An den Dichter Pi Su Yao

Wir haben Talent.  Man nennt uns die führenden Dichter der Gegenwart.  Schade,

unsere Häuser sind dürftig, unser Erfolg trivial.  Hungrig und schlecht gekleidet

strafen uns unsere Frauen mit Verachtung.  In der Mitte des Lebens sind unsere Gesichter runzlig.

Wer kümmert sich um uns und um unsere Sorgen ?  Wir sind unser eigenes Publikum, jeder

lobt die literarischen Qualitäten des anderen.  Unsere Namen werden genannt zusammen

mit denen großer Toter.  Wir trösten uns gegenseitig.  Bestimmt werden wir Nachfolger finden.

Von Du Fu  (FAZ)

 

Bildungs – Stadl

Wie geht es Ihnen, liebe Leser, wenn Sie in Ihrer Tageszeitung auf die Überschrift „Die Logik der Misogynie“ treffen?

Ärgern Sie sich ?  Greifen Sie zum Lexikon ?  Oder lassen Sie diese „Ich-stehe-bildungsmäßig-weit-über-dem-Leser-Journalisten“ kalt ?

Der Artikel über die Logik der Mysogonie erschien in der Süddeutschen Zeitung und befasste sich mit der Ernennung des umstrittenen Brett Kavanaugh zum obersten amerikanischen Richter; dort steht auch der interessante Satz:  „Himpathy – ein treffender englischer Neologismus für unser parteiisches Verhalten.“

Unter der Überschrift „Bildungs – Stadl“ werde ich Ihnen immer mal wieder einige Zitate aus dem Reich der Gebildeten präsentieren; hier einige Beispiele:

  • „Die vielen Metaebenen der Krise.  Ist das eine Performance oder ein Thinktank des Humboldt-Forums ?  Andreas Veiels „Let Them Eat Money“ am Deutschen Theater.“  (S.Z.)
  • „Das Album ist ein Meisterwerk der Mutmaßlichkeit geworden.“  (S.Z.)
  • „Der Autor Rietzschel beschreibt den Kippmoment mit einem guten Gespür für sprachliche Verdichtung, streut elliptische Sätze wie Synkopen ein.“  (FAZ)
  • Aus einer Buchkritik der FAZ:  „Moretti bemüht sich programmatisch darum, die mittlere Ebene der hermeneutischen Beschäftigung mit literarischen Texten zu vermeiden, indem er entweder die ultrahermeneutische Radikalmakroskopie der maschinellen Auswertung riesiger Textmengen betreibt oder die infrahermeneutische Radikalmikroskopie der stilistischen Detailbeschreibung pflegt.“
  • Der Angeber der Nation Jakob Augstein:  „…………. diese Zeitungen wirken mit daran, daß sich eine Atmosphäre der Verunsicherung breitmacht, ein Fin – de – Siècle -Gefühl.“  Nochmal Augstein:  „Bei Ernst von Seydlitz heißt es im Standardwerk „Geographie, Ausgabe B, Kleines Lehrbuch“, erschienen zu Breslau im Jahr 1908…………… .“ Nochmal Augstein:  „Der Kater Karlo der internationalen Politik. Der Lex Luthor des Westens.“  Und nochmal:  „Das war ein wahrer cri du coeur der Entrüstung.“
  • „Es gibt natürlich Stellen massiver, mastodoniger Festfleischigkeit, aber es ist nicht wirklich „heavy“.“
  • „Daran erinnert eine konzise Schau im Museum …….. .“  (FAZ)
  • „Dokus zeigen uns die prekäre Pracht der Natur. Ist es Eskapismus, sich an solchen Bildern zu berauschen ?“  (S.Z.)

Ein Leserbrief (Erwin Hartmann) in der FAZ gibt die richtige Antwort:

„Wortgeklingel.  Zur Besprechung der Berliner Holbein-Ausstellung durch Andreas Kilb empfiehlt Leser Professor Dr. Reiner Marquard:  „Auf dem Teppich bleiben.“  Dabei versteigt gerade er sich in ungeahnte Höhen, wenn wir aus seiner Feder folgendes lesen müssen:  „Der ästhetische Reiz der Falte, der im weiteren eine dunkle theologische Grammatik faltet, verdunstet in seiner ganzen Stofflichkeit.“  Eine theologische Grammatik ?  Wo könnte, falls es mich in einem unbedachten Augenblick danach gelüsten sollte, mir Derartiges zulegen ?  Und in welchen Gemütszustand muss ich als ganz gewöhnlicher Betrachter eines Holbein – Bildes mich hineinsteigern, um zu erleben, wie eine vorderhand doch mehr oder weniger banale Stoff-Falte in dieser ihrer Stofflichkeit urplötzlich mir zu verdunsten anhebt.“

 

Kurz und wichtig

=  Vor 75 Jahren rettete der Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz die dänischen Juden vor der Deportation.

=  „Vorstände in Deutschland kommen allesamt aus gehobenen Schichten, wird oft behauptet.  Doch die These stimmt nicht.  Nur eine Minderheit ist mit goldenen Löffeln aufgewachsen.  Viele Topmanager kommen aus einfachen Verhältnissen.  Sie haben ihren Aufstieg mit Bildung geschafft.“  (Bettina Weiguny)

=  Es ist nicht länger hinnehmbar, daß die Kirche strafbare Handlungen von Priestern in einer Paralleljustiz außerhalb des staatlichen Gewaltmonopols regelt.

Die Paralleljustiz der Kirchen unterscheidet sich nicht von jener der arabisch/türkischen Familienclans.

=  „Endlich ein Schulleiter, der sich mutig gegen die ideologischen Vorgaben der Schulinspektion wehrt und mit simplen Maßnahmen, die nichts kosten außer Konsequenz, einem maroden Schulsystem zum Erfolg verhilft:  Pünktlichkeit, Höflichkeit, Ausdauer und Fleiß sind seit Jahrzehnten im ideologischen Schulklima verpönt gewesen – das Resultat sieht man überall.  Die Schulinspektoren sollten für einige Monate mit den Lehrern die Plätze tauschen  –  ein wunderbares Erfahrungsprojekt.“ (Christiane Jarczyk-Aebischer)

=  Die AfD kann nur mit Hetze gegen Ausländer bei ihren Anhängern punkten.  So wollte sie über eine offizielle Anfrage im Bundestag wissen, wie viele Ausländer in Deutschland leben, deren Behinderung auf Inzest zurückzuführen ist und die AfD fragte danach, wie hoch der Ausländeranteil bei Bußgeldfällen auf Deutschlands Straßen und bei Straftaten in Bahnhöfen und Zügen ist.

Die AfD fragt nicht danach, wie viele Ausländer bei uns Spargel, Weintrauben und Äpfel ernten oder wie hoch deren Anteil in den Pflegeberufen, in den Krankenhäusern, bei der Müllabfuhr oder im Hotel- und Gastronomiegewerbe ist. Wer arbeitet in den Schlachthöfen oder auf den Baustellen ?

=  „Kann mir einer sagen, wodurch sich Demoskopen von Astrologen unterscheiden ?“ (Franz-Josef Strauss).  „Demoskopen sind Astrologen ohne Sterne.“  (Arthur Brownell).

=  Die USA sind nach UN-Angaben als  e i n z i g e r  von 193 Mitgliedsstaaten dem „Globalen Pakt für MIgration“ nicht beigetreten.

=  „Nichts auf der Welt ist gerecht verteilt, und jeder Versuch, etwas darn zu ändern, bringt noch mehr Ungerechtigkeit.“  (Georges Feydeau)   „Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand: jeder glaubt, genug davon zu haben.“  (Jaques Tati)

=  Der Kontakt zu Tieren und die einfache Arbeit mit den Händen schaffen einen Ausgleich zur immer digitaler werdenden Umwelt  –  besonders für Kinder.“  (Natur & Heilen)

=  Das Risiko besteht weiter:  Wer seine Kinder Filme schauen lässt, auf denen „FSK 12“ steht, muss damit rechnen, daß sie brutale Gewalt sehen. Oder minutenlange Sexszenen. Und daß sie obszöner Sprache ausgesetzt werden.  Kommen die Eltern mit, gibt es all das im Kino schon ab  s e c h s !!!

 

Die wichtigste Rede meines Lebens !

Der französische Präsident Macron hat im deutschen Bundestag zum Volkstrauertag und zur Erinnerung an die beiden Weltkriege eine Rede gehalten, die mir altem Sack die Tränen in die Augen getrieben hat.  Sie können die Rede unter www.epost.de abrufen. Lesen Sie die Rede und verteilen Sie den Text an alle Ihre Freund und Bekannten und – falls Sie Lehrer oder Fußballtrainer o.ä. sind – bringen Sie diese Sätze jungen Menschen näher, denn es geht um ihre Zukunft !!!

Ich möchte nur einen Absatz zitieren:

„Am 5. September 1914 starb der französische Philosoph und Dichter Charles Pèguy durch einen Kopfschuss auf dem Schlachtfeld in Villeroy, als er seine Kompanie zu Angriff anführte.  Der Legende nach soll er wenige Tage zuvor aus der Ferne von dem jungen deutschen Dichter Ernst Stadler, der in Colmar geboren wurde, erkannt worden sein.  Ernst Stadler hatte die Gedichte von Pèguy ins Deutsche übersetzt.  Der junge Deutsche ließ Pèguy eine Nachricht zukommen, die dieser auch nach stundenlangem Bemühen nicht entziffern konnte.  Er soll darauf geantwortet haben:  „Werter Freund, ich verstehe Ihre Worte nicht, aber ich liebe Sie.“  Am 30. Oktober 1914 fiel Ernst Stadler in Ypres.  Er war 31 Jahre jung.  Und genau darin liegt unsere Geschichte:  In diesen Tragödien, geprägt von Hoffnung und Gebundenheit.“

 

Nur ein Vogelschiss

Christopher Browning  „Ganz normale Männer“   (Rowohlt-Verlag)  –  Einführung:

Am 13. Juli 1942 , noch vor Tagesanbruch, verließen die Männer des Reserve-Polizeibataillons 101 ihre Unterkünfte im besetzten Polen, um die nahegelegene Ortschaft Józefów zu umstellen.  Als Einheit der deutschen Ordnungspolizei zuständig für Sicherheitsaufgaben im besetzten Gebiet, erfuhren sie erst auf dem Marktplatz der Kleinstadt das Ziel ihres Einsatzes.  Das Bataillon, erklärte sein kommandierender Offizier, solle alle Juden des Ortes zusammentreiben, die Männer im arbeitsfähigen Alter „aussortieren“ und die übrigen  –  Frauen, Kinder, Säuglinge und Greise  –  auf der Stelle erschießen.

