Zur aktuellen Lage

= Die deutsche Wirtschaft ist stark und wird nach meiner Einschätzung mit einem Zuwachs von ein bis zwei Prozent auch im nächsten Jahr gut abschneiden und die allseits angekündigte Rezession verhindern.

Viele deutsche Unternehmen sind z.B. im Maschinenbau oder High-Tec-Bereich Weltmarktführer und wir gehören zu den führenden Start-up-Nationen. Die weltweit außergewöhnliche DNA unserer Unternehmen bedeutet, sich niemals auf Erfolgen auszuruhen, sondern jeden Tag zu überlegen, wie man noch besser werden kann. Bei unseren destruktiven und ignoranten Medien ist das noch nicht angekommen – bei vielen seriösen internationalen Experten sehr wohl ! So ist München z.B. inzwischen zur Heimat für Tech-Konzerne aus aller Welt geworden – auch weil Universitäten, Unternehmen und Politik sehr eng zusammenarbeiten; jetzt hat Google entschieden, sich in München ein neues Zuhause zu schaffen; es ist logisch, dass viele Start-ups folgen werden.

Die Geldpolitik der EZB bleibt expansiv und wird damit die europäische Konjunktur weiter stimulieren.

Risiken bleiben der Handelsstreit USA – China und die Gefahr einer grün/rot/roten Regierung nach der nächsten Bundestagswahl.

Die politischen Entscheider m ü s s e n die Unternehmenssteuern senken, weil der Abstand zu den mit uns konkurrierenden Ländern immer größer wird. Die zu hohen Steuerbelastungen könnten übrigens der Grund für eine Rezession in den nächsten Jahren sein.

= Die scharze Null ist ein weltweit einmaliger Erfolg und muss stehen bleiben !! Es ist geradezu lächerlich, wie Linke, Grüne und links/grüne Medien wie die Süddeutsche Zeitung „Investitionen“ verlangen, obwohl unser Staat enorme Milliardenbeträge investiert. Der Schuldenabbau hat absolute Priorität, damit wir bei der nächsten echten Wirtschaftskrise genug Reserven haben, um mit sinnvollen Investitionen die Wirtschaft wieder anzukurbeln und eine Massenarbeitslosigkeit vermeiden und damit verhindern, dass AfD oder Linke an die Macht kommen.

= Viele Bürgerinitiativen haben erreicht, dass der Ausbau der Windkraft in Deutschland weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Wie stehen eigentlich die Grünen zu diesen Bürgerinitiativen ? Warum schlagen die Befürworter der alternativen Energien nicht vor, die Einspruchsmöglichkeiten der Bürger zum Wohl der Bürger einzuschränken? Positives Beispiel: Ein Bürgermeister hat mit breiter Zustimmung im Gemeindewald zwölf Windkraftanlagen errichten lassen, mit deren Leistung 23.000 Haushalte versorgt werden können; die finanzschwache Gemeinde erhält von den Windkraftbetreibern Pacht und Grunderwerbssteuer; außerdem können sich die Bürger mit Einlagen beteiligen, die mit drei Prozent verzinst werden.

= Die grüne Verbotspartei ist sehr kreativ. Jetzt sollen Elternrechte geschmälert und ins Grundgesetz überführt werden. Die Begründung der Grünen Katja Dörner und Katja Keul hört sich so an: „Art. 6 GG trägt nach dem allmählichen Hineinwachsen des Kindes in die Selbstbestimmungs- und Selbstverantwortungsfähigkeit und der sich entwicklungsbedingt verändernden Elternverantwortung sowie der Einbeziehung dieses Aspekts in das staatliche Wächteramt nicht Rechnung. Im Grundgesetz soll eine starke Subjektstellung von Kindern verankert werden, um aufgrund der Bindung von Gesetzgebung, vollziehender Gewalt und Rechtsprechung an das Grundgesetz eine stärkere Kindeswohlorientierung und entsprechende Reformen zu befördern.“ Minderjährige Kinder sollen also gegen ihre Eltern, die natürlich Anwalts- und Gerichtskosten tragen müssen, klagen können. Mich erinnert der Gesetzesvorschlag fatal an die sechziger/siebziger Jahre, als grün/linke Typen für Minderjährige das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung forderten und mit den Kindern das dann auch schon mal praktizierten.

