Nichts geht mehr !!!

Die Bundesligapause ist noch lange nicht vorbei und meine Laune sinkt auf neue Tiefststände; selbst die ganz ansehnlichen Spiele der Frauennationalmannchaft und der U21 haben nur vorübergehend geholfen und meine Frau hat die Koffer gepackt und ist zu den Kindern abgedampft. Also krame ich in alten Erinnerungen und versuche mich an die vielen Traumtore zu erinnern, die ich in der Jugend und bei den Alten Herren geschossen habe; je länger diese Tore hinter mir liegen desto zahlreicher und grandioser werden sie. Auch meine Zeit beim F.C. Augsburg verklärt sich immer mehr und ich denke fast täglich an die vielen schönen Siege und natürlich an die drei Aufstiege; dazu passt der folgende Artikel „Fussball – Fetischist“, den ich in meiner Erinnerungskiste gefunden habe:

 

Das Zentralorgan des Antikapitalismus: Süddeutsche Zeitung

= Große Schlagzeile: „Ausspionierte Mitarbeiter. Wie manche Arbeitgeber in Deutschland ihre Macht ausnutzen. Immer öfter gehen Firmen mit fragwürdigen Methoden gegen Beschäftigte vor.“

= „Erben ist ungerecht. Der Nachlass reicher Menschen sollte zu hundert Prozent besteuert werden. Der Sohn eines Familienbetriebs kann einen Kredit aufnehmen wie andere Familiengründer auch.“

= Die S.Z. zitiert auch gerne sogenannte Analysen der „Empört-Euch-Organisation Oxfam“. Oxfam notiert in der Rangliste der Seriösität ungefähr zwischen der kommunistischen Prawda und den Fox News aus den USA.

= Die S.Z. fordert „schärfste Sanktionen für all jene, die nichts anderes anstreben, als die weitere Vergrößerung ihres Vermögens auf Kosten anderer.“ Und: „Auf dem Davoser Weltwirtschaftsforum werden sie klug und ausgiebig geredet haben. Seltsam nur, dass viele der dort tonangebenden Unternehmen laut O x f a m mindestens eine Niederlassung in einer Steueroase besitzen. Ja, es brennt mal wieder. Also empört Euch endlich über die wirklich relevanten Themen. Empört Euch !! J e t z t .“

= Im Juli 2017 widmete die S.Z. drei ganze Seiten einem gewissen Karl Marx und entblödete sich nicht, folgendes zu schreiben:

  • „Spätestens seit der Finanzkrise ist Karl Marx so beliebt wie nie. Auf einmal finden ihn alle toll – auch die Reichen. Warum gibt es dann keine Revolution ?“
  • „Wir selbst leben in Ländern, die vor akkumuliertem Reichtum stinken.“
  • „Wer ist der größte Deutsche ? Bei einer Umfrage wurde Karl Marx Dritter.“
  • „Auch im Ritz in Wolfsburg sitzen nun Menschen, die Marx unfassbar gut finden.“

= S.Z.: „Soziale Ungleichheit fördert Geiz der Wohlhabenden, denen ein lausiger Ruf anhaftet. Experimente deuten darauf hin, dass Reichtum das Mitgefühl für Krebspatienten mindert.“

= S.Z.: Schlagzeile: „Neuland der Menschenrechte. Der Berliner Anwalt Kaleck kämpft für die Opfer der Diktaturen und gegen globale Konzerne. Vier Milliarden Menschen sind Verfolgung, sexueller Ausbeutung und Sklaverei schutzlos ausgeliefert.“

= Am gleichen Tag titelt die FAZ: „Einkommensverteilung in Deutschland ist stabil.“ Und die S.Z.: „Ungleichheit schadet der Wirtschaft. Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist so groß wie seit 30 Jahren nicht.“

= S.Z.: „Das Gesetz, dass Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden, muss gebrochen werden.“

= S.Z.: „Der Therapeut nennt Manager schon auch mal „emotionale Krüppel“.

= S.Z.: „Während die Gewinne explodieren, stagnieren die Familieneinkommen.“

= S.Z.: „N o t w e h r . Job und Familie ? Das klappt in Deutschland immer noch schlecht. Die Juristin Nina Straßner versucht das zu ändern. Dafür braucht sie Menschen, die ihren Arbeitgeber verklagen.“

= S.Z.: „89 Prozent der Deutschen denken an Gewinnstreben und 87 Prozent an Gier, wenn vom Kapitalismus die Rede ist.“

= Widerliche Hetze kann die S.Z. auch: „Geschäftsmodell Katastrophe. Geschäfte im Sturm. Sie kosten Menschenleben und zerstören Existenzen, aber die Konzerne verdienen Geld damit.“

= Und unfreiwilliger Humor zeigt sich bei der S.Z. auch: „Der deutsch-koreanische Müdigkeitstheoretiker Byung-Chul Han behauptet, die Individuen litten nicht an den vielen Wahlmöglichkeiten, sondern an den unmenschlichen Leistungsanforderungen des Kapitalismus. Der habe die Methode der offenen Ausbeutung durch die der Verführung ersetzt und sich dadurch so heimtückisch in die Seelen der Menschen eingeschlichen, dass sie die Angriffe auf ihre seelische Gesundheit gar nicht mehr bemerkten: Wer Burnout hat und nicht revoltiert, ist Opfer unbewusster neoliberaler Selbstoptimierung.“

= Und zum Schluss für heute zitiere ich den SED-Chef Erich Honecker, der in der S.Z. folgendes schrieb: „Bei Gehältern der Großverdiener muss es eine Limit-Relation geben. Das Mehr kann man verbieten oder mit einer exorbitant hohen Steuer belegen. Erster Schritt auf dem Weg: Die großen Unternehmen müsen verpflichtet werden, die Bezahlung ihrer Vorstände besser zu begründen und dem Wirtschaftsministerium zu melden; es veröffentlicht dann jährlich eine Übersicht. Dies sorgt für Transparenz, Vergleich, Diskussion. Schon das wird disziplinierende Wirkung haben.“ (Kleine Korrektur: Diesen Artikel schrieb nicht Honecker sondern Heribert Prantl von der S.Z.)