Bis auf wenige empfanden die 500 Männer der Einheit, die seit drei Wochen im Einsatz waren, den Befehl als Schock.  Aufgewachsen im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, gehörten sie nicht zu den überzeugten Nationalsozialisten und hatten, wenn überhaupt, erst 1933 den Schritt in die NSDAP gemacht.  Zugehörig zur Arbeiterschaft und zum Mittelstand, waren sie als Angestellte, Lehrer, Handwerker und Facharbeiter für den Dienst an der Front zu alt, und man hatte sie daher zur Polizei eingezogen.

Am Abend desselben Tages waren 1500 Bewohner von Józefów tot.  Mehr als zwölf Stunden lang hatten die Polizisten ihre Opfer in ein nahegelegenes Waldstück geführt, ihnen die Spitzen ihrer aufgepflanzten Bajonette in den Nacken gesetzt und die Frauen, Kinder und Greise erschossen.  Sie taten es freiwillig, denn zuvor war ihnen gesagt worden, daß sie den Befehl nicht ausführen müßten.

Dies war der erste von vielen Einsätzen, in denen die Angehörigen des Reserve-Polizei-Bataillons 101 zwischen Juli 1942 und November 1943 mehr als 38000 Menschen erschossen und erschlugen und weitere 45000 aus ihren Häusern und Verstecken in Viehwaggons trieben, um sie in die Gaskammern von Treblinka zu schicken.

Mit erdrückender Genauigkeit verfolgt Christopher Browning über einen Zeitraum von 16 Monaten hinweg die Täter und ihre Einsätze in den kleinen Orten und in den Ghettos der größeren Städte. Und er fragt, was die Mitglieder dieser Truppe, die weder zu den Fanatikern des Dritten Reiches noch zur SS oder zu den Mannschaften der Konzentrationslager gehörten, was diese ganz normalen Männer und Familienväter dazu bringt, Mord und Totschlag zu ihrem alltäglichen Handwerk zu machen.

Christopher Browning hat bei seinen Nachforschungen   b e w i e s e n  , daß sich die Mindestzahl der vom Reserve-Polizeibataillon 101 erschossenen Juden auf 38000 und die Mindestzahl der vom Bataillon 101 nach Treblinka deportierten Juden auf 45200 beläuft.

 

Fußball – Fetischist: Einwurf

= Ein Modellprojekt der bayrischen Erst- und Zweitligisten in Kooperation mit der Arbeitsagentur:

„Fußballvereine unterstützen die Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft.“

= Neulich gelesen:  „Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdiene, weil ich es dann am meisten brauche.“   Auf den Fußball übertragen heißt das:  „Unterstütze mich, wenn ich erfolglos bin, weil ich es dann am meisten brauche.“

= Fußball-Boss droht Spielern mit Pistole:  „Die Polizei hat in der italienischen Stadt San Remo den Präsidenten des Fußball-Viertligisten US Sanremese, Marco del Gratta, verhaftet.  Er wird beschuldigt, einige seiner Spieler mit einer Pistole bedroht zu haben, um sie zur Auflösung ihres Vertrages zu zwingen. Nur deshalb konnte sich der Verein von den Spielern trennen, ohne Abfindungen zu zahlen.“

= Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier:  „Zu seinem Heimatverein hält er stes Kontakt, besucht seine Mutter oder Bruder Dirk.  Beim 100-jährigen Jubiläum des TuS 08 Brakelsiek e.V. war Steinmeier auch dabei.  Ab elf Jahren spielte er in den Jugendmannschaften Fußball.  Sein Spitzname:  Prickel.“

= Der Kabarettist Dieter Nuhr sieht die Vorherrschaft von Bayern München gelassen. Nuhr schaut auf seinen Lieblingsverein Fortuna Düsseldorf, wenn er Spannung haben will.  „Bei uns gibt es beschauliche Abstiege, feerliche Aufstiege, kaum ist man mal ein paar Wochen im Urlaub, weiß man gar nicht mehr, in welcher Liga mein Verein gerade ist. D a s  ist spannend.“

= Der deutsche Unicef-Chef Christian Schneider über traumatisierte Kinder und die große Wirkung einer kleinen Kiste:  „Sobald der Ball rollt, leuchten die Augen.“

= Der Präsident des SC Freiburg Fritz Keller in der FAZ a.S.:  „Im Abstieg zeigt sich der Geist eines Klubs. Wahre Liebe zeigt sich nicht im Erfolg, sondern wenn es einem nicht so gut geht.  Wir haben nach dem Abstieg so viele Dauerkarten verkauft, wie noch nie.  Und das ist auch das Bewusstsein, das wir jungen Menschen mitgeben wollen – unabhängig vom Fußball.  Sie sollen wissen, daß einem immer etwas passieren kann im Leben.  Aber dann muss man alles zusammennehmen, was man hat, um seine nächste Chance zu nutzen.“

=  „Im Libanon schießt man auch auf Tore.  Der Fußball bietet den Libanesen eine seltene Chance:  Sie können sich als Nation erleben.“

= Der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan:  „Wir haben oft beobachten können, wie Fußballspiele sich bekämpfende Gemeinschaften wieder zusammengebracht haben.  Ich habe in meiner Zeit als Generalsekretär den ersten UN-Sondergesandten für Sport, Frieden und Entwicklung ernannt. Das war Adolf Ogi, der frühere Präsident der Schweiz.  Er bereiste die Welt und brachte mithilfe von Fußballspielen beispielsweise Palästinenser und Israelis auf Fußballplätzen zusammen.“

= FranzBeckenbauer:  „Ich halte Fußball für ein wesentliches Element der Völkerverständigung.  Selbst wenn zwischen zwei Ländern Streit oder Krieg herrscht, ruhen die Waffen bei einem Spiel.  Dadurch bekommt Fußball eine soziale Verpflichtung.  Rasend macht mich darum die dreiste Bemerkung des Schriftstellers Martin Walser, der sagte:  „Sinnloser als Fußball ist nur noch eins: Nachdenken über Fußball.“  Fußball verbindet die Völker !

 

Der DFB und das liebe Geld

In den letzten Jahrzehnten – besonders seit Gründung der DFL – ist der DFB mit Einnahmen geradezu überschwemmt worden:

  • Die Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften und die Vermarktung der einzelnen Länderspiele brachte für Fernsehrechte und Werbeeinnahmen insgesamt dreistellige Millionensummen.
  • Seit Gründung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) müssen die Clubs der ersten und zweiten Liga jedes Jahr zweistellige Millionenbeträge an den DFB überweisen.

Präziser kann ich die Zahlen nicht wiedergeben, weil sie nicht veröffentlicht werden.

Die DFB – Zentrale in Frankfurt und die Landesverbände mutierten zu Wasserköpfen, die Anzahl der Mitarbeiter und der Dienstwagen stieg drastisch an und die angeblich ehrenamtlichen Funktionäre wurden mit sechsstelligen Honoraren u.ä.m. ruhig gestellt.

Ich schätze das aktuelle Vermögen des DFB auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.

Sehr positiv war die Entscheidung des DFB, die Jugendleistungszentren finanziell zu unterstützen; diese Förderung soll weiter ausgebaut werden – gut so !!  Auch das Geschenk von 1000 Bolzplätzen an Städte und Gemeinden war eine Super-Idee ! Bitte wiederholen !

Der DFB-Präsident Grindel sagte dem Kicker:  „In den kleinen Vereinen um die Ecke brodelt es, weil den Clubs Ehrenamtliche fehlen und weil sie zu wenig Sportplätze haben.“

Ja  !!!!!!  Herr Präsident, die Entlastung und Förderung der Amateurvereine m u s s  das Hauptanliegen des DFB sein !!

Tausende Fußball-Vereine in Deutschland tragen ganz wesentlich zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bei.  Fußball hat in der ganzen Welt eine enorme gesellschaftspolitische und auch soziale Bedeutung.  Was die Amateurvereine dazu beitragen, ist nicht hoch genug einzuschätzen.

Deswegen  m ü s s e n  diese Vereine vom DFB erheblich besser gefördert werden  u n d  Bund/Länder/Gemeinden  m ü s s e n  einige tausend Sportplätze bauen und die Übungsleiter-Zuschüsse ausweiten, damit   a  l  l  e   Kinder die Möglichkeit haben, einem Verein beizutreten.

Es ist ein unglaublicher Skandal, wie die sogenannte Hochkultur in Deutschland mit vielen Milliarden  gesponsert wird, während der Breitensport nur einen Bruchteil davon erhält.

Vom dahinsiechenden Schulsport schweigen wir besser.

Wenn   a l l e   a l l e   a l l e   Kinder in Deutschland ab sechs Jahren Mannschaftssport – also auch Basketball und Handball – betreiben, würde der Staat viele Milliarden an sozialen Reparaturkosten sparen und die Wirtschaft bekäme motiviertete Mitarbeiter.

Lieber Herr Präsident Grindel, der Kicker hat ausführlich darüber berichtet, mit welch absurder und kostenträchtiger Bürokratie die Amatuervereine belastet werden. Sie  m ü s s e n  das ändern und die Schiedsrichter-Kosten bis zur vierten Liga zukünftig aus der DFB-Kasse zahlen.

