Raus aus der Krise ! Rein in die Reformen !

Die aus der Corona-Krise entstehende Solidarität in vielen Ländern wärmt mir das Herz ! Unsere Politiker haben die richtigen Maßnahmen in die Wege geleitet und wir hoffen alle, dass diese Epedemie besiegt wird.

Den betroffenen Menschen gehört unser Mitgefühl.

Weltweit sind die wirtschaftlichen Folgen gravierend und eine Rezession in Europa und auch in Deutschland ist nicht zu verhindern. Wenn sich die negativen Reaktionen in der Weltwirtschaft multiplizieren, dann sind im Zeitalter der Globalisierung alle davon betroffen. Aber wir haben die Chance, gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen, wenn wir j e t z t einige überfällige Reformen beschließen !

Kompetente und seriöse Politiker, Unternehmer und Volkswirte halten die folgenden Maßnahmen für notwendig:

  • Die überbordende Bürokratie hat die Bundesregierung – auch wegen komplizierter EU-Regelungen und Bundesländer-Kompetenzen – nicht im Griff. Vor allem der Mittelstand leidet unter der Bürokratiewelle und muss dafür sogar Mitarbeiter einstellen. Das absurde Entgelttransparenzgesetz, das keinen Arbeitnehmer interessiert und die neue EU-Entsenderichtlinie seien als Beispiel genannt. Auch das Steuerrecht muss weiter vereinfacht und reformiert werden. Die Gewerbesteuer muss abgeschafft und durch eine kommunale Besteuerung ersetzt werden, die auf Zuschlägen zur Körperschafts- und Einkommensteuer beruht. Die „Kalte Progression“ muss abgeschafft werden; es ist ein Unding, dass bei einem Jahreseinkommen von 60.000,- Euro bereits der höchste Steuersatz greift. Der Soli ist zum 1.7.2020 abzuschaffen; bei den obersten zehn Prozent kann der Soli der Einkommensteuer zugeschlagen werden.
  • Deutschland könnte wegen der viel zu hohen Steuerbelastung der Unternehmen den Anschluss an die internationale Konkurrenz – besonders aus Asien und Nordamerika – verlieren. Inzwischen ist die Steuerbelastung der deutschen Wirtschaft fast doppelt so hoch wie jene der Konkurrenz. Hier muss sofort reagiert werden !
  • Alle sind sich einig, dass in der jetzigen Krise erhebliche zusätzliche Investitionen notwendig sind. Aber das hilft den Unternehmen kurzfristig nur dann, wenn s o f o r t wirksame Abschreibungserleichterungen beschlossen werden.
  • Das größte EU-Budget fließt in die Subventionen der Landwirtschaft. Wann wenn nicht jetzt im Zeitalter der Klimarettung muss die europäische Landwirtschaft geschrumpft werden ?
  • Die Bundesregierung könnte ein neues Programm für Sozialen Wohnungsbau beschliessen. Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum und für junge Familien mit geringerem Einkommen die Möglichkeit, Wohnungen zu kaufen und sehr langfristig abzuzahlen. Die extrem niedrigen Zinsen bieten d i e Chance des Jahrhunderts; in anderen Ländern wie Italien haben deutlich mehr Bürger eine eigene Wohnung; hier hat Deutschland Nachholbedarf. In den Städten gibt es noch viel Platz für Wohnbebauung – wie z.B. auf Parkplätzen oder auf Discounter-Flachbauten. Die Grunderwerbssteuer m u s s gesenkt werden ! Bezahlbarer Wohnraum ist ein Menschenrecht.
  • An der Entscheidung, dass wir alle wegen der längeren Lebenserwartung später in Rente gehen müssen, führt kein Weg vorbei.
  • Das jüngste Klimapaket ist ein unübersichtliches Sammelsurium von Förder- und Verbotsmaßnahmen, obwohl sich der Strompreis seit der Jahrtausendwende fast verdoppelt hat. Die Steuer- und Abgabenlast beim Strompreis liegt jetzt bei sensationellen 75 Prozent, wenn die Netzentgelte einbezogen werden.
  • Von den Kindergärten bis zu Ausstattung der Universitäten müssen wir mehr in Bildung investieren – auch in politische Bildung ! Für alle Schüler bis zum 16. Lebensjahr brauchen wir Schulpflicht in Ganztagsschulen mit deutlich überarbeiteten Lehrplänen; die Hausaufgaben sind in der Schule zu erledigen und von den Lehrern zu überwachen. Schülerzahl pro Klasse maximal 20 ! Viermal wöchentlich Mannschaftssport (Fußball, Basketball, Handball) für alle! Ab 14 Jahre muss jeder Schüler einmal pro Woche zum Sozialen Dienst. Chancengerechtigkeit verbessern !!
  • Die Große Koalition hat insgesamt einen sehr guten Job gemacht. Jetzt kann sie nochmal Fahrt aufnehmen und die nächste Bundestagswahl für sich entscheiden.
 