Der grüne Kanzlerkandidat Habeck versucht sich mal wieder mit einem pseudo-humanitären Vorschlag beliebt zu machen. Er will junge Migranten aus griechischen Lagern holen. Sollen die Kinder von ihren Eltern getrennt werden ? Könnte das zu einem Sogeffekt führen, auf den Schlepper aus Pakistan oder Afghanistan nur warten ? Abgesehen von der Tatsache, dass Deutschland soeben dem UNHCR mitgeteilt hat, im neuen Jahr 5500 besonders hilfsbedürftige Flüchtlinge aufzunehmen; 2018 und 2019 hat Deutschland bereits 10.200 hilfsbedürftige Flüchtlinge aufgenommen.

Jeder Fachmann weiß, dass Tempobeschränkungen in Städten und auf Autobahnen die Luftverschmutzung wegen des massiv ansteigenden Stop-and-Go verstärken. In der grün regierten Stadt Stuttgart gilt im Zentrum künftig pauschal Tempo 40.

Die Grünen beschreiben sich als sozial eingestellt. Bedeutet das bei der von Grünen vorgeschlagenen Fleischsteuer, dass sozial Schwächere einen Antrag auf Rückerstattung dieser Steuer stellen oder evtl. einklagen können?

= Die UNO berichtet, dass die humanitäre Lage in Nordkorea schlimmer denn je ist. 40 Prozent der Menschen sind unterernährt; Bürger werden in Lagern interniert und gefoltert. Viele versuchen nach China zu fliehen.

Hoffnung macht das vor wenigen Tagen vereinbarte Treffen der Regierungschefs von China, Japan und Südkorea, die sowohl an der Eindämmung der nordkoreanischen Raketenaktivitäten als auch an einer Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen sowie einer von den USA unabhängigen politischen Lösung interessiert sind.

= Man kann zum Thema einer allgemeinen Dienstpflicht sicher unterschiedlicher Meinung sein. Aber das Argument des Präsidenten der Diakonie, Ulrich Lilie, ist dumm; er sagt: „Es ist für die betroffenen Menschen nicht wünschenswert, von zwangsverpflichteten Menschen begleitet, gepflegt oder betreut zu werden.“ Bangt Herr Lilie um die finanziellen Zuflüsse ? Viel schlimmer ist die Äußerung des Jesuiten Friedhelm Hengsbach, der sich auch noch Ethiker nennt: „Die Ursachen der Spaltung liegen doch im politischen Versagen, im Versagen des Saates, der sich treiben lässt von der Autoindustrie, den Finanzmärkten oder von denen, die die Umwelt zum Nulltarif in Anspruch nehmen. Die Regierung soll sich mit ihrem Zwang heraushalten, denn die Zivilgesellschaft ist lebendig genug, um das, was der Staat falsch macht, entsprechend zu korrigieren.“ Es sind Hengsbachs dieser Welt, die unsere Demokratie gefährden und der AfD Wähler zutreiben.

