Als ich mich selbst zu lieben begann………

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man Vertrauen.

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man authentisch sein.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man Reife.

Als ich mich selbt zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spass und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man Ehrlichkeit.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und Allem, was mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus, aber heute weiß ich, das ist Selbstliebe.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man Demut.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo Alles stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es Bewusstheit.

Als ich mich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute Herzensweisheit.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: Das ist das Leben !!

Charlie Chaplin zu seinem 70. Geburtstag am 15. April 1959.

 

Kurz – Wichtig – Interessant

= Erich Honecker, bitte komm zurück !! Die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Ost – West – Beziehungen. Die amerikanische Wissenschaftlerin Kristen Ghodsee ist überzeugt, dass Frauen im Sozialismus besseren Sex hatten.“

= „Nur in unseren Träumen sind wir frei. In diesem Jahr ist es 30 Jahre her, dass die Mauer fiel. Unser Autor Harald Stutte erinnert sich an seinen eigenen Versuch, sie zu überwinden: mit 18, auf dem Umweg über Bulgarien. Als das scheiterte, holte ihn die DDR zurück – die lange erträumte erste Flugreise seines jungen Lebens, sie unternahm er ausgerechnet in einer Maschine der Stasi.“ (FAZ)

= Aus einer Predigt: „Teile, so viel du kannst – nicht aber die Verantwortung für dein Leben.“

= Widerlich, abgebrüht und unverschämt: „Sollten die Abgeordneten der Landtage einer Erhöhung der Rundfunkbeiträge nicht zustimmen, bleibt als Ultima Ratio nur die Klärung beim Bundesverfassungsgericht“ sagt der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm und der Kollege Bellut vom ZDF verlangt gar eine regelmäßige Gebührenerhöhung, sonst „sei das Qualitätsniveau nicht zu halten.“

= „Frauen sind soziale Wesen und darum immer bemüht, dem Mann das Gefühl zu geben, dass er gebraucht wird.“

= „Zäher Fortschritt: Erst ab 1896 durften Mädchen das Abitur ablegen, ab 1958 den Führerschein machen. Der Zugriff aufs eigene Bankkonto war bis 1962 von der Zustimmung des Gatten abhängig, bis 1977 konnten Männer ihren Frauen verbieten zu arbeiten.“

= „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“ (Mahatma Gandhi)

= „Der Friede ist das Meisterwerk der Vernunft.“ (Immanual Kant)

= Graf von Galen (Bischof von Münster) am 5. Juni 1945: „Wir wollen auch innig danken unseren christlichen Soldaten, jenen, die in gutem Glauben, das Rechte zu tun, ihr Leben eingesetzt haben für Volk und Vaterland und auch im Kriegsgetümmel Herz und Hand rein bewahrt haben von Haß, Plünderung und ungerechter Gewalt. Gott der Herr, der Herzen und Nieren durchforscht, richtet nicht nach dem äußeren Erfolg, sondern nach der inneren Gesinnung und Gewissenhaftigkeit und wird das Gute belohnen, das Böse strafen nach Verdienst.“

= „Ein Volk, das seine Vergangenheit nicht kennt, kommt leicht in der Gegenwart zum Stolpern.“ (Richard von Weizsäcker).

 

Kurz und interessant

= In einem kürzlich versteigerten Brief von 1954 bekennt Albert Einstein seinen Glauben, daß es Gott nicht gebe: „Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber reichlich primitiver Legenden. Keine noch so feinsinnige Auslegung kann (für mich) etwas daran ändern.“ Religionen sind für Einstein die Inkarnation primitiven Aberglaubens.

= Erpressung !! Wegen der Ostseepipeline Nordstream 2 machen die USA weiter Druck auf Deutschland und drohen Unternehmen, die an dem Projekt mitarbeiten, offen mit Sanktionen. Der US-Botschafter Grenell meint, man dürfe die russische Aggression in der Ukraine nicht mit dem Kauf zusätzlichen Gases belohnen und er erwartet natürlich, daß die Europäer Flüssiggas aus den USA beziehen. Frage an den Botschafter: „Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Multi-Milliarden-Geschäften der USA mit dem den Terror finanzierenden Staat Saudi-Arabien ?“

= Spürhunde können auf den typischen Duft, den Malariapatienten verströmen, trainiert werden. Das könnte neue diagnostische Möglichkeiten auch für andere lebensbedrohliche Tropenkrankheiten eröffnen.

= Im Grußwort des Jüdischen Museums Berlin zur Ausstellung „Welcome to Jerusalem“ heißt es, daß Jerusalem ein „Wunsch- und Sehnsuchtsort für Juden, Christen und Muslime“ ist und daß an diesem heiligen Ort „die drei großen monotheistischen Religionen verwurzelt sind, daß aber religiöses Empfinden und politisches Handeln auf eine Weise verquickt sind, die bisher jeden Lösungs- oder gar Annnäherungsversuch scheitern liess.“ Für den israelischen Premier Netanjahu zeigte das zuviel Verständnis für die arabische Seite; er erdreistet sich, die Bundesregierung zur Kürzung der Fördermittel für das Museum zu drängen.

= In Deutschland ist die kommunistische Partei (KPD) aus zwingenden Gründen seit 1956 verboten. Jetzt lädt die Fraktion der Linken zu einer Feier zum 100. Gründungsjahr der KPD ein. Unter der Fahne des Kommunismus sind Millionen Menschen verhungert und ermordet worden. Dazu passt ein Gedicht auf Stalins Tod des damaligen DDR-Kulturministers Johannes R. Becher: „Dort wirst du, Stalin, steh`n, in voller Blüte der Apfebäume an dem Bodensee, und durch den Schwarzwald wandert seine Güte und winkt zu sich heran ein scheues Reh.“ Bechers Spottname unter Schülern war übrigens „Johannes Erbrecher.“

= Gute Empfehlung: „Für die CSU und Söder wäre es an der Zeit, erstens das Wahlergebnis ehrlich zu analysieren, zweitens das Wort „Demut“ so lange zu vermeiden, bis sie die Bedeutung dieses Begriffs verstanden haben, und drittens endlich die Rolle gut auszufüllen, die der CSU zukommt: die einer auf Bayern in der geographischen Ausdehnung, aber auch ihrer Bedeutung begrenzten Partei, die sich nicht mehr zum Möchtegern-Spieler in der Welt aufbläst.“ (FAZ-Leserbrief)

= Das Drama nimmt kein Ende: Jetzt wurde bekannt, daß sich im Bundesstaat Illinois (USA) fast 700 (s i e b e n h u n d e r t) katholische Geistliche an Kindern vergangen haben. Nachdem die Kirche von Illinois einen Untersuchungsbericht vorgelegt hatte, der 185 Priester-Verbrecher benannte, hatte die Staatsanwältin Madigan eine unabhängige Untersuchung angeordnet und Anschuldigungen gegen weitere 500 Priester zutage gefördert. Wie können der Papst in Rom und zahlreiche Bischöfe besonders in erzkatholischen Ländern wie Polen immer noch unabhängige Ermittlungen verhindern ?

 

Nichts als die Wahrheit ! So wahr mir der SPIEGEL helfe.

Bei meiner heutigen SPIEGEL-Kritik geht es nicht um jenen Reporter, dessen Lügengeschichten unkontrolliert veröffentlicht wurden; das kann passieren und lenkt nur davon ab, dass der SPIEGEl und die Wahrheit im Dauer-Clinch liegen. An einem eher harmlosen Beispiel kann man das festmachen. Im Dezember 2018 titelt der SPIEGEL: „Angela Merkel will der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gern schon vor der Wahl 2021 den Aufstieg in die Regierungszentrale ermöglichen.“ Hier wird ganz typisch eine Vermutung zur Tatsache manipuliert – ein Dauerthema beim SPIEGEl, der auch mit der Verleumdung von Politikern und besonders von Angela Merkel in den letzten Jahren versucht hat, die Leser bei der Stange zu halten. Offensichtlich verfängt das nicht mehr, denn die Führungsebene wird schon wieder neu aufgestellt und SPIEGEL-Online wird mit der klassischen Redaktion zusammengelegt; das dürfte kein Signal zu mehr Faktentreue und mehr inhaltlicher Qualität sein.

SPIEGEL und andere Medien haben mit ihren verleumderischen und zynischen Berichten und Kommentaren über Politiker in den vergangenen Jahren erheblich zum Erfolg der AfD beigetragen.

 

Einige Aktien sind jetzt extrem preiswert

In den letzten Wochen des Jahres sind zahlreiche Aktienkurse um 30, 50 oder gar 70 Prozent gefallen.  Wenn man die Geschäftsmodelle und die Kennziffern einiger Unternehmen nüchtern betrachtet und wenn man unterstellt, daß die Volkswirtschaften in Deutschland, Europa, USA, China, Japan und die Emerging Markets in 2019 leicht rückläufige Zuwachsraten realisieren werden, dann ergeben sich bis Ende 2019 Chancen auf einen Kursanstieg von 50 bis 100 Prozent bei folgenden Werten:

  •  Aurubis, Lanxess, Dt. Post, Salzgitter, GEA, Paragon, Centrotec, Jungheinrich, Thyssen, Voest-Alpine, König & Bauer, Elring-Klinger, Kion, Dr. Hönle, Wacker-Neuson, SHW, Schaltbau, Jenoptik, Fuchs, Leonie, Renault, Wacker-Chemie, Dürr.

Dividendenrenditen von fünf bis zehn Prozent sind wahrscheinlich bei soliden und gut aufgestellten Großunternehmen wie Allianz, Axa, Gazprom, Lukoil, Noril Nickel, BASF, BHP-Billiton.

Nach dem Motto „Gegessen und getrunken wird immer“ sind auch krisenfeste große Unternehmen wie Unilever, Nestle, Diageo, Danone und Anheuser-Busch empfehlenswert.

