere eigene Meinung aufgrund von Argumenten in Frage zu stellen oder gar zu ändern ? Oder sondern wir wenig intelligente Sätze ab, wie z.B.:  Ich habe schon immer gesagt !  Oder:  Ich lasse mich nicht verbiegen !

 

Die Kehrseite der Pressefreiheit

= Im Syrien- und Libanon-Krieg wird die Öffentliche Meinung mit gefälschten Filmen und  Fotos getäuscht; Aktivisten spielten vor den Kameras Verwundete und Tote; damit wurde fast täglich das Bildmaterial manipuliert und u.a. in ARD oder ZDF übertragen. Tyler Hicks, ein Fotograf der New-York-Times fotografierte einen Libanesen, der Menschen aus den Trümmern eines Hauses half; später sah man genau denselben Mann als  „Toten“ inszeniert.

= Der „Rheinneckarblog“ hatte im März 2018 detailliert über einen Terroranschlag mit 136 Toten berichtet. Der Bericht war erfunden und wurde vom Deutschen Presserat gerügt.

= Kolumnist Jeannèe von der österreichischen Kronen-Zeitung ist völlig schmerzfrei; als ein Polizist einen 14-jährigen Supermarkt-Einbrecher tötete, schrieb er: „Wer alt genug zum Einbrechen ist, ist auch alt genug zum Sterben.“

= Die italienische „La Repubblika“ zu einem Sorgerechtsstreit zwischen italienischen und deutschen Behörden:  Deutschlands Jugendämter sind „Institutionen, die in der Nazizeit vom SS-Chef Heinrich Himmler gegründet wurden.“

= Der Bundesrichter Thomas Fischer zu deutschen Talk-Shows: „Da geht es weder um Auseinandersetzungen mit ernsthaften Argumenten noch um Information des Bürgers, sondern allein darum, auf jede nur erdenkliche Weise Quote zu generieren; dort werden irgendwelche Leute zusammengesetzt in der Hoffnung, dass sie sich gegenseitig mißverstehen, anschreien und beleidigen und die Moderatoren haben vom Thema der Sendung so viel Ahnung wie das Huhn vpm Langstreckenflug.“

= Gezielte Fake-News als Wahl-Propaganda: Kurz vor der Bundestagswahl behauptete der bayrische Innenminister Herrmann in einer Pressekonferenz, die Vergewaltigungsfälle seien in Bayern um 50 Prozent gestiegen; viele Medien haben die Schockzahl ohne eigene Nachprüfung verbreitet und die AfD war sofort Feuer und Flamme.  Später stellte sich heraus, dass die Vergewaltigungen „nur“ um fünf Prozent angestiegen waren.

= Renèe Zellweger: „Es ist mir egal, was über mich geschrieben wird, solange es nicht stimmt.“

= Die Süddeutsche Zeitung ist äußerst geschickt in der Verknüpfung von redaktionellen Inhalten und der Anlockung von Werbekundschaft. So wird z.B. im Feuilleton die sogenannte Biografie (!!) des „berühmtesten Duftes“ der Welt besprochen:  Chanel Nr.5 Paris. Dazu schreibt die S.Z.:  „Seine mythologische und zugleich ambivalente Aufladung verdankt der Duft natürlich auch der Zahl  Fünf – Chanels Glückszahl.“  Man darf davon ausgehen, dass die Fa. Chanel die Kasse der S.Z. nicht nur mythologisch bereichern wird.

 

Psychiatrie-Experten können morden

= Ein eher harmloser Fall ist die Diplom-Psychologin, Sexualtherapeutin und selbsternannte „Genussforscherin“ Christine Baumanns, die sich besonders gut in der Intimsphäre der Prominenz auskennt. Ein bekannter Schauspieler hatte seine Seitensprünge öffentlich bereut und die Genussforscherin riet der Ehefrau sinngemäß: „Bevor Ihr Mann in den Puff geht, betonen Sie Ihre weibliche Seite.“

= Aufgrund von psychiatrischen Gutachten sass ein Straftäter 43 Jahre lang im Gefängnis; dann stellte sich heraus, dass die Gutachter voneinander abgeschrieben hatten.

= Der renommierte Schweizer Psychiater Etzensberger: „Es gibt Gutachter, die die von ihnen verwendeten Ausdrücke selbst kaum erklären können.“

= „Die Deutschen sind viel weniger krank, als die Therapeuten es ihnen einreden wollen.  Die Therapeuten leben hervorragend davon, andere krank zu reden.“ (Christian Dogs)

= Für den Mord an der siebenjährigen Natalie Astner aus Epfach ist der psychiatrische Gutachter zumindest teilweise verantwortlich, weil der spätere Mörder vor der Tat wegen eines Gutachtens vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wurde.

= Der Türke Veysel Kurt wurde zu neun Jahren Haft verurteilt, weil er seine Geliebte beim Sex getötet haben sollte. Ein Irrtum der Rechtsmedizin, wie sich später zeigt.

= Zwei Männer saßen wegen eines erfundenen Mißbrauchsvorwurfs und aufgrund eines Gutachtens jahrelang im Gefängnis.

= Im September 2018 verurteilte der Bundesgerichtshof den Springer-Verlag wegen diffamierender Berichterstattung zu einer Entschädigung von 250.000 Euro an Jörg Kachelmann. In dem damaligen Kachelmann-Prozess hatten Gutachter widersprüchliche Expertisen abgegeben. Der Psychiater Prof. Dr. Kröber sagte vor Gericht über den Traumatologen Prof. Seidler: „Er verstösst eklatant gegen Standards der Psychotherapie, ihm fehlt jegliche kritische Reflexion, er vermischt Behandlungen und Begutachtungen.“

 

Deutsche Flüchtlinge

„Noch kein Flüchtlings-Abtransport !  Auf die vielen Anfragen und Anträge auf Rückkehr der in Dänemark untergebrachten deutschen Flüchtlinge teilt das Landesflüchtlingsamt Westfalen mit, dass ein Abtransport dieser Flüchtlinge  „zur Zeit“ noch nicht möglich ist. Es muss gewartet werden, bis die Überführung der aus dem polnischen Verwaltungsgebiet ausgewiesenen Ostdeutschen abgeschlossen sein wird. Auch Einzelgesuche können leider nicht genehmigt werden. Solche Anträge an deutsche Dienststellen oder an die Militärregierung sind zwecklos. Es wird durch Rundfunk und Zeitungen rechtzeitig bekanntgegeben werden, wann der Abtransport der Flüchtlinge aus Dänemark beginnen kann.“ (Westf.Nachrichten 3.8.1946)

