Amerikanische Notizen

= Das kompromisslose Vorgehen der Polizei konzentriert sich auf Vergehen, an denen Schwarze besonders häufig beteiligt sind: Drogenbesitz und Drogenhandel. Und selbst bei ein und demselben Delikt sind die Strafen für Afroamerikaner deutlich höher. Bei Crack, das vor allem von ärmeren Schichten konsumiert wird, liegt die Mengengrenze, von der an Haftstrafen verhängt werden, achtzehn mal niedriger als bei dem teureren und wohlhabenden Schichten vorbehaltenen Kokainpulver.

= Albert Woodfox überfiel im Alter von 18 Jahren eine Bar und wurde zu einer Haftstrafe von 50 Jahren verurteilt; nach der Urteilsverkündung riss er sich von seinen Bewachern los, wurde wieder aufgegriffen und kam in ein Hochsicherheitsgefängnis; dort waren Bandenkriege, Drogen, Totschlag und Vergewaltigung an der Tagesordnung. Im Jahr 2015 ordnete ein Gericht seine Freilassung an. Woodfox hatte 43 Jahre in Einzelhaft verbracht.

= Ken Frazier von Merck & Co. ist einer der wenigen afroamerikanischen Vorstandschefs. Vor ein paar Jahren motivierte ihn eine Freundin, sich eines Schwarzen anzunehmen, der seit über zehn Jahren im Gefängnis von Alabama auf seine Hinrichtung wartete; er soll einen Mitarbeiter eines Supermarktes ermordet haben. Dabei hätten Beweise existiert, dass das Opfer unbeabsichtigt von Polizeikugeln getroffen worden sei, was die Polizei zu vertuschen versuchte. Frazier schaffte es, das ursprüngliche Urteil zu revidieren und einen neuen Prozess herbeizuführen – der Mann wurde für unschuldig befunden.

= Mohamedou Ould Slahi war 14 Jahre Häftling in Guantanamo – ohne jede Anklage. Unter Folter hat er viel verraten – vor allem Fake News. Jetzt sucht er in seiner Heimat Mauretanien ein normales Leben.

= Nach einem Mord wurden vier angebliche Täter hinter Gitter in den Todestrakt gebracht. Elf Jahre später brachte ein DNA-Test den Freispruch – fünf Tage bevor die Hinrichtung angesetzt war.

= Hunderttausende (!) Amerikaner sitzen jede Nacht nur deshalb im Gefängnis, weil sie keine Kaution stellen können. Nur mit einem Schuldgeständnis kommen sie frei.

= Chicago im Jahr 2016: 762 Morde – 3550 Schießereien – 4331 Opfer. Am Heiligen Abend und am ersten Weihnachtsfeiertag gab es in der von Bandenkriminalität gequälten Stadt 27 Schießereien – zwölf mit tötlichem Ausgang; meistens ging es um Konflikte rivalisierender Banden.

= Colson Whitehead erzählt in seinem grandiosen Roman „Underground Railroad“, warum die Geschichte der Sklaverei nicht abgeschlossen ist und bis heute den amerikanischen Alltag prägt.

= Jedes Jahr nehmen hunderttausende Amerikaner am „Marsch für das Leben“ (also gegen Abtreibung) teil. Mister Trump dazu: „Unter meiner Regierung werden wir immer das allererste Recht in der Unabhängigkeitserklärung verteidigen, und das ist das Recht auf Leben.“ Der katholische Bischof Anthony Taylor weigerte sich, an dem Marsch teilzunehmen, weil die Todesstrafe in Amerika weiter bejaht wird.

= In den USA gibt es 5627 Krankenhäuser und 64.747 lizenzierte Waffenhändler.

 
 

W i t z e

= Zwei Feministinnen sitzen am Frühstückstisch. Die eine bittet: „Reich mir doch bitte mal die Salzstreuerin !“

= „Ich habe es satt, mit einem Geizhals verheiratet zu sein. Hier hast du meinen Ring zurück !“ – „Und wo ist das Etui ?“

= Eine Frau kommt nach ihrem Tod in den Himmel und bittet Petrus, ihren verstorbenen Mann treffen zu können. Petrus verspricht nachzusehen, in welcher Abteilung der Verblichene zu finden sein könnte. Doch im Computer findet er keinen Eintrag. Auch bei den Heiligen ist er nicht zu finden. „Sagen Sie, gute Frau, wie lange waren Sie denn verheiratet ?“ – „Über 50 Jahre“, antwortet sie stolz. – „Das ist natürlich etwas anderes, dann finden wir ihn bei den Märtyrern.“