Im Gesundheitssektor gibt es wegen der wachsenden Weltbevölkerung und den enormen wissenschaftlichen Fortschritten eine ganze Reihe aussichtsreicher Aktien wie Novartis, Roche, Merck & Co., Amgen, Pfizer u.a.

Schließlich sollte man im Öl- und Gassektor zumindest bei BP und Royal Dutch dabei sein; beide mit einer Dividendenrendite von fünf bis sechs Prozent und guten Kursaussichten.

 

Auf Ihre Gesundheit !

= Im Schnitt kauft jeder Bundesbürger zwei Zahnbürsten pro Jahr.  Fachleute raten dazu, die Zahnbürste täglich mit heißem Wasser durchzuspülen und alle zwei bis drei Monate zu wechseln.

= Regeln für einen entspannten Schlaf:

  •  Üben Sie Sport und körperliche Bewegung nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen aus (mindestens zwei Stunden Pause).
  • Gehen Sie nach geistiger Arbeit nicht gleich ins Bett.  Zum Abschalten ist ein kleiner Spaziergang mit tiefem Durchatmen oder eine Meditation hilfreich.
  • Halten Sie das Schlafzimmer kühl und ruhig; die ideale Schlaftemperatur liegt bei 16 bis 18 Grad; auf Frischluft vor dem Zubettgehen achten.
  •  Führen Sie ein persönliches Einschlafritual ein – das kann ein Stück dunkle Schokolade, eine Atemübung oder das Notieren schöner Erlebnisse in einem „Abendbüchlein“ sein.

=  Trockene Heizungsluft verhindern  !

  • Wenn Ihre Haut spannt und juckt und die Nase ständig verstopft ist, kann das an zu trockener Luft liegen.  Zeigt das Hygrometer (gibt es für ein paar Euro im Baumarkt) unter 30 Prozent Luftfeuchtigkeit an, dann helfen diese Tips:
  • Pflanzen aufstellen. Drachenbaum, Yucca-Palme und Birkenfeigen sind dafür ideal.
  • Lüften Sie mehrmals täglich kurz und intensiv. Denn die kalte Außenluft ist feuchter.
  • Schalen mit Wasser auf die Heizung stellen. Das Wasser verdunstet.
  • Keine elektrischen Zimmerbrunnen aufstellen; da wachsen Schimmelpilze, die durch den ganzen Raum wirbeln.

=  Fleisch, Fisch, Wurst

  •  Bleiben diese Produkte zu lange liegen, beginnen Bakterien das Eiweiß zu zersetzen. Grünlich-gelbe Verfärbungen auf dem fahlen Fleisch sowie schleimartige Beläge deuten auf eine massive Bakterienbelastung hin. Dann droht eine Lebensmittelvergiftung, besonders dann, wenn Kolibakterien und Salmonellen im Spiel sind.
  • Nach dem Kauf sollten Fisch- Fleisch- und Wurstwaren umgehend gekühlt  oder noch am gleichen Tag verzehrt werden.  Vakuum-verpackte Lebensmittel können ungeöffnet bis zum Haltbarkeitsdatum verwahrt und verzehrt werden. Ich empfehle, Fisch, Fleisch und Wurst ausschließlich vakuum-verpackt zu kaufen – das ist hygienischer und ungefährlich.  Aber auch hier gilt: Nach dem Öffnen zügig verzehren.

=  Norwegische und britische Forscher haben 29 Langzeitstudien analysiert und festgestellt, daß der regelmäßige Verzehr von Nüssen (Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse) nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vorbeugen können, sondern auch Diabetes, Atemwegserkrankungen und Infektionen. Man sollte täglich !! etwa 20 Gramm dieser Nüsse zu sich nehmen, das ist ungefähr eine Handvoll.

= Schlecht drauf heute ?  Schon eine leichte Dehydrierung kann dafür verantwortlich sein, daß wir müde sind, uns schlecht konzentrieren können oder Kopfweh bekommen. Das ist inzwischen wissenschaftlich belegt.  Halten Sie überall, wo Sie sich aufhalten, am Schreibtisch, im Auto, auf dem Sofa und auf dem Fahrrad, eine Flasche mit nicht kaltem Wasser ohne Kohlensäure bereit und trinken Sie immer wieder jeweils kleine Mengen.

= Wissenschaftler haben herausgefunden, daß eine entspannende Massage in schmerzenden Muskeln eine ähnlich biologische Wirkung auslöst wie viele Schmerzmittel. Durch Massagen kann ein überanstrengter Muskel auch schneller heilen.

 

Der Starke beschützt den Schwachen !

Wir Fußball – Verrückten können richtig stolz auf die Hilfsbereitschaft sein, mit der hunderte Vereine und Fan-Clubs und Profis und Prominente und der DFB und die DFL soziale Projekte unterstützen; einige Beispiele:

  •  Eine Initiative „Champions ohne Grenzen“  organisiert in Aufnahmelagern für Flüchtlinge Fußballspiele – besonders auch für Kinder.  Diese wunderbare Initiative hat viele Nachahmer gefunden.
  • Schon Anfang der achtziger Jahre wurden die ersten Stiftungen von Franz Beckenbauer, Uwe Seeler, Uli Hoeneß u.a.m. für in Not geratene Menschen gegründet.  Heute sind es dutzende Profis, die sich mit Geld und persönlichem Einsatz caritativ engagieren.
  • Auch zahlreiche Clubs bringen sich ein; so z.B. SpVgg Greuther Fürth; dort schieben Profis, Trainer und Funktionäre Rollstuhlfahrer auf den Jahrmarkt, streichen Wände bei sozial schwachen Familien, bedienen Bedürftige bei der „Fürther Tafel“ oder besuchen schwer kranke Patienten in der Klinik.
  • Die TSG Hoffenheim engagiert sich auf vielfältige Weise in Afrika.  Jetzt will der Bundesliga-Club auf dem Kontinent eine Marke für fair produzierte Textilien etablieren.
  • Mit ihren traditionellen Weihnachtsaktionen setzt sich die DFL Stiftung zusammen mit Bayer Leverkusen und dem 1. FC Magdeburg für Fans mit Behinderung ein.  U.a. wurden zum Magdeburger Heimspiel gegen den VfL Bochum 3000 Fans mit Behinderung eingeladen.  Die DFL Stiftung lädt mit Bayer Leverkusen Kinder mit Behinderung ins Stadion ein und schenkt ihnen einen Schulranzen mit Schulmaterialien, einen Gutschein für Turnschuhe und einen Turnbeutel mit Trinkflasche, Brotdose und Reflektor.
  • Der Kreisligaclub SC Aleviten Paderborn erhielt den Julius Hirsch Preis 2018 für das Projekt „Wege der Erinnerung“, bei dem Jugendgruppen des Vereins die KZ-Gedenkstätten in Sachsenhausen und Ravensbrück besucht hatten. (Mit der Stiftung des Julius Hirsch Preises erinnert der DFB seit 2005 an den deutsch-jüdischen Fußballnationalspieler Julius Hirsch und die Opfer des nationalsozialistischen Terrorstaats.)
  • Vom Leuchtturmprojekt „Willkommen im Fußball“ der DFL Stiftung und der deutschen Kinder- und Jugendstiftung profitieren deutschlandweit viele Jugendliche:  Niedrigschwellige Fußball-, Sprach- und Qualifizierungsangebote schaffen Begegnungen und fördern das gesellschaftliche Miteinander.
  • Der F.C. Augsburg lädt immer wieder Flüchtlinge oder Obdachlose zu einem Bundesligaspiel ein und versorgt jeden von ihnen mit  einem Gutschein für ein Getränk und eine Curry-Wurst.

In diesem Sinne wünsche ich allen friedfertigen Fußball – Fans ein schönes Weihnachtsfest und ein fröhliches Fußball – Jahr 2019 !!!   W.S.

 

Destruktiver Journalismus

Afrika hat in den letzten Jahrzehnten einige hundert Milliarden an Entwicklungshilfe und an Direktinvestitionen erhalten. Ein Teil dieser Gelder ist in sinnvolle Projekte geflossen, die z.B. die Infrastruktur oder die ärztliche Versorgung moderat verbessert haben; ein Teil ist ist mit sinnlosen Projekten verpulvert worden und nicht wenige Milliarden sind in den Taschen von afrikanischen Ministern oder Häuptlingen gelandet.

Wir Europäer müssten angesichts der explodierenden Bevölkerungszahlen aus mehreren Gründen an einer seriösen und nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in Afrika interessiert sein:

  • Wenn Afrika mit seinen enormen Bodenschätzen und einer erfolgreichen Landwirtschaft einige technologische Entwicklungsstufen überspringt und im High-Tec-Zeitalter landet und mit internationaler Unterstützung moderne Volkswirtschaften realisiert, dann profitieren die Unterstützer-Länder wie Deutschland eines Tages von einem vervielfachten Waren- und Ideenaustausch.
  • Die entwickelten Länder sind aus ethischen Gründen verpflichtet, die näher kommende humanitäre Katastrophe in Afrika zu verhindern.
  • Europa würde zusammenbrechen, wenn viele Millionen Afrikaner sich aus purer Verzweiflung auf den Weg zu uns machen.

Die deutsche Bundesregierung hat die richtigen Entscheidungen getroffen und will in einigen afrikanischen Ländern die Digitalisierung in der Verwaltung, im Gesundheitswesen, in der Industrie, in der Landwirtschaft und an den Schulen voranbringen; auch Start-ups und Drohnen sollen zum Einsatz kommen.

Was schreiben und berichten unsere Leitmedien ?