Das Geschäft mit der Angst

Mit Panikmache und Spekulationen Geld scheffeln: Der sogenannte Philosoph, Autor und Talkshow-Dauergast David Precht hat mal wieder ein Buch geschrieben – diesmal warnt er ganz im Sinne des Zeitgeistes vor den Folgen der Digitalisierung. Precht warnt vor Massenarbeitslosigkeit und macht den Menschen Angst um ihren Arbeitsplatz; er schürt Panik und vergleicht die Digitalisierung mit einem Gespenst oder einem Monster oder einem heranrollenden Tsunami. Selbst Kapitalismuskritiker wie der linke Forscher Butterwegge wirft Precht vor, den Menschen unnötigerweise Angst vor dem Arbeitsplatzverlust zu machen. Jens Südekum ist ein allseits respektierter Ökonom und nennt die Behauptungen von Precht eine Welt von Spekulation und Panik.

Experten – Stadl

= Bertrand Russel: „Experte: Ein Mann, der zuerst weiß, wie alles kommen wird, und dananch weiß, wieso es anders gekommen ist.“ Und der seriöse Vermögensverwalter Bert Flossbach hält nichts von den Analysen und Vorhersagen der Ökonomen: „Die Volkswirte sind überhaupt erst erfunden worden, um die Meteorologen ein klein wenig besser dastehen zu lassen.“  Ein paar Beispiele:

=  Die Bischöfin Margot Käßmann plädierte für einen Schuldenerlass für Griechenland und zitierte als Zeugen Martin Lutter: „Gerechtigkeit ist ein Grundthema der Bibel – Wirtschaftswachstum nicht. Das Mehr macht nicht die Qualität des Lebens aus.“   Zwei Fragen an Frau Käßmann: Gerechtigkeit in der Bibel galt allenfalls für die eigenen Leute, für die Binnengruppe !!!  Und: Wie wollen Sie ohne Wachstum die Hungernden und die wachsende Bevölkerung in den Entwicklungsländern sättigen ?

= Herr Ronald-Peter Stöferle vom Investmenthaus Incrementum kündigte in Focus-Money für Mitte 2018 einen Goldpreis von 2300 Dollar an.  Tatsächlich stand der Goldpreis Mitte 2018 bei 1300 Dollar – also lächerliche 1000 Dollar darunter.

= „Malade zur Maloche“  Unter dieser Schlagzeile behauptet ein sogenannter „Arbeitspsychologe“ in der Süddeutschen Zeitung, dass mehr Leute krank zur Arbeit gehen, als sich Menschen ohne Grund krank melden; der Experte hat Arbeitnehmer befragt und dann diese Erkenntnisse gewonnen. Kommentar: Mit der gleichen Logik kann man Kunden im Supermarkt befragen, ob und wie oft sie schon geklaut haben. Der Herr Arbeitspsychologe ist natürlich Professor bei der Deutschen Gesellschaft für Psychologie; bezahlt die auch der Steuerzahler ?

= Im Rahmen der Finanzkrise sind Hektabomben von Expertisen und Voraussagen auf uns eingeprasselt – 99 Prozent davon war Müll; ich werde an anderer Stelle ausführlich darauf zurückkommen; hier nur zwei solcher Expertisen:  Der Groß-Philosoph Habermas diffamierte damals die Kanzlerin Merkel mit dem Satz: „Für die Kanzlerin waren schon 2010 die Anlegerinteressen wichtiger als ein Schuldenschnitt zur Sanierung der griechischen Wirtschaft.“  Und der „Leiter der Kreditanalyse“ der Schweizer Großbank UBS (Thomas Wacker) kündigte damals an: „Griechenland wird wie Lehmann enden; die Pleite Griechenlands kommt im März 2012.“  (Gott sei Dank existiert die UBS noch)

= Und meine Lieblingsjournalistin Bettina Weiguny von der FAZ hat das Gejammere satt:  „Stress, Erschöpfung, Burn-Out: Die psychischen Krankheiten seien heutzutage so schlimm wie noch nie, heißt es. Auch ein Schuldiger ist längst gefunden – der ach so böse Kapitalismus. Selten wurde so viel Quatsch geredet. Seelische Leiden gab es immer schon. Doch die Welt ist heute viel schöner als früher.“

 

Aus aller Welt

= Schattenliebe:  Gitarre, Geige, Trompete, Guitarrón und Vihuela verbinden die mexikanischen Mariachi zu ihrer typischen Straßenmusik; sie treten in der Tracht wohlhabender Hacienderos auf: breitkrempiger Sombrero, reich dekorierte Westen und Cowboystiefel. Im zentralen Hochland sind sie nach wie vor fester Bestandteil der Volkskultur; bei der Tradition der Serenata bestellen junge Männer die Mariachi vor das Haus ihrer Geliebten, um ihr ein Ständchen zu bringen.

= Kleines Berliner Fest in schwierigen Zeiten: Die russisch-deutsche Musikakademie unter der Leitung von Valery Gergiev bringt nun schon seit fünf Jahren die Jugend beider Länder zusammen.

= In Afrika läuft ein ungewöhnliches Experiment: Eine amerikanische Hilfsorganisation zahlt an 12000 Menschen im dörflichen Kenia monatlich eine feste Summe – jahrelang und nahezu ohne Bedingung. Das aus Spenden finanzierte Projekt will testen, ob direkte Geldtransfers besser wirken als herkömmliche Entwicklungshilfe.

= Jeden Mittwoch laden die staatlichen Museen in Berlin Flüchtlinge in ihre Häuser ein – zu Führungen auf Arabisch. Bei syrischen Besuchern kann man nach dem Besuch des Pergamon-Museums eine gewisse Verwandlung feststellen.