= Ich bemühe mich seit Jahren ernsthaft, die schriftlichen und mündlichen Aussagen und Gebote der christlichen Kirchen zu verstehen. Bisher ist mir das selten gelungen. So lese ich in der FAZ einen Text vom Moraltheologen Prof. Dr. Christof Breitsameter: „Die katholische Kirche braucht keine neue Sexualmoral ! Eine Verzweckung der Sexualität mit dem Ziel der individuellen oder sozialen Reproduktion mag lange Zeit lebensweltlich plausibel gewesen sein. Die Erfordernisse des Lebens und Überlebens ließen wenig Spielraum für abweichendes Handeln. Heute ist es an der Zeit, der Normativität der Liebe zu trauen und eine sinnstiftende Semantik der Liebe zu entfalten – gerade für die christliche Theologie.“ Noch weniger verstehe ich Vatikan-Kardinal P.J. Cordes, der in einem Leserbrief schreibt: „Die priesterlichen Aufgaben sind voneinander durchdrungen und getragen in der Gnade Gottes sowie von der Authenzität des Geweihten. Es ist der Hohe Priester Christus, der solche gegenseitige Abhängigkeit begründet: Die Deutung des Lebens und Tuns Jesu durch das Neue Testament und durch die großen Theologen lehrt, dass in Christus der eschatologische Prophet, Priester und Hirte in einer Person gekommen ist. Die drei Tätigkeiten, in denen Gott sein Heil in Kirche und Welt schafft, dürfen also nicht voneinander getrennt werden.“ Von nicht an die Kirchen gebundenen Historikern lese ich immer wieder, dass die Forschung sehr wenig über das Leben von Jesus nachweisen kann; mir ist das wenige genug ! Vor allem sein: „Liebe den Nächsten wie dich selbst !“ Warum sprechen die Kirchen keine Sprache, die jeder Mensch versteht ? Und warum entfernen sie nicht all die n a c h Jesus Geburt entstandenen Theoriegebäude und belassen es bei der Nächstenliebe und den Zehn Geboten ?

 

Letztes Jahr im Sommer………

waren wir im Urlaub in Bayern. Meine große Schwester Jessica, meine Eltern und unser Hund Trabatoni. Ich war auch dabei und ich heiße Torsten und bin sieben Jahre alt.

Meine Eltern waren schon öfter in Bayern, aber für mich war es das erste Mal Urlaub im Ausland, weil ich bisher nur in Bibione war. Bayern wäre eigentlich sehr schön, aber man sieht es kaum, weil überall Berge davorstehen und es verdecken. Sehr cool sind manche Häuser. Sie sind tätowiert, z.B. mit einem Hirsch, einem Berg oder einem Baum. Aber weil die Bayern das Wort „Tatoo“ noch nicht kennen, sagen sie „Lüftlmalerei“ dazu.

Die Bayern sind lustige Menschen und lachen viel mehr wie die Leute bei uns zu Hause. Sie mögen uns sehr, denn, wenn sie uns sehen, lachen sie noch mehr. Die meisten Männer heißen Sepp oder Xaver, die Frauen heißen alle OIDE.

Das lustigste in Bayern ist die Sprache. Manche können deutsch, aber nicht alle. Der Ort, wo wir in einer Pension gewohnt haben, war da, wo Bayern Oberpfalz heißt und da ist die Sprache echt krass. Als wir einmal gewandert sind, sind wir an einem Bauernhof vorbeigekommen und davor saß ein alter Mann auf einer Bank, aß ein Stück Torte und trank dazu eine Flasche Bier. Mein Vater sagte zu ihm, dass schönes Wetter ist und der Mann meinte: „Loumameirouh !“ Das heißt wahrscheinlich guten Tag. Ich wollte es gleich ausprobieren, ob ich die Sprache auch kan und sagte zu dem Mann: „Loumameirouh“. Er blickte aber sehr böse und sagte zu mir: „Saubougejbloßzou.“ Da sagten wir lieber nichts mehr und gingen weiter. Der Mann stand auf und stöhnte und sagte: „Doubougescheißdizouh !“ Das heißt wahrscheinlich „Tschüß“ oder so.

Wenn die Bayern einige Eimer Bier getrunken haben, schlafen sie ein oder sie reden in Geheimsprachen, die man nicht versteht. Es sind nur sehr kurze Wörter, und mit diesen reizen sie sich gegenseitig, bis sie raufen. An unserem Nachbartisch im Bierzelt saßen einige Bayern mit ihren Eimern. Zuerst lachten sie und guckten zu uns herüber. Einer von ihnen konnte sogar italienisch, denn er sagte zu meiner großen Schwester immer: „divegldiano !“