Fortsetzung folgt.

 

Herta Müllers Taschentuch

Herta Müller ist unter dem brutalen Diktator Ceausescu im kommunistischen Rumänien aufgewachsen; zwanzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer erhielt sie in Stockholm den Literaturnobelpreis. Sie lebte in einem Teufelskreis aus Unterdrückung und Angst und ständiger Überwachung bis hin zu Todesdrohungen durch den Geheimdienst.

Trost erwächst in dieser Verlorenheit aus einem unscheinbaren Gegenstand: einem Taschentuch, wie es die Mutter einst dem Kind jeden Morgen mit auf den Weg gab, gebügeltes und gefaltetes Symbol für eine Geborgenheit, die sich nicht in Worten und Umarmungen auszudrücken vermag. Als man ihr in der Fabrik, wo sie Übersetzerin ist, den Schreibtisch wegnimmt und sie so dazu zwingt, draußen vor der Tür auf der Treppe zu arbeiten, gibt ihr das weiße Quadrat des Taschentuchs, auf das sie sich setzt, in dieser demütigenden Situation die Würde zurück.

Auch Herta Müllers Freund, der Dichter Oskar Pastior, hatte als junger Mann während seiner „Hautundknochenzeit“ in einem sowjetischen Arbeitslager ein Taschentuch-Erlebnis. Eine Russin gab dem Hungernden einen Teller heiße Suppe zu essen und reichte ihm, als seine Nase tropfte, ein Taschentuch. Pastior hob das Stück Stoff „aus Hoffnung und Angst“ ein Leben lang auf.

„Ich wünsche mir, ich könnte einen Satz sagen, für alle, denen man in Diktaturen aller Tage, bis heute, die Würde nimmt. Und sei es die Frage: Habt ihr ein Taschentuch ?“ Mit ihrem Werk hat Herta Müller die Fürsorge und die Zärtlichkeit, die in dieser Frage stecken, nicht nur den Unterdrückten, Verschleppten und Verlassenen, sondern all ihren Lesern mitgegeben.

(Der vorgenannte Text basiert auf einem Artikel der geschätzten Felicitas von Lovenberg von der FAZ)

 

Kurz und interessant

= Die Plagiatsplattform Vroniplag gibt die Kriterien, die zur Untersuchung von Doktorarbeiten herangezogen werden, nicht bekannt und setzt sich damit dem Verdacht aus, dass die anlasslose Überprüfung wissenschaftlicher Arbeiten Prominenter einer eigenen Erotik der Denunziation unterliegt. (Alexander Möller)

= Prof.Dr. Kaufmann in der FAZ: „Kritik des Klerikalismus. In ihrem antimodernistischen Abwehrkampf hat die katholische Kirche auf die Loyalität klerikaler Hierarchien gesetzt und sich der Moderne entfremdet. Zunehmend droht die Gefahr, dass sie sich auch ihren Gläubigen entfremdet – der sexuelle Missbrauch und vor allem dessen lang anhaltende systematische Vertuschung wirken wie Brandbeschleuniger.“

= Auch die evangelische Kirche hat mit Missbrauchsfällen in den eigenen Reihen zu kämpfen und versucht mit der Forderung nach einem generellen Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen ihre links/grüne Kundschaft abzulenken. (Tempolimits verstärken den Stop-and-Go-Verkehr und damit den Schadstoff-Ausstoss)

= Ein Un-Bericht kommt zu dem Ergebnis, das der Dissident Khashoggi mit Wissen des saudischen Kronprinzen getötet wurde: „Absichtliche, vorsätzliche Hinrichtung.“

= Der Komponist Richard Wagner in einem Brief an Franz Liszt: „Mein Groll gegen diese Judenwirtschaft ist meiner Natur so notwendig wie Galle dem Blute.“ Und Wagner bekennt in einem Brief an König Ludwig II. „….dass ich die jüdische Rasse für den geborenen Feind der reinen Menschheit und alles Edlen in ihr halte und dass namentlich wir Deutschen an ihnen zu Grunde gehen werden…..“

= „Bruce Springsteen hat mal sinngemäß gesagt: Elvis hat dem Rock`n Roll die Hüften, den Arsch und den Unterleib und Bob Dylan hat ihm das Gehirn gegeben. Genau so ist es.“ (Wolfgang Niedecken)

= Der Kontakt zu Tieren und die einfache Arbeit mit den Händen und der Aufenthalt im Wald schaffen einen Ausgleich zu immer digitaler werdenden Umwelt – für Kinder und Erwachsene.

= Wodurch unterscheiden sich Demoskopen von Astrologen ? Demoskopen sind Astrologen ohne Sterne.

= Ein Herr Jaques Schuster von der WELT bezeichnet seine Zeitung in einem Kommentar als „Qualitätsmedium“.