= Eine kleine Geschichte mit sieben Ländern:  Pedro Kuczynski hat mit seinen 79 Jahren schon manches überstanden. Nach dem Sturz des Präsidenten Terry durch General Velasco 1968 musste er seinen Job als Abteilungsleiter bei der peruanischen Zentralbank aufgeben und ins Exil gehen. Auf der Flucht nach Brasilien durchschwamm er den Grenzfluss Amazonas, später ging er in die USA. Dort arbeitete er bei Banken und Bergwerksunternehmen. Kuczynskis erste Liebe galt der Musik, die er von seiner aus Frankreich stammenden Mutter geerbt haben dürfte. Der Vater Max Hans Kuczynski entstammte einer deutschen jüdischen Familie aus Posen und war Medizin-Professor an der Berliner Charitè. Nach der Machtergreifung der Nazis musste er aus Deutschland fliehen. Über Frankreich, die Schweiz und Venezuela kamen die Eheleute 1936 nach Peru.

= Arznei aus der Luft:  Malawi hat als erstes Land in Afrika einen permanenten Drohnenkorridor für humanitäre Hilfe eingerichtet. Die unbemannten Fluggeräte sollen dazu dienen, Blutproben schnell in ein Labor zu bringen sowie Impfstoffe und Medikamente an abgelegene Orte zu transportieren. Sollte sich die neue Technik bewähren, könnte sie „das Leben in abgeschiedenen ländlichen Gemeinden komplett verändern“ teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen mit.

= Bevölkerung Afrikas in Millionen:  230 Millionen im Jahr 1950

1186 Millionen im Jahr 2015

2478 Millionen im Jahr 2050

4387 Millionen im Jahr 2100.

= Das Immerwährende  –  Wir können bei Betrachtung des Weltgebäudes uns der Vorstellung nicht entziehen, dass dem Ganzen eine Idee zum Grunde liege, wonach Gott in der Natur, die Natur in Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit schaffen und wirken möge.  (J.W.Goethe)

= Viele Pflanzen in der Wüste Namib überleben nur dank des Wassers aus Nebelschwaden, die regelmäßig entlang der Atlantikküste entstehen. Nebel bildet sich, wenn feuchte Luft abkühlt und zu Wassertröpchen kondensiert. Er bringt der Region ein Vielfaches der Feuchtigkeit, die sie durch Regen bekommt.

= Ein ganzer Roman in einer wahren Kurzgeschichte: Die Mutter, Kind eines Deutschen und einer Russin, ist in einem sowjetischen Arbeitslager geboren worden, zwischen lauter deutschen Kriegsgefangenen. Und obwohl Großvater Friedrich aus Baden-Baden voller Hass war gegen die Sowjets, die ihm Freiheit und Würde geraubt hatten, konnte er nicht verhindern, dass sich seine Tochter in den sowjetischen Lagerwärter verliebte, der Sohn eines polnischen Juden war und irgendwo auf der Flucht in Weißrussland gezeugt wurde. Dieser jüdische Wärter half dem deutschen Großvater so oft beim Holzhacken, bis dieser ihn  irgendwann nicht mehr hassen konnte. „Mein Vater ist ein richtiger Jude“ sagt Anton und lacht. „Stets freundlich, aber er weiß genau, was er will.“ Und in diesem Fall wollte er die Tochter. So heiratete der Lagerwächter die Insassin und als der Wächter später als Grenzpolizist nach Narwa gerufen wurde, folgte ihm seine junge Frau. Und so kam Anton als Sohn von Eltern, deren Biographien die Bezeichnung „Russen“ nie auch nur im Ansatz umfassen konnte, nach Narwa, und mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion schließlich als Staatenloser in ein Land, in dem er den Esten nun als Nachfahre der Besatzer gilt.

 

Aphorismen

= Erst wenn wir das ständige Geplapper in unserem Geist zur Ruhe bringen, können wir wirklich hören, was in unserem Geist vor sich geht und die stille klare Reinheit entdecken, die in unserer Seele ruht. In der Stille unseres ursprünglichen Seins können wir Harmonie in allen Beziehungen herstellen. (Dadi Janki)

= Es ist sehr wichtig, allein spazieren zu gehen, unter einem Baum sitzen – ganz für sich allein. Um das Fallen eines Blattes zu beobachten, dem Wasser zzuhören, den Flug eines Vogels zu beobachten. Wenn Sie dazu fähig sind, werden Sie Reichtümer entdecken. (J.Krishnamurti)

= Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn  sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden zu deinem Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird zu deinem Schicksal. (Talmud)

= Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (A: Einstein)

= Ein Misserfolg ist ein Erfolg, wenn wir daraus lernen (M.S. Forbes).  Misserfolg ist lediglich eine Gelegenheit, mit neuen Einsichten noch einmal zu beginnen. (Henry Ford)

= Der größte Fehler, den ein Mensch machen kann, ist, Angst zu haben, einen zu begehen. (E.G.Hubbard)

= Der wichtigste einzelne Parameter in der Formel des Erfolgs ist zu wissen, wie man mit Menschen umgeht (Th. Roosevelt)

= Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg` auch keinem anderen zu.

= Moral predigen ist leicht, Moral zu begründen schwer. Moral leben am schwersten. (Schopenhauer)

= Der Mensch ist das, was er liebt. (Meister Eckhart)

 

Finanzen : Sparen und Risiken vermeiden

Trotz vieler schlechter Erfahrungen stolpern viele Deutsche immer noch in Fallen: Sie beteiligen sich an einem Container-Projekt in Asien oder kaufen Rinder in Südamerika oder investieren in Pflegeappartments im Taunus. Die Verlockungen mit der Chance auf hohe Renditen sind mindestens so groß wie die Verlustrisiken. Wir sollten auf Warren Buffet hören:  1. Ein Risiko entsteht dann, wenn du nicht weißt,was du tust.  2. Es ist besser, ein wundervolles Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen, als ein faires Unternehmen zu einem wundervollen Preis.  Das soll heißen:

= Für eine auf zwanzig oder dreißig Jahre angelegte Kapitalanlage sollte man eine Aktienquote von 80 oder 90 Prozent nicht scheuen; wenn meine Wohnung oder mein Haus in der genannten Frist abbezahlt sind, würde ich den Rest ausschließlich in soliden Aktien anlegen und immer nur über eine Direktbank agieren – sei es mit einem Aktiensparplan oder mit Kauf und Verkauf; die Höhe der Kosten sind extrem wichtig !!