„Minister Gerd Müller ist neuerdings ständig in Afrika unterwegs und hat immer noch nicht begriffen, daß  w i r  Afrika nicht entwickeln können, weil wir keine Besatzungsmacht mehr sind.  Müller betreibt Neokolonialismus.  Die Herrschenden Afrikas nehmen alles, was sie kriegen können, weil wir sie jahrzehntelang daran gewöhnt haben.“

Was und wie es tun ist, um die Katastrophen von Afrika und von uns abzuwenden, das schreibt diese Zeitung nicht.  Die Medien wissen nur, was (angeblich)  n i c h t  geht.

Fast keine wichtige politische Entscheidung ist zu hundert Prozent richtig und nötig; immer gibt es auch Nachteile oder negative Folgen zu berücksichtigen.

Wenn ich mit einem Gesetz die Ärzte für kürzere Wartezeiten honoriere, dann zahlen das die Krankenkassen und damit die Bürger.  Wenn wir den Soli abschaffen, dann haben die unteren Einkommen keinen Vorteil und der Staat hat weniger Geld zum Investieren oder für den dringend nötigen Abbau der Schulden; aber die mittleren und höheren Einkommen profitieren.  Welche Nach- und Vorteile ergeben sich mit einer höheren Steuer für „Reiche“ und warum muss man selbst verdientes und versteuertes Geld bei der Vererbung nochmal versteuern ? Hier könnte man sagen, weil es die Erben nicht selbst verdient haben.  Es ist naheliegend, daß der Bund den Bundesländern die Milliarden für dieDigitalisierung der Schulen nur unter der Bedingung zukommen lässt, daß sich die Länder beteiligen. Die Länder verbitten sich jede Einmischung der Bundesregierung in ihre Kompetenzen. Usw.

Ich würde mir wünschen, daß die Medien ohne Polemik und mit Sachverstand die Vor- und Nachteile aller wichtigen Entscheidungen der Politik prüfen und die Bürger darüber informieren.  Aber das ist zunehmend ein Traum, weil in Zeiten des Internets jeder schneller als die Konkurrenz sein will und weil die Medienkundschaft gar keine Lust und Zeit hat, sich in etwas komplexere Sachverhalte zu vertiefen.

Liebe Leser, haben Sie schon ein einziges Mal in Ihrer Zeitung oder beim Fernsehen eine sachliche und fundierte Darlegung der Vor- und Nachteile einer wichtigen politischen Entscheidung oder eines Gesetzes erlebt ?

 

 

Was für ein Leben !!

„Als Martin Kämpchen 1973 nach Indien kam, war er dort einer von vielen Europäern und Amerikanern.  Ein Aussteiger ?  Er sei eher ein Einsteiger in das indische Leben gewesen, hat er einmal geschrieben:  Mich bewegen spirituelle Fragen, ich habe die indischen Religionen studiert, drei Jahre in einem Hindu – Aschram gelebt und danach mit indischen Jesuiten.  Ich habe die bengalische Sprache gelernt, habe nicht nur in Madras (dem heutigen Chennai) und Kalkutta gewohnt, also in Großstädten, sondern betreibe seit fast 30 Jahren Entwicklungsprogramme in zwei Stammesdörfern in West-Bengalen.  Ich wollte dieses Leben in seiner Tiefe und seiner Breite erfahren.  So sieht sich der Einsteiger:  Das Leben teilen, auch geistig-geistlich.

Seit 1980 lebt Martin Kämpchen in Santiniketan, der einstigen Wohn- und Wirkungsstätte eines der größten Geister des modernen Indien, des Dichters Rabindranath Tagore, dessen Werke Kämpchen ins Deutsche übersetzt hat.

Aus dem rheinland-pfälzischen Boppard stammend, studierte Kämpchen Germanistik, Theater, Philosophie in Wien und Französisch in Paris.  Er schrieb eine Doktorarbeit über „Darstellungsweisen der Unmenschlichkeit und Grausamkeit in der Literatur zum Ersten und Zweiten Weltkrieg.“  In Indien folgte eine zweite Promotion, die sich im Fach Vergleichende Reliogionswissenschaft mit Ramakrishna und Franz von Assisi befasst hat.

Martin Kämpchen arbeitet als Schriftsteller und Journalist, unter anderem auch für „Christ in der Gegenwart“ (CiG).  Im CiG-Buch „Mehr Himmel wagen“ schrieb er:  „Sei allezeit bereit“ ist eine jener christlichen Grundhaltungen, die wir so ganz und gar vergessen haben…….. Doch in dieser gespannten Bereitschaft entsteht die Antwort darauf, was ich tun muss.“

Martin Kämpchen wird am zweiten Advent siebzig Jahre.“  (CiG)

 

Seelenwanderung

=  „Das Herz öffnen.  Verstehen beruht nicht auf Verstand, Intellekt oder Logik, sondern auf Sympathie und einem tiefen Einfühlungsvermögen.  Darum ist Vertrauen und Zuversicht das Wesentliche, denn wenn du vertraust, bist du mitfühlend, wirst du beziehungsfähig.  Das öffnet dir die Türen zu den Herzen der Menschen.  (Osho)

=  „Wahre Liebe ist nur mit Verständnis möglich.  Wenn Verständnis vorhanden ist, entsteht Mitgefühl.“  (Fundstück)

=  „Wenn der Dialog fruchtbar sein soll, dann müssen wir zutiefst unsere eigene Kultur leben und zugleich zu anderen hinsehen und ihnen intensiv zuhören.  Wir können die Schönheit und den Wert unserer eigenen Kultur   u n d   der Kultur anderer schätzen und würdigen.“  (Fundstück)

=  „Wahre Liebe beinhaltet ein Gefühl der Verantwortung, den anderen Menschen so anzunehmen, wie er oder sie ist, mit allen Stärken und Schwächen.  Wenn wir nur die guten Seiten eines Menschen mögen, dann ist es nicht Liebe.  Wir müssen seine Schwächen akzeptieren und mit Energie, Geduld und Verständnis dem einen oder anderen helfen, sich zu verändern. “  (Thich Nhat Hanh)

=  „Treue muss Bedürfnis sein  –  nicht Tugend.

Sensibilität hat nichts mit Schwäche zu tun  –  so wenig wie Brutalität mit Stärke.“

=  „Wenn wir wüssten, dass wir heute Abend blind werden, dann würden wir einen sehnsüchtigen Blick, einen wahren letzten Blick auf jeden Grashalm, jede Wolkenformation, jedes Staubkorn, jeden Regenbogen, jeden Regentropfen werfen  –  eben auf alles.“  (Pema Chödrön)

=  „Großzügigkeit bringt die Eigenschaft der Nichthabgier zum Ausdruck; sie ist bereit zu geben, zu teilen, loszulassen.  Wir fühlen uns durch ein liebendes Gefühl dazu inspiriert, zu geben, und im Akt des Gebens verspüren wir noch mehr Liebe.“  (Joseph Goldstein)

=  „Nach Aussage des Buddha macht die Nächstenliebe die wahre Schönheit eines Menschen aus.  Es ist die Güte, die wirklich aus dem Inneren eines Menschen hervorleuchtet.  Dies ist einer der größten Beiträge, die wir zum Leben der Welt leisten können, denn unsere Haltung des Nichtverletzens bietet den Menschen um uns herum das Geschenk der Sicherheit und des Vertrauens.“  (Joseph Goldstein)

“  J  e  t  z  t   sind die guten alten Zeiten, nach denen Sie sich in zehn Jahren zurücksehnen werden.“  (Peter Ustinov)

=  „Die größte Offenbarung ist die Stille.“  (Laotse)

=  „Alle Tage rauscht die Fülle der Welt an uns vorüber.  Alle Tage blühen Blumen, strahlt das Licht, lacht die Freude.  Immer umgibt uns ein Überfluss des Schönen.  Das ist das Herrliche an jeder Freude, dass sie unverdient kommt.  Sie ist frei und ein Gottesgeschenk für jedermann, wie der wehende Duft der Lindenblüte.“  (Herman Hesse)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbstmörderische Dummheit

Die schottische Schriftstellerin A.L. Kennedy in der NZZ zum Brexit:  „Ich hätte nie gedacht, daß es zum Brexit kommt.  Ein solches Mass an selbstmörderischer Dummheit war unvorstellbar  –  und jetzt wollen sie es immer noch nicht wahrhaben, daß es keinen guten Deal gibt.  Erst sagte man uns: „Ihr dürft nicht unabhängig werden, denn dann müsst Ihr aus der EU austreten und das wäre doch schrecklich.“  Und was passiert ein paar Jahre später ?  Schottland wird aus der EU gezerrt !

Wenn es zum Brexit kommt, dann ist Schottlands Unabhängigkeit unabdingbar.

Man hört häufiger „Brexshit für Brexit.  Dann gibt es das Wort „Schadenfuck“. Das bedeutet, daß deine Schadenfreude auf dich selbst zurückfällt.  „Farage“ sagt man nur, wenn man Feuchtigkeit am Boden einer Mülltonne meint. Mister Trump heißt in Schottland „President Bawbag“ – Präsident Hodensack.“

Zu diesem Thema lese ich im Handelsblatt einen dämlichen und unverschämten Kommentar der SPD-Ministerin Barley:  „Theresa May muss es aufräumen.  Wie  immer:   Die Männer haben den Unfug angerichtet, und die Frauen müssen aufräumen.  Und sie tut es auch, so gut, wie sie es eben kann.“  (Die SPD muss doch irgendwie kaputt zu kriegen sein !)