Die Bayern sind auch richtig lustig, wenn sie sich gegenseitig beleidigen. Als wir einmal in einer Dorfmetzgerei einkauften, kam ein Bayer herein und sagte zum Metzger: „Servus Hans, du oida Hunzkrippe !“ Da lachte der Metzger und sagte „Habe die Ehre Sepp, du Saubär, du greislicher !“ Als noch ein weiterer Bayer hereinkam, wurde die Stimmung immer besser: „Ja, do schau her, da Sepp und da Hans ! Griaß eich, ehs Schlawiner, ehs elendigen.!“ „Ja griaß de Franz, oida Suffbeidl, stinkerter !“ Franz Suffbeutel war total begeistert und lachte über das ganze Gesicht. Dann sagte Sepp, der Saubär zu Hans, dem Metzger bzw. Hundskrippe: „Hä Hans, gib ma amoi drei Boor vo deine greislichen Pfälzer, du Leibscheißer, du windiger !“ Metzger Hans meinte dazu: „Für dein Sau-mogn taugns allwei no, du gschwoikopferter Bauern-Fünfer, du staubiger ! Bulldogmißhandler, grausamer !“

Mein Vater sagte zu mir: „Pass auf Torsten, jetzt mach ich auch mit bei dem Spaß !“ Dann sagte er zum Metzger: „Geben Sie mir bitte hundert Gramm von Ihrer verfaulten Salami, Sie Vollidiot !“ Plötzlich lachte keiner mehr und alle sahen meinen Vater böse an, sogar die alten Frauen, die im Laden waren. Der Metzger sagte mit finsterem Gesicht: „Schaug bloß, daß`d weida-kimmst, du Preissnschädl, du gefotzerter.!“ Das hörte sich nicht gut an und wir verließen die Metzgerei ganz schnell ohne Wurst.

Sonst war es in Bayern sehr schön und ich habe mich sehr gefreut, denn ich durfte abends immer mit vier Jungs aus dem Dorf Fußball spielen. Ich habe mir die Namen der Jungs notiert, damit ich ihnen nach dem Urlaub schreiben kann. Sie heißen Üzügül, Sladec, Abdullah und Ferdl.

So, das wars.

 

Wir Deutsche sind nicht clever !!

Das Geldvermögen der Deutschen hat mit 6,1 Billionen Euro eine neue Rekordhöhe erreicht – davon liegen etwa 1,5 Billionen zinslos auf Girokonten oder sind zinslos „zwischengeparkt“. Auch bei Ratenkrediten stellen wir uns nicht clever an; wir haben im vergangenen Jahr zwei Milliarden Euro zuviel an Zinsen gezahlt, weil wir nicht den günstigsten Anbieter ausgewählt haben.

Deshalb ist auch das dumme Gefasel zahlreicher Experten und Banker über die EZB, die uns angeblich um unsere Ersparnisse bringt, völlig daneben.

Die wichtigste Erkenntnis aus den Niedrigzinsen: Es war noch nie so günstig, einen Kredit für den Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims zu erlangen ! Wenn Sie zur Miete wohnen und wenn Sie keine hohen Schulden haben und wenn Sie ein regelmäßiges Einkommen haben – dann ist der Ratenkredit möglicherweise nicht viel höher als Ihre Kaltmiete.

Wenn Sie mit Ihren Ersparnissen eine solide Rendite erzielen und Risiken minimieren wollen, dann gibt es nur Aktien als Alternative. Einerseits Aktien von „langweiligen“ großen Unternehmen, deren Kurse und Dividenden sich langfristig betrachtet positiv entwickeln – aber nicht explodieren. Das sind die üblichen Verdächtigen wie Unilever, Nestlè, Procter & Gamble, Danone, McDonald etc. Wegen der unabsehbaren Entwicklung des Ölpreises sind z.Zt. auch Total, BP und Royal Dutch relativ preiswert, obwohl diese Unternehmen schon seit Jahren in andere Bereiche wie Gas investieren und obwohl sie große Cash-Bestände halten und über fünf Prozent Dividende zahlen. Auch große Versicherungen wie Allianz, Zürcher, Münchner Rück, Hannover Rück und Axa sind sehr solide Langfristanlagen und zahlen hohe Dididenden.

Natürlich gibt es Unternehmen aus dem Tec-Bereich, die sich rasant entwickeln und wahrscheinlich mittelfristig höhere Renditen abwerfen – z.B. United Internet, Cisco, Tencent, Alphabet, Alibaba, Baidu, T.S.C. Aber man muss Geduld haben und größere Schwankungen einplanen. Ich plädiere auch hier für große Unternehmen, die zwar teurer sind, deren Existenz aber auch in Krisen sichergestellt ist.