= Es gibt Aktien von Unternehmen, die seit über 100 Jahren existieren und die trotz der Weltkriege und anderer Krisen über den gesamten Zeitraum eine sehr gute Rendite erzielt haben (sehr gut heißt, dass die Rendite über den gesamten Zeitraum über der Kaufkraft-Inflation liegt).

= Prüfen Sie den Kauf z.B. der folgenden Aktien:  Nestle (Dividende über 3 Prozent), Novartis (3,6 %), Pfizer (3,1 %), Allianz (4,7 %), Axa (5,7 %), Royal Dutch (5,7 %), BASF (4,1 %), Unilever (3,2 %). Alle diese Unternehmen gehören in ihrer Branche zu den Weltmarktführern, sind gut kapitalisiert und vertreiben ihre Produkte, die auch noch in 100 Jahren benötigt werden, in der ganzen Welt; außerdem investieren diese Unternehmen jedes Jahr Milliardensummen in Forschung und Entwicklung.

= Wenn Sie die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands positiv sehen, dann können Sie auch alle 30 Aktien des DAX in einem Korb kaufen – und zwar über den ETF COMSTAGE DAX, der nur 0,08 Prozent  (!!!!) Gebühren einbehält und der die ISIN-Nummer LU0378438732 hat.

= Nochmals und immer wieder rate ich Ihnen, kaufen Sie keinerlei Fonds und ETF nur dann, wenn die Gesamtgebühren nicht über 0,30 Prozent hinausgehen.

 

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

Die gute alte SPD, die ich in meinem Leben oft gewählt habe und der unser Land viel zu verdanken hat – diese SPD steht seit Jahren schwer unter Druck. Jetzt steht die Parteiführung wegen der lächerlichen und von den Medien gepuschten Maaßen – Affäre am Pranger, die Vorsitzende Nahles wird von einigen Parteimitgliedern zum Rücktritt aufgefordert und andere Genossen kündigen ihren Parteiaustritt an. Haben diese Herrschaften schon mal was von dem Wort „Solidarität“ gehört, dem wichtigsten Gen dieser Partei? Solidarität ist dann gefragt, wenn es meiner Partei (oder meinem Freund oder meinem Land) schlecht geht !!!

Am Erfolg der Nazi-Partei AfD kann man sehen, wie angeschlagen unsere Demokratie ist; die Parteien haben im Laufe der (erfolgreichen) letzten zwanzig Jahre die Hälfte ihrer Mitglieder verloren, nicht zuletzt wegen der destruktiven und verleumderischen Politik-Berichterstattung vieler Medien. Das Maßen-Thema füllt sämtliche Zeitungsseiten und Funk und Fernsehen; über die während der letzten Wochen von der Bundesregierung beschlossenen und für die Zukunft bedeutsamen Gesetze zum Rententhema, zum Thema Miete, zur deutlichen Stärkung der Kitas u.a.m. wird nur am Rande berichtet. Die AfD wächst und hetzt und die Genossen verlassen ihre Partei.

Müssen wir Angst um die Zukunft haben?

Ich kann Sie, liebe Leser,  nur immer wieder auffordern: Stärken Sie unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat, indem Sie einer der demokratischen Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne) beitreten !!

Eine besondere Nummer unter den hetzenden Journalisten ist ein gewisser Harald Martenstein, der früher für die ZEIT und jetzt für den Tagesspiegel schreibt; in der ZEIT schrieb er damals z.B.: „Unsere politische und kulturelle Elite würde, wenn heute die NSDAP oder die SED regieren würde, zu mindestens 50 Prozent aus denselben Leuten bestehen.“ (Frage von mir: Und die Journalisten-Elite ? Und Herr Martenstein ?) Im Tagesspiegel zeigt Martenstein Verständnis für die Proteste in Chemnitz und redet den Rechtsradikalismus klein.

 

Fußball – Fetischist

Einwürfe

= N i e  w i e d e r  !!!  Auch 2018 haben die Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga am „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ aller Menschen gedacht, denen die Nationalsozialisten grausames Leid zugefügt haben.

=Die schwarzrotgoldenen Ungarn: Nach dem Volksaufstand von 1956 fanden Flüchtlinge eine neue sportliche Heimat in Deutschland.

= Zwei Jahre und sechs Monate – so lange lebte Bülent eingespert in einer neun Quadratmeter kleinen Zelle. In seinem letzten Jahr in der Jugendstrafanstalt Hameln hatte er Glück, er durfte am „Anstoss für ein neues Leben“ teilnehmen. Die DFB-Stiftung Sepp Herberger engagiert sich seit 1977 für die Resozialisierung von Strafgefangenen, seit 2088 mit dem „Anstoß-Projekt“. Acht Bundesländer beteiligen sich mittlerweile daran.

= Bereits zum fünften Mal veranstalteten die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung und die Sepp Herberger-Stiftung einen Fußball-Workshop für Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzungen.

= Ein Fußballfest der Inklusion fand in der Münchener Allianz Arena statt. Dort, wo sonst die Stars des FC Bayern München auflaufen, konnten rund 1000 Gäste begeistert an der Mini-EM teilnehmen.

= Ein Schuss, der zum Mythos taugt: Kollektive Eruption in rot-gelb-grün: Ghanas Auftaktsieg im Afrika-Cup beflügelt die ganze Nation.

= Die erste Elf:  Im Juni 2006 erklärte Montenegro seine Unabhängigkeit von Serbien.  Danach absolvierte das Nationalteam des jüngsten Staates Europas sein erstes Länderspiel. 11 Freunde war dabei und fand heraus, wie groß die Bedeutung des Fußballs bei der Identitätsfindung als Nation ist.

= Die Mädchen vom Bolzplatz haben einen Traum:  Eine richtige Nationalmannschaft der Frauen kann Tibet nicht haben. Aber das Fußball-Team von jungen Exiltibeterinnen, das von einer Amerikanerin trainiert wird, ist ziemlich nahe dran. In Sachen Stolz sowieso.