Ködern Sie die Politik mit der Zusage, sich mit 50 Prozent am Bau von zusätzlichen 3000 Fußball-Plätzen zu beteiligen (und verlangen Sie die Beseitigung jener dämlichen Lärmschutz-Verordnung, die es ein paar Spießern ermöglicht, abendliches Training zu untersagen).

Ich muss noch etwas gestehen:  Ich bin Ihnen, Ihrem Vorgänger Zwanziger und Franz Beckenbauer  und dem DFB immer noch dankbar, daß Sie das Fußball-Sommer-Märchen ermöglicht haben ! Kein anderes Ereignis in unserer Geschichte hat so viele Menschen glücklich gemacht und zusammen geführt wie diese WM !!!

 

Danke Gerhard Schröder !!

Die amtierende deutsche Bundesregierung muss sich mit öffentlicher Kritik an Herrn Trump und an der amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik zurückhalten und gleichzeitig hinter verschlossenen Türen Klartext reden und unsere Interessen verteidigen.

Der pensionierte Bundeskanzler ist in die Breche gesprungen und hat die Handelspolitik der USA scharf kritisiert und die Annäherung Deutschlands an China gefordert:  „Wir können uns nicht gefallen lassen, daß wir von den USA wie ein besetztes Land behandelt werden.  Der ameriksanische Botschafter in Deutschland agiert wie ein Besatzungsoffizier.  Wir müssen unsere Exportinteressen am chinesischen Markt entschlossen wahrnehmen.“

Der französische Finanzminister  Le Maire:  „Wollen wir Vasallen am Rockzipfel der Amerikaner sein ?“

Die Amerikaner benutzen den Dollar als Brechstange, um weltweit ihre Interessen durchzusetzen.   A l l e  international tätigen Firmen sind auf Dollar-Geschäfte angewiesen, weil der Tausch zweier beliebiger Währungen nur über den Umweg der Weltleitwährung Dollar funktioniert.   Die US-Regierung fragt knallhart:  „Zu welchem Markt wollen Sie Zugang haben, zum Iran oder zu den USA ?  Beides geht nicht.“  Le Maire wirbt für ein Generationenprojekt (SPV), das Europas Souveränität stärken und in eine dauerhafte europäische Institution verwandelt werden soll.

Das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 ist der beste Beweis für die erpresserischen Methoden der USA.  Der amerikanische Kongress hat Herrn Trump ermächtigt, an Nord-Stream 2 beteiligte Firmen mit Sanktionen zu belegen und liefert die scheinheilige und absurde Begründung:  „Wir wollen dafür sorgen, daß Europa nicht abhängig von russischer Energie wird.“  Die Amerikaner wollen ihre Energien nach Europa verkaufen und die Konkurrenz Russland hinaussanktionieren.   Dabei hatte das Plappermaul Trump schon eingeräumt, daß er vor allem Europa zum Import von amerikanischem Flüssiggas nötigen wolle.

Die US-Regierung sagt es ganz deutlich:  „Wer Zugang zum amerikanischen Finanzsystem will, der muss gewisse Standards einhalten.  Dazu gehört es, nichts zu tun, was zur Unterstützung von Terrorismus führen könnte.“  Und was damit gemeint ist, das entscheiden die Amerikaner.

 

Bodenlose Heuchelei

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs, am 19 Oktober 1945 veröffentlichte der Rat der evangelischen Kirche Deutschlands die „Stuttgarter Erklärung“ :

„Wohl haben wir lange Jahre hindurch im Namen Jesu Christi gegen den Geist gekämpft, der im nationalsozialistischen Gewaltregime seinen furchtbaren Ausdruck gefunden hat, aber wir klagen uns an, daß wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.“

Muss man das kommentieren ?

Muss man darauf hinweisen, daß Millionen Kirchenmitglieder die Naziverbrechen unterstützt oder tolleriert haben, daß der Judenhass bei Priestern und Bischöfen sehr ausgeprägt war, daß der Papst lange vor Kriegsende über den deutschen Massenmord informiert war und nichts unternommen hat ?

Wie widerwärtig ist in diesem Zusammenhang das Verhalten des Kölner Kardinals Meisner, der Schwangerschaftsabbrüche mit der NS-Euthanasie gleichsetzt und der die Abtreibungspille RU 486 mit dem zur Judenvergasung genutzten Giftgas Zyklon B auf eine Ebene stellt ?

Meissners Kollege Brandmüller lässt sich nicht lumpen und antwortet auf die Frage „Sie setzen die systematische Euthanasie gleich mit dem möglichen Nachhelfen beim Ableben der Demenzkranken ?“ :  „Aber natürlich.“

Ich wüsste zu gerne, wie diese Herrschaften sich verhalten würden, kämen linke oder rechte Nazis in Deutschland wieder an die Macht.  Aber eigentlich kann ich es mir denken.

 

Die Welt ist ein Dorf

= „In seinem Buch „Die Verwandlung der Welt“ beschäftigt sich der Historiker Osterhammel auf 1500 glänzenden Seiten mit der Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts. Osterhammel meint, daß es niemanden mehr gibt, der nicht der Weltgeschichte ausgesetzt wäre.  Begriffe wie Weltwirtschaft, Weltliteratur, Weltreligion, Weltkrieg oder Weltmeisterschaft, aber auch Imperialismus zeigen einen seit zweihundert Jahren sich vollziehenden gesellschaftlichen Wandel an.

Bei Osterhammel ist es der Wandel hin zu einer einzigen Welt, die nicht regionale Gleichförmigkeit oder Konvergenz ausprägt, aber auf allen Gebieten zu hoher gegenseitiger Abhängigkeit, wechselseitigen Vergleichen und Abweichungsverstärkungen führt  (J. Kaube FAZ)

= Der bedeutende globale Denker Kishore Mahbubani redet Klartext:  „Der Westen glaubt immer noch, daß der Weg zu Veränderungen von Staaten über Sanktionen führt.  In Burma z.B. haben nicht Sanktionen den Wandel gebracht – sondern Einmischung und Engagement.  Der Westen weigert sich schlicht, vom Rest der Welt zu lernen. Ihr kapiert es einfach nicht. Ihr seid jetzt mit zwölf Prozent der Weltbevölkerung eine Minderheit. Ihr habt nicht verstanden, wie die 88 Prozent denken.  Mir scheint oft, der Westen will gar nicht das Gute, sondern sich nur gut fühlen.

Die Menschen in dieser Region wissen, daß China noch in tausend Jahren da sein wird; aber sie wissen nicht, ob Amerika noch in hundert Jahren existieren wird.“

= Die Ordensfrau Monika Düllmann, die das ST.-Louis-Hospital in Jerusalem leitet, und ihr gemischt religiös zusammengesetztes Team werden vom Berliner Senat mit dem Moses-Mendelssohn-Preis ausgezeichnet.  Damit werden Personen geehrt, die sich für Toleranz gegenüber Andersdenkenden und für den Ausgleich zwischen Völkern und Religionen  einsetzen.

Monika Düllmann ist Mitglied der französischen Kongregation „Josefsschwestern von der Erscheinung“ und steht an der Spitze eines Krankenhauses, daß Israelis und Palästinensern, Christen, Juden und Muslimen offensteht, die sterbenskrank sind und palliative Versorgung benötigen.

= Etwa 300 Millionen Menschen leben nicht in ihrem Heimatland, weil sie sich anderswo ein besseres Leben erhoffen.

= In Neuseeland wurden Maori-Kinder über viele Jahrzehnte aus ihren Familien gerissen und in Heimen missbraucht. Erst jetzt arbeitet der Staat die Verbrechen auf.

= Frühe moderne Menschen der Gattung Homo sapiens waren lange eine kleine, vergleichsweise homogene Gruppe im Süden Afrikas, doch bereits vor 350.000 bis 260.000 Jahren bildeten sich die ersten Populationen, die räumlich und genetisch voneinander isoliert waren.

= In einem deutschen Bergdorf in Venezuela.  Das Dorf heißt Colonia Tovar.  Es wurde 1843 von Einwanderern aus Endingen am Kaiserstuhl gegründet. Graf de Tovar, der spätere Staatspräsident, stiftete ein paar hundert Hektar seines Großgrundbesitzes. Er nahm wohl an, daß es nicht schaden könne, wenn sich knapp 400 fleißige Südbadener in Südamerika um den Obst- und Gemüseanbau kümmern.  Die deutschen Kolonialisten und ihre Nachzügler brachten aber auch ihre Kuckucksuhren mit, ihre alemannsiche Fasenacht, ihre Bollenhüte, ihre Kirschtortenrezepte und ihr Geschwätzel.

Alle diese Traditionen und Bräuche haben die Endinger in der Fremde sehr viel besser konserviert, als die Endinger zu Hause. Keine 70 Kilometer von Caracas entfernt ist der Schwarzwald noch so, wie er am Kaiserstuhl einmal war.

Fast alle 20.000 Einwohner von Tovar leben in Fachwerkhäusern. Im Cafè Muhstall servieren blonde Frauen in Tracht Erdbeerkuchen, Käsekuchen und Schwarzwälder Kirschtorte.  In der Bäckerei Silberbrunnen gibt es jeden Tag frisches Brot – eine Rarität in Venezuela.  In der Weihnachtszeit werden Anisplätzchen und Christstollen angeboten.  Auf dem Wochenmarkt:  Äpfel, Radieschen, Rhabarber, Eisbergsalat und eingemachtes Sauerkraut direkt vom Erzeuger.