Und wie immer der wichtige Hinweis: Für die langfristige Rendite sind die Gebühren ganz wichtig ! Richten Sie bei einer Direktbank wie ING oder Comdirect o.a. ein Depotkonto ein. Über einen Zeitraum von 20 Jahren sparen Sie je nach Anzahl Ihrer Käufe und Verkäufe sehr viel Geld !

 

„Pubertäre Reaktionen“

Anders als Frankreich oder Ungarn hat nie eine polnische Regierung mit den Nazis kooperiert und keine Bevölkerung hat im 2. Weltkrieg derart gelitten, wie die polnische. Nachdem Hitler und Stalin 1939 Polen unter sich aufgeteilt hatten, wüteten die Deutschen (und in geringerem Masse auch die Sowjetunion) und töteten etwa ein Fünftel der Bevölkerung; von den 3,3 Millionen polnischen Juden überlebten nur einige Zehntausend; die anderen wurden von Deutschen erschossen oder in den Vernichtungslagern vergast.

Nun hat der Historiker Yehuda Bauer der nationalkonservativen polnischen Regierung vorgeworfen, die Ermordung von mindestens 150.000 Juden durch Polen zu leugnen. Bereits vor dem Einmarsch der Deutschen gab es in Polen einen aggressiven, von der katholischen Kirche befeuerten Antisemitismus; während der deutschen Besatzung beteiligten sich polnische Bürger an Progromen – teilweise aus Habgier und teilweise aus Angst vor den Deutschen. Auch nach dem Krieg wurden noch hunderte polnische Juden von Polen ermordet. Selbst heute noch warnt das katholische Radio Maria unterschwellig vor geldgierigen Juden und die Regierung wollte ein Gesetz erlassen, das die unabhängige Medienberichterstattung und Forschung zum Holocaust und zur Kollaboration kriminalisiert hätte.

Auch der polnisch-kanadische Historiker Jan Grabowski wird angefeindet, weil er mit anderen Historikern nachgewiesen hat, dass Polen tausende Juden bei den Nazis denunzierten oder eigenhändig ermordeten. Grabowski: „Wenn man sagt, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung an Judenmorden beteiligt war, berührt das den Kern des polnischen Nationalbewusstseins, deshalb die pubertären und idiotischen Reaktionen.“ (NZZ)

Bitte lesen Sie auch den folgenden FAZ-Leserbrief von Frau Renata Berlin:

 

Kluge Worte

= Abraham Lincoln: „Ich könnte mir vorstellen, dass ein Mensch auf die Erde hinabblickt und behauptet, es gebe keinen Gott. Aber es will mir nicht in den Sinn, dass einer zum Himmel aufschaut und Gott leugnet.“

= Goethe: „Gottes ist der Orient ! Gottes ist der Okzident ! Nord- und südliches Gelände ruht im Frieden seiner Hände.“

= Thomas von Aquin: „Die Offenbarung Gottes zeigt uns mehr, als was er nicht ist, als was er ist.“

= Chrysostumus: „Ein Asyl für jeden Kummer ist das Gebet.“

= Gutzkow: „Die Macht des Gebetes liegt in der Ruhe, die nach ihm auf unser Inneres sich breitet.“

= Schopenhauer: „Ich weiß kein schöneres Gebet als das, womit die altindischen Schauspiele schließen: Mögen alle lebenden Wesen von Schmerzen frei bleiben.“

= „Die Liebe ist eine Macht, eine Kraft, die im Menschen ist.“

= SAI BABA: „Wo Vertrauen ist, dort ist Liebe, wo Liebe ist, dort ist Frieden. Wo Frieden ist, dort ist Wahrheit. Wo Wahrheit ist, dort ist Glückseligkeit. Wo Glückseligkeit ist, dort ist Gott.“

= Thich Nhat Hanh: „Wahre Liebe beinhaltet ein Gefühl der Verantortung, den anderen Menschen so anzunehmen, wie er oder sie ist, mit allen Stärken und Schwächen. Wenn wir nur die guten Seiten eines Menschen mögen, dann ist es nicht Liebe. Wir müssen seine Schwächen akzeptieren und mit Energie, Geduld und Verständnis dem oder der anderen helfen, sich zu verändern.“