= Augsburg Calling: Zum Spiel der Europa-League gegen Partizan Belgrad werden die Fans beider Vereine zu einem bunten  Rahmenprogramm eingeladen. Am Donnerstag werden die Fahnen beider Vereine auf dem Rathausplatz gehisst; dann findet eine Stadtführung für die Fans statt und nach der Partie wird zu einem gemeinsamen Fantreffen in Bob`s Punkrock Bierbar eingeladen.

= Der Schriftsteller Mankell über die soziale Seite des Fußballs: „In Afrika ist die Idee von Fußball viel häufiger die von Freundschaft und Versöhnung. Nach dem Bürgerkrieg in Mosambik stand die Versöhnung an und man überlegte, wie die Kontrahenten am besten einander näherzubringen sind. Das Erste, worauf sie kamen, war Fußball.“

 

Es wird besser !!!

= Ich bin positiv geschockt !  Noch nie in meinem Leben hatte ich in einem Leitmedium  ein deutliches Lob für die Politik gelesen.  Und jetzt schreibt die FAZ a.S.: „Loblied auf Hessen. Hier hat früher niemand von Schwarz-Grün geträumt. Doch was die Regierung geschafft hat, kann sich sehen lassen.“

=  „Eine Spielwiese für Innovationen. In Heidelberg entsteht ein sehr ehrgeiziges wissenschaftliches Projekt. Es bietet Platz für Tausende Studenten und Raum für große Träume. Mittendrin: ein Nobelpreisträgher aus der Region.“  (FAZ)

=  Die Bundesregierung wird ihre Zahlungen in den Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkolose und Malaria von 630 Millionen auf 800 Millionen Euro aufstocken; dazu sagt Entwicklungsminister Müller: „Gemeinsam können wir es schaffen, unsere Welt frei von Aids, Malaria und Tuberkolose zu machen.“

= Deutschlands Rentner leben lange, haben viel freie Zeit und jede Menge Geld. Es geht ihnen besser als allen Generationen vor ihnen.

= Union und SPD haben entschieden, den Grenzwert für geringwertige Wirtschaftsgüter von 410 auf 800 Euro zu erhöhen; Selbständige können damit kleinere Anschaffungen schneller steuerlich geltend machen; kleine Mittelständler und Handwerksbetriebe werden so von Bürokratie und Kosten entlastet.

= Potentielle Steueroasen bekommen Post von der EU. Brüssel arbeitet an einer „Schwarzen Liste“ mit den Ländern, die eine Zusammenarbeit verweigern.

= 1970 wurden 65 Prozent der Mädchen im Grundschulalter eingeschult. 2015 waren es 90 Prozent.

= 1959 wurden 34 Arten als bedroht eingestuft und geschützt. Im Jahr 2017 waren es 87.967 Arten.

= Vor dem 5. Lebensjahr starben im Jahr 1800 noch 44 Prozent aller Kinder; 2016 waren es noch vier Prozent. (Das ist übrigens der Hauptgrund für den Bevölkerungszuwachs)

 

Gottesliebe und Menschenliebe: Mit oder ohne Religionen ?

= “ Das Matthäusevangelium hält daran fest, dass es keine echte Gottesliebe ohne den Blick auf den Nächsten gibt. Es gibt für Glaubende aber auch keine tragfähige Menschenliebe ohne den Blick auf Gott, der selbst Quelle und Ursprung jeder Liebe ist.“  (Dieser Text ist wie die meisten anderen in diesem Kapitel ein Zitat, also nicht aus meiner Feder)

=  Ist  das Vorgeben und das bloße Glauben und Nachsagen unbegreiflicher Dinge die einzige Art, Gott wohl zu gefallen ? Dagegen muss mit aller Kraft gestritten werden !

= Mahatma Gandhi:  „Wir können Gott nicht mit den Sinnen erfassen oder mit dem Verstand begreifen, ebenso wie wir nicht mit den Augen hören können. Es braucht eine andere Fähigkeit, um Gott zu erkennen, und diese Fähigkeit ist ein unerschütterlicher Glaube. Der Intellekt kann jederzeit fehlgeleitet werden, wie wir aus eigener bitterer Erfahrung wissen. Wahrer Glaube aber kann niemals in die Irre geführt werden.“

= „Unglücklicherweise lieben wir  Menschen unsere Ketten und wir werden sie uns immer wieder neu anlegen. Wir vergessen so leicht, dass Europa für 2.000 Jahre von der Kirche beherrscht wurde. Von allen Tyranneien war das die ärgste. Die Geschichte der christlichen Kirche Europas ist einzigartig in ihrer unverzeihlichen Grausamkeit und Unterdrückung. Aber gerade dadurch sind wir für das Leben geprägt. Darum werden wir ein ums andere Mal Opfer von Tyrannei und Unterdrückung.“

= „Gott kann nicht durch Vorstellungen und Begriffe erfahren werden. Johannes Chrysostomos schrieb: „Rufen wir ihn als den unaussprechbaren Gott an, der unbegreifbar, unsichtbar und unerkennbar ist.“

= „Inkarnation heißt: Gott will selber gar nicht allmächtig, er will menschlich sein. Und das ist ein Satz, der den Machtphantasien der Herrschenden jede theologische Legitimität bestreitet.“  (St. Sattler)

= „De Conti di Segni wurde 1198 achtunddreißigjährig zum Papst Innozenz III gewählt. Energisch und autoritär ging er daran, die Macht der Kirche zu zentralisieren. Er proklamierte sich zum Stellvertreter Christi auf Erden (dieser Titel war bis dahin nicht üblich gewesen), rief 1204 zu einem vierten Kreuzzug gegen die Ungläubigen auf und führte einen brutalen Kampf gegen die Albigenser im Süden Frankreichs.“

„Der Fehler Unfehlbarkeit. Das Dogma der katholischen Kirche hemmt jede ernsthafte Reform.“ (Hans Küng)

= „Letztlich waren es in der Kirche immer die Heiligen, die das Kirchenschiff in die heutige Zeit herübergerettet haben sollen. Eine Behauptung, der es an Chuzpe nicht mangelt. Nein, oft waren es brutale und ausufernde Gewalt und Verbrechen, ohne deren Anwendung die Kirche nicht überlebt hätte.“

= „Haben Sie eine Vorstellung von Gott?  Ich tue mich schwer mit der zentralen Szene des Christentums – wie Jesus am Kreuze leidet. Den Gedanken, dass er unsere Schuld abbüßt, finde ich merkwürdig. Wenn ich mich auf Gott beziehe, dann eher in Dankbarkeit. Wenn ich die Kinder sehe. Wenn jemand zu Besuch kommt, über den ich mich freue. Oft auch in Dankbarkeit darüber, noch nicht gestorben zu sein. Wenn ich draußen in der Natur bin: Pflanzen, Lichtverhältnisse, Vöglein – das freut mich. In der Natur erfahre ich Momente völliger Geborgenheit.“  (K.Hacker/Chrismon)

 

Gedichte

Gottfried Benn  –  Was meinte Lutter mit dem Apfelbaum ?