= „Auf sie und die Werte, die sie verkörpert hat, war ich die letzten Jahre in Amerika einfach stolz.“ (Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz über Angela Merkel)

= „Politik ist kompliziert und ohne Kompromisse nicht denkbar – die Medien müssen vereinfachen und leben von Konflikten.“ (Fundstück)

= Für Tony Judt blieb der soziale Liberalismus von John M. Keynes wegweisend. So betrachtete Judt den Kapitalismus als alternativlos, als das die Freiheit des Einzelnen am wenigsten gefährdende System. Er sah ihn aber als ein gewaltiges Ungetüm, dass in ungebändigter Form ein Ausmass an sozialer Ungleichheit schaffe, die zwangsläufig mit Gefühlen der Erniedrigung und des kollektiven Vertrauensverlustes einhergehe. Der anachische Kapitalismus müsse durch gezielte staatliche Eingriffe gezähmt werden.

= „Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht darauf, den Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ (George Orwell)

= „Die parlamentarische Demokratie bezeichnete Hitler als jüdische Einrichtung. Ziel der Juden sei „der Sieg der Demokratie oder, wie er es versteht: die Herrschaft des Parlamentarismus. Sie entspricht am meisten seinen Bedürfnissen; schaltet sie doch die Persönlichkeit aus – und setzt an ihre Stelle die Majorität der Dummheit, Unfähigkeit und nicht zum letzten aber der Feigheit.“ (Hitler, Mein Kampf)

= Buchempfehlung: Horst Teltschik „Russisches Roulette“ – C.H. Beck – Verlag. Klappentext: „H.T. zeigt, wie die Chancen von 1989/1990 auf eine stabile internationale Friedensordnung verspielt wurden und warum die heutige Konfrontation zwischen NATO und Russland durch eine neue Entspannungspolitik entschärft werden muss.“

= „1.820.000.000 Kilometer beträgt der Durchmesser des Sterns V766 Centauri, auch HR 5171 A genannt. Das ist das 1300-fache vom Durchmesser der Sonne. Der „gelbe Riese“, der 12.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist und eine Million mal so hell wie die Sonne strahlt, gehört damit zu den größten bekannten Sternen überhaupt. Seine Existenz ist zwar schon länger bekannt, doch erst jetzt konnte er mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile genau vermessen werden.“ (bild der wissenschaft)

= Albert Einstein: „Wenn eine Idee nicht zuerst verrückt erscheint, dann taugt sie nichts.“

= „Die Theorie ist eine Vermutung mit Hochschulbildung.“ (Fundstück)

= „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ (B.Brecht)

= „Von den vielen Aspekten, die sich beim Thema „Gemeinsames Wohnen im Alter“ bedenken lassen, scheint mir der wichtigste Zeit zu sein. Im Alter entwickeln sich soziale Beziehungen langsam. Wir brauchen gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen miteinander. Vieles ist nicht planbar. Erst allmählich beginnen wir, uns zu öffnen, manchmal gar nicht. Über Jahrzehnte haben sich Denk- und Verhaltensweisen eingeschliffen. Wir sind auch nicht mehr so flexibel. Unsere Fähigkeit zur Selbstreflexion und Selbstkritik leidet an Schwindsucht. Ebenso unser Humorvorrat, der oft nur behauptet ist. Schopenhauers Stachelschweine sind Amateure gegen das, was das Projekt erfordert. Mit dem Faktor Zeit lässt sich einiges angehen. Wer mit 75 sagt, ich habe noch Zeit für die Entscheidung – das ist mir bei unseren „Tagen der offenen Tür“ mehrfach entgegnet worden – , über den kann ich mich nur wundern. Alter ist nichts für Feiglinge. Gemeinsames Wohnen aber auch nicht.“ (Lothar Kötter, Wohnprojekt Silberdisteln – Kronberg)

= „Kampf ums Kind. Nach der Trennung bleiben die Kinder fast immer bei der Mutter. Einige Ex-Frauen nutzen das aus und erpressen die Väter: Wenn du sie sehen willst, musst du zahlen.“ (FAZ)

 

T r a n s z e n d e n z

= „Alle wissenschaftliche Erkenntnis ist immer nur vorläufig. Physiker mögen glauben, dass sie irgendwann einmal alles werden erklären können. Ich halte derlei für ausgemachten Unsinn. Wenn man die Evolution anerkennt, dann weiß man auch, dass man von seinem Hund nicht erwarten kann, dass er aufsteht und anfängt deutsch zu sprechen. Denn der Hund ist genetisch nicht dafür programmiert. Wir sind menschliche Tiere, und auch wir sind begrenzt in unseren genetisch angelegten Fähigkeiten. Per Definition gibt es Bereiche der Erkenntnis, in die wir nie werden vordringen können. Wenn man weiß, dass es diese Grenzen gibt, kann man zwar versuchen, sie immer weiter hinauszuschieben – aber mehr auch nicht.“ (Nobelpreisträger Buchanan)

= „Wir stehen ja gerade mal am Anfang der Evolution. Wir haben gerade mal erkannt, dass wir fast nichts wissen können, dass unser Erkenntnissystem ein ganz schwaches ist gegenüber der Unermesslichkeit des Universums.“ (Fundstück)

= „Das Triumvirat aus Biologie, Psychologie und Hirnforschung hat in den letzten Jahren die „condition humaine“ hell ausgeleuchtet. Ein Feuerwerk an Erkenntnissen. Zum ersten Mal verstehen wir die tiefen evolutionären Gründe für Krieg, Religion, Hass, Betrug, Neid und Zank. Was das Leben lebenswert macht ? Die Hoffnung, dass dieses Wissen uns hilft, die condition humaine nicht nur radikal zu verstehen, sondern radikal zu verschönern. N i c h t s – außer Ignoranz – spricht dagegen.“ (Rolf Dobelli)