 

Die christliche Kultur des Abendlands

Die sogenannte Erbgesundheitslehre (Eugenik) wollte durch die Förderung der Fortpflanzung Erbgesunder oder die Eindämmung der Fortpflanzung Erbkranker das Erbgut von Populationen verbessern. Diese Lehre behauptete, dass Veränderungen der äußeren Lebensbedingungen langfristig n i c h t zur Verbesserung der Menschheit führen – dies wäre nur möglich durch die Veränderung des Genoms.

Im jahr 2001 wurde die Erbgesundheitslehre mit der vollständigen Analyse des menschlichen Genoms widerlegt: Die geringe Anzahl der Gene (30.000 statt erwarteter 100.000) führte zu der schockierenden Erkenntnis, dass nur etwa 300 Gene den Menschen von einer Maus unterscheiden.

Der genetische Determinismus ist als Erklärungsmuster für die menschliche Komplexität widerlegt und bis heute ist keine Alternative in Sicht.

Die überwältigende Ähnlichkeit von Genomen der verschiedenen Arten bestätigt die Vermutung von Wissenschaftlern, dass nicht unsere Gene allein die unüberschaubare Vielfältigkeit des Lebens auf der Erde erklären können.

97 Prozent meiner Gene sind also mit jenen einer Maus identisch.

Bescheidenheit ist angesagt: Über Gott, das Jenseits, die Entstehung der Welt wissen wir nichts.

Ich bin davon überzeugt, dass die frühkindlichen Lebensumstände einen Menschen entscheidend prägen, dass diese Einflüsse schon im Mutterleib beginnen und in den ersten Stunden, Tagen und Monaten nach der Geburt von entscheidender Bedeutung sind.; das seelische und charakterliche „Vermögen“ ist bis zum 6. Lebensjahr sehr stark beeinflussbar und kann bis zur Pubertät weiter von Familie, Freunden, Schule und Sportverein positiv geprägt werden. Umgekehrt wird natürlich auch ein Schuh daraus: Thema Chancengerechtigkeit. Besonders dann, wenn zu destruktiven Einflüssen im Elternhaus die Berge von brutaler Gewalt und Pornographie in den FS- und Internetmedien hinzukommen – was heutzutage die Regel und nicht die Ausnahme ist.

Das ist dann die neue „Kultur des christlichen Abendlands“, von der die Pegidas, die Neonazis und die AfD sprechen, wenn sie das Flüchtlingsthema ausschlachten wollen.

Auch integre Menschen und Medien sehen das christliche Abendland vor dem Abgrund. Wovon sprechen sie ? Welches Christentum meinen sie ?

  • Meinen sie unendlich brutale Gewalt, die im Alten Testament propagiert wird, auf das sich beide Kirchen immer noch vollumfänglich berufen ?
  • Meinen sie die uneingeschränkte Nächstenliebe von Jesus Christus ?
  • Meinen sie das Verhalten der Kirchen im Nazi-Deutschland ?
  • Meinen sie den Judenhass von Martin Luther ?
  • Meinen sie die Menschen verachtende Inquisition und die Hexenverbrennungen ?
  • Meinen sie die östlich-orthodoxen Kirchen oder die Lutheraner oder die Clavinisten oder die Anglikaner oder die Baptisten, die alle ihre eigene Ethik festgelegt haben und die sich teilweise völlig unterscheiden.
  • Meinen sie auch die Glaubenswelten der jüdischen Gemeinden (Altes Testament !!)

Deutschland ist eine offene pluralistische Gesellschaft und für das friedliche Zusammenleben der vielen verschieden Denkenden und Handelnden ist einzig und allein die Rechtsordnung zuständig. Rechtsgehorsam ist dabei deutlich zu unterscheiden von „einheimischen Kulturwerten“, auf die manche Mitbürger die Einwanderer gerne verpflichten möchten.

Auf der Wiesn mögen auch Deutschtürken Tracht tragen und niemand darf ihnen das verbieten.