Europa ist die Zukunft – Europa wird uns retten !

Mister Trump hat vor ein paar Tagen mal wieder mehr als deutlich gemacht, dass ihm das Schicksal der Europäer völlig wurscht ist; ich vermute sogar, dass er sich über einen Niedergang Europas freuen würde, weil er dann damit protzen kann, dass er es besser macht.

Auch wenn die Corona-Krise die Weltwirtschaft noch stärker beeinträchtigt, als wir jetzt befürchten – wir Europäer werden auch aus dieser Krise lernen und Maßnahmen in die Wege leiten, die uns wieder nach vorne bringen ! Genau so haben wir das nach der von den USA (!!!) ausgehenden Finanzkrise 2008/2009 gemacht.

Europa wird stärker, weil die früheren Ostblockstaaten (z.B. Rumänien und Bulgarien) ihre Rechtsstaatlichkeit auf Vordermann bringen und mit der Unterstützung der EU ihr enormes Wachstums-Potenzial realisieren; Europa wird stärker, weil Griechenland und Italien mit unser aller Hilfe auch die neue Krise überstehen und daraus gestärkt hervorgehen; Europa wird stärker, wenn die Teilstaaten des ehemaligen Jugoslawien die mit der EU abgesprochenen Reformen umsetzen und die Korruption abschaffen und Rechtsstaatlichkeit herbeiführen; Europa wird dazu beitragen, dass die Lybienkrise und der Krieg in Syrien beendet wird, um danach mit der Türkei wieder eine fruchtbare politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu ermöglichen; die Türkei braucht uns und wir brauchen die Türkei !

Europa wird stärker, weil die vor ein paar Wochen von der EU-Kommission verkündeten Maßnahmen zur technologischen Weiterentwicklung unserer Wirtschaft genau in die richtige Richtung gehen.

Europa wird stärker, weil es sich von den USA nicht davon abhalten lässt, mit möglichst vielen Staaten der Welt Freihandelsvereinbarungen zu schließen; das gilt ganz besonders für China und die anderen asiatischen Länder und die Neue Seidenstraße. Europa wird diese Eisenbahnwaggons mit asiatischen Gütern nicht nur entladen – sondern wird sie mit europäischen Gütern voll beladen wieder zurückschicken.

Europa wird stärker, weil die erst am Anfang stehende politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den afrikanischen Staaten enorme Fahrt aufnehmen wird ! Milliarden Afrikaner wollen nicht aus wirtschaftlicher Not nach Europa fliehen, sondern in ihrem eigenen Land eine Perspektive haben. Nach dem Motto „Fördern und Fordern“ wird die EU den Ländern Afrikas zur Seite stehen und langfristig davon profitieren.

Europa wird stärker, wenn es gelingt, eine Zollunion von Lissabon bis Wladiwostok zu realisieren und mit Russland einen langfristigen Friedens- und Handelsvertrag abzuschließen. (Ich wünsche mir als Russland-Fan, dass dieses Land eines Tages normales Mitglied der EU wird – aber das ist wohl Träumerei).

Europa wird stärker, weil in spätestens fünf Jahren Großbritannien wieder in die EU aufgenommen wird.

Europa wird auch militärisch stärker (und viel Geld sparen !!), weil sich Macron und einige seiner Kollegen durchsetzen werden und wir in der EU nur noch e i n Militär haben. Nur noch ein Heer, nur noch eine Marine, nur noch eine Luftwaffe, nur noch einen Oberbefehlshaber, nur noch eine Verwaltung und nur noch eine EU-Uniform ! Dieses EU-Militär kann nur Mitglied der Nato bleiben, wenn sich das Natomitglied USA von seinen internationalen Angriffskriegen verabschiedet und endlich das Völkerrecht respektiert.