= „Als ich dich heiratete, muss ich ein Idiot gewesen sein !“ – „Stimmt. Aber damals war ich so verliebt, dass ich es leider nicht gemerkt habe. !“

= „Deine Pilzsupe schmeckt aber besonders köstlich, woher hast du denn bloß das Rezept ?“ – „Aus einem Kriminalroman !“

= Ein Opa geht mit seinem Enkel in der freien Natur spazieren und sagt: „Nun sieh dir doch bloß diese schöne Natur an, die grünen Bäume und die saftigen Wiesen.“ Opa knickt einen Grashalm ab und kaut auf ihm herum. – Fragt der Enkel: „Opa, bekommen wir jetzt ein neues Auto?“ – „Wie kommst du denn jetzt auf die Idee?“ – „Na, weil Papa gesagt hat, wenn der Opa ins Gras beisst, bekommen wir ein neues Auto.“

 

Fußball – Fetischist (w)

= Die Corona – Krise und die Unterbrechung der Bundesliga bringt viele Clubs in finanzielle Nöte. Das ist wieder d i e Gelegenheit für einige Neidhammel und für linke Träumer wie Ewald Lienen eine Begrenzung der Fußball-Gehälter und Ablösesummen zu fordern. Wenn wir also – wie Lienen es fordert – drei Millionen Euro als Gehaltsobergrenze festlegen und die anderen Länder wie England usw. nicht mitmachen, dann müssen wir uns natürlich von allen internationalen Fußball-Wettbewerben verabschieden, weil alle deutschen Top-Talente schon in jungen Jahren ins Ausland abwandern und weil internationale Stars nicht mehr zu uns kommen. Langfristig würde das sogar dahin führen, dass der Fußball für sechsjährige Talente und deren Eltern nicht mehr die einzige Lösung ist und daß irgendwann genau so viele Leute zum Volleyball wie zum Fußball gehen. In den untersten sechs deutschen Ligen ist das doch heute schon der Fall.

Im kapitalistischen Wirtschaftsmodell regeln Angebot und Nachfrage den Preis. Das ist im Fußball so und auch in der Kunst und in der Musik. Ich persönlich finde es völlig absurd, wenn eine Schnulzensängerin viele Millionen verdient und wenn ein Maler aus den USA ein rotes Viereck malt und dafür 80 Millionen Dollar kassiert. Aber die Schnulzensängerin hat möglicherweise ein paar hundert Millionen Hörer entzückt und der Maler gibt dem Käufer seines Gemäldes das Gefühl, einzigartig zu sein.

Ich behaupte – nein ich weiß, daß der Fußball mehr Menschen glücklich macht, als alle Schnulzensänger und Künstler aller Zeiten. Und ich weiß, daß der Antikapitalismus überall da, wo er praktiziert wurde oder wird, nur Elend über die Menschen bringt. Bis ein besseres und gerechteres Modell gefunden wird, müssen wir aus dem Kapitalismus das Beste herausholen – auch im Fußball !

= Fußball spielt selbst in den ärmsten Ländern der Welt eine wichtige politische Rolle, weil sich immer mehr Mädchen und Frauen über Fußball emanzipieren – so auch in Gambia, einem der ärmsten Länder Welt. Dort arbeitet die deutsche Trainerin Monika Staab, die Mädchen fördert und ausbildet und damit viel für die Gleichberechtigung tut. Zu Staabs Schülerinnen gehören auch Adama und ihre Zwillingsschwester Awa, die beide in einem SOS-Kinderdorf aufwuchsen und jetzt im Nationalteam spielen. (Monika Staab hat diesen Job übrigens schon in 80 Ländern praktiziert !)

 

Kurz und interessant

= Der Pastor spricht zu den Gläubigen: „Liebe Beter und liebe Beterinnen..“

= Fundstück: „Es ist einfach ungeheuerlich, daß eine reiche Gesellschaft nicht jedem Neugeborenen dieselben Chancen einräumt.“

= Der SPIEGEL ist auf der verzweifelten Suche nach Kapitalismus- und Merkel-Kritikern mal wieder fündig geworden: Eine Niete namens Kevin Kühnert darf sich outen.