= „Sollte ich sterben, schau, so wünsch` ich mir von dir, dass du mit den Zöpfen deines schwarzen Haars mir die Hände bindest.“ (Wolf Wondratschek)

= „Ich verließ ihn mit geschlossenen Augen, um besser seinen Geruch in meinem Gedächtnis zu bewahren, die Erinnerung an sein Gesicht, an den Duft seines Körpers.“ (Consuelo – Antoine de Saint Exupery)

= „Es wächst hienieden Brot genug für alle Menschenkinder, auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust, und Zuckererbsen nicht minder. Ja Zuckererbsen für jedermann sobald die Schoten platzen ! Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen.“ (Heinrich Heine)

= „Sie hatte ein Engelslächeln, sie war wirklich ein Sternenkind. Ich habe vorher und nachher nie so etwas Schönes gesehen. Was für eine Verschwendung von Leben, dachte ich………. Ich fiel ins Nichts …….. Überhaupt denken wir immer wieder an Enya. Wie alt sie nun wäre, was sie wohl machen würde ….. Sicher, irgendwann werde ich Gott einiges zu fragen haben.“ (Caroline Pfundstein- Mutter eines totgeborenen Kindes)

= „Wir sind einer nachprüfbaren Lösung des Rätsels unserer Existenz, ihrer Natur und ihres Zweckes – wenn es ihn überhaupt gibt – in diesem wahrscheinlich multiplen Universum, wir sind einer Antwort auf die Frage, ob der Tod endgültig ist oder nicht, ob es Gotte gibt oder nicht, keinen Zoll näher gekommen als Parmenides oder Platon. Vielleicht sind wir weiter davon entfernt als sie.“ (George Steiner)

= „Das Wort Karma bedeutet handeln, nichts weiter, nicht das ganze Geschwätz, das damit verbunden ist, lediglich handeln.“ (Fundstück)

= „Handle nur nach der Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz werde.“ (Immanuel Kant)

= „Freiheit ist das Recht, alles zu tun, was die Gesetze erlauben.“ (Montesquieu)

= „Es ist absurd, im Universum einen Sinn des Lebens erkennen zu wollen. In der griechischen Mythologie wurde Sisyphos, König von Korinth, von den Göttern zu einer niemals endenden sinnlosen Arbeit mit großen Qualen verdammt. Er musste einen gewaltigen Felsbrocken den Hügel hinaufstemmen, und sobald er ihn über die Kuppe werfen wollte, rollte der Fels wieder hinab – nie konnte er seine Aufgabe erfüllen. Diese sich endlos wiederholende Mühe, stets zum Scheitern verurteilt, charakterisiert das Leben von uns allen, meint Albert Camus. Das Universum, in dem wir leben, berge keinen Sinn oder Zweck für unser Leben, doch indem wir dies verstehen, können wir ein Gespür für eine mögliche Bedeutung bekommen.“

= „Glaube und Zweifel – Mein Glaube schützt meinen Zweifel und bewahrt mich vor der Verzweiflung. Mein Zweifel beschützt meinen Glauben und bewahrt mich vor dem Aberglauben. Glaube und Zweifel schützen einander vor sich selbst.“ (Theodor Weißenborn)

= „Es kostet Mut, innezuhalten und das Argument der anderen Seite gelten zu lassen. Nicht gewinnen zu wollen, sondern die Wahrheit zu suchen. Das ist ein bewegender Augenblick.“ (Philosoph Sandel)

= „Ich zweifle sehr viel. Es gibt viele Fragen – meist die großen – die mich plagen. Und genau in solchen Momenten ist mozartsche Musik die Antwort. Nicht etwa weil sie mir etwas erwidern würde. Aber sie macht allein in ihrer Existenz Sinn. Und diese Sinnhaftigkeit ist beruhigend. Mozarts Klavierkonzerte mahnen uns, dass das Gute in dieser Welt möglich ist.“ (Piotr Anderszewski)

 

Zur aktuellen Lage

= Die Ignoranz und Eitelkeit von Mister Trump darf uns nicht dazu verführen, den gefährlichsten Staat der Welt schön zu reden ! Der oberste und diktatorische Entscheider des Iran ist ein Geistlicher, der die Innen- und Außenpolitik angeblich den Bestimmungen des Koran unterordnet, der den Islamischen Staat mitfinanziert und der mit Hilfe der ihm indirekt unterstellten Revolutionsgarden sein eigenes Volk terrorisiert; Folter und Vergewaltigungen in den Gefängnissen sind immer noch nicht Geschichte. Zur Staatsräson gehört die völlige Vernichtung von Isreal; der damalige Regierungschef Ahmadinedschad formulierte das so: „Wir werden Israel dem Erdboden gleich machen und wir nehmen gerne in Kauf, wenn dabei 150.000 Iraner getötet werden, denn diese werden als Belohnung ins Himmelreich einziehen, während die Juden in der Hölle schmoren.“ Ich bin den USA und der EU und der UNO dankbar, wenn es ihnen gelingt, mit wirtschaftlichen Sanktionen (Ölembargo !) und internationalem Druck die Produktion von Atomwaffen zu verhindern und die iranische Regierung zur Umkehr – hin zu einem demokratischen Rechtsstaat – zu zwingen.

= Was ist eigentlich mit den Medien los, die man früher mal Qualitätsmedien genannt hat ? Sind Auflagen und Einnahmen so stark gesunken, dass man sich keine guten Journalisten mehr leisten kann ? Beispiel WELT a.S. von gestern: Ganzseitiger Artikel mit der Riesenschlagzeile „Konzerne in Gefahr – Der Investor Elliott stürzt sich auf Bayer.“ Elliott ist ein sogenannter oder auch selbsternannter aktivistischer Investor, der angeblich den Vorstand entfernen und den Wert der Firma anheben kann. Fakt ist, dass Elliott nur etwa 1,2 Prozent des Aktienkapitals besitzt und damit nur wenig mehr Einfluss auf Bayer hat als der Pförtner.