Mir ist es gleich – auch Untergang ist Traum – ich stehe hier in meinem Apfelgarten

und kann den Untergang getrost erwarten – ich bin in Gott, der ausserhalb der Welt

noch manchen Trumpf in seinem Skatblatt hält – wenn morgen früh die Welt zu Bruche geht,

ich bleibe ewig sein und sternestet   –

meint er das, der alte Biedermann und blickt noch einmal seine Käte an ?

und trinkt noch einmal einen Humpen Bier und schläft, bis es beginnt – frühmorgens vier?

Dann war er wirklich ein sehr großer Mann, den man auch heute nur bewundern kann.

 

Gottfried Benn  –  Astern

Astern -, schwälende Tage, alte Beschwörung, Bann, die Götter halten die Waage eine zögernde Stunde an.

Noch einmal die goldenen Herden der Himmel, das Licht,  der Flor, was brütet das alte Werden unter den sterbenden Flügeln vor ?

Noch einmal das Ersehnte, den Rausch, der Rosen Du -, der Sommer stand und lehnte und sah den Schwalben zu,

noch einmal ein Vermuten, wo längst Gewissheit wacht; die Schwalben streifen die Fluten und trinken Fahrt und Nacht.

 

Gottfried Benn  –  Rosen

Wenn erst die Rosen verrinnen aus Vasen oder vom Strauch und ihr Entblättern beginnen, fallen die Tränen auch.

Traum von der Stunden Dauer, Wechsel und Wiederbeginn, Traum – vor der Tiefe der Trauer: blättern die Rosen hin.

Wahn von der Stunden Steigen aller ins Auferstehn,  Wahn – vor dem Fallen, dem Schweigen: wenn die Rosen vergehn.

 

W i t z e

Bigamie bedeutet, eine Frau zu viel zu haben. Monogamie ist dasselbe!  (R.Atkinson)

Es gibt nur eines, was teurer ist als eine Frau – nämlich eine Ex-Frau….  (J. Nickolson)

Frauen tun für ihr Äußeres Dinge, für die jeder Gebrauchtwagenhändler ins Gefängnis kommt. (N.Nolte)

Die Ehe ist wie ein Restaurantbesuch: Man denkt immer, man hat das Beste gewählt, bis man sieht, was der Nachbar bekommt. (B. Stelter)

Man sollte nur schöne Frauen heiraten. Sonst hat man keine Aussicht, sie wieder loszuwerden. (R.Steward)

Die intelligente Frau lernt beizeiten, ihren Mann zu bewundern. Auch ohne Grund.

Man sollte so lange bei den Eltern wohnen, bis man zu den Kindern ziehen kann.

Ein Mann braucht eine Frau, die arbeiten kann; eine Frau, die kochen kann; eine Frau, die gut aussieht und sexy ist.  DEr Knackpunkt ist, dass die drei nichts voneinander erfahren dürfen.

 

Wir sind das Volk

Unser Land befindet sich in einer absurden Situation: Anzahl der Beschäftigten auf einem Höchststand (über 43 Millionen), Ausgaben für Soziales auf einem Höchststand (über 900 Milliarden Euro), niedrigste Staatsverschuldung unter den großen Industrieländern, ein weltweit beispielhaftes Gesundheitssystem, die niedrigste Arbeitslosenquote der Länder der OECD, ein funktionierender Rechtsstaat mit einem beispielhaften Grundgesetz, Forschung und Entwicklung in der Privatwirtschaft und an den Universitäten auf hohem Niveau, friedliche und konstruktive Außen- und Sicherheitspolitik. Unser Land   u  n  d   unsere Regierung werden in der ganzen Welt respektiert.

Die Kehrseite der Medaille ist die Tatsache, dass mindestens 50 Prozent der Deutschen aus   a  l  l  e  n   Schichten das nicht wissen oder nicht wissen wollen; sie beschränken ihren Horizont auf ihren Bauchnabel oder sie überwinden ihre Langeweile und Lebensfrust, indem sie zu Wutbürgern, Wählern der Linken oder der AfD oder direkt zu Neonazis mutieren.  Motivieren lassen sich diese Herrschaften von großen Teilen der Medien, deren Existenz vom Internet bedroht ist und die wissen, dass sich Polemik oder Hetze gegen Politiker bestens verkauft. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Der SPIEGEL polemisiert seit Jahren auf niedrigstem Niveau gegen die Regierung und besonders gegen Angela Merkel; auf dem Titelblatt des neuesten SPIEGEL sieht man ein Foto von Horst Seehofer und die Schlagzeile „Der Gefährder. Wie Horst Seehofer persönliche Krisen zu Regierungskrisen macht.“ Ich bin kein Bewunderer von Horst Seehofer und würde ihn auch nicht wählen; aber ihn mit möglichen kriminellen Einwanderern gleichzusetzen und ihm auch noch persönliche Motive zu unterstellen  –  das ist nur noch widerwärtige Hetze.

Liebe Leser, Deutschland ist in vielfacher Hinsicht ein gutes Land. Bitte unterstützen Sie die Politiker der demokratischen Parteien; und wenn Sie viel Verbesserungspotential sehen, dann melden Sie sich in einer Partei an und bringen Ihre Vorschläge mit ein !!!  Überlassen Sie unser Land nicht den Wutbürgern, das wäre fatal für Sie und die Zukunft Ihrer Kinder und Enkel !!!