Europa und Deutschland beteiligen sich schon jetzt an zahlreichen humanitären Projekten in Entwicklungsländern. Wir geniessen weltweit viel Respekt ! Das ist gut so und sollte weiter forciert werden.

Europa würde stärker, wenn die sozialen Probleme abgebaut werden. In allen europäischen Ländern – auch in Deutschland – ist die fehlende Chancen-Gerechtigkeit ein moralisches Loch ! Und sie ist eine wirtschaftliche Dummheit, weil sie viele Kosten verursacht und uns diese Menschen als Fachkräfte in der Wirtschaft fehlen. Wir brauchen ein glasklares Konzept, mit dem wir die betroffenen Kinder schon sehr früh in erstklassige Kitas, Vorschulklassen und in ein völlig überarbeitetes Schulsystem z w i n g e n !! Dazu gehört dann auch spätestens ab zwölf Jahren die Beteiligung an sozialen Projekten und viermal wöchentlich Mannschaftssport mit einfühlsamen Lehrern, die mit ihren Schülern das Motto umsetzen : Der Starke beschützt den Schwachen !

 

Kluge Worte

= Freundschaft ist Heimat. (Kurt Tucholsky)

= Als ich 14 Jahre alt war, war mein Vater für mich so dumm, dass ich ihn kaum ertragen konnte. Aber als ich 21 wurde, war ich doch erstaunt, wie viel der alte Mann in sieben Jahren dazugelernt hatte. (Mark Twain)

= Man gebe mir Luxus – auf alles Notwendige kann ich verzichten. (Oscar Wilde)

= Kinder sind nicht nur ein Trost für das Alter, sondern auch ein Mittel, es schnell zu erreichen. (Roberto Benigni)

= Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte. (Woody Allen)

= Eine glückliche Ehe ist eine, in der sie ein bißchen blind und er ein wenig taub ist. (Loriot)

= Wie sähe die Welt ohne Männer aus ? – Keine Kriege und lauter dicke, glückliche Frauen. (Fundstück)

= Ich habe niemals einen Mann so sehr gehasst, dass ich ihm seine Brillanten zurückgegeben hätte. (Zsa Zsa Gabor)

= Der Himmel hat uns gegen die Mühseligkeit des Lebens drei Dinge gegeben: Die Hoffnung und den Schlaf und das Lachen. (Immanuel Kant)

= Wenn ich täte, was ich spreche, würde ich als Heiliger sterben. (Saadi)

 

Gedichte

Peter Maiwald: Kindergeburtstag

Wir hatten alles geregelt. Meine Frau schlief ihren Rausch aus. Ich besorgte die Kuchen und was sonst noch dazugehört. Ich dachte an mein Konto. Dann verbrachten wir Stunden mit Tischdecken, dem Wecken meiner Frau und der Frage, wann das Ganze denn anfängt.

Dann kamen die anderen Kinder und wir hörten nicht mehr hin wenn irgendwo in der Wohnung etwas klirrte. Gegen sechs kamen die Eltern und holten ihre Kinder aus der zertrümmerten Wohnung.

Eine Mutter sprach von dem schweren Los eine Mutter zu sein. Meine Frau trank sich einen Rausch an. Ich brachte die Kinder zu Bett und schlief mit der Mutter die übrigblieb.

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Conrad Ferdinand Meyer. Mit einem Jugendbildnis

Hier – doch keinem darfst du´s zeigen, solche Sanftmut war mir eigen, durfte sie nicht lange behalten, sie verschwand in harten Falten, sichtbar ist sie nur geblieben dir und denen, die mich lieben.

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Ricarda Huch: Nicht alle Schmerzen

Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen sich tiefer und tiefer ins Herz hinein, und während Tage und Jahre verstreichen, werden sie Stein.

Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre, sie scheinen zerronnen wie Schaum. Doch du spürst ihre lastende Schwere bis in den Traum.

Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle, die Welt wird ein Blütenmeer. Aber in meinem Herzen ist eine Stelle, da blüht nichts mehr.

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Otto Jägersberg: Liebe

Liebe -ach mehr Liebe. Wie erklär ich das in der Fußgängerzone morgens um zehn. Es ist nicht nur die Lust auf Sie liebe Frau. Es ist mehr – viel mehr. Mehr Liebe bitte.