Eine weitere ganze Seite widmet die WELT a.S. einem Interview mit der Schauspielerin Lily James, die als britische Erfolgsgeschichte vorgestellt wird; die Hälfte des Interviews – also eine halbe Seite – wird für ein Foto dieser Dame und die Riesenschlagzeile „Im Moment haben wir Eskapismus bitter nötig“ verwendet. Was ist Eskapismus ? Kann man das essen ?

= Frau Baerbock von den Grünen kommentiert den Zitteranfall von Angela Merkel: „Auch bei der Bundeskanzlerin wird deutlich, dass dieser Klimasommer gesundheitliche Auswirkungen hat.“

= Kein deutsches Bundesland (und evtl. auch kein Land der Welt) hat in den letzten Jahrzehnten solche Umwälzungen seiner Wirtschaft bewältigen müssen wie Nordrhein-Westfalen – weg von der Schwer- und Kohle- industrie. Heute leben 5,2 Millionen Menschen in der „Metropole Ruhr“ und rund 155.000 Unternehmen erwirtschaften einen Umsatz von 338 Milliarden Euro. Mit 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten wurde seit 1981 die höchste Anzahl der Beschäftigten erreicht. Der Duisburger Hafen ist Europas größte Logistik-Drehscheibe. Mit mehr als 60 Forschungsinstituten, 22 Hochschulen und 275.000 Studenten ist die Metropole Ruhr einer der größten Wissensstandorte Europas. Die Gründerszene wächst rasant – u.a. im Bereich der Robotertechnologie.

= Beinahe hätte ich das Artikelchen übersehen: „Einwanderungsgesetz beschlossen.“ Nach zahlreichen Diskussionen und vielen Vorwürfen an die Regierung „Ihr tut ja nichts !“ dürfen jetzt beruflich qualifizierte Fachkräfte aus Ländern außerhalb der EU zum Arbeiten nach Deutschland kommen – auch ohne einen Arbeistvertrag in der Tasche zu haben; diese Fachkräfte haben dann sechs Monate Zeit, sich einen Arbeistplatz zu suchen und die bürokratischen Formalitäten zu erledigen – ohne Anspruch auf Sozialleistungen. Außerdem gibt es eine härtere Regelung bei Abschiebungen (Verwahrung bis zur effektiven Abschiebung) sowie Maßnahmen zur „Ordung, Steuerung und Begrenzung“ von Migration.

= Politiker werden für das Streiten um die beste Lösung bezahlt; so ist es auch nach der Europawahl, die keine absolute Mehrheit für einen Block gebracht hat. Die Wahl des Komissionspräsidenten und seiner Kollegen ist deshalb ein schwieriges Unterfangen, das Zeit und Geduld und Überzeugungskraft braucht. Ich bin froh, dass weder Herr Salvini noch Herr Kaczynski das alleinige Entscheidungsrecht haben. Eine gewisse Frau Karoline Meta Beisel in der S.Z. ist da anderer Meinung; sie leitartikelt: „Der große Frust. Die Spitzenjobs in der EU werden wie eh und je in Hinterzimmern vergeben. Der Aufbruch, auf den viele Bürger nach der Wahl gehofft hatten, ist ausgeblieben.“ Frau Beisels Kommentar entspricht in etwa dem Niveau einiger anderer Medien. Fragen an Frau Beisel: Sollen die Verhandlungen statt in Hinterzimmern in einer Kneipe stattfinden ? Wollen Sie nach demokratischen Wahlen ein Zeitlimit für die Regierungsbildung setzen ? Oder wollen Sie würfeln ? Was soll diese ständige primitive Politiker-Miesmache ? Wenn Sie es besser können, melden Sie sich in einer Partei an und kandidieren Sie !!

= Auch wenn sich das manchmal so anhört: Ich bin kein USA-Verächter. Aber in den letzten Jahren fällt es mir immer schwerer, mir keine Sorgen zu machen. Aktuelles Beispiel: Im Bundesstaat Alabama wurde jetzt das strikteste Abtreibungsgesetz der jüngeren Geschichte verabschiedet. Abtreibungen sind – außer bei Lebensgefahr für Mutter und Kind – verboten; auch nach Vergewaltigungen und Inzest darf n i c h t abgetrieben werden.

= Bei ihrer Anti-Kohle-Kundgebung demonstrierten die sogenannten grünen Aktivisten ihre Philosophie von Umweltschutz: Man nahm den Weg querbeet über landwirtschaftliche Äcker und trampelte Karotten- und Weizenfelder nieder. Bilder und Videos dokumentieren die Spuren der Verwüstung. Als sich ein betroffener Bauer über soziale Plattformen beschwerte, lautete der höhnische Tenor der Umweltschützer, er solle sich wegen ein paar Möhren nicht beschweren, er bekomme ja schließlich Subventionen und der Berliner Abgeordnete Kössler twitterte: „Deine Möhren sind nicht wichtiger als unser Klima.“

= Medien melden: „Gut gefüllte Rentenkassen. Stabile Beiträge bis 2023 erwartet.“

= Heute wurde nach jahrelangen Verhandlungen zwischen dem wirtschaftlich boomenden Vietnam und der EU ein Freihandelsabkommen unterzeichnet, das fast alle Zölle beseitigt. Gut so !! Bitte weitermachen mit allen Ländern der Welt !! Das hilft allen !!