= Anfang März 2020 sollte vom Erzbistum Köln ein umfangreicher Bericht über den Missbrauch von Klerikern (es geht um mehrere tausend Täter und zehntausende Opfer) vorgestellt werden. Die Namen von Verantwortlichen sollten benannt und strafrechtlich relevante und nicht verjährte Fälle sollten an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden. Generalvikar Markus Hofmann zur Absage: „Wir haben nicht alle für eine Veröffentlichung relevanten rechtlichen Fragen klären können.“

= Ein muslimischer Geistlicher der Al-Azhar-Moschee in Kairo wurde von seiner Tätigkeit freigestellt, nachdem gegen ihn eine Untersuchung wegen religiöser Hetze eingeleitet wurde. Er habe in sozialen Medien einen koptischen Christen angegriffen, der es durch eine Spende für einen Krankenhausbau in die Schlagzeilen gebracht hatte. Der Geistliche hatte geschrieben: „Irdische Arbeit, die nicht auf dem Glauben an Gott und seinen Propheten beruht, hat kein Gewicht am Jüngsten Tag.“ (C.i.G.)

= Trotz aller Krisen: 21 Millionen Rentner dürfen sich auf spürbare Steigerungen ihrer Renten freuen: In Westdeutschland steigen sie um 3,45 und in Ostdeutschland um 4,2 Prozent.

= Konstruktive Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten: Arbeitgeber und Gewerkschaften haben in der Corona- und Wirtschaftskrise neben Hilfen für die Kurzarbeiter keine Tarifsteigerungen vereinbart.

= Deutschland soll mehr Geld in Afrika investieren, wünscht die Bundesregierung. Projekte wie die G20-Initiative „Compact with Afrika“ sollen Arbeitsplätze schaffen und Armut lindern. Das sind „Investitionen in die Zukunft“ – auch in die Zukunft Deutschlands !

= „Fußball kann die Welt besser machen !“ (Fundstück)

= Die über 100.000 Mitarbeiter der Volkswagen AG erhielten für das Jahr 2019 einen um 200 Euro erhöhten Jahresbonus von 4.950,– Euro.

= „Ein Mann braucht eine Frau, die arbeiten kann; eine Frau, die kochen kann; eine Frau die gut aussieht und sexy ist. Der Knackpunkt ist, dass die drei nichts voneinander erfahren dürfen.“ (M.S.)

= Überfällig: Das hessische Finanzgericht hat entschieden, dass der globalisierungskritische Verein Attac wegen seiner politischen Aussagen (z.B. Forderung einer 30-Stundenwoche) keine steuerbegünstigten Spenden entgegennehmen darf.

= Bertolt Brecht: Den Haien entrann ich – Die Tiger erlegte ich – Aufgefressen wurde ich von den Wanzen.

= Die Schüler haben es verdient, einen Menschen vor sich zu haben, der sie bei ihrer Entwicklung wohlwollend unterstützt, sie wertschätzt und sie ermutigt, ihren Weg zu gehen. (Fundstück)

 

C h a n c e n

Auf der ganzen Welt sind wegen Corona und aus anderen Gründen (Ölpreis) fast alle Aktien um zwanzig bis fünfzig Prozent gefallen. Alle Branchen sind davon betroffen. Offensichtlich geht die Angst um und die führt immer zu absurden Bewegungen. Ich bin davon überzeugt – und das zeigen auch die radikalen Unterstützungsmaßnahmen der Regierungen – dass bis spätestens Ende 2021 bei sehr vielen Aktien die alten Höchtkurse wieder erreicht oder sogar übertroffen werden.

Möglicherweise wird die internationale Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr deutlich zurückgehen (zehn Prozent ?). Wenn Mister Trump nicht wieder ausrastet und neue Handelskriege anzettelt, dann haben Asien und Europa sehr gute Chancen ! Folgende Aktien können bis Ende 2021 um 50 bis 150 Prozent steigen:

  • Zu empfehlen sind Banken; die haben schon vor Corona riesige Kursverluste erlitten, obwohl der Gesetzgeber sie gezwungen hat, ihre Eigenkapitalbasis deutlich zu verstärken. Extrem billig sind: ING (A2ANV3) + Bco. Santander (873403) + Societè Generale (873403) + Sberbank (A1JB8N). Bei allen hohe Dividendenrenditen !
  • Aus politischen Gründen ist der Ölpreis abgestürzt; das hat dazu geführt, dass die bis vor kurzem noch von aller Welt gepriesenen Top-Unternehmen um über 50 Prozent gefallen sind. M.E. völlig absurd, weil Versorger wie B.P. und Total und Royal Dutch schon lange in alternative Energien investieren, um sich vom Öl unabhängiger zu machen. Zu empfehlen sind: Royal Dutch (AOERS6) + BP (861873) + Rosneft (A0J3N5) + Total (850727) + Lukoil (A1420E). Bei allen hohe Dividendenrenditen !
  • Im High-Tec-Bereich empfehle ich United Internet (508903) + Xiaomi (A2JNY1) + Huya (A2JL12) + Baidu (A0F5DE) + S+T (A0X9EJ) + Alibaba (A117ME) + J.D.Com (A112ST)
  • Die Industrieunternehmen leiden schon seit Jahren; auch hier sind die Abstürze teilweise völlig überzogen. Solide und gut finanzierte Unternehmen mit einem guten Geschäftsmodell sind: BASF (BASF11) + Voest Alpine (937503) + Hella (A13SX2) + Covestro (606214) + Hd. Zement (604700) + Jungheinrich (621993) + Renault (893113) + Bertrandt (523280) + Samsung (881823) + Krones (633500) + Traton (TRATON) + VW (766403) + Reliance (884241) + Daimler (710000).
  • Die schon mehrfach empfohlenen großen Versicherungen sind ebenfalls preiswert und zahlen hohe Dividendenrenditen: Allianz, Münchner Rück, Zürcher, Axa, Talanx, Hannover Rück.

Liebe Leser ! Ich bin eine Genie ! Aber auch Genies können irren !

 

Corona: Wichtige Hinweise !

= Die Schleimhäute müssen immer feucht sein ! Deshalb für die Durchblutung der Schleimhäute immer viel trinken !

= In den Räumen fangen sich Bakterien, weil die Luft zu trocken ist. Draußen ist die Luftfeuchtigkeit meistens besser.

= Trinken spült Viren aus dem Rachenraum in den Magen/Darm-Trakt; dort werden sie ausgeschieden.

= Bewegung aktiviert die Zellen und das ist gut für die Gesundheit.

= Immunzellen gibt es im ganzen Körper, im Knochenmark, in der Milz und vor allem in der Lunge. Immunzellen müssen mobilisiert werden.

= Neben Wasser trinken könnte auch Ingwertee mit Kurkuma hilfreich sein.

 

Mal kurz über den Himalaja

Jungfernkraniche sind charakteristische Vögel an Steppenseen. ZUm Brüten scharen sie nur eine flache Mulde in den Boden. Die beiden Eier werden vier Wochen lang behütet, die Aufzucht der Jungen nimmt zwei weitere Monate in Anspruch. Nach der Brutzeit überqueren sie meist den Himalaja, um in Indien zu überwintern.

 

„Verehrte Bürgerin von Paris“ – eine verfolgte Christin.

Paris hatte bereits 2015 die pakistanische Christin Asia Bibi, die wegen angeblicher Beleidigung des Religionsgründers Mohammed acht Jahre in einer Todeszelle saß und letztes Jahr ins Exil nach Kanada ausreisen konnte, zu ihrer Ehrenbürgerin ernannt. Der Stadtrat zeigte sich so mit ihr und allen verfolgten Christen in islamischen Nationen solidarisch. Neulich nahm sie diese Auszeichnung persönlich entgegen. Bürgermeisterin Anne Hidalgo begrüßte Bibi mit großer Herzenswärme: „Verehrte Schwester, verehrte Bürgerin von Paris ! Ihr Mut, Ihre Gelassenheit, Ihre innere Kraft hat uns verblüfft. Sie sind eine personifizierte Lektion des Lebens für uns alle.“

Im Vorfeld war bekannt geworden, dass Asia Bibi in Frankreich womöglich um Asyl für sich und ihre Familie bitten würde. Die Bürgermeisterin begrüßte, dass die Grande Nation Asia Bibi Asyl gewährt. Staatspräsident Emmanuel Macron traf sie im Elyséepalast, um ihr Asyl nach französischem Recht anzubieten. Allerdings bat Bibi um Bedenkzeit: „Ich fühle mich sehr geehrt, aber im Moment muss ich an meine Kinder und an meine Gesundheit denken.“

Weil sie ihr Buch „Enfin libre“ (Endlich frei) dem französichen Publikum vorstellte, hielt sich Asia Bibi mehrere Tage in Frankreich auf. Gemeinsam mit der Journalistin Anne-Isabelle Tollet, die als Korrespondentin in Pakistan seit 2008 über deren Schicksal berichtet und sie mehrfach im Gefängnis besucht hatte, wolle sie mit dem Buch ein Zeichen setzen „gegen religiösen Fanatismus“. Das Buch schildert die Zeiten im Gefängnis und die damit verbundene Einsamkeit und Not, aber auch Asia Bibis Glauben.