 

Der Schwanz wackelt mit dem Hund. (w)

Auf unserer Erdkugel gibt es ca. 1.500.000.000 Fußball-Fans. Männer, Frauen, Kinder, Chinesen, Amerikaner und Eskimos, Weiße und Farbige, Reiche und Arme, Muslime und Christen und Gottlose.

Neunundneunzig Prozent dieser Fans bleiben dem Fußball und ihrem Verein von der Kindheit an bis zum letzten Atemzug treu ! Sie freuen sich auf jedes Spiel, sie leiden an Niederlagen, sie singen zusammen, sie finden einen Ausgleich für all den Frust, den sie im Leben ertragen müssen.

Diese 99 Prozent wollen keine Gewalt und keinen Hass in ihren Vereinen und Stadien und sie wollen keinen rechten oder linken Extremismus und keinen Rassismus.

Die sogenannten Ultras sehen das ganz anders. Sie lieben den Fußball nicht – sie lieben nur sich selbst und ihren Aktionismus. Sie wollen beachtet werden. Sie wollen sich an keine Regeln halten. Sie benutzen den Fußball, um sich selbst in Szene zu setzen.

Zwei Beispiele: „Fick dich DFB“ heißt es auf Plakaten der Ultras. Der DFB ist eine demokratische Organisation ! Die Vereinsmitglieder wählen ihre Vorstände und diese ihre Landesvorstände und diese den Bundesvorstand des DFB. Alle wichtigen Entscheidungen werden von gewählten Mitgliedern getroffen !! Wenn die Ultras Änderungen wollen, dann müssen sie sich in die Gremien wählen lassen und können anders entscheiden. Aber das wäre mit jahrelanger Überzeugungsarbeit verbunden und dicke Bretter müssten gebohrt werden und die besseren Argumente müssten geliefert werden. „Fick dich DFB“ heißt also auch: „Fick dich Demokratie!“

Die seit Jahren andauernden primtiven Demos gegen Dietmar Hopp beweisen, dass die Ultras Opfer für ihren Hass brauchen. Die Ultras wollten gar nicht wissen, dass Hopp ein lebenslanger Fußball-Fan ist, der seit Jahrzehnten seinen Verein und viele soziale Projekte unterstützt; jetzt lese ich z.B., dass Hopp die Uniklinik Heidelberg im Kampf gegen den Krebs mit 100 Millionen Euro unterstützt und dass er 800 Millionen Euro für den Bau eines neuen Herzzentrums gestiftet hat; Hopp fördert in seiner Heimatregion Sportvereine, Altenheime, Kliniken und arme Kinder.

Jetzt haben die Ultras verkündet, dass sie nicht einlenken und ihre Aktionen fortsetzen und auch Spielabbrüche in Kauf nehmen.

Der DFB und die 99 Prozent Fußball-Fans dürfen das nicht zulassen !!

 

Tijuca-Nationalpark in Rio de Janeiro – siehe unten:

Städtischer Regenwald, 40 Quadratkilometer, Trompetenbaum, Brotfruchtbaum, Mangobaum, rund 1600 Pflanzenarten, dazu Kapuzineraffen, Wildhunde, Nasenbären und Vögel !! und Wasserfälle und die berühmte Christusstatue und ein toller Blick über die Copacabana. Die Besucherin fotografiert sich selbst. (Chrismon)

 

Die Welt ist ein Dorf

= Die Niederlande gelten als fortschrittlich und aufgeklärt. Den Haag steht für das Völkerrecht und Internationale Gerechtigkeit. Von ihrer Vergangenheit als Sklavenhändler-Nation haben die Niederländer lange nichts wissen wollen. Aber das ändert sich gerade.

Vrijheidspark (Freiheitspark) heißt die kleine Grünanlage im Zentrum der südniederländischen Stadt Tiburg. Hier stehen Denkmäler für die Opfer des zweiten Weltkriegs und des indonesischen Unabhängigkeitskrieges. Und hier gedenkt die Stadt Tilburg seit 2018 jedes Jahr am 1. Juli der Abschaffung der Sklaverei 1863. Deshalb wird der Freiheitspark schon im nächsten Jahr ein drittes Denkmal bekommen – für die Opfer des Sklavenhandels.

Viele Niederländer haben Vorfahren, die als Sklaven ausgebeutet wurden. In Tiburg haben rund 10.000 der etwa 200.000 Einwohner Wurzeln in der ehemaligen Kolonie Surinam, auf Aruba oder den niederländischen Antillen.