 

Grüne Heuchelei

Meine Emotionen und mein Verstand sagen ganz klar: „K e i n e  Energiegewinnung durch das Abholzen von Wäldern und den Abbau von Braunkohle – das schadet der Natur und vergiftet die Umwelt.“

Mein Verstand sagt aber auch, dass wir für unser Leben und unsere Wirtschaft genug Energie brauchen und mir ist wie allen halbwegs informierten Menschen bekannt, dass die erneuerbaren Energien allein über die nächsten 15 bis 20 Jahre für unsere Energieversorgung nicht ausreichen und dass es bis dahin ohne Braunkohle nicht geht. Das ist jahrelang diskutiert worden und hat zu entsprechenden Verträgen und Bestimmungen der Regierung geführt.

Jetzt muss der Hambacher Forst gerodet werden, damit die Braunkohle abgebaut werden kann. Was machen die Grünen ?  Sie verlegen einen geplanten Parteitag an den Hambacher Forst und wollen damit ein Signal gegen den Kohle-Abbau senden und die Grünen aus Münster laden zu einem Ausflug in den Hambacher Forst ein. Das kommt bestimmt sehr gut an und ist clever und es ist pure Heuchelei.

Diese Heuchelei kommt uns wiederholt entgegen;  so z.B. mit der Tatsache, dass Umweltschützer in Hessen gegen die Windkraft protestieren und in anderen Regionen heftig gegen die für die Stromverteilung notwendigen Stromtrassen protestiert wird.

Und was schreibt die Presse ?  „Die Politiker haben es nicht zuwege gebracht, den Konflikt zwischen Industrieinteressen und Umweltschützern zu entschärfen.“  Wie immer ist die Politik schuld und die Industrie (sprich  Kapitalismus). Wieviel Bäume müssen eigentlich für Zeitungspapier gefällt werden ?

 

Welcher arabische Intellektuelle würde das über sein Land sagen (dürfen) ?

Der israelische Schriftsteller Amos Oz:  „Israels Premierminister Netanjahu sät Hass zwischen verschiedenen gsellschaftlichen Lagern. Ich würde mich freuen, wenn seine Regierung zur Hölle fährt; er sät Hass zwischen Juden und Arabern und zwischen Säkularen und Religiösen. Er strickt am Mythos „entweder wir oder sie“.  Sie, das ist die ganze muslimische Welt.  Wir (Europa, der Westen) sind die Guten.  Es gibt keine Alternative zum Frieden, zur Zweistaatenlösung. Wir werden nie von hier verschwinden und die Palästinenser werden auch hier bleiben. Eine große Familie, das werden wir nicht, also müssen wir das Haus aufteilen in zwei Wohnungen. Alles ist möglich. Menachem Begin hat den Sinai zurückgegeben, Sadat ist nach Israel gereist und hat Frieden mit uns geschlossen. Die Besatzung ist nicht in Stein gemeißelt.“

Richard Chaim Schneider:  „Die fundamentalistischen Organisationen wie Dschihad und Hamas fordern in ihrer Charta nicht nur die Zerstörung Israels, sondern rufen zum Kampf gegen alle Juden auf. A b e r  rechtfertigt das die erniedrigende Behandlung der palästinensischen Bevölkerung ?  Rechtfertigt dies, das palästinensische Volk in einen mittlerweile umzäumten, riesigen Käfig zu stecken ?  Wäre es doch wenigstens ein Zaun, der in etwa den Grenzen von 1967 folgen würde. Die Religion muss mit aller Macht aus der Politik in Israel verbannt werden – die strikte Trennung von Staat und Synagoge ist ein Muss für das ethische Überleben des jüdischen Staates. Israel muss den Glauben radikal in seine Schranken verweisen, will es seinen demokratischen und menschlichen Charakter bewahren und es muss sich öffnen für das Leid des Anderen. Allerdings darf Israel auch erwarten, dass dieser „Andere“ das auch tut. Wenn man bedenkt, wie die Hamas Kinder für Attentate instrumentalisiert oder Frauen, die „gesündigt“ haben, die Möglichkeit gibt, ihre „Sünden“ reinzuwaschen, indem sie sich in die Luft jagen, dann sieht man, mit welchem Gegner man sich konfrontiert sieht. Niemand darf erwarten, dass Israel die „andere Wange“ hinhält. Das ist seit Auschwitz nicht mehr möglich.“  (Süddeutsche Zeitung)

Tom Segev: „Im Vergleich zu Deutschland ist die demokratische Gesinnung in Israel viel schwächer. Damit meine ich unter anderem auch, dass wir seit fast 50 Jahren die palästinensische Bevölkerung unterdrücken und die Menschenrechte in den palästinensischen Gebieten systematisch verletzen. Ein großer Teil der Jungs, die jetzt versuchen, mit Gewalt palästinensische Geschichte zu schreiben, handeln aus Verzweiflung. Sie haben keine Hoffnung. Sie haben nichts mehr zu verlieren.“ (FAZ)

David Grossmann:  „Ich sehe keinen israelischen Ministerpräsidenten, der die Beseitigung von Siedlungen durchsetzen könnte, weil die Siedler so stark sind. In gewisser Weise stellen die Siedler in meinen Augen eine für Israel existenzielle Gefahr dar. Wenn Trump den Israelis dabei hilft, die Besatzung aufrechtzuerhalten, dann ist er kein Freund, er ist fast ein Feind Israels. Man kann die Besatzung nicht über 50 Jahre aufrechterhalten und eine Demokratie bleiben. Die pure Tatsache der Existenz des Staates Israel ist für mich eine Art Wunder, das uns als Volk geschah; ich vergesse das nicht einen Moment. Auch nicht, wenn vieles mich empört und depremiert, auch nicht, wenn das Wunder immer mehr in Routine und Armseligkeit, Korruption und Zynismus fällt.“  (FAZ)

Leon de Winter:  „Nur mit einer Zweistaatenlösung kann etwas Ruhe einkehren. Aber wahren Frieden gibt es im Nahen Osten nicht, solange die ganze Region nicht sich selber reformiert und demokratisiert. Was Israel macht, ist eine tragische Notwendigkeit, das ist nicht selbst gewählt. Die Konflikte haben sich in letzter Zeit noch zugespitzt, die freie Welt wird tatsächlich gezwungen sein, einzelne Aspekte des Überlebenskampfes zu übernehmen.“