= Das darf nicht wahr sein !! Jetzt wurde von den Grünen-Politikerinnen Pop und Hermann in Berlin auch noch einen Deckel für Gewerbemieten gefordert. Jedes Kleinkind müsste wissen, dass der Sozialismus gescheitert ist. Und wenn wir schon mal dabei sind: Der grüne EU-Abgeordnete Giegold fordert: „Renten und Ersparnisse m ü s s e n zukunftssicher in klimafreundliche Projekte gesteckt werden.“ Langsam outet sich auch der Grünen-Chef Habeck: „Wenn Eigentümer aber weder bauen noch an die Stadt verkaufen wollen, muss notfalls die Enteignung folgen.“ Enteignung ? War da mal was ?

 

G e d i c h t e

= E. Fried: „Wie du solltest geküsst sein“ (für Elisabeth)

Wenn ich dich küsse ist es nicht nur dein Mund – nicht nur dein Nabel – nicht nur dein Schoß, den ich küsse. Ich küsse auch deine Fragen und deine Wünsche – ich küsse dein Nachdenken, deine Zweifel und deinen Mut – deine Liebe zu mir und deine Freiheit von mir, deinen Fuß, der hergekommen ist und der wieder fortgeht – ich küsse dich wie du bist und wie du sein wirst morgen und später und wenn meine Zeit vorbei ist.

= B. Brecht: „Fragen eines lesenden Arbeiters“

Wer baute das siebentorige Theben ? In den Büchern stehen die Namen von Königen. Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt ? Und das mehrmals zerstörte Babylon – wer baute es so viele Male auf ? In welchen Häusern des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute ? Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war, die Maurer ? Das große Rom ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie ? Über wen triumphierten die Cäsaren ? Hatte das vielbesungene Byzanz nur Paläste für seine Bewohner ? Selbst in dem sagenhaften Atlantis brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang, die Ersaufenden wohl nach ihren Sklaven.

Der junge Alexander eroberte Indien. Er allein ? Cäsar schlug die Gallier. Hatte er nicht wenigstens einen Koch mit ? Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte untergegangen war. Weinte sonst niemand ? Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer siegte außer ihm ?

Jede Seite ein Sieg. Wer kochte den Siegesschmaus ? Alle zehn Jahre ein großer Mann. Wer bezahlte die Spesen ?

So viele Berichte. So viele Fragen.

= R. Ausländer: N i e

Nie werde ich die Drossel erreichen – nie mit drei Lauten umzugehen wissen als wären sie alles.

= E. Borchers: Z e i t . Z e i t .

Ich muss endlich begreifen, daß ich Zeit habe. Zeit für den Vogel auf der Brüstung, der mit mir redet, im Auftrag. Zeit für den Lampenfuß, in dem sich das Erdenlicht spiegelt. Zeit für die Katze auf dem blauen Samt, im kleinsten Format an der Wand von Almut gemalt, als beide noch lebten. Auch für das Schaf mit den schwarzen Ohren, den schielenden Augen, dem schiefen Maul und dem durstigen Mund. Indianisch, ganz einfach, instruktiv. Vermissen werde ich`s im kommenden Jahrhundert. Ich habe noch nicht ein stillschweigendes Wort mit der getrockneten Rose gewechselt, woher und wohin denn. Und das Kalenderbuch in schwarzem Leder mit der goldenen Jahreszahl klafft elegant auseinander, um mich ein- und auszulassen.

Lernen Zeit zu haben. Lernen, daß es zu spät ist.

= H.M. Enzensberger: Eine Altersfrage

Die alte Dame mit dem Krückstock, was hat sie alles über sich ergehen lassen ! Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Brandbomben, Rentenformeln, „Unterwerfung unter die Zwangsvollstreckung“ (hört sich schlimmer an als es ist, hat der Notar gesagt, als er den Zwicker abnahm), und noch dazu die vielen Kindertaufen, Rohrbrüche und Beerdigungen.

Wie sie uns zuzwinkert aus ihren kornblumenblauen Augen ! Ihr entzückendes Lächeln, wo es nur herkommt ? Das weiß der Himmel.

= W. Biermann: Ermutigung (Peter Huchel gewidmet)

Du, lass dich nicht verhärten in dieser harten Zeit. Die all zu hart sind, brechen, die allzu spitz sind, stechen und brechen ab sogleich.

Du, lass dich nicht verbittern in dieser bittren Zeit. Die Herrschenden erzittern – sitzt du erst hinter Gittern – doch nicht vor deinem Leid.

Du, lass dich nicht erschrecken in dieser Schreckenszeit. Das wolln sie doch bezwecken, daß wir die Waffen strecken schon vor dem großen Streit.

Du, lass dich nicht verbrauchen, gebrauche deine Zeit. Du kannst nicht untertauchen, du brauchst uns und wir brauchen grad deine Heiterkeit.

Wir wolln es nicht verschweigen in dieser Schweigezeit. Das Grün bricht aus den Zweigen, wir wolln das allen zeigen. Dann wissen sie Bescheid.

= Heinrich Böll an seine Enkel:

Wir kommen weit her liebes Kind und müssen weit gehen – keine Angst, alle sind bei dir, die vor dir waren, deine Mutter, dein Vater und alle, die vor ihnen waren. Weit weit zurück, alle sind bei dir – keine Angst, wir kommen weit her und müssen weit gehen, liebes Kind.