Und wenn wir uns schon mal mit England beschäftigen – hier noch ein paar coole Aussagen von Winston Churchill:

  • Churchill war alles andere als ein schöner Mann, und doch war er bei jeder Gelegenheit von zahlreichen Verehrerinnen umgeben.  In einer Gesellschaft hauchte ihm eine Dame zu: „Sind Sie nicht schrecklich aufgeregt, wenn bei Ihren Reden der Saal immer überfüllt ist.?“   „Nun, das ist natürlich sehr schmeichelhaft für mich“, sagte Churchill,  „aber dann überlege ich mir, daß bestimmt dreimal soviel Leute gekommen wären, wenn ich statt zum Rednerpult zum Galgen schritte.“
  • „Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst.  Er gibt auch anderen eine Chance.“
  • Als Churchill im April 1925 als Finanzminister der konservativen Regierung sein erstes Budget vorlegte, war darin unter anderem eine Erhöhung der Alkoholsteuer vorgesehen.  Mitten in der Rede griff er zu einer vor ihm stehenden Whisky-Flasche, schenkte sich ein, nahm einen kräftigen Schluck und fuhr fort:  „Es ist notwendig, daß ich das Steuereinkommen hebe und ich werde nun mit Erlaubnis der ehrenwerten Abgeordneten fortfahren, meinen eigenen Beitrag dazu zu leisten.“
  • „Eine gute Rede verlangt vorn ein Bonmot und hinten ein Bonmot und diese beiden nahe beieinander.“
  • Über einen Unterhauskollegen:  „Wir alle wissen, daß er mehr als jeder andere die Gabe besitzt, die größte Zahl von Wörtern in die kleinste Zahl Gedanken zu pressen.“
 

Effektivster Friedensbringer

Vor Weihnachten möchte ich erneut daran erinnern, daß der Fußball überall auf der Welt, in armen und reichen Ländern, bei Kindern, Frauen und Männern, bei Christen, Muslimen, Hindus, Juden und Ungläubigen, ja ! selbst bei verfeindeten Völkern Frieden und Glück zu den Menschen bringt !!

Da können all die Fußball-Hasser vom SPIEGEL und von der Süddeutschen Zeitung und die selbstverliebten „Der-Fußball-steht-am-Abgrund-Propheten“ schreiben was sie wollen:  Es werden immer immer mehr !!!

J e d e n  Tag spielen Millionen Kinder und Erwachsene Fußball und jeden Tag schauen hunderte Millionen Menschen im Stadion oder im Fernsehen diesem einfachen und verbindenden und emotionalen Mannschaftssport zu.

Es gibt keine internationale Organisation, keine NGO und keine UNO, die bei der Integration von Flüchtlingen, bei der Begegnung von verfeindeten Volksgruppen und Religionen, bei der Erziehung von Kindern, bei der Frauenemanzipation, bei der Betreuung von Behinderten u.v.a.m. so erfolgreich ist wie der Fußball.

Allein in Deutschland gibt es hunderte wohltätige Stiftungen, die von Fußball-Profis- oder Verbänden gegründet wurden und die effektive Sozialarbeit leisten.

Geistig behinderte Menschen spielen ebensoFußball wie Blinde und Rollifahrer und sind dabei genau so glücklich wie ihre Eltern, die ihnen zuschauen.

Neulich erzählte mir eine Mutter vom Besuch eines Fußball-Profis bei ihrem Sohn, der schwer krank im Hospital liegt:  „Ich habe meinen Sohn noch nie so glücklich gesehen!“

Von den über eine Million Flüchtlingen sind in Deutschland schon mehr als 50.000 in Fußballvereinen integriert !

Die meisten Fußball-Fans werden sehr früh mit einem Treue-Virus zu einem bestimmten Club infiziert und bleiben ihr Leben lang solidarisch; für nicht wenige Menschen ist diese Solidarität neben der Familie der wichtigste Lebensinhalt.  (Von den Millionen Rentnern, die sich so wie ich nicht mehr für Pornos und Krimis interessieren, ganz zu schweigen)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und ein friedliches Neues Jahr !!!

 

Unter der Armutsgrenze

Im Gegensatz zum Turbokapitalismus in den USA und anders als viele arme Länder hat Deutschland die Soziale Marktwirtschaft immer weiter entwickelt, so daß im Jahr 2018 über 900 Milliarden Euro in den Bereich Soziales fließen – alles finanziert von Steuern und Abgaben der arbeitenden Menschen und der Unternehmen.

In der Tagesschau durfte gestern jener Herr mit dem Backenbart und Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und Mitglied der Partei  „Die Linke“  verkünden, daß in Deutschland 13 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze leben.  Diese Armutsgrenze haben einige sogenannte Wissenschaftler wie folgt fixiert:  Wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen deutschen Einkommens verdient, der ist arm.  Ein Junggeselle ohne Anhang liegt mit eintausendeinhundert Euro netto an der Armutsgrenze, eine Familie mit zwei Kindern bei etwa 2400 Euro netto.  Der Herr Backenbart verlangt höhere Renten, höhere Löhne, niedrigere Mieten und eine Verbesserung der Sozialleistungen (Hartz 4).  Abgesehen von der Tatsache, daß tausende junge Mitbürger, die „noch“ keinen Job gefunden haben und die neben Hartz 4 finanziell von ihren Eltern alimentiert werden und abgesehen von der Tatsache, daß hunderttausende Empfänger von Sozialleistungen schwarz arbeiten und ihre Mitbürger um Steuern und Sozialabgaben betrügen  –  es gibt immer noch vermeidbare Armut in Deutschland;  ich nenne zwei Beispiele:

  •  Allein lebende Frauen mit Kindern, die keinen Kindergarten-Platz finden und nicht arbeiten können, kommen nur ganz schwer über die Runden.  Aber auch hier ist Verbesserung in Sicht: Heute haben Bundestag und Bundesrat beschlossen, zusätzlich fünf Milliarden Euro an die Städte und Gemeinden für mehr Kita- und Kindergartenplätze zu verteilen.  Gut so !!
  • Das größte und seit vielen Jahren bestehende Gerechtigkeits-Problem in Deutschland ist die Chancen – Ungerechtigkeit.  Inzwischen haben Millionen Kinder und junge Menschen eine miserable Lebensperspektive, weil sie in Familien heranwachsen, in denen sich bestensfalls keiner um sie kümmert und wo in der Regel tatsächliche und virtuelle Gewalt und Pornographie zum Lebensinhalt werden; meistens sind diese Menschen verloren und zu bedauern.  Wir  m ü s s e n   m ü s s e n   endlich unser Schulsystem renovieren, von anderen Ländern wie Australien lernen und dafür sorgen, daß   a l l e   a l l e   Kinder in Ganztagsschulen unterrichtet werden, wo die Hausaufgaben unter Aufsicht in der Schule erledigt werden, wo die Lehrer für die Noten ihrer Schüler mitverantwortlich sind und wo   j e d e n   j e d e n   Schultag zwei Stunden Mannschaftssport auf dem Programm stehen.  Ich betone Mannschaftssport (Fußball, Basketball, Handball), weil die jungen Menschen im Team   a l l e s   a l l e s   lernen, was sie für ihr Leben brauchen:  Verlieren, Gewinnen, Teamgeist, Disziplin, Hilfsbereitschaft, Freude und Trauer, Respekt und soziale Verantwortung, indem der beste Spieler sich um den schwächsten Spieler kümmert.

Wir drüfen dem Herrn Backenbart und seinen Genossen nicht folgen, weil der Schuss nach hinten losgeht, wenn wir die Steuern für die sogenannten Reichen und die Wirtschaft erhöhen.  Die Reichen ziehen in die Schweiz um und wir haben damit weniger und nicht mehr im Säckel und die Wirtschaft hat unter den großen Industrienationen bereits die höchste Steuerquote und wir werden als Exportnation Nr. Eins unsere Konkurrenzfähigkeit verlieren und ein paar Millionen Arbeitslose mehr haben.  Was dann ?   Vielleicht übernehmen dann Backenbart und Konsorten !  Dann Gute Nacht !!!

 

Kurz und interessant

=  Die letzte Schicht.  Am 21. Dezember 2018 schließt die letzte deutsche Steinkohlezeche – nach 200 Jahren Bergbaugeschichte.  Steinkohle ermöglichte die industrielle Revolution und das deutsche Wirtschaftswunder.  Polnische Gastarbeiter hatten daran einen wesentlichen Anteil (und am Erfolg von Schalke 04).  Emotional stehen mir die Kohlearbeiter sehr nahe, seit ich vor Jahren die Filmserie „Rote Erde“ gesehen habe.

=  Der von den deutschen Medien hofierte russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalnyi ist ein Rechtspopulist, der genau so  gerne über Russlands Größe und Stärke spricht, wie er gegen Ausländer und Liberale hetzt.

=  Das vielzitierte Grundeinkommen wäre eine Bankrotterklärung, denn es würde eingestehen:  Wir finden uns mit der Arbeitslosigkeit breiter Bevölkerungsschichten ab.

=  „Ein Augenarzt und eine Cellistin haben es mit viel Engagement geschafft, in Stralsund eine verfallenes Haus zu sanieren, das früher einer jüdischen Familie gehörte, die eine Lederwarenhandlung besaß und die wie so viele in der Nazizeit alles aufgeben und fliehen musste. Ich bewundere die Arbeit und die Empathie diese Ehepaars, so ein Haus wieder zum Leben zu ewecken, den jüdischen Spuren nachzugehen, Familienforschung zu betreiben und ältere untereinander unbekannte Familienmitglieder wieder zusammenzubringen.“   (Leserbrief Helga Klapp FAZ)

=  „Der Jemen ist eine Hölle auf Erden.  1,8 Millionen Kinder sind dort akut mangelernährt; daran und an vermeidbaren Krankheiten sterben täglich fast 150 Kinder.“  (Unicef)  Im Jemen findet ein Stellvertreterkrieg zwischen Iran und Saudi-Arabien statt.  Der größte Waffenlieferant und die Schutzmacht der Saudis sind die USA, die sich auch durch Auftragsmorde nicht von ihrer „Liebe“ zu den Saudis abbringen lassen.