Entscheiden ist n i c h t der Glaube. Nicht ausgrenzen über Religion, sondern integrieren über Sprache und Bildung und Gesetzestreue – dies kann Flüchtlingen die Chance auf eine neue zweite Heimat eröffnen.

Der Theologe Richard Schröder zum Flüchtlingsthema im Rechtsstaat: „Die Kirchen können von ihren Mitgliedern mehr Barmherzigkeit verlangen; davon und von Herz für die Elenden kann es nicht genug geben. Der Staat aber darf nicht barmherzig sein. Der Staat muß gerecht sein. Er hat nach Regeln zu handeln und er hat die Folgen zu bedenken.“

Mit Erbgesundheit, Blut, Rasse können wir Europäer gegenüber den Flüchtlingen nicht punkten – ebenso wenig wie mit dem Christentum. Was bleibt ist also die abendländische Kultur, die in Gefahr sein soll, von den Flüchtlingen zerstört zu werden. Wie kann etwas zerstört werden, was es kaum noch gibt ? Wo ist denn diese Kultur außerhalb der Feuilletons ? Natürlich gibt es wunderbare Theaterstücke, Opern, Konzerte und Museen – aber diese Hochkultur wird noch von etwa einem Prozent der Deutschen frequentiert. Wer interessiert sich noch für Politik, Geschichte oder Philosophie ? Wer liest noch Sachbücher ? Wieviel Promille unserer lieben Mitmenschen wissen, welche Beziehung Friedrich der Große zum Flüchtlingsthema hatte oder was das Ermächtigungsgestz bewirkt hat und wer ihm zugestimmt hat oder was 1905, 1917 und 1989 in Russland geschah oder was die wichtigste Aussage unseres Grundgesetzes ist oder was die Marktwirtschaft in Deutschland vom Turbokapitalismus in den USA unterscheidet oder wer Imrè Kertesc war oder was sich 1789 ereignet hat und was die Folgen waren oder was der Unterschied zwischen Monet und Manet ist oder wer Berta Benz und Jeanne d`Arc waren.

Unsere Kultur ist nicht bedroht durch die Flüchtlinge, sondern von den 30 Millionen Menschen, die j e d e Woche die Klatschpresse lesen – verlogene primitive Lektüre, die bestimmt viele Argumente liefert, um die Bedrohung unserer Kultur durch die Flüchtlinge daheim zu besprechen.

Machen wir uns doch bitte nichts vor ! Es wird täglich schlimmer ! Schauen Sie sich mal intensiv die Fernsehprogramme aller Sender an oder – noch viel schlimmer – gehen Sie wie unsere Kinder und Enkel ins Internet und lassen sich mal eine Woche lang jeden Tag zehn Stunden mit den Gewaltorgien und der Pornographie berieseln – dann wissen Sie, wohin wir von der amerikanischen Kultur getragen werden.

 

Kluge Worte

= Leo Tolstoj: Das Vorhandensein des Todes zwingt uns, entweder freiwillig auf das Leben zu verzichten oder unser Leben so umzugestalten, daß wir ihm einen Sinn verleihen, den der Tod ihm nicht rauben kann.

= Manes Sperber: Tausende Seiten habe ich geschrieben – und wahrscheinlich werde ich schreiben, solange ich lebe – doch werde ich in der Gewissheit sterben, dass es mir, hätte ich es versucht, nie gelungen wäre, in zwei oder in hunderten von Sätzen auszudrücken, was Bäume, nicht nur Birken, und was Landschaften mir bedeuten – …. seitdem ich weiß, daß es kein Ende gibt oder daß auf jedes Ende viele andere folgen, endlos … Es ist die einzige Erfahrung, die – wie das Leben selbst – beides zugleich ist: tröstlich und beängstigend.

= Gottfried Keller: Wer keine bitteren Erfahrungen und kein Leid kennt, der hat keine Malice, und wer keine Malice hat, der bekommt nicht den Teufel in den Leib, und wer diesen nicht hat, der kann nichts Kernhaftes arbeiten.

 

Kant: Ein Philosoph, den ich verstehe.