F r a u e n – Q u o t e

= Der Deutsche Journalistenverband organisiert eine Konferenz „Frau Macht Medien“. Im Bericht der S.Z. heißt es u.a.: „Journalistinnen seien sowohl mit Chefredakteuren konfrontiert, die sie kleinhalten wollen als auch mit Informanten, oft Männern älteren Baujahrs, die bei einer Recherche glaubten, das Interesse an ihnen sei mehr als nur professioneller Natur. Stärkstes Argument im Kampf für die Gleichberechtigung sei die schlechtere Bezahlung von Frauen. „Warum reichen ein Penis und Haare auf der Brust, um mehr Geld zu bekommen.“

= Alice Schwarzer schildert in ihrem Buch „Der kleine Unterschied“ die Biographien von 17 Frauen und ihren männlichen Unterdrückern. Den ersten Beischlaf kommentiert sie so: „Keine tut es aus Lust, alle tun es aus Angst.“ Schwarzer schreibt von der empfindungslosen Vagina und von den Wesen mit Penis, die so kaputt seien, dass sie diese fünf Minuten mechanischer Reibung für Sexualität halten.

= In den Naturwissenschaften liegt der Anteil der Frauen unter den Habilitierten bei 14 Prozent. Da muss die Quote her ! Oder sollte man fragen, wieviele Frauen Naturwissenschaften studieren ?

= Warum haben wir noch keine Quotenregelungen für Pianistinnen, Malerinnen, Dirigentinnen ? Wann kommt die erste Schach-Weltmeisterin?

= Das Feministinnen-Blatt ZEIT fragt: „Sind Frauen die besseren Anleger ? Warum die Finanzwelt weiblicher werden sollte.“

= S.Z. mit großer Schlagzeile: „Mütter am Rande des Nervenzusammenbruchs. Frauen mit Kindern sind öfter erschöpft und häufiger krank als noch vor einem Jahrzehnt. Denn sie wollen perfekt im Beruf sein, den Nachwuchs umsorgen und gleichzeitig die Hausarbeit erledigen. Protokoll einer Überforderung.“

= Frau Nichts-ist-gut-in-Aghanistan-Käßmann hat sich noch nicht geäußert zur systematischen Unterdrückung von Frauen im Islam. Warum ?

= „Das hilfsbedürftige Geschlecht. Aufklärungskampagnen, Quotenregelungen, Lohnpolizei – Frauen werden mit allen erdenklichen Mitteln gefördert. Die Programme kosten Millionen. Ein neues Papier belegt, wie hier ein Vorurteil von Staats wegen gegen jede Realität konstruiert wird.“ (Rico Bandle)

= Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks: „Die Zahl der Mütter mit Erschöpfungssyndrom bis hin zum Burn-Out ist erheblich gestiegen. Der Anteil der Mütter, die wegen psychischer Störungen eine Kur machten, ist von 49 Prozent in 2003 auf 86 Prozent gestiegen.“

= „Schweden will die Quotenregelungen an Universitäten wieder abschaffen – sie benachteiligt Frauen.“ (WELT)

= „Dabei sind es die Frauen, die über die Rollenmuster der Geschlechter entscheiden, denn bei ihnen liegt die Erziehung, die frühe Prägung. Es ist gegen meine Würde, dass wir Frauen uns zu Opfern stilisieren.“ (Esther Vilar)

= Aus Leserbriefen in der FAZ: „Mein Tipp: Unternehmen gründen. Dann sind Frauen gleich ganz oben. Warum gründen so wenig Frauen Unternehmen ?“ (Marco Vogt) „Wenn ich genug Geld hätte – ich würde mein eigenes Unternehmen gründen und die Alphamänner draußen stehen lassen.“ (Johanna Geisel) (Kommentar: Man kann auch ohne eigenes Geld Unternehmen gründen ! Warum tummeln sich in der Berliner Gründerszene fast nur junge Männer ???)

 

Fußball – Fetischist

= Fußball wird immer mehr zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor ! Eine unabhängige Studie berichtet: Die Zahl der Vollarbeitsplätze stieg innerhalb von fünf Jahren um 40.000 Stellen auf 110.000. Der Staat profitiert n a c h Abzug der Kosten für Stadionneubauten, Polizeieinsätze etc. mit 2,3 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben p.a. ! Das hält die Süddeutsche Zeitung nicht davon ab, den Sozialismus auch im Fußball einzufordern: „Weil immer dieselben gewinnen, sollte über Gehaltsobergrenzen oder ein Drafting-System nachgedacht werden.“ (Was ist ein Drafting-System ?) Das mit den Fußball-Gehältern stinkt den Herrschaften von der S.Z. schon lange. Was ist mit Gemälden, die für 86 Millionern verkauft werden ? Muss eine Obergrenze her ? Und wie ist es mit Schauspielern und Sängern, die Millionen verdienen ? Un d wieviel Gewinn macht die Süddeutsche Zeitung?

= Der Sportchef der BILD a.S. verfügt über enormen Fußball-Verstand. Nach einem 4 : 0 von Dortmund gegen den F.C. Augsburg schrieb er: „Das ist noch kein Beweis, dass sich der BVB von der aufziehenden Krise befreit hat. Dazu ist Augsburg einfach zu schwach. Nur ein Zweitligist, der sich zufällig in die Bundesliga verirrt hat – und auch bald wieder draußen ist.“ In welcher Liga spielt der FCA seit sechs Jahren ?

= Ich bin froh, dass Marcel Reiff in Rente gegangen ist – dieser Herr hat nur sich selbst geliebt und nicht den Fußball.