Auch in Europa schüren die USA aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Gründen den Zwiespalt, indem sie den Kosovo bei seinen Plänen für eine eigene Armee unterstützen.  Nicht nur die Nato ist dagegen, sondern auch der „Erzfeind“ Serbien.  Die Aufnahme in die EU würde in weite Ferne rücken.  Eine schwache EU ist den USA lieber, als eine starke.

=  Ich bin fassungslos !!!  Der Etat des ZDF für 2019 beläuft sich auf zweimilliardendreihundertzweiundsechzigmillionen Euro.  Diese aus Zwangsgebühren und Werbung resultierenden Summen werden für ein langweiliges, inkompetentes und niveauloses Programm geopfert.

= Endlich sagt es mal einer:  „Die Psychoanalyse ist eine antquierte, weitgehend unwissenschaftliche Methode, deren Grundannahmen inzwischen teilweise widerlegt wurden.  Beispielsweise sind Fehlerinnerungen, besonders hinsichtlich der eigenen Kindheit, empirisch vielfach belegt.  Wieso also ein Ployer für mehr psychoanalytische Hochschulausbildung, wenn andere, empirisch überprüfbare, naturwissenschaftlich fundierte Therapien schneller und kostengünstiger meist erfolgreichere Ergebnisse liefern als die Psychoanalyse?“  (Prof.Dr. Hans Markowitsch – Leserbrief FAZ)

=  Besser spät als nie !  Erst im Jahr 2012 bekannte sich die deutsche Ärzteschaft zu ihren Verbrechen während der Nazizeit. Das begann in den dreißiger Jahren mit den Meldungen an den „Reichsärzteführer“ über Namen und Adressen jüdischer Ärzte, die dann zu „Krankenbehandlern“ degradiert nur noch Juden behandeln durften.  So mancher nichtjüdische Kollege profitierte von den zu Spottpreisen veräußerten Praxisinventaren.   Es gab rassistisch motivierte Menschenversuche und Unterscheidung in lebenswertes und nicht lebenswertes Leben.  In den sogenannten Heilanstalten sind tausende Menschen mit „unwertem Leben“ mit ärztlicher Erlaubnis  ermordet worden.

=  „Ein Käfer von Welt !  Der Maiswurzelbohrer fühlt sich überall wohl, wo es Mais gibt.  Seit 30 Jahren verwüstet der Schädling die Ernten in Europa.  Chemisch-technische Abwehrmaßnahmen lassen ihn ziemlich kalt.  Es hilft nur eines:  Man muß ihm den Mais wegnehmen.“  (FAZ)

=  Rosanne Cash ist die Tochter des von mir für seine Musik und seine politische Einstellung bewunderten Jonny Cash. Rosanne kämpft gegen die Waffenlobby NRA und wird deswegen beschimpft und mit Hass-Mails überschüttet.

=  Wenn Zuwanderer sich auf die Grundwerte, Gesetze und Institutionen ihrer neuen Heimat einlassen, darf ihnen durchaus zugestanden werden, ihre Eigenheiten in anderen Bereichen zu pflegen.

 

Die Welt ist ein Dorf

=   Bezahlbare Damenbinden. Es klingt beinahe wie ein Märchen, glücklicherweise ist es aber keins.  Angefangen hat alles mit einem schmutzigen Lappen.  Kurz nach seiner Heirat entdeckte Muruga bei seiner Frau Shanti ein blutiges Stück Stoff, das sie vor ihm verstecken wollte.  Als Bruder von vier Schwestern begriff Muruga sofort.  Menstruation ist immer noch ein Tabu, und auf dem Land, wo die meisten Frauen wohnen, bestimmt Aberglaube das Leben.  Damenbinden sind teuer; sie kosten so viel wie ein halber Liter Milch.  Der Schlosser Muruga analysierte die Einlagen von Markenherstellern und beschloss eine Maschine zu bauen, die preiswerte Binden produziert.  Das ist nun 20 Jahre her.  Jetzt will Muruga erreichen, daß Frauen selbst Binden produzieren und einen Beruf daraus machen.  Die Maschinen seien leicht zu bedienen und preiswert in der Herstellung.  Nur jede zehnte der 400 Millionen Inderinnen benutzt eine Binde.  (GuP)

= Kinderärztin entwickelt Geburtshilfe-App.  Ein furchtbares Szenario:  Lebensbedrohliche Komplikationen während einer Geburt, und die Helferin weiß nicht, was zu tun ist.  In Entwicklungsländern ist das keine Seltenheit.  Stine Lund, Kinderärztin mit Lehrstuhl in Kopenhagen, hat mit der dänischen Maternity-Foundation die „Save Delivery App“ entwickelt, die man umsonst im Internet herunterladen kann.  Sie vermittelt Basis-Wissen bei Geburtshilfe-Notfällen und soll helfen, die Sterberate von Müttern und Babys zu senken.  Die Anwendung basiert auf kurzen Videos, die in Sequenzen abgespielt werden können, bei Bedarf auch während eines Notfalls auf Handys, die vor allem in Afrika weit verbreitet sind. Und ist die Zeit knapp, werden über digitale Aktionskarten klare Anweisungen geschickt.  2014 wurde die App in 78 Gesundheitsstationen im ländlichen Äthiopien getestet.  Bis Ende 2018 soll die App an 20.000 Helferinnen in Laos, Indien und Kenia verschickt werden.  (GuP)

=  Palmach heißt die Eliteeinheit, die in Israel für ihre Heldentaten im israelisch-arabischen Krieg von 1948 berühmt wurde.  Der Historiker Benny Morris wollte die Geschichte des Palmach schreiben und durfte die geheimen Akten des Palmach-Archivs einsehen, bis man ihn blockierte, weil die Veteranen die Geschichte ihrer Einheit selbst schreiben wollten.  Morris spornte das nur an, er forschte weiter und veröffentlichte 1987 eine Studie in England („The Birth of the Palestinian Refugee Problem 1947 – 1949“), die die öffentliche Meinung über den Krieg veränderte.

Morris brach mit dem Mythos des Militärs von der „Reinheit der Waffen“ und lenkte den Blick auf die bis dahin systematisch geleugneten Vertreibungen der Palästinense und auf die von der israelischen Armee begangenen Massaker. Obwohl Morris die arabische Mitverantwortung für die Entstehung des palästinensischen Flüchtlingsproblems ebenfalls  thematisiert hatte, wurde er der Geschichtsfälschung bezichtigt.

=  Die Hörfunkjournalistin Bettina Rühl erhielt für ihre Berichterstattung aus Afrika den Robert Geisendörfer Sonderpreis 2018.  „Bettina Rühl sucht in ihren Hörfunkfeatures mit Empathie die Nähe zu den Menschen.  Sie geht mit ihnen durch ihre abgebrannten Dörfer im Kongo, macht Stimmen hörbar von Müttern, einfachen Soldaten, ehemaligen Rebellen und Kindern, die sonst kaum wahrgenommen werden. Damit macht sie die Fluchtursachen für die Hörer begreifbar.“  (chrismon)

=  Entwicklungsminister Gerd Müller weiß, daß die sozialen und politischen Probleme Afrikas mit einer Verbesserung des Investitionsklimas und damit der wirtschaftlichen Entwicklung angegangen werden müssen.  Müllers Ministerium hat jetzt  Marokko, Senegal und Äthiopien eine Reformpartnerschaft angeboten und will damit europäische Unternehmen zu Investitionen animieren.  Finanzielle Unterstützung soll es nur für jene afrikanischen Staaten geben, die ihre Rahmenbedingungen verbessern, die Korruption eindämmen und die Menschenrechte respektieren.

 

Drei Gedichte

=   Ilma Rakusa  –  Gedicht gegen die Angst

Streichle das Blatt  –  küsse den Hund  –  koste das Holz  –  hüte den Mund  –  zähme den Kamm  –  reime die Lust  –  schmüccke den Schlaf  –  plätte den Frust  –  neige das Glas  –  wiege das Buch  –  liebe die Luft  –  rette das Tuch  –  schaue das Meer  –  rieche das Gras  –  kränke kein Kind  –  iss keinen Frass  –  lerne im Traum  –  schreibe was ist  –  nähre den Tag  –  forme die Frist  –  lenke die Hand  –  eile und steh  –  zögere nicht  –  weile wie Schnee  –  öffne die Tür  –  lade wen ein  –  schenke dich hin  –  mache dich fein  –  prüfe dein Herz  –  geh übers Feld  –  ruhe dich aus  –  rühr an die Welt.

=   Karoline von Günderode  –  Die eine Klage

Wer die tiefste aller Wunden hat in Geist und Sinn empfunden.  Bittrer Trennung Schmerz;  wer geliebt, was er verloren, lassen muß was er erkoren, das geliebte Herz,  der versteht in Lust  die       Tränen und der Liebe ewig Sehnen Eins in Zwei zu sein,  Eins im anderen sich zu finden, dass der Zweiheit Grenzen schwinden und des Daseins Pein.

Wer so ganz in Herz und Sinnen konnt ein Wesen liebgewinnen  O !  den tröstet`s nicht, dass für Freuden, die verloren, Neue werden neu geboren:  Jene sind`s doch nicht.

Das geliebte, süße Leben, dieses Nehmen und dies Geben, Wort und Sinn und Blick,  dieses Suchen und dies Finden,  dieses Denken und Empfinden gibt kein Gott zurück.

=   Hermann Hesse

Darum ist uns irrenden Brüdern Liebe möglich noch in der Entzweiung,  und nicht Richten und Haß,  sondern geduldige Liebe,  liebendes Dulden führt uns dem heiligen Ziele näher.