Die Diskussion über die koloniale Vergangenheit ist in den letzten Jahren in Gang gekommen. Das Amsterdamer Reichsmuseum plant eine große Ausstellung über die Sklavenzeit; in Kürze wird mit dem Bau eines nationalen Sklavereimuseums begonnen und das historische Museum von Amsterdam hat angekündigt, das 17. Jahrhundert – das Jahrhundert der Eroberungen, in dem Handel, Künste und Wissenschaften blühten, nicht mehr als „Goldenes Zeitalter“ zu bezeichnen. Ein Sturm der Entrüstung war die Folge. In den Geschichtsbüchern wird die Sklaverei nur am Rande erwähnt – dabei hätte das „Goldene Zeitalter“ ohne Sklaverei nicht stattfinden können. Jetzt wird immer bekannter, welche Verbrechen damals stattgefunden haben. (Kerstin Schweighöfer/Deutschlandfunk)

 
 
 
 
 

Worte über Musik: (w)

  • „Bach ist mein Glück !“ Die Cembalistin Zuzana Ruzickova hat vier Konzentrationslager überlebt und hat den Kommunismus überstanden; dennoch sagt sie: „Bach hat mir gezeigt, dass es etwas gibt, dass uns transzendiert. Ich glaube, er war ein großer Mystiker in dem Sinne, dass Gott immer bei ihm war, auch beim Weintrinken.“
  • „Im Leben fehlt es an allem, aber in der Musik ist alles da !“ (Andris Nelsons)
  • „Harmonie gibt sich dadurch zu erkennen, dass man weder etwas wegnehmen noch etwas hinzufügen kann.“ (Leon Battista Alberti)
  • „Musik ist die Kunst aller Künste und die Wissenschaft aller Wissenschaften und sie enthält die Quelle aller Erkenntnis.“ (Hazrat Inayar Khan)
  • „Immanuel Kant nennt sie die „belebende Kunst“. Friedrich Nietzsche sagt, dass das Leben ohne Musik ein Irrtum wäre. Und der Dichter Novalis behauptete gar, dass jede Krankheit ein musikalisches Problem sei.“
 

Das Zentralorgan des Antikapitalismus

Die Süddeutsche Zeitung bleibt ihrer Linie treu und schreibt unter der Schlagzeile „Der Unternehmer als Soziopath“:

„Das Sündenregister des Kapitalismus ist lang und schlimm genug, von Ressourcenverschwendung bis zur Aufheizung der Erde, von Ausbeutung bis zu extremer Ungleichheit. Das akute Sündenregister zeigt, dass kapitalistisch befeuerte destruktuve Prozesse eher zu- als abnehmen. Reine Profitmaximierung ist legalisiertes asoziales Verhalten.“ usw.usw. Dazu passt ein mehrseitiges S.Z.-Loblied über Karl Marx:

  • Spätestens seit der Finanzkrise ist Karl Marx so beliebt wie nie. Auf einmal finden ihn alle toll – auch die Reichen. Warum gibt es dann keine Revolution ?
  • Wir selbst leben in Ländern, die vor akkumuliertem Reichtum stinken.
  • Wer ist der größte Deutsche ? Bei einer Umfrage wurde Karl Marx Dritter.
  • Auch im Ritz in Wolfsburg sitzen nun Menschen, die Marx unfassbar gut finden. (Kommentar: Unfassbar !!!)

Ein Philosoph darf im Feuilleton der S.Z. schreiben:

„Seit den Neunzigern hat es kaum noch soziale Fortschritte gegeben. Die Tendenz zu kürzeren Arbeistzeiten hat sich in ihr Gegenteil verkehrt. Aus der Fünftagewoche ist keine Viertagewoche geworden. Die Löhne steigen sehr unterschiedlich, die Kaufkraft ist teilweise gesunken. Nicht wenige sind arm trotz Arbeit. Die ungestaltete Globalisierung und die Ausweitung des Marktes haben zur Entstehung einer wirtschaftlichen Macht geführt, die den demokratischen Willen außer Kraft gesetzt hat. Der Klassenkampf ist längst zurück, aber er hat keine Fürsprecher.“