„Wenn wir aber zur Freiheit fähig sind, müssen wir imstande sein, gemäß einer anderen Art von Gesetz zu handeln, einem Gesetz, das sich von den Gesetzen der Physik unterscheidet. Kant meint, jede Handlung sei durch Gesetze der einen oder anderen Art gelenkt. Und wenn unsere Handlungen allein von den Gesetzen der Physik gesteuert würden, dann würden wir uns nicht von einer Billiardkugel unterscheiden. Wenn wir aber zur Freiheit fähig sind, müssen wir imstande sein, nicht nach einem uns gegebenen oder auferlegten Gesetz zu handeln, sondern gemäß einem Gesetz, das wir uns selber geben. Doch woher könnte ein solches Gesetz kommen ?

Kants Antwort: Aus der Vernunft. Wir sind nicht bloß fühlende Wesen, beherrscht von der Lust oder Unlust unserer Sinne; wir sind auch rationale, zur Vernunft fähige Wesen. Wenn mein Wille von der Vernunft bestimmt wird, dann erhält er die Macht, unabhängig vom Diktat der Natur oder der Neigung zu entscheiden. (Anzumerken ist, dass Kant nicht behauptet, mein Wille sei immer von der Vernunft gelenkt; er sagt nur, dass mein Wille, sofern ich fähig bin, frei und gemäß einem Gesetz zu handeln, von der Vernunft geleitet wird.)

Oft glauben wir, Freiheit bedeute, dass wir tun können, was wir wollen, und dass wir unsere Wünsche ungehindert verfolgen können. Doch Kant stellt diese Anschauung der Freiheit in Frage: Wenn man diese Wünsche anfangs gar nicht frei gewählt hat, wie kann man dann glauben, man sei frei, wenn man ihnen nachgeht ?

Wenn mein Wille fremdbestimmt ist, wird er von etwas gesteuert, das außerhalb meiner Selbst liegt. Das aber wirft die schwierige Frage auf: Wenn Freiheit mehr bedeutet, als meinen Wünschen und Neigungen zu folgen, wie ist sie dann überhaupt möglich ? Ist nicht alles, was ich mache, durch Begehren oder Neigungen begründet, die auf äußere Einflüsse zurückgehen ?

Die Antwort liegt durchaus nicht auf der Hand. Kant merkt an, dass jedes Ding in der Natur notwendigerweise bestimmten Gesetzen gehorcht – etwa den Gesetzen der Physik und dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Das schließt den Menschen ein. Schließlich sind wir Wesen der Natur. Menschen sind von den Naturgesetzen nicht ausgenommen.“ (Fundstück)

 

Nur ein Vogelschiss

74 Jahre nach dem Ende der Naziherrschaft hat sich die deutsche Zahnärzteschaft dazu entschlossen, ihre braune Vergangenheit aufzuarbeiten. Auch Zahnärzte waren an der Ermordung Kranker, an tausendfachen Menschenversuchen, am massenhaften Raub des Zahngolds der Ermordeten beteiligt. Bis in die 1980er Jahre waren Parteigänger der Nazis in der Zahnärzteschaft in Amt und Würden. Im Berufsverband der freien Zahnärzte hatte noch 1987 eine früheres NSDAP-Mitglied den Vorsitz; sieben von neun Nachkriegsvorsitzenden trugen bis 1945 das Parteiabzeichen. Bei der deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde war es genau so. Ende 1938 waren 1400 Zahnärzte in der Waffen-SS tätig.

Im KZ Sachsenhausen ließ der leitende Zahnarzt Hans-Joachim Güssow sowjetische Kriegsgefangene gezielt töten, um deren vollständige Skelette einschließlich der Kiefer und Zähne an das „SS-Ahnenerbe“ (eine Forschungseinrichtung der SS) weiterzugeben.

Nach dem Krieg wurden Zahnärzte vor Gericht gestellt, einige wurden mit dem Tod bestraft. Die beschuldigten Zahnärzte verteidigten sich mit Befehlsnotstand und Gruppenzwang. Es sei alles rechtens gewesen, bis hin zur Zahngoldentnahme „rechtmäßig exekutierter Leichen“.