 

Zwei Buchempfehlungen

  1.  Falls Sie die Nase voll haben von dem ganzen Weltunterganngsgequatsche:  Lesen Sie Martin Schröders Buch „Warum es uns noch nie so gut ging und wir trotzdem von Krisen reden.“   Ich zitiere den Klappentext:  „Auf die Frage, zu welchem Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte man gerne geboren wäre, ist die beste Antwort zugleich auch die überraschendste: Heute !  Denn noch nie haben so viele Menschen ein so langes , sicheres und zufriedenes Leben geführt.  Dutzende Indikatoren zu Wohlstand, Demokratie, Gewalt und Lebensqualität beweisen, daß die Welt in fast jeder Hinsicht besser wird.  Dennoch ist allerorten von Krisen die Rede und die Pssimisten beherrschen die Schlagzeilen.  Die Zukunft kann sogar noch besser werden, wenn wir aufhören, ständig in kopflose Panik auszubrechen.“
  2. „Erstmals ein gesamteuropäischer Blick auf den Antisemitismus und den Weg in den Holocaust.  Der Holocaust ist nicht allein aus der deutschen Geschichte heraus erklärbar.  Sowohl in West- als auch in Osteuropa hatte die Judenfeindlichkeit seit 1880 sprunghaft zugenommen  –  angetrieben von Nationalsozialismus und sozialen Krisen.  Ohne die Schuld der deutschen Täter zu mindern, zeigt der Historiker Götz Aly, wie Rivalität und Neid, Diskriminierung und Progrome vielerorts dazu beigetragen haben, den Boden für Deportationen und Morde zu bereiten.  Erstmals wird so der moderne Antisemitismus als grenzüberschreitendes Phänomen dargestellt und damit eine neue, umfassende Perspektive auf die europäischen Vorgeschichten eröffnet, die zum Holocaust beitrugen.  (Götz Aly  –  Europa gegen die Juden  –  1880 – 1945  –  Verlag S. Fischer)
 

Fußball – Fetischist: Einwurf

= Soziale Verantwortung !  Bei Schalke 04 gibt es die vereinseigene Stiftung „Schalke hilft !“  Kapitän Ralf Fährmann besuchte mit 13 Kollegen der Königsblauen die Kinderkrebsstation der Uniklinik Essen und 13 weitere Schalke-Profis um Nationalspieler Mark Uth kamen in die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen-Buer.

Und in Dortmund wurden Marco Reus und Julian Weigl neue Botschafter des SOS-Kinderdorf e.V.  Die Spieler wollen die Aufmerksamkeit auf benachteiligte Kinder in Deutschland lenken.  Ab 2019 unterstützen die beiden Kicker das neue SOS-Kinderdorf in Dortmund.

= Schauspieler Fahri Yardim liebt Fußball als „unnachahmliches Drama über alles.  Bei mir jodeln die tiefsten Kammern des Herzens.  Fußball, du geiles Opium.“  Yardim bezeichnet Fußball als „Proletarier – Tennis.“

= Nationalspieler Toni Kroos hat eine Stiftung gegründet, mit der er kranke Kinder unterstützt.  Kroos kümmert sich auch persönlich intensiv um die Kinder.

= Politisch engagierte Hooligans haben dem DFB „den Krieg“ erklärt.  Diese Hooligans werden auch dann mit Gewalt agieren, wenn der DFB nicht mehr existiert.  Zahlreiche dieser Politiktreibenden haben sich in der AfD zusammengefunden; sie werden ihre Menschenverachtung natürlich nicht ablegen, wenn kein einziger Flüchtling mehr nach Deutschland kommt.

=  „Einfach nur Sport machen und die Schnauze halten ?  Der Bayreuther Profi Bastian Doreth will keine Afd-Wähler beim Basketball sehen.“  Doreth engagiert sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.  (FAZ)

= Es war keine gute Entscheidung von Deutschlands bester Fußball-Zeitschrift „Kicker“,  den Ex-Nationalspieler Thomas Berthold eine Kolumne schreiben zu lassen.  Das liest sich dann so: „Der Fußball kann machen, was er will.  TV-Zeiten ausufern lassen, Turniere aufblähen, immer nur die eigene Gier, den eigenen Profit und Vorteil im Auge haben.“  Berthold sollte zur Süddeutschen Zeitung wechseln; dort sind solche Fußball-Hasser-Kommentare willkommen.  Berthold hat seine Profiverträge sicher in größter Bescheidenheit ausgehandelt und dann einen Teil seines Gehalts für soziale Zwecke gespendet.

Dazu passt folgende Meldung aus der FAZ:  In der deutschen Bevölkerung überwiegt die Freude darüber, daß die Fußball-Europameisterschaft 2024 hier ausgetragen wird.  Jeder Zweite (also über 30 Millionen) freut sich auf die EM im eigenen Land!

= Der Fußball-Liebhaber Christian Eichler in der FAZ zum „deutschen Classico“  BVB gegen Bayern:  „Zwei großartige Teams und das exzellente Schiedsrichter-Team boten eine Leistung, die vier Monate nach dem WM-Debakel den deutschen Fußball wieder aufs schönste ins Schaufenster stellte.  Eine Halbzeit lang zeigten die Bayern ihre alte Klasse, eine Halbzeit lang die Borussen ihre junge Energie.“

= Der DFB und die Nationalmannschaft haben zusammen mit der Bundesregierung 270 Amatuerclubs in Deutschland finanziell unterstützt und damit die Aufnahme von Flüchtlingen und die Finanzierung von Mitgliedsbeiträgen, Fahrdiensten, Sprachkursen, Trikots und Fußballschuhen ermöglicht.  Außerdem haben sich bundesweit zwanzig aus Proficlubs, Amatuervereinen und lokalen Akteuren bestehende Willkommensbündnisse gebildet, die zur Integration von jungen Flüchtlingen beitragen sollen.

= Selten war ich so stolz darauf, mit dem Fußball-Virus infiziert zu sein:  Nach dem Attentat in Paris spielten die Franzosen gegen England im Wembley-Stadion. Als dort 70.000 Zuschauer die Marseillaise sangen,  wurde mir warm ums Herz (und ich war den Tränen nah).

= „Die Mädchen vom Bolzplatz haben einen Traum.  Eine richtige Nationalmannschaft der Frauen kann Tibet nicht haben.  Aber das Fußball-Team von jungen Exil-Tibeterinnen, das von einer Amerkanerin trainiert wird, ist ziemlich nahe dran.  In Sachen Stolz sowieso.“  (Fabian Weiss)

 

Auf Ihre Gesundheit !

= Heute morgen habe ich in der Bäckerei eine Verkäuferin angemotzt, weil sie meine Brötchen mit der Hand anfasste: „Das ist total unhygienisch !“  Die Dame zeigte mir daraufhin eine Bestätigung vom Gesundheitsamt, daß von Geldscheinen oder Münzen keine schädlichen Keime übertragen werden.  Absurd !!  Wie alle Menschen schwitzen auch Verkäuferinnen – an den Händen, auf der Stirn und unter den Achselhöhlen und genau da fassen sie sich unbewusst hin, wenn sie schwitzen; sie fassen die Kassenschublade und das Brotregal und das Geld u.a.m. genau so mit ihren Händen an, wie die Käsescheiben, die sie auf das bestellte Sandwich legen.  Und das alles soll hygienisch sein ?

Soeben lese ich in einer Fachzeitschrift, daß laut einer Studie von britischen Wissenschaftlern beim Händeschütteln jede Menge Keime übertragen werden.

Wenn wir schon mal bei diesem Thema sind, hier noch ein paar Tips:

  •  Vor dem Kochen Hände waschen und mit einem sauberen Tuch abtrocknen.
  • Gemüse, rohes Fleisch oder Fisch nie mit demselben Messer schneiden; dabei können Salmonellen übertragen werden.
  • Tiefgefrorenes auf einem Sieb auftauen, nie in der Flüssigkeit liegen lassen.
  • Geflügel und Schweinefleisch immer gut durchgaren oder durchbraten.
  • Lappen und Küchenschwamm regelmäßig wechseln oder solche kaufen, die bei 60 Grad waschbar sind.

= Verwenden Sie zum Braten und für das Salatdressing gesunde Fette wie Raps- oder Olivenöl; es gibt spezielles Brat-Olivenöl.  Sonnenblumenöl und Kokosfett sind nicht so gut.

=  Besser lauwarm trinken. Für Menschen, die rauchen oder regelmäßig Alkohol trinken, erhöhen sehr heiße Getränke das Risiko für Speiseröhrenkrebs deutlich.  Das geht aus einer Analyse der Daten von 500.000 Personen hervor, die im Fachmagazin Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde.  Bereits 2016 stufte die Internationale Agenur für Krebsforschung Heißgetränke mit einer Temperatur von mehr als 65 Grad generell als  „wahrscheinlich krebserregend“ ein.

= Stehen ist besser als sitzen. Gehen ist besser als stehen.  In einer Analyse von 46 Studien wurde festgestellt, daß beim Stehen neun Kilokalorien pro Stunde mehr verbraucht werden, als beim Sitzen. Das hilft nicht nur beim Abspecken, sondern senkt auch das Risiko für Herzinfarkt oder Typ-2-Diabetes.

 

Nikolausgedicht !!!

Gedicht der Frau:

Müde bin ich,  geh zur Ruh,  mache meine Augen zu.

Lieber Nikolaus, bevor ich schlaf,  bitte ich dich noch um was.

Schick mir mal `nen netten Mann,  der auch wirklich alles kann.

Der mir Komplimente macht,  nicht über meinen Hintern lacht,

mich stets nur auf Händen trägt,  sich Geburtstage einprägt,

Sex nur will,  wenn ich grad mag und mich liebt wie am ersten Tag.

Soll die Füße mir massieren und mich schick zum Essen führen.

Er soll treu und zärtlich sein und mein bester Freund obendrein.

Gedicht des Mannes:

Lieber Nikolaus,

schicke mir eine taubstumme Nymphomanin, die einen Getränkehandel besitzt

und Jahreskarten fürs Fußballstadion.  Und es ist mir scheißegal,

daß sich das nicht reimt.