 

Experten – Panoptikum

Nach wie vor werden wir im Staatsfernsehen ARD und ZDF und in Büchern und in Medien mit sogenannten Experten konfrontiert, die bestenfalls heiße Luft absondern, in der Regel aber mit ihren Prognosen oder „Expertisen“ völlig daneben liegen.  Man nennt das auch „Dunning-Kruger-Syndrom“ (kurz DKS):  „Ignoranz gegenüber der eigenen Inkompetenz.  Die Leute sind so inkompetent, daß sie nicht einmal merken, daß sie inkompetent sind.  Und nicht nur das:  Sie halten sich auch noch für kompetenter als die anderen.  Da fallen mir sofort ein paar Artgenossen ein.“  Ein paar Beispiele:

= Zunächst was zum lachen:  Der Wirtschafts- und Sozialpsychologe Rüdiger Hossiep von der Uni Bochum äußert folgende sensationelle Entdeckung:  „Der Anteil der Psychopathen an der Gesamtbevölkerung liegt bei etwa einem Prozent. In der Finanzbranche dürfte die Quote zehnmal so hoch sein.“  Zwei Fragen an den Professor:

– Haben Sie sich den o.g. Beruf selbst ausgedacht ?

– Wie hoch ist der Anteil der Psychopathen in der Psychobranche ?

=  Ein Soziologe der Uni Düsseldorf mit dem offiziellen Titel Attraktivitätsforscher hat herausgefunden, daß die Attraktivität eines Politikers – z.B. die von Christian Lindner – einen großen Einfluss auf unsere Wahlentscheidung hat.  Donnerwetter !  Wird auch dieser Herr von unseren Steuern bezahlt ?

= Mein Lieblingsexperte Direktor Professor Mayer in der FAZ:  „Die deutsche Angst.  Den Deutschen geht es gut.  Jetzt haben sie Sorge, ihren Reichtum mit Flüchtlingen teilen zu müssen.  Die Politiker ignorieren das.“

=  In einer Talk – Show zur Eurokrise durfte ein Schauspieler als Experte auftreten.

= Bahnbrechende Experten-Feststellungen:  „Im Bad brauchen Männer nur sechs Minuten weniger als Frauen.“  „Aspirin ist bei Trägern des Sternzeichens Steinbock besonders wirksam; bei Waage oder Zwilling nicht.“   Ein Philosoph in der Süddeutschen Zeitung:  „Die Moral ist universell – aber die Philosophie kümmert sich jetzt wieder mehr um Beziehungen. Nicht alles richtige Verhalten ergibt sich aus den eigenen Intuitionen. Man hat überhaupt nicht die emotionalen Ressourcen, hunderte Freunde zu haben. Liebe ist nicht Liebe, wenn Sie sich jede Woche neu überlegen, ob es noch eine bessere gibt.“

= Ein Professor Dr. Cisik nennt sich selbst „Wirtschaftspsychologe“, hat vermutlich noch nie eine Firma von innen gesehen und darf im ZDF zu bester Sendezeit einen Film mit dem Titel präsentieren:  „In Deutschland führen  m e i s t  die Falschen.“  (Die schlimmste Mischung ist Dummheit plus Arroganz.)

= Bob Geldorf:  „Wahrsager wurden nur aus einem Grund erfunden:  Damit Ökonomen mit ihren Prognosen besser dastehen.“

= Vorsicht Psychose !!  In der ARD-Sendung „Hart aber fair“ wird ein Teilnehmer wie folgt vorgestellt:  „Professor Thomas Druyen – Vermögensforscher und Professor für vergleichende Vermögenskultur und Vermögenspsychologe.“

=  Süddeutsche Zeitung – Große Schlagzeile:  “ Geld macht faul.  Psychologen warnen: Gehaltserhöhungen können Motivation und Leistung   s e n k e n  !! “ (Wahrscheinlich haben diese Psychologen eine Gehaltserhöhung bekommen, dann ihre Leistung gesenkt und dann diese Untersuchung veröffentlicht.)

= Der Börsenexperte Roland Leuschel in „Der Aktionär“:  „Der DAX fällt um 50 Prozent in sechs bis zwölf Monaten.  Die Regierung wird alle Vermögen von über 100.000,- Euro mit einer Sonderabgabe von 30 bis 40 Prozent belasten.  Deshalb kaufen Sie Gold!“  Die Unverfrorenheit von solchen Experten sollte mal strafrechtlich geprüft werden.

 

Fußball – Fetischist: Einwurf

=  Vier Kumpel wollen zur EM fahren und ein Spiel anschauen.  Aber der eine darf nicht, seine Frau hat`s ihm verboten.  Als die drei im Hotel ankommen, ist der vierte schon dort und trinkt ein Bier an der Bar.  „Was ist passiert ?“, fragen sie.  „Nicht viel, ich sass zu Hause auf dem Sofa, da kommt meine Frau, sexy angezogen, im Nègligè, knallt ein paar Handschellen hin und sagt: „Fessle mich. Und mach, was du willst.“

= Die beste und schönste Spielzeit der Geschichte:  ZE`EV AVRAHAMI ist begeistert vom europäischen Fußball.  Er vereint das Beste aus Kapitalismus, Sozialdemokratie und Liberalismus.  Und schön anzusehen ist er auch.

= W e m b l e y   singt  !!!  Vier Tage nach dem schrecklichen Attentat von Paris spielt die französische Nationalmannschaft im Wembley-Stadion gegen England.  Noch   n  i  e   war Europa so vereint, wie an diesem Abend, als 70.000 Zuschauer die französische Nationalhymne sangen und viele von ihnen Trikots und T-Shirts mit der Aufschrift „Je suis Paris“ trugen.

= Gut gebrüllt:  „Die Krankenhäuser sollten Hebammen einstellen.  Heute Nacht werden die Menschen ganz viel Liebe machen.“  (Gerard Piquè nach einem 6:1 in der Champions-Legue gegen Paris)

= Von der Bundesligastiftung und den 36 Proficlubs und einigen Spielerstiftungen sind in der letzten Saison insgesamt 450 Projekte mit insgesamt 28 Millionen Euro unterstützt worden.

= Er gehört zu den Genies der Pop – Geschichte, ist ein Pionier der Schwulenbewegung und so fußballbegeistert, daß er sich einen eigenen Verein gekauft hat:  Elton John.

= Mohammed Anas, Fußballprofi aus Ghana, hat sich nach zwei Treffern in einem Spiel vor laufender Kamera bei seiner Frau und bei seiner Freundin bedankt.  Sekunden später ruderte der Spieler zurück und sagte, er habe nur seine Frau gemeint.  „Sorry“, sagte er, und: „Ich liebe dich von ganzem Herzen.“

= Der deutsche Blindenfußballer Serdal Celebi ist für das „Tor des Monats“ in der ARD nominiert. Beim 2:1 seines FC St. Pauli zirkelte er den Ball nach einem feinen Dribbling links oben in den Winkel.

= 1973 stand Borussia Mönchengladbach im Pokalfinale.  Günter Netzer war vom Trainer nicht aufgestellt worden, weil er als Verräter galt, seit er bei Real Madrid unterschrieben hatte.  Als den Borussen die Niederlage drohte, winkt Netzer einen Kollegen kurzerhand vom Platz, wechselt sich selber ein und schießt das entscheidende Tor.

=  Während des Revierderbys 1969/1970 in Dortmund wurde der Schalker Friedel Rausch vom Schäferhund Rex gleich zweimal in den Allerwertesten gebissen.  Dass Rausch weiterspielen konnte, hatte er einer vom Mannschaftsarzt mitleidslos verabreichten Tetanusspritze zu verdanklen.  Hinterher plagten Rausch nicht nur Schmerzen im Hintern, sondern auch die dämlichen Kommentare der Kollegen:  „Stell die vor, der Hund hätte dich vorne gebissen.“  Darauf Rausch:  „Dann hätte der Köter seine Zähne verloren.“

 

Moralische Zwickmühle

Die Regierung von Lybien hält sich offensichtlich an die Zusage, ins Land gekommene Flüchtlinge an der Weiterfahrt über das Mittelmeer nach Europa zu hindern. Das ist gut so !  Nun musste ich gestern Abend in der Tagesschau zur Kenntnis nehmen, daß diese Menschen schlimmer als Tiere „eingelagert“ werden.  Frauen, Kinder, Männer jeden Alters werden zusammen auf engstem Raum zusammengepfercht  –  ich fühlte mich spontan an die Massentierhaltung bei uns erinnert. So deprimierend und inhuman und hoffnungslos die Situation dieser Flüchtlinge ist, so ratlos bin ich hinsichtlich der Frage, wie man ihnen helfen kann.

Europa und auch Deutschland werden es politisch und auch wirtschaftlich nicht verkraften, noch einmal so viele Flüchtlinge aufzunehmen, wie in den letzten drei Jahren.  Obwohl 99 Prozent der nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge keinen Ärger machen und obwohl nach und nach mehrere hunderttausend von ihnen Jobs übernehmen, für die kein Deutscher zur Verfügung steht und obwohl sie damit das Durchschnittsalter der Beschäftigten senken und das Rentenproblem entschärfen  –  trotz all dieser Fakten wählen schon jetzt Millionen Deutsche diese Neonazi-Partei. Wenn unsere Wirtschaft mal Probleme hat und die Anzahl der Arbeitslosen nach oben schießt, dann wird die Mehrheit unserer lieben Mitbürger die Nazis ganz legal an die Macht bringen.

Wie kann eine humanitäre und unsere Demokratie schützende Migrationspolitik aussehen ?

1. Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte muss erhalten bleiben.

2. Europa muss eine Regelung für Kriegsflüchtlinge schaffen, die mit einer nach oben begrenzten Gesamtzahl aufgenommen und auf alle EU-Länder verteilt werden.

3. Geduldete Flüchtlinge, die sich in Deutschland integriert haben, die die deutsche Sprache sprechen, die unsere Rechtsordnung respektieren und die keine Sozialleistungen beziehen, erhalten ein langfristiges Aufenthaltsrecht, das mit der Einbürgerung abgeschlossen werden kann. Der Eid auf unsere Verfassung und die Akzeptanz unseres Rechtsstaats mit der Anerkennung der Trennung von Kirche und Staat und der Gleichberechtigung von Mann und Frau sind unabdingbar.

4. Ähnlich wie Kanada oder Australien schaffen wir eine sogenannte Blue Card (Punktesystem), damit Menschen mit einer beruflichen Qualifikation und mit Sprachkenntnissen offene Stellen in unserer Wirtschaft besetzen können.