„Geht doch nach Hause“ lautet eine andere Schlagzeile der S.Z. über Arbeitszeiten: „Arbeitszeitverkürzung war lange kein Thema mehr in der öffentlichen Debatte. Doch nun kämpfen Gewerkschaften und Arbeitnehmer wieder für kürzere Arbeitstage und -wochen. Dafür ist es auch höchste Zeit. Das Problem ist, dass Arbeistzeiten, Termindruck und Anforderungen im Beruf steigen. Stress und Burn-outs nehmen zu. Von einer Arbeitszeitverkürzung würden Millionen Arbeitnehmer profitieren, aber auch Unternehmen und die Gesellschaft.“

S.Z.: „Von Deutschlands Boom kommt im Portemonnaie vieler Arbeitnehmer kaum etwas an; 40 Prozent verdiennen weniger (!!!!) als vor 20 Jahren.“

S.Z.-Titelseite – Schlagzeile: „Die feinen Schlucker“. Arme Menschen sind oft besonders hilfsbereit und empathisch – im Gegensatz zu den Reichen.“

S.Z.-Schlagzeile: „Ein Boom für die Reichen. Das deutsche Exportmodell verschärft die sozialen Unterschiede, kritisiert der Internationale Währungsfonds. Auswege gäbe es: höhere Löhne und niedrigere Steuern für Normalverdiener.“ (Kommentar: Der Export soll also über höhere Löhne gedrosselt werden, damit ärmere Länder mehr exportieren können. Absurder geht es nicht ! Könnte es sein, dass Deutschland mit seinen Löhnen (und freien bezahlten Tagen und Urlaubszeiten) inzwischen in der Weltspitze angelangt ist ?)

Und zum Schluss für heute mein liebstes S.Z.-Zitat: „Zwischen Unternehmen und Menschen liegt ein tiefer Graben. Die Wirtschaft, so sieht es aus, das ist die Welt des Profits, der Lüge und des Betrugs.“ (Da bleibt nur eine Lösung: Wirtschaft abschaffen und den Mann vormittags zur Jagd und nachmittags aufs Feld schicken und die Frauen kümmern sich glücklich um ihre elf Kinder, backen Brot und melken die Kühe).

 

W i t z e

= Nach ein paar Jahren Ehe wird es der Frau des fußballverrückten Herbert zu bunt. „Sag mal Herbert, gibt es für dich eigentlich gar nichts anderes als Schalke ?“, wettert sie total sauer. „Jetzt hast du schon wieder meinen Geburtstag vergessen. Ich wette, du weißt nicht einmal, wann wir geheiratet haben !“ – Herbert: „Da irrst du dich mein Schatz – das war, als wir in Nürnberg 4 : 2 gewonnen haben.“

= Der Richter redet der jungen, hübschen Zeugin noch einmal ins Gewissen: „Sie wissen, was Sie bekommen, wenn Sie unter Eid falsch aussagen ?“ Darauf die Zeugin: „Einen Pelzmantel und ein Cabrio.“

= Treffen sich zwei Schauspieler. Der eine freut sich: „Endlich habe ich mal wieder ein Engagement. Ich spiele einen Ehemann, der seit über zehn Jahren verheiratet ist.“ Der Kollege antwortet: „Super ! Und bald wirst du auch eine Sprechrolle bekommen !“

= In der Abenddämmerung läuft eine Frau bepackt mit zwei schweren Einkaufstüten durch den Park. Plötzlich raschelt es im Gebüsch und ein Mann mit langem Mantel springt auf den Weg. Er öffnet seinen Mantel und präsentiert sich der Frau, wie Gott ihn geschaffen hat. Die Frau wirft einen kurzen Blick auf den Mann, dann stöhnt sie: „So ein Mist, jetzt weiß ich, was ich beim Einkaufen vergessen habe: Shrimps !“

= Wie viele Tiere braucht eine Frau ? Vier: Einen Nerz im Kleiderschrank, einen Hengst fürs Bett, einen Jaguar vor der Tür und einen dummen Esel, der das alles bezahlt.“

= „Na Kalle, wie hat`s deiner Frau auf der Schönheitsfarm gefallen ? Ist sie durch die Schlammpackung schöner geworden ?“ fragt Paule seinen alten Kumpel. Kalle: „Anfangs ja, aber dann ist das Zeug abgebröckelt.“

= Paule zu seiner Liebsten: „Schatz, ich mache dich zur glücklichsten Frau der Welt !“ Darauf sie: „Ehrlich ? Aber ein bißchen werde ich dich schon vermissen.“

= Der Exhibitionist muss sich vor Gericht für seine Taten verantworten. Da er ein flinkes Kerlchen ist, gelingt es ihm, sich blitzartig vor der jungen Richterin zu entkleiden. Die Richterin wendet sich an den Verteidiger und ordnet an: „Das Verfahren wird wegen Geringfügigkeit eingestellt.“

 

Dumm und gefährlich !