 

Ich liebe Europa !

Was müssen wir tun, um Europa weiter voranzubringen ?

1. Das bereits beschlossene Pilotprogramm für militärische Forschung und für einen europäischen Verteidigungsfonds ist auf den Weg gebracht.  Dann müssen europäische Verteidigungskapazitäten aufgebaut und die Waffensysteme vereinheitlicht werden.  Wenn diese Waffen auch noch gemeinsam beschafft werden, ergeben sich erhebliche Einsparpotenziale.  Der vor etwa zwei Jahren beschlossene Aufbau eines gemeinsamen Planungs- und Führungsstabes ist für Ausbildungseinsätze zuständig.

Eine logische und zwingende Konsequenz ist dann die vom französischen Präsidenten vorgeschlagene europäische Verteidigungsgemeinschaft, die  zunächst Mitglied der Nato bleibt, um dann in nicht zu ferner Zukunft ein eigenständiger Partner der  Nato zu werden.

Die USA haben nicht nur in Korea und Vietnam sondern auch vor der Haustür Europas in Lybien, Irak und Syrien bewiesen, daß sie aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Gründen zu aggressiven Kriegshandlungen bereit sind und daß sie dabei die Interessen und die Sicherheit ihrer europäischen Verbündeten außer Acht lassen.

Europa wird dann auch mit Russland, China und anderen Großmächten Verteidigungsbündnisse schließen.

2. Die Polizeien und Nachrichtendienste der EU-Länder müssen verstärkt und effektiv zusammenarbeiten – auch zur Bekämpfung terroristischer Angriffe.

3. Wir brauchen dringend eine europäische Digitalunion (europäische Cloud).

4. Der Euro ist zentraler Bestandteil des Weltwährungssystems und gewinnt langsam aber stetig und weltweit an Bedeutung.  Die USA benutzen die Weltleitwährung Dollar auch zu politischen und teilweise erpresserischen Maßnahmen, wie jetzt der Fall Iran zeigt.  Deshalb und natürlich zur Absicherung unserer weltweiten wirtschaftlichen Aktivitäten müßen wir den Euro hegen und pflegen und stark machen.

5. Das sogenannte Bailout-Verbot verhindert, daß Staaten für die Schulden anderer Staaten haften.  Das muss so lange gelten, bis aus der EU die Vereinigten Staaten von Europa mit einer Fiskalunion geworden sind.

6. Die weltweite wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas ist nicht alles  –  aber ohne sie ist alles nichts.  Europa hat gute Chancen, in den nächsten Jahrzehnten mit Nordamerika, China, Japan und Asien und irgndwann Afrika und Südamerika zu konkurrieren.  Das wird kein Selbstläufer. Da wir unsere vorbildliche Soziale Marktwirtschaft beibehalten und finanzieren wollen, sind Bürokratieabbau, Senkung der Unternehmenssteuern, High-Tec-Entwicklung und ein deutlich verbessertes Schulsystem erforderlich.

Im 1957 geschlossenen Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft heißt es:  „Entschlossen, durch gemeinsames Handeln den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ihrer Länder zu sichern.“  Darauf kommt es an !!!

 

 

Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa über Kapitalismus

„Die Demokratie an sich – das heißt das politische System, das der Gesellschaft erwiesenermaßen ihre größten Errungenschaften  beschert hat:  Unterdrückung von Gewalt, friedliche Regierungswechsel, Zusammenleben in Vielfalt und die besten Kontrollmechanismen gegen Machtmißbrauch – ist untrennbar verbunden mit dem auf Werten wie Privateigentum beruhenden Kapitalismus.

Der Kapitalismus hat die Gesellschaft von der Sklaverei und Unterdrückung des feudalen Systems befreit, das die Mehrheit der Menchen zu von morgens bis abends schuftenden Arbeitstieren erniedrigte, ohne Rechte, Würde oder Lohn, von den Feudalherren oft unbarmherziger behandelt als ihre Pferde oder Hunde.  Das Leben wurde humaner mit dem Aufkommen von unabhängigen Betrieben, privaten Händlern, der Entwicklung modernen Städte, einem System von privatem Eigentum, Freihandel und offenen Märkten.  Ohne all das wären die Ideen vom selbstbestimmten Individuum, vom Recht eines jeden einzelnen und der Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz nie entstanden.  Errungenschaften, die sich in diesem einzigen Wort  F r e i h e i t  erfassen lassen  –  ein Begriff, der politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Chancen eröffnete, Veränderungen bewirkte und Werte schuf, die der Menschheit einen Fortschritt bescherten, wie ihn sich unsere Vorfahren niemals hätten träumen lassen.

In Asien und Lateinamerika scheint der Kapitalismus ganz und gar nicht ausgedient zu haben.  Im Gegenteil:  in jenen Regionen der Welt präsentiert er sich kraftstrotzender und zuversichtlicher den je.  Indien, Südkorea, Taiwan, China, Singapur, Indonesien, Malaysia und Südafrika glänzen mit boomenden Wirtschaften, tatkräftigen Privatunternehmen und zahlreichen Investitionen aus aller Welt, die dort Arbeitsplätze schaffen und  eine Mittelschicht heranwachsen lassen.

Das Panorama in Lateinamerika stellt sich nicht minder vielversprechend dar für jemanden, der wie ich daran glaubt, daß nur ein System der freien Unternehmen, des privaten Eigentums. offener Märkte und politischer Freiheit befähigt ist, Elend, Hunger und Ausbeutung ein Ende zu setzen und Gesellschaften zu schaffen, die echten Wohlstand bieten.  Unterdessen verkommt die kubanische Diktatur im Elend, populistische und pseudodemokratische Regime wie jene in Venezuela, Bolivien und Nicaragua lassen ihre Länder verarmen und in Korruption und Gewalt ersticken.

Im Laufe der Geschichte hat das System des freien Unternehmertums seine außergewöhnliche Fähigkeit bewiesen, sich zu erneuern und neu zu erfinden.  Es ist der Moment gekommen, diese Fähigkeiten erneut unter Beweis zu stellen, und zwar in den bekannten Schritten:

1. Es bedarf einer radikalen, aber konstruktiven Selbstkritik hinsichtlich der Ursachen dessen, was schiefläuft.  In diesem Fall handelt es sich dabei um das Wohlwollen und die Toleranz gegenüber jenen, welche die vom Gesetz des freien Marktes und Wettbewerbs festgelegten Spielregeln missachten.  Sie müssen deshalb verurteilt und einer Strafe zugeführt werden.

2. Es bedarf der Zielsetzung und nie nachlassenden Anstrengung, das System wieder auf die ethischen Prinzipien zurückzuführen, die allein ihm seine Rechtfertigung verleihen.  Das heißt, wir sollten die Idee hochhalten, daß der Kapitalismus mehr noch als ein Wirtschaftssystem mit bestimmten Regeln eine auf  Werte begründete Kultur ist – bestehend aus Freiheit, Recht und Gesetz – , die das Leben der Menschen sowohl auf materieller Ebene als auch in puncto Würde, Mitgefühl, Chancen, Achtung vor dem Nächsten, Solidarität und Barmherzigkeit vorangebracht haben.

Wir stehen vor einer schwierigen, aber nicht unlösbaren Aufgabe.  Die Erkennntnis, daß das System, für das wir eintreten, trotz seiner Unzulänglichkeiten immer noch besser ist als alle, die bisher versucht haben, es zu ersetzen mit dem Versprechen, das Paradies auf Erden zu schaffen, während sie den Gesellschaften, die sie in ihren Bann zogen, eher die Hölle auf Erden bescherten, sollte uns ermutigen, diese Aufgabe in Angriff zu nehmen.  Geben wir der politischen Demokratie und der politischen Freiheit ihr moralisches Gewissen zurück, das sie in den besten Momenten ihrer Geschichte besassen.  Zu jenen Zeiten nämlich, als Fortschritt  u n d  Kultur ihre größten Erfolge feierten.

Papst Franziskus ist ein Mann der klaren Botschaft:  „Diese Wirtschaft tötet.“ Mit einem einzigen Satz spricht der Papst aus, was sich Millionen von Menschen denken:  Die Reichen werden immer reicher, während die Ärmsten der Armen vor die Hunde gehen.  Das sei laut gängiger Meinung auch keine Laune der Natur, sondern das Naturgesetz einer heillos ungerechten Spielanordnung, die auf allen Teilen der Erde ihr Unwesen treibe.  Ob man diese Wirtschaft nun Kapitalismus oder freie Marktwirtschaft nennt, ist eine Geschmacksfrage, die am vernichtenden Befund nichtas ändert:  Jene, die schon alles haben, stopfen sich immer mehr die Taschen voll, während es Abermillionen von Menschen am Nötigsten fehlt.  Weil der Überfluss der wenigen seit Generationen in den Entwicklungsländern zusammengestohlen wird.  Wer das für billige Antikapitalismuspolemik linker Obskuranten hält, dürfte schon länger keine wirtschaftspolitischen Diskussionen mit Freunden und Bekannten geführt haben.  Andernfalls wäre klar, daß sich Papst Franziskus` Kapitalismuskritik mittlerweile in den verbliebenen Salons des wohlhabenden Bürgertums etabliert hat.  Sich gegen Kapitalismus und seinen „Fetisch Wachstum“ auszusprechen, ist ebenso chic wie das Beklagen des angeblich von den Geldgebern kaputtgesparten Griechenlands.  Gefolgt vom flammenden Appell, daß „wir“ endlich aufwachen müssen, bevor Mutter Erde erbarmungslos zurückschlagen wird.