= In den letzten Jahren sind wegen des Internets die Auflagen der großen Zeitungen stark geschrumpft; ein Sparprogramm folgt dem nächsten; so liest man z.B. in der WELT fast nur noch oberflächliche Spielberichte, die von den Agenturen (sid o. dpa o.ä.) übernommen werden. Das kann man sich sparen ! Gute Fußball-Artikel liest man nur noch im Kicker, in der FAZ und in den Regionalzeitungen. Einige teilweise lustige Negativ-Beispiele:

  • Die Frauenversteher-Zeitung ZEIT: „Das Vokabular im Fußball ist männlich, gar militaristisch, man „schießt“ und „bombt“, entwickelt „Angriffsstrategien“. Es wird „gestürmt“, „geballert“ und „gefeuert“.
  • Großes und wanhrscheinlich kostenloses Interview der WELT mit einem Germanistik-Professor (!!) Zeyringer, der als „sporthistorischer Experte“ vorgestellt wird und der folgendes absondert: „Betrachten wir die politischen und ökonomischen „Leaks“ mit Fußball-Leaks, dann finden wir sowohl in Politik und Wirtschaft als auch im Fußball die gleichen Mechanismen der Korruption, Steuerschwindeleien und Lobbyismus. Aber das sind wohl soziologische Konstanten von engen abgehobenen Gruppen Es ist ein altbekanntes Phänomen, dass der Fußball als gesellschaftliches Ventil benutzt wird und das Stadion vom Politischen ablenken soll. Bereits Benito Mussolini hat davon profitiert, ebenso seinerzeit der brasilianische Diktator Getulio Vargas.“ (Kommentar: Der Professor kann das Wort Mussolini unfallfrei buchstabieren. Der Rest ist Müll)
  • „Verlogene Fußballwelt: Während in Funktionärskreisen die Korruption regiert, müssen Spieler moralische Vorbilder sein. Die Nationalspieler sind glatt diszipliniert wie nie – das zeigt den riesigen Widerspruch zwischen dem verkommenen System Fußball und seinem ethischen Anspruch an die Profis.“ (Süddeutsche Zeitung) (Kommentar: Auf die Verlogenheit der S.Z. komme ich ausführlich zurück – besonders in Sachen Doping)
  • SPIEGEL: „Das System Fußball frisst sich von innen auf.“ (Kommentar: Der SPIEGEL versucht mit ganzen Heerscharen von investigativen Reportern, dem internationalen Fußball Korruption und Gesetzesverstöße nachzu weisen – Stichwort Football-Leaks.)
  • Seit vielen Jahren versucht die S.Z. den Niedergang des Fußballs herbeizuschreiben. Beispiel Oktober 2015: „Der Sport ist ein verrottetes Geschäft. Und die Leute fangen an, sich von ihm abzuwenden.“ Seitdem sind die Zuschauerzahlen in den Stadien und vor den Fernsehern um Millionen g e s t i e g e n !!
  • Riesenschlagzeile SPIEGEL: „Comeback der Zockerbande. Nach einer Verhaftungswelle versinkt der europäische Fußball im Wettsumpf. Eine Clique von Betrügern soll rund 200 Spiele verschoben haben. Auch mehrere Profis und ein Schiedsrichter aus Deutschland werden verdächtigt.“ Heute wissen wir, dass an den maßlos gepushten Verdächtigungen so gut wie nichts dran war; der geschätzte FAZ-Journalist Christian Eichler schreibt dazu: „Der Name des einst angesehenen Bundesligaschiedsrichters Jürgen Jansen war Anfang 2005 im Hoyzer-Skandal aufgetaucht. Er geriet in Verdacht – in g r o s s e n Schlagzeilen. Er wurde rehabilitiert – im Kleingedruckten. Sein Ruf wird wohl nie wieder derselbe sein. Denn in vielen Medien und damit in der Wahrnehmung vieler Mediennutzer kommt nur die laute Beschuldigung vor – nicht die leise Zurücknahme oder Widerlegung von Beschuldigungen.“ (Kommentar: Nur noch widerlich !!!)
  • Fußball-Journalisten sind wahnsinnig gebildet und loben sich auch gerne selbst, wie z.B. Philip Selldorf von der S.Z.: „Neben vielen weiteren brillanten Berichten, Analysen und Kommentaren konnte man in dieser Zeitung lesen: ……………………….“ Oder ein Sky-Reporter bei einem Spiel Köln gegen Bremen drei Minuten nach Beginn: „Ich kann noch kein System erkennen.“ Und nach dem 1 : 0 : „Damit ist die Taktik von Werder obsolet.“ Oder die S.Z. nach einem Sieg vom FCA gegen die Bayern: „Guardiola hat die Niederlage den Gesetzen der Stochastik in die Schuhe geschoben.“ Oder ein Herr Kümmel in der ZEIT: „Fußballhelden sind vor allem Träumer. Macht formiert sich in konzentrischen Kreisen.“ Kümmel macht ein paar Nationalspieler lächerlich und endet mit einem Verweis auf den „Prinzen von Homburg“ von Kleist. Dieser Herr Kümmel ist extrem gebildet, was allerdings Dummheit und Arroganz nicht ausschließt. Oder nochmal die S.Z.: „Metronom, Motor, Epizentrum: Toni Kroos` Einstand in Madrid war beachtlich.“ Und nochmal die S.Z.: „Es war also wieder ein klischeekompatibel-harmonischer Nachmittag.“ Will sagen: Wir Journalisten von der S.Z. haben alle studiert ! Und zum Schluss für heute: Anlässlich der Frauen-WM in Frankreich schreibt die S.Z.: „Dass sie (Giulia Gwinn) ikonongrafische Szenen wie das Golden Goal von Nia Künzer nicht zu hoch hängt ……..“