C i c e r o nennt sich „Magazin für politische Kultur“ und fordert auf der Titelseite den Rücktritt von Angela Merkel. Die Hamburger Magazine SPIEGEL, STERN und ZEIT haben zehn Jahre lang vergeblich versucht, Merkel zu stürzen. Und ausgerechnet jetzt, in einer politisch schwierigen und komplizierten Situation, soll Merkel zurücktreten. Die Flüchtlingskrise nimmt wieder Fahrt auf, Erdogan lässt die Puppen tanzen, das Provisorium in Thüringen dauert an, Corona bedroht die Weltwirtschaft und die CDU steckt in einer schwierigen Personaldebatte und in einer Identitätskrise.

Wenn Merkel jetzt zurückträte, würden die Spiegels und die Ciceros über sie herfallen und sie beschuldigen, dass sie ihr Land und ihre Partei im Stich lässt. Die Große Koalition wäre am Ende und die Regierungsparteien würden auch wegen der Hetze der Medien viele Wähler verlieren. Die Grünen kämen mit Hilfe der SPD und der Linkspartei an die Macht.

Die Zeitschriften und Zeitungen haben wegen des Internets in den letzten Jahren im Schnitt fast 50 Prozent ihrer Leser verloren und die Werbeeinnahmen sind wahrscheinlich noch stärker gefallen. Weil es um die nackte Existenz geht, ist der deutsche Journalismus zum „Erregungs – Buiseness“ mutiert; das ist jener Journalismus, den die Bild-Zeitung seit Jahrzehnten praktiziert und der die Menschen in die Arme der AfD treibt. (Warum haben die Parteien so viele Mitglieder verloren ?) Über Politik und Politiker wird ausschließlich kritisch bis negativ bis verleumderisch berichtet. Ich habe seit Jahrzehnten keinen einzigen Bericht oder Kommentar gelesen, in dem ein neues Gesetz oder eine wichtige Regierungsentscheidung positiv kommentiert worden ist. Regierungschefs oder Minister werden manchmal wohlwollend gewürdigt, wenn sie auf dem Friedhof die letzte Ruhe gefunden haben.

Angela Merkel hat sich hoffentlich ein dickes Fell zugelegt und verkraftet diesen ganzen Müll. Mir geht immer wieder die Frage durch den Kopf, ob unsere Demokratie durch diese Medien gefährdet ist.

 
 

Ist die globalisierte Welt ein Gewinn oder ein Risiko? (w)

Die aktulle Corona-Krise führt zu Erschütterungen in der Weltwirtschaft und damit an den Finanz- und Aktienmärkten. Sofort kommen all die Experten wieder aus ihren Löchern und erzählen uns jetzt, was alles falsch gelaufen ist. So war es auch vor über zehn Jahren in der Finanzkrise: Kein Experte hatte diese Krise kommen sehen – aber alle Experten konnten uns hinterher erklären, was alles schief gelaufen ist und wer die Schuldigen sind. Damals haben deutsche Politiker (vor allem Schäuble und Steinbrück) sehr kompetent und seriös analysiert und gehandelt. Der Euro wurde ebenso gerettet wie die schon tot gesagten Südländer Portugal und Griechenland u.a. Der deutsche Staat hat durch die Zinssenkungen eine dreistellige Milliardensumme gespart und konnte sowohl die Schulden reduzieren als auch die Investitionen der Wirtschaft erleichtern. Deutschland hat sein Bruttosozialprodukt und seine Exporte nochmals deutlich gesteigert und gleichzeitig vier Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen. Die boomende Wirtschaft und die höheren Steuereinnahmen haben ermöglicht, die Ausgaben für Soziales weiter deutlich zu erhöhen.