„Diese Wirtschaft“ tötet nicht, sie löst die Probleme von Millionen von Verbrauchern in allen Teilen der Welt.  Nicht zuletzt jene der weniger begüterten Menschen.  Es sind nicht gemeinwohlorientierte Genossenschaften, die den ressourcenschonenden Gemeinschaftskonsum möglich machen, sondern die nach Profit strebenden neuen wie eingesessenen Anbieter der Marktwirtschaft.  Auch wenn sich diese Erkenntnis nicht für ein „Evangelii Gaudium“ zu eignen scheint.  Schade eigentlich.“

 

Im Land Absurdistan

=  Schlagzeile in einer großen Tageszeitung:  „So haben wir das nicht gewollt.  S i e  putzt, kauft ein und organisiert.  Er macht nichts.  So sieht der Alltag vieler Paare heute noch aus, obwohl die fünfziger Jahre lang vorbei sind.  Warum nehmen Frauen diese Ungerechtigkeit bloß so oft hin ?  Anke Schipp und Lucia Schmidt suchen Antworten.“

=  Linke Wahrnehmungsstörungen.  Franziska Augstein in der Süddeutschen Zeitung:  „Im wilden Osten.  Als die DDR und die Bundesrepublik vereinigt waren, galt es, die Zukunft der ostdeutschen Staatsbetriebe zu regeln.  Die Treuhandanstalt wurde gegründet.  Sie brachte den Leuten bei, wie es sich anfühlt, ohnmächtig zu sein.  Ihr spätes Erbe sind Rassismus und Nationalismus.“

=  „Wenn Papa zahlen kann.  Akademikerkinder zieht es viel häufiger im Studium in die Ferne.  Experten fordern nun eine „Auslandsgarantie“ für alle.“  (Süddeutsche Zeitung)

=  Malu Dreyer:  „Wir brauchen  P a r i t ä t  von Männern und Frauen in  a l l e n  Positionen, die mit  M a c h t  und  E i n f l u s s  ausgestattet sind.  2018 ist Zeit für halbe-halbe.  Das verlangt der Gleichstellungsauftrag des Grundgesetzes.“   (Zwei Fragen dazu:  1. Parität nur bei bei Positionen mit Macht und Einfluss oder auch bei Fensterputzern, Anstreichern, Fernfahrern u.ä.m.  2. Falls z.B. in der CDU nur 20 Prozent der Mitglieder Frauen sind, sollen trotzdem 50 Prozent der Bundestagsabgeordneten und Minister Frauen sein ?)

= Wie stellt sich Klein-Fritzchen und Frau Larissa Holzki von der Süddeutschen Zeitung Personal-Entscheidungen in größeren Unternehmen vor ?  Frau Holzki schreibt:  „Wo ist die Niete hin ?  Sie ist jetzt Chef.  Eine gängige Praxis in vielen Unternehmen.  In vielen Unternehmen etablieren konfliktscheue Vorgesetzte die reinsten Elefantenfriedhöfe.  Mächtige haben  m e i s t e n s  ein Interesse dara, alles beizubehalten, wie es ist.“

=  Deutschlands unseriöseste Zeitschrift (Focus-Money) ist absolut schmerzfrei, stellt seit Jahren völlig abwegige Untergangsszenarien in den Raum, prognostiziert immer wieder rasante Crashs am Aktienmarkt und empfiehlt gleichzeitig den Kauf von Gold.  So auch in der vergangenen Woche mit Riesenschlagzeilen: „Wir befinden uns mitten im Crash.“  „Wir  haben eine Alles-Blase. Nur Gold ist die ultimative Währung für Anleger.“  Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Focus-Money schon für das Jahr 2014  einen Goldpreis von 5000 Dollar prognostiziert – eine kleine Überschätzung von 400 Prozent.  Natürlich kann es am Aktienmarkt auch mal richtig crashen und der Goldpreis dann extrem steigen.  Aber die Methode von Focus-Money ist einfach unseriös.

=  „Wandernder Abschwung:  Deutschlands Wirtschaft geht es prächtig.  Einigen Nachbarn wird das wohl zum Verhängnis.   W  e  i  l   die Deutschen sich gesund gespart haben, ist eine Reihe von Ländern nicht mehr wettbewerbsfähig.“   (WELT)   (Das heißt im Umkehrschluss:  Wenn die Deutschen nach der Finanzkrise ihre Schulden drastisch ausgebaut hätten, dann wären Griechenland und Italien jetzt wettbewerbsfähiger !!)

=  „Die Gewerkschaft Verdi fordert, allen Arbeitgebern die sogenannte sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen zu verbieten. Gleichzeitig arbeitet der Verdi-eigene Bildungsträger DAA  (Deutsche Angestellten-Akademie) bei   a l l e n   Neueinstellungen von pädagogischen Mitarbeitern mit befristeten Verträgen.“  (Steffen Hering)

=  „Rechts und links in der Sackgasse.  Ist eine Vorliebe für Fachwerk und Satteldach ein Hinweis auf faschistoide Tendenzen ?  Über eine verstörend hysterische Architekturdebatte.“  (S.Z.)

=  Kein Witz  !!   Die Süddeutsche Zeitung auf der Titelseite mit der Schlagzeile:  „Künstlerisch interessierte Ärzte verstehen Patienten besser.“

 

An den Dichter Pi Su Yao

Wir haben Talent.  Man nennt uns die führenden Dichter der Gegenwart.  Schade,

unsere Häuser sind dürftig, unser Erfolg trivial.  Hungrig und schlecht gekleidet

strafen uns unsere Frauen mit Verachtung.  In der Mitte des Lebens sind unsere Gesichter runzlig.

Wer kümmert sich um uns und um unsere Sorgen ?  Wir sind unser eigenes Publikum, jeder

lobt die literarischen Qualitäten des anderen.  Unsere Namen werden genannt zusammen

mit denen großer Toter.  Wir trösten uns gegenseitig.  Bestimmt werden wir Nachfolger finden.

Von Du Fu  (FAZ)

 

Bildungs – Stadl

Wie geht es Ihnen, liebe Leser, wenn Sie in Ihrer Tageszeitung auf die Überschrift „Die Logik der Misogynie“ treffen?

Ärgern Sie sich ?  Greifen Sie zum Lexikon ?  Oder lassen Sie diese „Ich-stehe-bildungsmäßig-weit-über-dem-Leser-Journalisten“ kalt ?

Der Artikel über die Logik der Mysogonie erschien in der Süddeutschen Zeitung und befasste sich mit der Ernennung des umstrittenen Brett Kavanaugh zum obersten amerikanischen Richter; dort steht auch der interessante Satz:  „Himpathy – ein treffender englischer Neologismus für unser parteiisches Verhalten.“

Unter der Überschrift „Bildungs – Stadl“ werde ich Ihnen immer mal wieder einige Zitate aus dem Reich der Gebildeten präsentieren; hier einige Beispiele:

  • „Die vielen Metaebenen der Krise.  Ist das eine Performance oder ein Thinktank des Humboldt-Forums ?  Andreas Veiels „Let Them Eat Money“ am Deutschen Theater.“  (S.Z.)
  • „Das Album ist ein Meisterwerk der Mutmaßlichkeit geworden.“  (S.Z.)
  • „Der Autor Rietzschel beschreibt den Kippmoment mit einem guten Gespür für sprachliche Verdichtung, streut elliptische Sätze wie Synkopen ein.“  (FAZ)
  • Aus einer Buchkritik der FAZ:  „Moretti bemüht sich programmatisch darum, die mittlere Ebene der hermeneutischen Beschäftigung mit literarischen Texten zu vermeiden, indem er entweder die ultrahermeneutische Radikalmakroskopie der maschinellen Auswertung riesiger Textmengen betreibt oder die infrahermeneutische Radikalmikroskopie der stilistischen Detailbeschreibung pflegt.“
  • Der Angeber der Nation Jakob Augstein:  „…………. diese Zeitungen wirken mit daran, daß sich eine Atmosphäre der Verunsicherung breitmacht, ein Fin – de – Siècle -Gefühl.“  Nochmal Augstein:  „Bei Ernst von Seydlitz heißt es im Standardwerk „Geographie, Ausgabe B, Kleines Lehrbuch“, erschienen zu Breslau im Jahr 1908…………… .“ Nochmal Augstein:  „Der Kater Karlo der internationalen Politik. Der Lex Luthor des Westens.“  Und nochmal:  „Das war ein wahrer cri du coeur der Entrüstung.“
  • „Es gibt natürlich Stellen massiver, mastodoniger Festfleischigkeit, aber es ist nicht wirklich „heavy“.“
  • „Daran erinnert eine konzise Schau im Museum …….. .“  (FAZ)
  • „Dokus zeigen uns die prekäre Pracht der Natur. Ist es Eskapismus, sich an solchen Bildern zu berauschen ?“  (S.Z.)

Ein Leserbrief (Erwin Hartmann) in der FAZ gibt die richtige Antwort:

„Wortgeklingel.  Zur Besprechung der Berliner Holbein-Ausstellung durch Andreas Kilb empfiehlt Leser Professor Dr. Reiner Marquard:  „Auf dem Teppich bleiben.“  Dabei versteigt gerade er sich in ungeahnte Höhen, wenn wir aus seiner Feder folgendes lesen müssen:  „Der ästhetische Reiz der Falte, der im weiteren eine dunkle theologische Grammatik faltet, verdunstet in seiner ganzen Stofflichkeit.“  Eine theologische Grammatik ?  Wo könnte, falls es mich in einem unbedachten Augenblick danach gelüsten sollte, mir Derartiges zulegen ?  Und in welchen Gemütszustand muss ich als ganz gewöhnlicher Betrachter eines Holbein – Bildes mich hineinsteigern, um zu erleben, wie eine vorderhand doch mehr oder weniger banale Stoff-Falte in dieser ihrer Stofflichkeit urplötzlich mir zu verdunsten anhebt.“