Die Katholikin war 2010 von einem pakistanischen Gericht nach Vorwürfen muslimischer Nachbarn zum Tod wegen angeblicher Blasphemie verurteilt worden. Es folgte eine jahrelange internationale Kampagne für eine Begnadigung. Die Päpste Benedikt XVI. sowie Franziskus I. setzten sich öffentlich für sie ein. Zwei hochrangige pakistanische Politiker sowie ein Richter wurden von radikalen Muslimen ermordet, weil sie sich für die Freilassung stark machten.

Ende 2018 hob das Oberste Gericht in Pakistan das Todesurteil auf. Nach acht Monaten an einem unbekannten Ort im Heimatland konnte sie nach Kanada ausreisen. Aber auch dort muss sie anhaltende Morddrohungen radikaler Muslime fürchten und lebt unter anderer Identität wiederum an einem unbekannen Ort. (Aus „Christ in der Gegenwart“ C.i.G.)

 

Fußball – Fetischist

Mit meiner Frau ist alles genau abgesprochen: Sobald ich eine Fensterscheibe eintrete oder unseren Nachbarn verprügle wird sie mir täglich K.O.-Tropfen verabreichen oder mich auf andere Weise ruhig stellen. Ohne Fußball leide ich wie ein Tier – und da kommt so ein Professor, der unbedingt ins Fernsehen will und sagt lapidar, dass wir bis Anfang 2021 auf Fußball verzichten müssen. Ich war gerade mit einer intensiven Psychotherapie darauf eingestellt worden, dass ich bis Ende April leiden muss ! Und dann das !

Ich flehe den DFB und die DFL an: Lasst Euch nicht einschüchtern ! Wenn es nicht anders geht, dann wollen wir a l l e Spiele ohne Zuschauer nachholen ! Bis zu einer verkürzten Sommerpause ist noch Zeit genug, wenn alle drei Tage gespielt wird ! Und macht eine Spendenaktion, holt ein paar hundert Millionen rein und bestecht die Bundesregierung und diese Professoren !

Und ganz im Ernst: Wir Fußball-Verrückte verhalten uns in Sachen Corona viel disziplinierter, wenn wir uns vor dem Fernseher freuen oder abreagieren können.

Meine arme Frau kann mir nicht ausweichen, kann nicht nach Malle fahren oder shopen gehen ! Ich will sie nicht verlieren ! Also Ihr tut es auch für die Frauen !

 

Besondere Menschen : Johnny Cash

Im Januar 1968 hatte Johnny Cash es geschafft: Er hat einen schweren Drogenentzug erfolgreich überstanden. Jetzt wollte sich Cash einen lang gehegten Traum erfüllen und eine Live-Platte in einem Gefängnis aufnehmen, wo ein Freund von Cash seine Strafe verbüsste. Der legendäre Auftritt im Gefängnis der kalifornischen Stadt Folsom und das mitgeschnittene Album „Johnny Cash at Folsom Prison“, mit seinen Versionen von „I Still Miss Someone“ u. „The Long Black Veil“ und natürlich „Folsom Prison Blues“ machten den „Man in Black“ auf einen Schlag weltweit zum Superstar. (Buch: „Johnny Cash at Folsom Prison – Die Geschichte eines Meisterwerks“ – Zweitausendeins)

Liebe Leser, wenn Sie mental stabil sind, dann hören Sie sich Cashs Song „Give my Love to Rose“ an. Das geht unter die Haut !