Ohne die G l o b a l i s i e r u n g wäre die damalige Finanzkrise für uns zum Sargnagel geworden. Und so sieht es auch heute aus ! Wir müssen die weltweite Corona-Krise gemeinsam lösen und uns gegenseitig beraten und unterstützen – sei es mit neuen Medikamenten oder mit Forschungsergebnissen oder mit sinnvollen und von der UNO organisierten Schutzmaßnahmen.

Und wir müssen die Globalisierung noch mehr vertiefen ! Wir brauchen freien Handel mit allen Ländern der Welt ! Wir müssen mit einer innovativen Entwicklungshilfe die Wirtschaft aller Länder der Dritten Welt ankurbeln. Davon profitieren beide Seiten !! Und wir dürfen uns von Mister Trumps Drohungen oder Sanktionen nicht einschüchtern lassen. Im Gegenteil: Wenn für die USA „America First“ das Gebot der Stunde ist, dann steigen unsere Chancen !!

Wie lange und wie stark die Corona-Krise die Weltwirtschaft belasten wird, ist jetzt noch nicht abzusehen. Bis Anfang oder Mitte 2021 könnte die Krise vorbei sein (ich hoffe natürlich, dass es schneller geht). Und wenn wir klug und nüchtern analysieren, aus unseren Fehlern lernen und eine weltweite Zusammenarbeit in allen Bereichen weiter vorantreiben, dann wird die nächste Krise noch besser überstanden.

 

Links wie Rechts

  • Auf einer „Strategiekonferenz“ der Linkspartei sagte eine Genossin zum Thema Energiepolitik: „Energiewende ist auch nötig nach einer Revolution. Und auch wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen.“ Parteichef Riexinger meinte dazu: „Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie für nützliche Arbeit ein.“ Auf ihrer Homepage veröffentlichte die Linke ein 550 Seiten dickes Protokoll zur Strategiekonferenz; daraus einige Zitate: „Der Großkapitalist hat keine gesonderten Ansprüche anzumelden, sondern sich dem Gemeinwohl unterzuordnen.“ + „Die Gefahren sind nur zu beseitigen, indem man die Macht der obszön Reichen völlig beseitigt:“ + „Nicht von ihren Köpfen sollen sie getrennt werden, sondern von der Finanz- und Großindustrie, von Energie, Verkehr, Bildung, Krankenpflege, die von jenen geleitet werden müssen, welche die Arbeit mit Kopf und Hand leisten.“ Mehrere Autoren lassen die DDR hochleben: „Der Osten war der bessere Teil.“ Andere fordern ein Ende der „Verteufelung Chinas, Kubas und Venezuelas.“ „Besser wäre es, den Staat Israel zu boykottieren“. Dazu die Parole: „Zurück zu Marx und Lenin !“ Fazit: Die Linkspartei ist ein Fall für den Verfassungsschutz !!
  • Die FAZ veröffentlichte eine Auswahl von Zitaten von AfD-Mitgliedern und AfD-Funktionären: Facebook-Kommentare zur Mitteilung des AfD-Landesverbands Schleswig-Holstein, wonach jeder fünfte Flüchtling im Mittelmeer ertrinkt: „Viel zu wenig“ + „selber schuld“ + „hat mal einer an die armen Fische gedacht“ + „schade, nur jeder fünfte“. + Vorstandsmitglied Andrè Poggenburg: „Diese Kameltreiber sollen sich dorthin scheren, wo sie hingehören. Weit, weit, weit hinter den Bosporus, zu ihren Lehmhütten und Vielweibern. Hier haben sie nichts zu suchen und nichts zu melden.“ – „Das einzige Ticket, das ich einem Flüchtling geben würde, wäre ein Expresszug nach Auschwitz-Birkenau.“ + „Sieg Heil ! Immerhin haben wir jetzt so viele Ausländer im Land, dass sich ein Holocaust mal wieder lohnen würde.“ + „Das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt.“ + „Am besten das Pack zurück nach Afrika prügeln.“ + „Ja ! Polizisten sollen auf Frauen und Kinder unter den Flüchtlingen schießen.“ + „Die Merkelnutte lässt jeden rein, sie schafft das.“ + „Dann besaufen wir uns hemmungslos und pissen alles voll. Anschließend laden wir uns einen Stricher ein, vergewaltigen ihn und essen danach seine Leiche auf.“ + „Vielleicht sollten wir (….)s Mutter entführen, sie brutal vergewaltigen lassen von einem wilden Schimpansen und ihm dann jeden Tag einen Finger zuschicken.