Der Unterdrückung von Mädchen und Frauen bei manchen Einwanderern muß wirksamer entgegengetreten werden; gewinnen wir die Mütter, so gewinnen wir deren Kinder.

Wegen der drastisch steigenden Bevölkerungszahlen besonders in Afrika wird uns das Flüchtlings-Thema noch lange begleiten. China und einige europäische Länder – so auch Deutschland – versuchen nicht nur mit Entwicklungshilfe die Wirtschaft in Afrika anzukurbeln. Bei diesen Bemühungen gibt es zwei große Hindernisse: Das ist die immer noch grassierende Korruption und die Bevölkerungsexplosion; so soll Nigeria im Jahr 2100 nahezu 900 Millionen Einwohner haben; vor ein paar Jahren waren es noch 150 Millionen.

Warum gehen die UNO und die EU und die tausenden Hilfsorganisationen nicht dazu über, kostenlose Verhütungsmittel incl. der Pille an Afrikas Frauen und Mädchen zu verteilen und gleichzeitig die katholische Kirche dazu zu vergattern, die Empfängnisverhütung zu erlauben ?

 

Lachen ist gesund

=  Man sollte so lange bei seinen Eltern wohnen, bis man zu den Kindern ziehen kann.

=  Ein Mann braucht eine Frau, die arbeiten kann;  eine Frau, die kochen kann;  eine Frau, die gut aussieht und sexy ist.

Der Knackpunkt ist, daß die drei nichts voneinander erfahren dürfen.

=  Die intelligente Frau lernt beizeiten,  den Mann zu bewundern.  Auch ohne Grund.

=  Frage an Radio Eriwan:  Stimmt es, daß Radio Eriwan seine Sendungen einstellen mußte ?

Radio Eriwan antwortet:  Im Prinzip nein.  Allerdings wurden wir wegen einer Pause vorübergehend zum Schweigen gebracht.

Zusatzfrage:  Sind denn jetzt auch schon Pausen verboten ?

Radio Eriwan antortet:  Im Prinzip nein. Aber wir haben gesagt:  „Der Sozialismus taugt überhaupt nichts ….“  Hier haben wir eine Pause gemacht und erst dann den Satz beendet:  „….. im Vergleich zum Kommunismus.“

=  Frage an Radio Eriwan:  Ist die Rückkehr vom Mond wirklich so gefährlich ?  Radio Eriwan antwortet:  Im Prinzip nein.  Technisch ist das Problem gelöst, aber wie sollen wir unsere Kosmonauten zur Rückkehr zwingen ?“

=  Viagra  –  wenn wir auswärts übernachten, brauchen wir es nicht  –  und für daheim ist es uns zu teuer.

=  Was soll man Frauen zeigen, wenn sie 20 Jahre unfallfrei gefahren sind ?  Den 2. Gang!

 

Sachliche Romanze – Erich Kästner

Als sie einander acht Jahre kannten  und man darf sagen:  sie kannten sich gut),

kam ihre Liebe plötzlich abhanden.  Wie anderen Leuten Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter, versuchten Küsse, als ob nichts sei,

und sahen sich an und wußten nicht weiter.  Da weinte sie schließlich und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.  Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier

und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.  Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Cafè am Ort und rührten in ihren Tassen.

Am Abend saßen sie immer noch dort.  Sie saßen allein und sie sprachen kein Wort

und konnten es einfach nicht fassen.

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Du bist wie eine Blume  –  Heinrich Heine

Du bist wie eine Blume, so hold und schön und rein;

ich schaue dich an, und Wehmut schleicht mir ins Herz hinein.

Mir ist, als ob ich die Hände aufs Haupt dir legen sollt,

betend, daß Gott dich erhalte so rein und schön und hold.

 

Kurz und interessant

= Der Topmanager Dieter Vogel gibt einen Rat an Unternehmensgründer:  „Seid experimentierfreudig, unangepasst und habt keine Angst vor dem Scheitern.  Feiert Erfolge, motiviert euer Team, beteiligt die Mitarbeiter.  Und lasst euch nicht desillusionieren, wenn ihr nicht schon übermorgen der neue Stve Jobs seid.  Unternehmer zu sein, kann auch unterhalb dieser Dimensionen sehr glücklich machen  –  und das jeden Tag.“

= Der Zeitzeuge des Nazi – Terrors und der November-Progrome 1938 Walter Strauss:  „Ich glaube nicht, daß die Menschen aus der Geschichte lernen und gescheiter werden.“

=  Sowohl die Lehre von der Irrtumsfreiheit der Schrift (Bibel) als auch der Versuch, im neunzehnten Jahrhundert die Gewissheit durch eine Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes zu sichern, haben sich als untauglich erwiesen.  Weder die Lehre von der „Unfehlbarkeit des Papstes“ noch die Lehre von der „Unfehlbarkeit der Schrift“ knn den Bruch in der religiösen Erkenntnis heilen. (Fundstück)

= Mobs von wütenden, hasserfüllten, Fäuste schwingenden muslimischen Männern fordern den Tod der in Pakistan frei gesprochenen Christin Asia Bibi. Der radikale Islam zeigt sein wahres Gesicht. Die Bedrohung für Richter, Verteidiger und die Familie ist extrem.  Der Religionsführer der TLP, ein Imam, fordert den Tod eines Menschen, der unter zweifelhaften Bedingungen der Blasphemie beschuldigt wird.

= Der Rapper Kollegah sang die Textzeile „mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen.“ Nach deutlicher Kritik und der Abschaffung des „Echo“ fuhr der Rapper nach Auschwitz und zeigte sich geläutert. Das hat nicht lange angehalten.  Jetzt sieht sich Kollegah als Opfer einer Hetzkampagne und vergleicht die Judenvernichtung mit der Situation der Palästinenser heute.  Progrome, Entrechtung, Deportation, industrielle Vernichtung von sechs Millionen Juden ist „im Prinzip das Gleiche“ wie die heutige Lage der Palästinenser.

= Die EU müsste erfunden werden, gäbe es sie nicht bereits.  Wir sollten mit ihr  vorsichtig, beinhe zärtlich umgehen.  Wenn sie jetzt scheitert, tragen die wachsenden Unsicherheiten, die sich über manche Gesellschaften wie Karzinome ausbreiten, zur weiteren Beflügelung brachialer populistischer Bewegungen bei.  (Fundstück)

= „Die Krise des Euro ist vorbei.  Die Nachricht, daß Griechenland wieder den Zugang zu den Märkten hat, ist europaweit erstaunlich wenig beachtet worden.  Ich bin jetzt seit fast fünf Jahren Finanzminister und war bei den Verhandlungen sehr dicht dabei. Wenn Sie zurückschauen, wie die Medien 2015 darüber berichtet haben, dann konnte man den Eindruck bekommen, die Eurozone fällt zusammen.  Jetzt, wo der Fall gelöst ist, redet kein Mensch mehr über Griechenland.“   (Pierre Gramegna, Finanzminster Luxemburgs)

= Judith N. Levi, als Tochter deutscher Juden in Amerika geboren, glaubte Jahre lang, das Deutschland der Gegenwart sei durch seine Nazi-Vergangenheit unausweichlich vergiftet.  Doch eine Reihe von Besuchen in Deutschland öffneten ihr die Augen.  Sie baute sich einen großen deutschen Freundeskreis auf und lernte, den Menschen, die sie verachtet hatte, mit Anteilnahme und Verständnis zu begegnen. Sie entdeckte das fehlende deutsche Puzzleteil ihrer Identität und begann, die positiven Auswirkungen deutsch-jüdischer Versöhnung zu schätzen.  Heute hält sie vor amerikanischem und deutschem Publikum Vorträge über ihre Erfahrungen in Deutschland und ihre Einsichten zum Thema Versöhnung.  Ihre einzigartige und mitreißende Geschichte inspiriert nicht nur Deutsche und Juden , sondern alle Menschen.

=  „Immigration ist eindeutig gut !“  In einer entwickelten, aber alternden Volkswirtschaft kann sich Wachstum neben der Produktivität nur aus Zuwanderung speisen. Bei rückläufigen Geburtenraten und einer älter werdenden Bevölkerung  braucht allein Deutschland eine (gezielte !) Zuwanderung von mindestens 400.000 Menschen p.a. –  darunter auch Leute ohne besondere Ausbildung, weil zahlreiche „einfache“ Tätigkeiten vom Müllfahrer über die Krankenpflegerin über den Anstreicher über den Kellner usw. usw. von Deutschen und gebildeten Ausländern nicht übernommen werden.

 

Auf Ihre Gesundheit !!!

Gehören Sie zu den Menschen, die ihre Nahrung rein mechanisch und völlig unbewusst in sich hineinschaufeln, die schlucken, ohne lange genug zu kauen ? Wälzen Sie in Ihrem Kopf die wildesten Gedanken und hegen Sie in Ihrem Herzen die chaotischsten Gefühle oder streiten Sie sich womöglich, während Sie versuchen, sich zu nähren ? Oder lesen Sie die Zeitung oder starren Sie in den Fernseher ?  Oder halten Sie beim Essen Ihren Kindern eine Moralpredigt oder kotzen Sie sich beim Essen über Kollegen oder Vorgesetzte aus ?.  Sie stören auf diese Weise die Funktion Ihres Organismus:  Nichts läuft wie es soll, weder die Verdauung, noch die Sekretion, noch die Ausscheidung von Schadstoffen.  Vor allem:  Essen Sie nicht unter Stress !!  Bevor Sie anfangen zu essen, sollten Sie möglichst ruhig geworden sein.  Es kann helfen, wenn Sie für ein paar Momente Ihre Handflächen auf den Solarplexus und Magen legen, Ihre Augen schließen und Ihre Aufmerksamkeit auf diese Stellen richten.