 

Zur aktuellen Lage

= Wir müssen jetzt das Gespräch mit dem syrischen Präsidenten Assad suchen ! Die durch Corona herbeigeführte weltweite Wirtschaftskrise hat auch Russland hart getroffen: Der Aktienmarkt ist dort um mehr als fünfzig Prozent abgesackt; die russische Regierung hat jetzt andere Sorgen, als einen Krieg in Syrien zu führen. Und der wirtschaftlich schon vorher angeschlagenen Türkei droht mit der Tourismus-Krise die endgültige Pleite. Wenn es dem Frieden und den geschundenen Menschen im Nahen Osten und in Syrien dient, dann muss die EU auch mit dem Teufel verhandeln ! (Ob Assad ein Teufel ist, das kann geklärt werden, wenn die Syrienkrise vorbei ist. Ich glaube, dass vor allem die amerikanischen Geheimdienste noch immer dafür sorgen, dass wir nicht objektiv informiert werden. Und ich vermute, dass Assad immer noch von der Mehrheit seines Volkes, auch von den syrischen Christen, unterstützt wird.)

J e t z t besteht die Chance, das von den Amerikanern angerichtete Desaster in Syrien zu reparieren. Die Türkei ist auf die finanzielle Unterstützung der EU angewiesen ! Redet mit Erdogan und setzt ihn massiv unter Druck (hinter verschlossenen Türen !). Redet mit Putin und bietet ihm die Aufhebung der ohnehin unwirksamen Sanktionen und eine Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Europa an (Beispiel Nordstream II).

Syrien liegt vor Europas Haustür ! Viel näher als Afghanistan ! Wenn Erdogan und Putin die Füsse stillhalten, dann stationiert die EU Truppen in Syrien, damit die letzten islamistischen Terroristen neutralisiert und die syrischen Kurden eingebunden werden. Wenn die EU dafür sorgt, dass die Waffen schweigen, dann kann sie mit der syrischen Regierung langfristige Verträge zum Wiederaufbau des Landes und zur wirtschaftlichen Entwicklung schließen. Davon wird Syrien – aber auch die EU profitieren !!

Und schließlich können unter Aufsicht der UNO demokratische Wahlen in Syrien stattfinden.

= Typisch deutsch ! Die Regierung hat nach der Katastrophe in Fukushima nicht nur beschlossen, die Atomkraftwerke stillzulegen, sondern auch „die Finanzierung der Kosten für die sichere Entsorgung der entstandenen und zukünftig noch entstehenden radioaktiven Abfälle aus der Kernenergie in Deutschland zu sichern.“ Für diese Atomaltlasten mussten die Energiekonzerne 24 Milliarden bereitstellen, die mittels einer klugen Anlagepolitik noch vermehrt werden und bis Ende dieses Jahrhunderts zur Verfügung stehen. Gut gemacht !

= Mister Trumps sogenannter Friedensplan für Israel würde dafür sorgen, dass der Samen für jahrzehntelange Gewalt zwischen Israel und Palästina gelegt wird. Trumps „Deal des Jahrhunderts“ sieht u.a. vor, arabische Orte aus Israel in ein unzusammenhängendes Gebiet ohne staatliche Souveränität umzusiedeln. Wenn es dann überhaupt einen palästinensischen Staat geben würde, wäre er ein geographischer Flickenteppich. Auch Israel käme mit einer solchen Lösung niemals zur Ruhe. Ich bin der deutschen Regierung und der EU dankbar, dass sie den Trump-Plan ablehnt und eine für beide Seiten akzeptable Zweistaatenlösung fordert.

= Millionen deutsche Bürger kritisieren in unterschiedlicher Form (von sachlich bis hasserfüllt – von kompetent bis ignorant) die deutschen Politiker. Bei vielen Leserbriefen in der FAZ bin ich immer wieder erstaunt, auf welch simplem und oft primitivem Niveau auch Leute mit Professoren- oder Doktortitel die Politiker angreifen und niedermachen.

Jetzt lese ich in einer Zeitschrift zwei Zitate, die man diesen Herrschaften vermitteln und erklären sollte:

  • „Was hilft es, sich bessere Zeiten zu wünschen und zu hoffen ? Ändert Euch selbst, dann ändern sich die Zeiten.“ (Benjamin Franklin)
  • „Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.“ (Laotse)

Soll heißen: Geht in die Politik ! Meldet Euch in einer Partei an ! Und macht es besser !

= Ich bin total inkonsequent ! Ich habe mir schon oft vorgenommen; die Hetzkommentare des ehemaligen BILD-Chefs Tiedje nicht mehr zu lesen – bin aber wieder rückfällig geworden. Vor ein paar Tagen schrieb Tiedje in einem Kommentar mit der Überschrift „Sehnsucht nach Kohl“:

  • In der Migrationskrise hat Frau Merkel fast alles falsch gemacht.
  • Den Brexit als Folge falscher Politik hätte es (unter Kohl) nicht gegeben.
  • Griechen und Türken hätte er finanziell aus Verantwortung anders unter die Arme gegriffen.
  • In Europa herrscht heute Stillstand – das gab es unter Kohl nie. Er war der Motor.
  • Kohl war ein Mann der geschichtlichen Erfahrung, ganz im Sinne Bismarcks und Adenauers.
  • Die AfD hätte es unter Kohl nicht gegeben, sie ist ein Echo auf Merkel.