Irene Dische:  „Ich schreibe dies nicht, um den Tod unschuldiger Zivilisten durch israelische Hand im Libanon zu rechtfertigen, oder, was aus meiner Sicht noch schlimmer wäre, um die israelische Politik im Gaza-Streifen und im Westjordanland zu rechtfertigen. Aber in den palästinensischen Gebieten geschehen schreckliche Dinge, unzählige, ungeheuerliche Menschenrechtsverletzungen, an denen nicht die Israelis schuld sind, und diese erregen kein internationales Interesse. Die Juden sind umzingelt von denen, die ihrem Staat das Existenzrecht absprechen, die ihn vernichten wollen.“

 

 

Der Mensch ist ein Tier

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Gene des Menschen zu 97 Prozent mit denen der Maus identisch sind. Diese drei Prozent, die den Unterschied ausmachen, können nach der Geburt in alle möglichen Richtungen geformt und negativ oder positiv beeinflusst werden; vom ersten Lebenstag an spielen die Mutter und die Familie und dann die Freunde und die Schule usw. die entscheidende Rolle; wenn die Kinder bis zur Pubertät in einem von verbaler oder körperlicher Gewalt geprägten Umfeld leben und wenn früh die Hardcore-Pornographie und die widerwärtigen Gewaltspiele aus dem Internet hinzukommen – dann sinken die Chancen auf ein Leben mit einem Mindestmaß an Verantwortungsbewusstsein und Herzensbildung und Allgemeinbildung deutlich. Dann sind diese Menschen mit der Maus gleichgezogen. Das kann allerdings auch für Kinder aus materiell besser gestellten Familien gelten, in denen zwar keine körperliche Gewalt herrscht, wo aber die Mängel in der Erziehung mit Markenklamotten und dem neuesten Laptop kompensiert werden und wo z.B. soziales Verantwortungsgefühl (Der Starke beschützt den Schwachen) oder politisches Wissen völlig außen vor bleiben.

Ich bin ziemlich verzweifelt wegen der politischen Entwicklung in den letzten Monaten: Flüchtlinge, AfD, Chemnitz, Judenhass und Gewalt. Und das alles in einem Land, das es in zwölf Jahren schaffte, die schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte zu begehen und in einem wirtschaftlich sehr erfolgreichen Land mit einer beispielhaften Sozialen Marktwirtschaft, wo auch die Armen nicht hungern müssen, ein Dach über dem Kopf haben und ärztlich versorgt werden.

Was haben wir von den Menschenhassern, die übrigens zu großen Teilen auch aus „gebildeten“ Kreisen kommen, noch zu erwarten ?  (Ich habe mich von einem sehr guten Freund getrennt, der hoch motiviert bei der AfD mitarbeitet, obwohl sein Vater  unter Hitler als Bannführer tätig war). Bei manchen dieser Leute spielt die Abneigung oder gar der Hass gegen den Islam eine entscheidende Rolle und viele sind froh, den Islam als Motiv für ihren Rechtsradikalismus gefunden zu haben. (Ich habe versucht, den Koran etwas näher kennenzulernen und ich muss zugeben, dass ich mit den dort festgeschriebenen Verhaltensanweisungen bis hin zu Tötungsbefehlen noch größere Probleme habe, als mit jenen im Alten Testament, das immer noch komplett gültig ist).

„Man möchte die Macht haben, demokratische Institutionen wie den Rechtsstaat zu beschützen vor den Anbrandungen der Empörten, die sich mit ihrem geklauten Schlachtruf „Wir sind das Volk“ für ermächtigt halten, das alles zu zerschlagen. Ihre destruktive Kraft greift um sich wie ein Nervengift: Was kann man denn überhaupt noch glauben? Lügen sie nicht alle? Haben sie uns nicht verraten und verkauft, die Politiker, die Eliten, die bekanntlich immer die anderen sind?“  (FAZ)

Was können wir tun ?  Bei einem Problem bin ich völlig ratlos: Große Teile der Medien betreiben seit Jahren eine konstant negative bis verleumderische Berichterstattung über die Politik und über die Politiker; das kommt offensichtlich bei großen Teilen der bequem und denkfaul gewordenen Leser gut an und führt natürlich dazu, dass ein Teil dieser Leute sich von der parlamentarischen Demokratie abwendet und nicht im Traum daran denkt, einer demokratischen Partei beizutreten oder einen anderen konstruktiven Beitrag zu leisten (die Parteien verlieren immer mehr Mitglieder  !) Wie bringen wir vor allem die jungen Mitbürger dazu, der CDU/CSU, der SPD, der FDP oder den Grünen beizutreten ?

Bei zwei Themen bin mir sicher: Wir müssen, wie jetzt auch im Parlament vorgeschlagen, politisches Wissen und Bildung in den Lehrplan an den Schulen verpflichtend aufnehmen, ohne sich dabei in abstrakte politische Wissenschaften zu verlieren.

Und wir müssen an   a l l e n   Schulen ab der ersten Klasse mindestens viermal die Woche Sportunterricht verpflichtend einführen und mit Sportunterricht meine ich nicht Barrenturnen sondern M  a  n  n  s  c  h  a  f  t  s  s  p  o  r  t    wie z.B. Basketball oder Fußball. Beide Sportarten sind populär und relativ preiswert umzusetzen.  Die pädagogische Betonung liegt auf dem Wort „Mannschaft“.  Mit geeigneten Lehrern lernen die Kinder hier neben der körperlichen Ertüchtigung fast alles, was sie für ein moralisch und emotional gutes Leben brauchen:  Disziplin, Verlieren, Gewinnen, Respekt, Kameradschaft einschließlich meines Lieblingsspruchs „Der Starke beschützt den Schwachen“ – soll z.B. heißen, dass der beste Spieler eines Teams sich um einen weniger erfolgreichen Kameraden kümmert. Die Kinder und Jugendlichen, die diesen Weg über zehn Jahre mitgehen, werden keiner AfD zum Opfer fallen.