Legen Sie besondere Aufmerksamkeit auf den ersten Bissen:  Sie sollten ihn so lange kauen, bis er sich im Mund auflöst.  Der erste Bissen setzt alle möglichen Mechanismen in Gang. Die Verdauung beginnt im Mund.  Und nur im Mund schmecken und geniessen Sie das Essen.  Falls Sie das hinkriegen:  Trinken Sie nichts zum Esen !  Bis 30 Minuten vor und ab 60 Minuten nach dem Essen kann man etwas trinken.

Neben dem bewussten und langsamen Essen gibt es noch zwei Ratschläge, die ich immer wieder erwähnen werde:

–  Meiden Sie Zucker und lesen Sie die Inhaltsangaben, weil nicht nur in Wurst- und Senfsorten Zucker enthalten ist.

–  Trinken Sie über den Tag verteilt oft kleine Mengen stilles, leicht angewärmtes Wasser.  Je nach Bewegungsintensität und Alter ein bis drei Liter. (Ich lese soeben, daß Studien der Universität Harvard beweisen,  daß täglich zwei bis drei Liter Wasser ohne Kohlensäure und Zucker das Risiko, an Krebs zu erkranken, um fast die Hälfte senken.  Auch das Herzinfarktrisiko soll – besonders bei Frauen – deutlich sinken)

 

Undemokratische Frauenquote

Im folgenden Leitartikel  „Wider die Demokratie“ von Reinhard Müller (FAZ) stimmt jedes Wort:

„Weder Quote noch „Parität“ haben etwas mit Normalität zu tun.  Das Ziel, das Parlament auf einen Frauenanteil von 50 Prozent zu bringen, ist weder der DDR noch Nordkorea eingefallen.  Wenn aus freien Wahlen eine Volksvertretung hervorgeht, in der 80 Prozent Frauen, Männer, Migranten oder Muslime sitzen, oder auch nur 20 Prozent, dann ist das  –  Demokratie. Wenn Parteien sich selbst Quoten auferlegen, dann muss es demokratisch und rechtsstaatlich zugehen.  Quoten, gar die Vorgabe einer Parität in Parlamenten verstoßen gegen  grundlegende demokratische Grundsätze. Hier wird nämlich ein bestimmtes Ergebnis vorgegeben.  Demokratie heißt jedoch, daß alle in freien, geheimen und gleichen Wahlen abstimmen  –  aber nicht, daß dabei eine repräsentative Volksvertretung herauskommen muß. Sonst müßte man ja auch Vorgaben nach Alter und Herkunft machen. Und warum nicht auch gleich nach Vermögen und Bildung ?

Entscheidend ist, daß jeder die Chance hat, alles zu werden. Nicht jede Position ist aber gleich begehrt.  Quotenregelungen etwa bei der Müllabfuhr und bei Hebammen wären naheliegender als im Bundestag.  Zwingende Vorgaben beleidigen eine freie Gesellschaft und Wirtschaft. Und rütteln an den Grundfesten der Demokratie.  Die Kanzlerin hat bisher auf Parität in der Praxis wenig Wert gelegt  –  aber allein dadurch, daß sie regierte, mehr für die Rechte der Frauen getan, als es eine Quote je könnte.“

 

Buddhismus und Christentum

Zitate aus der Literatur:

„Wenn Buddhisten und Christen zusammenkommen, sollten wir in Achtsamkeit ein gemeinsames Mahl als wahre Übung der Kommunion einnehmen.  Achtsam ein Stück Brot oder eine Schale Reis zu essen und wahrzunehmen, daß jeder Bissen ein Geschenk des ganzen Universums ist, heißt intensiv leben.  Wir brauchen uns nicht vom Essen ablenken zu lassen, auch nicht durch die Lesung von Schriften oder Lebensgeschichten von Bodhisattwas oder Heiligen.  Wo Achtsamkeit ist, da sind auch der Buddha und der Heilige Geist bereits gegenwärtig.

Auf dem Altar meiner Klause in Frankreich stehen Bildnisse von Buddha und Jesus.  Wenn ich Räucherwerk entzünde, nehme ich Kontakt mit beiden als meine spirituellen Ahnen auf.  Dies ist mir möglich, weil ich vielen wahren Christen begegnet bin, Männern und Frauen, deren Leben und Worte die tiefsten Aspekte der christlichen Religion verkörpern.

Aus dem wahren Wesen der Buddhaschaft entsteht, sich überall hin ausdehnend, die Kraft des Mitgefühl und erwirkt durch ihr freies Kräftespiel das Wohlergehen anderer.

Selbst Vater Thomas Keating, der schon länger als 50 Jahre Trappistenmönch ist und von 1961 bis 1981 Abt von Saint Joseph`s Abbey in Spencer/Massachusetts war,  sucht im Dialog mit den buddhistischen und anderen traditionellen Weisheitslehren wie auch mit der zeitgenössischen Wissenschaft nach Vertiefung jener uralten Praxis, die er als „Gebet der Sammlung“ bezeichnet.  Für Vater Keating hat sich herausgestellt, daß gewisse Elemente der buddhistischen Meditationspraxis die christliche Tradition gut ergänzen, weil sie dem Erleben neue Wege zur Wahrheit Gottes eröffnen.  Der weithin bekannte Thomas Merton, Trappist wie Keating und Verfasser von „Der Berg der sieben Stufen“, eines Best- und Dauersellers seit den 1940er Jahren – auch er hat sich in die buddhistische Tradition vertieft.  Selbst glühende Christen stellten also fest, daß der Drang zur Gottsuche über das Bett eines einzelnen religiösen Traditionsflusses hinaus ausufert.“

Schade, daß die Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ den Buddhismus mit ein paar oberflächlichen Bemerkungen auf die Seite räumt:

„Westliche Beobacher sehen die asiatische Religion zu sehr durch eine rosarote Brille.  Im Namen des Buddhismus wird heute Gewalt angewendet, wie ewa in Myanmar deutlich wird.  Wichtige buddhistische Strömungen lehnen westliche Prinzipien wie Liberalismus, Individualismus, Menschenrechte und Demokratie ab. Es existieren zahlreiche Belege dafür, daß auch die Buddhisten der Zivilisation den Vorrang vor der Natur einräumen.“

Die Gewaltgeschichte des Christentums, die bis heute andauert und deren Basis im immer noch gültigen Alten Testament liegt, hat mit Jesus Christus genau so wenig zu tun, wie der von geschäftstüchtigen Gurus und politischen Gewalttätern benutzte Buddhismus. Ich sehe den Buddhismus nicht als Religion, sondern als Weltanschauung und ich orientiere mich an dem Büchlein „Dhammapada“ (Der Wahrheitspfad) – einer Sammlung von Äußerungen über den Weg zum inneren Frieden, die den Lehrreden des etwa 500 Jahre vor Christus lebenden Gautama Buddha entnommen sind.  Dieser Innere Frieden ist ebenso mein Ziel wie die Nächstenliebe von Jesus Christus. Auf die Dogmen, die Unfehlbarkeit des Papstes, die Heiligsprechungen und die mir unverständlichen Messen kann ich ebenso verzichten wie auf die Berge von Pseudo-Buddhismus.

Ich komme auf dieses Thema immer mal wieder zurück.

 

Singen Sie !!!

Ich habe eine schreckliche Stimme.  Deshalb singe ich nur, wenn ich allein bin.  Also im Auto, auf dem Fahrrad, beim Spaziergang.  Ein Arzt hat mir diese Empfehlung gegeben, weil Singen positiv auf den Körper und die Seele wirkt.  Und es macht Spass !!!  Ich singe  „Das Wandern ist des Müllers Lust“  und  „So ein Tag, so wunderschön wie heute“  und  „Wir wollen niemals auseinander gehn“ und  „Alle Vögel sind schon da“  und das Pfadfinderlied aus Kindertagen  „Jenseits des Tages standen ihre Zelte“ und mein Lieblingslied  „Kein schöner Land in dieser Zeit“ und und und.

 

Den linken Terror nicht vergessen !

Es ist gut und notwendig, daß wir Deutsche unsere Nazivergangenheit erforschen, dokumentieren und niemals vergessen !  Uns Deutschen geht es wirtschaftlich gut, die Demokratie funktioniert und unser Traum vom vereinten Europa rückt jeden Tag etwas näher.  Dennoch müssen wir mit ansehen, daß die rechtsradikale Partei AfD von Millionen Deutschen gewählt wird. Wie viele Millionen werden es sein, wenn wir in eine wirtschaftliche Krise mit hoher Arbeitslosigkeit schlittern ? Was passiert, wenn die AfD an die Macht kommt ?

Was passiert, wenn die Linke an die Macht kommt ?  Nach meiner Einschätzung ist die Linke eine ebenso große Gefahr für unser Land, wie es die AfD ist.  Viele führende Genossen sind immer noch Kommunisten, auch wenn sie das verschweigen; einige verschweigen es nicht einmal und sind im politischen Kampf immer noch für die Anwendung von Gewalt.

Es macht keinen Sinn, den kommunistischen Massenmord mit dem Terror der Nationalsozialisten abzugleichen. Aber wir müssen auf dem linken Auge genau so wachsam sein, wie auf dem rechten.  Deshalb sollten Schulen, Universitäten und ARD und ZDF u.a.m. den linken Terrorismus in der Sowjet-Union, in China, in Kambodscha und anderen Ländern thematisieren.

Ihnen, liebe Leser, möchte ich ein Buch empfehlen, das Sie umhauen wird: „Das Jahrhundert der Wölfe“  von Nadeshda Mandelstam.  Hier nur ein kleines Zitat:

„Nie werde ich die Frau vergessen, deren Sohn zufällig anstatt des gleichnamigen Nachbarn, der gerade nicht zu Hause war, verhaftet wurde. Der Frau gelang es, bei irgendeiner Stelle vorzusprechen und zu beweisen, daß im Haftbefehl, mit dem man ihren Sohn abgeholt hatte, der Vorname und Vatersname seines Nachbarn aufgeführt waren.  Sie musste Berge versetzen, um nur das zu erreichen.   Die Freilassung ihres Sohnes war bereits angeordnet, als sich herausstellte, daß er nicht mehr am Leben war.  Er starb durch einen seltsamen Zufall, während sein Nachbar durch Zufall am Leben blieb und sich versteckt halten konnte.“

Nadeshda Mandelstam war die Frau des berühmten russischen Dichters Ossip Mandelstam, der 1938 oder 1939 dem Stalin-Terror zum Opfer fiel.