= Werbespots im Zwangsfernsehen ARD u. ZDF: Für die Kupplerfirma „Elite-Partner“ erscheint eine junge Frau mit dicken Lippen und saugt heftig an einem fingerdicken Strohhalm. In einem anderen Spot bläst eine junge Frau einen Kaugummi auf und zieht ihn dann mit schmatzender Zung und Lippen wieder in den Mund.

= Es mag notwendig sein, die Freiheit der Kunst zu schützen, auch wenn sie Menschen in ihrem Glauben zutiefst verletzt. Gilt das auch für eine Theaterszene, in der dargestellt wird, wie Jesus eine Muslimin vergewaltigt? (Geschehen im Nationaltheater Brünn)

 

Was haben Nicaragua, Nordkorea, Iran und Venezuela gemeinsam ?

In diesen Ländern werden brutale Diktaturen durch die Macht der Militärs am Leben gehalten. Das Konzept ist ganz einfach: Die Generäle und höheren Offiziere und die Chefs der Polizei und der Geheimdienste werden mit vielen Millionen geschmiert und müssen jede Revolte des Volkes im Keim ersticken. Oft werden angeheuerte und bezahlte Schlägertrupps damit beauftragt, Oppositionelle zu foltern oder zu ermorden. Der „Religiöse Führer“ im Iran hat die Macht – aber nur weil die Revolutionsgarden mit Milliarden gesponsert werden und jeder Protest mit brutalen Mitteln verhindert wird. Lesen Sie, was die iranische Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi über die Menschenrechtsverletzungen bis hin zu Vergewaltigungen in Gefängnissen berichtet. Venezuela ist das ölreichste Land der Welt und wurde in früheren Jahrzehnten von korrupten Verbrecher-Regimes ausgepresst. Dann kam der General und Sozialist Hugo Chavéz, der mit dem Ölreichtum die Chance gehabt hätte, sein Land zu einem Paradies zu machen. Auch hier ist nach dem üblichen Muster das Gegenteil eingetreten: Die Generäle setzen eine Marionette als Präsidenten ein und verteilen die Milliarden unter sich; hier ist der Sozialismus so weit gediehen, dass Millionen Menschen in arme Nachbarländer flüchten mussten, weil sie sonst krepiert wären. (Deshalb ist es einfach ekelhaft, dass einige Typen der deutschen Linkspartei nach Venezuela fliegen und ihren Genossen Respekt erweisen).

Nordkorea würde ich mit der Sowjetunion unter Stalin vergleichen; jeder Funktionär, der im falschen Moment mit der Wimper zuckt, riskiert sein Leben. Abertausende Bürger sind hier schon in Gefängnissen umgekommen. Kim Jong – Un hat die Macht über die gut alimentierten Militärs und Geheimdienste und wird (noch) von China unterstützt; einige hunderttausend Nordkoreaner verrichten Lohnarbeit für chinesische und südkoreanische Unternehmen und leben von der Hand in den Mund. Südkorea ist ein demokratisches und wirtschaftlich erfolgreiches Land, steht aber immer unter dem Mehrfrontendruck aus China, Japan und USA.

In Nicaragua wird das Volk von den revolutionären Sandinisten und dem Ortega-Regime beglückt. Ortega ? Da war doch mal was ! Revolution ! Kapitalisten weggeputscht ! Dem Ortega-Clan und seinen bewaffneten Beschützern wird seit Jahren vorgeworfen, Cliquenwirtschaft und Korruption zum Mittel seiner Machterhaltung zu forcieren. Der großen Mehrheit des Volkes geht es schlecht und Besserung ist nicht in Sicht. Selbst ehemalige Sandinisten wenden sich vom Regime Ortegas ab.

Wie kann die Welt diesen eingekerkerten und unterdrückten Menschen helfen ? Was könnten die Nachbarländer tun, ohne einen Krieg zu provozieren ? Was könnte die UNO tun ? Ich bin ratlos.