 

Politiche Erfolgsmeldungen

Deutsche Wutbürger aus allen Schichten, Medien, Journalisten, Experten und Intellektuelle versuchen seit Jahren mit absurden und verlogenen und pauschalen Beschuldigungen die Bundesregierung oder die Politiker zu diffamieren.  Das geht dann so:  „Ihr da oben belügt uns doch alle !“  –  „Politik ist nur noch ein Pokerspiel.“  –  „Politiker sind Schnäppchenjäger, Führungsversager und Lachnummern.“  usw.  usw.

Hat also die Tatsache, daß Deutschland zu den erfolgreichsten Ländern der Welt gehört, nichts mit der Arbeit unserer Regierung zu tun ?  Ich möchte einige Zeitungsmeldungen aus den letzten Wochen (!!!) zitieren:

= „Deutschland gibt besonders viel.  Im vergangenen Jahr war Deutschland mit 1,8 Milliarden Euro nach Amerika der zweitgößte Geber bilateraler humanitärer Unterstützung.“

= Ein neues Pflegegesetz für mehr Personal und mit höheren Löhnen wurde verabschiedet.

= Die Arbeitslosigkeit hat mit 3,5 Prozent bei Menschen im Alter von 25 bis 64 Jahren einen Wert erreicht, der deutlich unter dem Durchschnitt der OECD liegt.

= Die Steuerzahler werden im Jahr 2019 mit zehn Milliarden Euro entlastet. Kindergeld, Kinderfreibetrag und Grundfreibetrag steigen.

= Reformpaket im Bundestag:  Die Renten steigen spürbar.

= Armutsrisiko sinkt auf Tiefstand.

= Deutschland hat jetzt mehr als 45 Millionen Beschäftigte (eine Zahl, die jeder vor zehn Jahren für völlig utopisch gehalten hätte). Die Wirtschaft sucht händeringend nach Arbeitskräften.  Die Zahl der Langzeitarbeitslosen geht deutlich zurück.

= Die deutschen Investitionen in Forschung und Entwicklung sind hoch.  Die Unis Tübingen und Stuttgart, das Max-Planck-Institut für intelligente Systeme, das Land Baden-Württemberg und einige Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um dem kalifornischen Silicon Valley Paroli bieten zu können.

= Ökostrom verdrängt Kohle aus dem Netz. Erneuerbare Energien haben 2018 38 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt.

= Deutschland verstärkt mit 24,7 Milliarden Euro die Entwicklungshilfe deutlich.

= Wo haben junge Menschen die besten Entwicklungschancen ?  Deutschland liegt auf dem globalen Jugend – Entwicklungsindex auf Platz 1 !!!

= In Münster wird für 46 Millionen Euro ein neues Gebäude für die Nano-Forschung errichtet.  Hier können die verschiedenen Disziplinen erstmals unter einem Dach forschen.

= Deutschland liegt mit 40 bezahlten Urlaubs- und Feiertagen an der Spitze in Europa.

= Am 30.10.2018 wurde gemeldet, daß die gesamte Arbeitslosigkeit unter 5 Prozent liegt.

= Deutschland wird im Ausland als Stabilitätsanker für sich selbst, für Europa und weit darüber hinaus gesehen.  Die „New York Times“ nennt unser Land „The liberal West`s last defender.“

= Deutschland stösst 2018 weniger CO2 aus.

= Mit aller Kraft für den Frieden. Merkel besucht die Ukraine – für die sie seit 2014 viel getan hat.

Unser Land und unsere Regierung genießen Respekt und Anerkennung in der Welt.  Zur Aufnahme der Flüchtlinge sagt ein Mexikaner:  „Deutschland hat bewiesen, daß die Unantastbarkeit der Würde keine leere Worthülse ist.“  In Israel beneiden die Befragten die Stabilität der politischen Verhältnisse in Deutschland;  in Serbien stellt ein Befragter fest:  „Deutschland hat ein unglaubliches Verfassungsgericht, das sich fundiert mit gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftigt und das Grundgesetz zukunftsorientiert auslegt.“   Rund um den Globus wird die deutsche Wirtschaft und die Stärke der Marken und deren Fokus auf Qualität geschätzt:  „Die Deutschen sind die führende Technologie-Nation. Das liegt an ihrem hervorragenden Aus- und Weiterbildungssystem.“

Eine Frage an die Wutbürger:  Sind  diese Erfolge und positiven Entwicklungen und viele andere hier nicht erwähnte Fortschritte  t r o t z  der Bundesregierung entstanden ?

 

 

Feinde der Demokratie

„Wenn etwas nicht funktioniert oder nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen, dann, so glauben wir, hat jemand  –  die Eltern, die Gesellschaft, die Politik, der Staat  –  seine Aufgabe nicht richtig erledigt, weshalb er, bitte schön, für Ersatz sorgen müsse.  Der Gedanke, daß   w  i  r    die Gesellschaft sind, daß die Demokratie nicht nur eine Angelegenheit der Politiker, sondern auch der Bürger ist, scheint immer mehr auf dem Rückzug zu sein.“  (Michael Widerstein)

Was ist los in unserem Land ?  Überall herrscht dieses diffuse Gefühl der Angst vor Veränderung und Verschlechterung der eigenen recht guten Lebensverhältnisse, gerade bei Leuten, die es eigentlich geschafft haben (Arbeit, Haus, Familie, zweimal Urlaub).   Um Empathie, Mitgefühl und Anteilnahme im täglichen Miteinander steht es nicht gut; das gesellschaftliche Klima wird kälter, der Ton aggressiver. Der Populimus blüht. Die Hemmschwelle sinkt. Der schiere Hass vieler Kommentare im Internet verschlägt einem die Sprache.  Die Zeiten sind friedlich, aber die Ängste sind groß.

„Die Wurzeln des Fanatismus liegt darin, daß man eine Haltung mit kompromissloser Selbstgerechtigkeit vertritt – jener Selbstgerechtigkeit, die der Fluch so vieler Jahrhunderte war.“ (Amos Oz)

Die Flucht vor Politik ist besonders gefährlich für die Demokratie. Die Demokratie ist etwas, das ständiger Pflege bedarf, wie ein Auto. Von Autos verstehen wir Deutsche viel; wir wissen, was Bremsbeläge sind, wir bringen das Auto pünktlich zur Inspektion und wir halten es sauber. Von der parlamentarischen Demokratie wissen wir wenig; wir belassen es bei Pauschalkritik und Verleumdung der Politiker. Die Mehrheit unserer Bürger verstehen nicht einmal unser Wahlsystem mit Erst- und Zweistimmen, die demokratischen Parteien haben mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder verloren und in manchen Kommunen wird es schwierig, Kandidaten für die Wahlen zu finden.  Über fünfzig Prozent der Wahlberechtigten, also über 30 Millionen unserer lieben Mitbürger wählen nicht oder sie wählen radikale Parteien wie die AfD oder die Linke.

B. Brecht:  „Vierzig Jahre unter den Menschen haben mich ständig gelehrt, daß sie der Vernunft nicht zugänglich sind.  Zeige ihnen einen roten Kometenschweif, jage ihnen dumpfe Ängste ein, und sie werden aus ihren Häusern laufen und sich die Beine brechen.“

Hannah Arendt:  „Das Politische wurde im 20. Jahrhundert gleich zweimal an den Rand des Untergangs gedrängt.  Einmal durch den totalitären Faschismus und Kommunismus und einmal durch die Existenz der Atombombe, die in der Lage ist, die ganze Menschheit zu vernichten.  Das Glück im Winkel, auch im Winkel der Konsumgesellschaft, hat die Freude am Politischen fast vollständig erdrückt.  Nach den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts ist der Wunsch populär, die Menschen mögen die Politik auf irgendeine Weise abschaffen.“

Karl Popper:  „Hören die Menschen auf, für eine offene Gesellschaft zu kämpfen, ist es mit allem vorbei: mit der Freiheit, mit der Demokratie und mit der Marktwirtschaft.“

Wer war zuerst da  –  die Henne oder das Huhn ?  Haben die Medien mit ihrer antipolitischen Hetze die Wutbürger gezeugt oder mussten die Medien aus wirtschaftlichen Gründen das Geschäftsprinzip „Bad News are good News“ reaktivieren, um die Wutbürger nicht als Kunden zu verlieren ?  Fakt ist eine Diffamierung der Politiker oder der Politik auf Primitiv-Niveau; Beispiele:

  •  Leserbrief FAZ:  Minister Schäuble erinnert an Walter Ulbricht.
  •  Grönemeyer:  Politiker lügen doch alle.
  •  Ochsenknecht:  Politik ist ein Scheißgeschäft.
  •  Mai 2014/Titelseite Focus-Money:  „In 10 Jahren ist ihr Vermögen weg. Die Wahrheit hinter den Kulissen der Schuldenkrise. Die Regierungsparteien planen derzeit: Immobilienabgabe, Vermögenssteuer, Enteignung.“  (Diese Behauptungen waren natürlich erstunken und erlogen)
  • „Die Anleger müssen sich 2017 auf einiges gefasst machen: Notenbanker und unberechenbare Politiker bedrohen unsere Zukunft.“  (FAZ a.S.)
  • „Viele Kulturen ekeln sich vor Kot und schmierigen Politikern.“  (Zitat S.Z.)
  • Riesenschlagzeile Titelseite ZEIT:  „Das Schweigen der Politik.  Das große Insektensterben und warum die Politik nichts tut.“
  • Riesenschlagzeile Titelseite SPIEGEL:  „Aufstand der Wutbürger.  Ihr da oben belügt uns doch alle.“
  • „Ich halte Andrea Nahles für einen der leichtsinnigsten und gefährlichsten Politiker.“  (Horst von Buttlar, Chefredaktuer Capital)
  • Der Star-Journalist Jörges schleimt sich so bei seinen Lesern ein:  „Deutschland wird freihändig regiert – an Parlament und Parteien vorbei. Deshalb gehört die Rückeroberung der Demokratie ganz oben auf die Agenda.“
  • „Während den Angestellten die Renten gekürzt werden, kommen die Beamten ungeschoren davon. Kein Wunder: Politiker schonen sich selbst.“  (FAZ a.S.)
  • Süddeutsche Zeitung vor der Bundestagswahl: „Nach der Wahl kommt der Stellenabbau. Experten erwarten Entlassungen.“
  • Süddeutsche Zeitung:  „Kleiner Mann, was nun ?  Der Beruf des Politikers war einmal eine geschätzte Profession. Er handelte von Leidenschaft, Gemeinsinn und dem Bohren dicker Bretter. Heute dealt das politische Personal mit Sponsoren, lädt Geschäftspartner auf Dienstreisen ein und eröffnet feierlich das Teilstück einer Landstraße.“
  • „Wir sind Komplizen !  De Maizière ist politisch verantwortlich für den massenhaften Tod im Mittelmeer.“   (Dieser widerliche Artikel erschien in der ZEIT)
  • „Das Verhalten eines eigentlich zurechnungsfähigen Menschen kann unter körperlichen Beschwerden pathologische Züge annehmen.  Die Welt der Politik ist wohl voll von solchen Versehrten.“  (Der SPIEGEL führt seit Jahrzehnten eine antipolitische Hetzkampagne)
  • Der Star-Journalist Hajo Schumacher, Dauergast in den Talk-Shows, schreibt in der WELT a.S.  Schlagzeile:  „Zu dumm für Politik.  Warum präsentieren sich unsere Volksvertreter als Schnäppchenjäger, Führungsversager und Lachnummern. Wenn Moral als Leitgedanke ausfällt, braucht es wenigstens pragmatisches Geschick.“  (Ausgerechnet dieser Herr nimmt das Wort Moral in den Mund. Ich wette, daß Schumacher morgen für die Nazis schreibt, wenn die gut bezahlen)

Die  „Wir-sind-das-Volk“ – Vertreter sind keineswegs nur Menschen aus den unteren sozialen Schichten; es gibt zahlreiche Akademiker, die sich  (manchmal sogar in lateinischer Sprache) unter das Niveau von Hajo Schumacher begeben:

  • Herr Dr. Rümmler aus Bad Soden:  „Quo usque tandem abutere, fractiones Germaniae, patientia nostra ?  Es ist die Egonzentrik der Parteien, die dem deutschen Wähler ein Gefühl der Machtlosigkeit vermittelt. Mehr als eine halbe Milliarde kostet den Steuerzahler die aufgeblähte Summe der Abgeordneten, die sich nicht zu schade waren, im Schweinsgalopp die Diäten zu erhöhen.“  (Leserbrief FAZ)
  •  „Für den sich abzeichnenden Niedergang des liberalen Westens ist das Unvermögen der politischen Führung des Westens verantwortlich.“  (Professor und Direktor Th. Mayer FAZ)
  • Absurdistan:  Professor Doktor Raffelhüschen schätzt die Kosten für das Merkelsche „Wir-schaffen-das-Projekt“ auf 900 bis 1500 Milliarden Euro.  Kommentar:  Ein anderer Wissenschaftler hat ermittelt, daß auf die Sicht von 20 Jahren ein Gewinn für die deutsche Gesellschaft entsteht, weil hunderttausende Flüchtlinge einen Job haben, in die Sozialkassen einzahlen und vor allem jene Stellen besetzen, die kein Deutscher übernehmen will.
  • Auf noch tieferem Niveau ein Professor Dieter Prokop:  „Heute ist die Forderung nach Rechtssicherheit und Rechtsverbindlichkeit eine hilflose Angelegenheit, weil Finanzwirtschaft und Politik ein Pokerspiel geworden sind und weil in der EU die eigenen Verträge nicht eingehalten werden.“
  •   „Kein ordentlicher, bodenständiger, intelligenter Mensch will sich in der Politik engagieren“  –  diesen demaskierenden Satz hat ebenfalls ein Akademiker geschrieben.  Ich würde antworten: „Wenn ihr euch nicht für euer Land einsetzen wollt, dann haltet wenigstens die Klappe und hört auf, zu hetzen.“
  • „Da soll wieder mal die Mitleidskarte gezogen werden. Per Familienzusammenführung einen Zugang zu den deutschen Sozialfleischtöpfen. Mein Vorschlag:  Aussetzung der Zusammenführung auf die nächsten hundert Jahre.“  Dieser FAZ-Leserbrief stammt von Herrn Horst Stöffler aus Neuwied.
  • „Fast 90 Prozent machen Politiker verantwortlich für steigende Gesundheitskosten.“
  • Süddeutsche Zeitung auf der Titelseite:  „Zum Heulen. Ein Flüchtlingskind weint, die Kanzlerin will Mitgefühl zeigen.“  Dann zitiert die S.Z.  Kommentare aus dem Internet:  „Eine gefühlskalte Bundeskanzlerin will Probleme einfach wegstreicheln.  Merkel streichelt demnächst auch Altersarmut, Diskriminierung, Jugendarbeitslosigkeit und Krebs weg.“  Weiter die S.Z.: „Merkel wirkte so hilflos und kalt wie Wolfgang Schäuble angesichts der weinenden griechischen Rentner.“  Kommentar:  Brechreiz.

Man muss feststellen, daß unsere von den Parteien getragene parlamentarische Demokratie von großern Teilen des deutschen Volkes im Stich gelassen wird;  viele Mitbürger stänkern und hetzen oder interessieren sich nur noch für ihr Auto und ihren Urlaub.  Die Hauptgründe für diese Politik-Abstinenz sind ein Mangel an politischer Bildung, die Alltags-Frustration und natürlich die notorische Diffamierung von Politikern durch Medien und intellektuelle Selbstdarsteller.  „Es kann das Volk sein eigener Tyrann sein, und es ist es oft gewesen.“ (Ludwig Börne)  Und das alles vor dem Hintergrund,  daß unser Land in vielfacher Hinsicht besser dasteht denn je. Im nächsten Kapitel zu diesem Thema geht es ausschließlich um Erfolgsmeldungen.

 

Menschenbeifall

Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll, seit ich liebe ?  Warum achtetet ihr mich mehr, da ich stolzer und wilder, wortereicher und leerer war ?

Ach !  Der Menge gefällt, was auf den Marktplatz taugt. Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen.  An das Göttliche glauben die allein, die es selber sind.

Friedrich Hölderlin

 

Kurz und interessant

= Wie kann man sich gegen Hass im Netz wehren ?  140 Jugendliche sollen das in Work-Shops an mehr als 60 Schulen bundesweit lernen.  Medienpädagogen und YouTube – Stars sollen ihnen zeigen, wie sie sich in Netzdebatten einmischen und Widerstand gegen Hassreden leisten können.

= Ein Ostfriese, der nicht bis drei zählen kann, wird von drei Leuten besucht; der Ostfriese sagt: „Na ihr Zwei, habt ihr einen mitgebracht !“

= Pater Anselm Grün zu Hass und Wut auf fremde Menschen und Flüchtlinge:  „Der innere Neoprenanzug der Ablehnung ist ein Schutz. Diese eigene Angst hat Ursachen, z.B. ein geringes Selbstbewusstsein oder Verdrängung von emotionalen Problemen. Es braucht einen liebevollen Blick auf das Individuum, damit Menschen den Mut entwickeln, auf die Ursachen für Wut und Hass zu schauen.  Hässlich ist nur der, der sich und andere hasst.“

=  Brückenbauer:  Wenn Stef Wertheimer deutsch spricht, ist seine Herkunft nicht zu überhören. Der israelische Milliardär schämt sich seiner alten Heimat nicht. Robert Bosch ist für den Israeli eines der größten Vorbilder.  In Israel orientiert sich der 1926 im badischen Kippenheim geborene Wertheimer an Baden-Württemberg.  Wertheimer, der seine Brücken nach Deutschland nie abgebrochen hat, wurde vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.  Im Norden Israels baute Wertheimer das einzige Jeckes-Museum;  Jeckes wurden die aus Deutschland eingewanderten Juden genannt, die anfangs auf Anzugjacke und Hut nicht verzichten wollten.

= Vers 111 der neunten Sure des Koran besagt, dass ein Muslim durch seinen Glauben vertraglich gebunden ist, auf Allahs Weg zu töten und getötet zu werden. „Das ist das wahre Glück“ heißt es da.  Was sagen die muslimischen Gemeinden dazu ?

= Titelseite und zwanzig Seiten heiße Luft:  Der SPIEGEL hat es doch tatsächlich geschafft, mit einem 15-köpfigen Projektteam das „größte Datenleck der Geschichte mit über 70 Millionen Dokumenten“ auszuwerten und die „geheimen Pläne einer exclusiven Liga der europäischen Top-Clubs“ zu enthüllen. Diese Sensationsmeldung schaffte es sogar an den Beginn der Tagesschau.  Uns Fußball-Fans interessiert dieses Thema nullkommanull.  Es ist uns völlig wurscht, ob Bayern München mit Clubs, die von arabischen Scheichs ausgehalten werden, eine neue Liga erfindet, um noch mehr Kohle zu machen.  Macht es und lasst uns in Ruhe. Ich schaue lieber Sandhausen gegen Heidenheim als Paris gegen Monaco.

= Der neue bayerische Umweltminister Thorsten Glauber war in der katholischen und sportlichen Jugendarbeit tätig und er hat vor allem für seinen Heimatverein Jahn Forchheim in der vierten Liga Fußball gespielt. Viel Glück !