Fußball – Fetischist

E i n w u r f : = Daniel Baier: „Ein besonderes Fanerlebnis war für mich der Besuch bei unserem Fan Simon, der auf der Rückreise von einem Auswärtsspiel bei einem Autounfall schwer verletzt wurde und sich auf beeindruckende Weise zurück ins Leben kämpft. Der Besuch bei ihm hat mich bewegt, weil er mir einerseits seine große Liebe zum FCA verdeutlicht und darüber hinaus gezeigt hat, dass es viel wichtigere Dinge gibt als Fußball. Simon, kämpfen und siegen !“

= Der israelische Historiker Mosche Zimmermann schrieb ein bedeutendes Buch über die Vergangenheit des Auswärtigen Amtes („Das Amt und die Vergangenheit“). Einmal in der Woche lässt Zimmermann jedoch Politik und deutsche Geschichte hinter sich. Auf dem Campus der Hebräischen Universität spielt er dann Fußball. Da machen sich seine Hamburger Wurzeln bemerkbar. Er und seine Kinder haltem dem HSV die Treue. (FAZ)

= Reiner Calmund zu Willi Lemke: „Mensch Willi, du siehst ja aus, als sei `ne Hungersnot ausgebrochen!“ Willi Lemke: „Und du siehst so aus, als seist du schuld daran !“

= Aus einem Leserbrief: „Bisweilen sind Sportberichte der FAZ die reinste Poesie. In ihr geht es weniger um schneller, weiter, höher, sie schmähen Superlative und suchen stattdessen Tiefe auszuleuchten. Union Berlin, die Kicker, die Alte Försterei und die treuen Anhänger werden geradezu liebevoll beschrieben und uns Lesern ans Herz gelegt.“

= Da wir aus den Medien lernen, dass die Umweltverschmutzung uns bald dahinraffen wird und dass Putin demnächst die Landtagswahlen in Deutschland fälschen wird und dass die Italiener den Euro zerstören und dass die geliebte Currywurst verboten wird – wegen dieser und anderer Risiken hat sich der Fußball schließlich auch noch zur letzten Fluchtburg von Lebensfreude und Loyalität entwickelt.

= Fußball trifft Kultur. Fußball macht schlau: Die Kombination aus Fußballtraining, Förderunterricht und kulturellen Events stärkt die soziale, sprachliche und gesunde Entwicklung von Kindern. Chancen schaffen: dfl-stiftung.de/fussball-trifft-Kultur

= The Times: „Müller übernimmt die Hauptrolle von Ronaldo. Ronaldo ist eine diamantenbehangene 24-Karat-Ikone, ein perfekt gestylter, wohlgeformter Adonis. Müller sieht aus, als sei er gerade aufgewacht.“

= „Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.“ (Ede Geyer, Mathematiker)

= „Man muss mal die Hosen runterlassen und sein wahres Gesicht zeigen.“ (Alexander Strehmel)

= Das Kölner Projekt „Komm Bolzen“ organisiert jede Woche kostenloses Fußballtraing für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien, häufig mit Migrationhintergrund. Auf acht Kölner Bolzplätzen trainieren jede Woche 300 Kinder.

= „Ich brauche Spieler, die auf dem Platz die Rute rausholen.“ (Matthias Sammer)

= „Ich habe zu Michael Preetz „Halt`s Maul“ gesagt, der Schiri-Assistent hat es aber auf sich bezogen und verstanden: „Halt die Fresse, du Penner“

= „Ich bin kein Streichler, nur bei meiner Frau, sporadisch.“ (Peter Pacult)

= „Wir müssen den Fußball feiern für seine friedenserhaltende Kraft.“ (Monika Maron)

= Das erste deutsche Länderspiel im Fernsehen: 26.11.1939 Deutschland – Italien in Berlin. Die ersten Vereinsspiele im Fernsehen: 30.6.1940 – Union Oberschönweide gegen Rapid Wien + Schalke gegen Düsseldorf (Doppelveranstaltung während der Endrunde um die deutsche Meisterschaft in Berlin). In beiden Fällen wurden die Spiele live übertragen – es gab jedoch nur 500 Fernseher in Deutschland.

(Die Zitate stammen überwiegend aus „11 Freunde“)

 

Martin Luther: Pro und Contra

= “ Er ist schimpffroh, zanksüchtig, ein mächtiger Hasser, zum Blutvergießen von ganzem Herzen bereit.“ (Thomas Mann)

= “ Durch seine Übersetzung der Bibel ermöglichte Luther den Menschen Zugang zum Wort und damit zu Information, Verständigung und Teilhabe.“ (Monika Grütters)

= “ Luther ist eine Katastrophe für die westliche Zivilisation.“ (Richard Marius)

= „Wir wissen gar nicht was wir Luthern und der Reformation im allgemeinen alles zu verdanken haben.“ (J.W. von Goethe)

= „Ein lausiger ausgelaufener Mönch und bübischer Nonnenfetzer.“ (Johannes Cochlaeus)

= „Luther und den Islam verbindet die Einicht, dass keine vermittelnde Instanz zwischen Gott und Mensch nötig ist.“ (Abdel-Hakim Ourghi)

= „Urbild deutschen Wesens, deutscher Genialität, deutscher Zerrissenheit, deutscher Hemmungen.“ (Hermann Hesse)

= „…..einer der größten Vernichter des besseren Deutschtums, Zerstörer der großen mittelalterlichen Kultur….“ (Gottfried Benn)

= „Geistloses, sanft lebendes Fleisch zu Wittenberg.“ (Thomas Münzer)

= „Luther ist in seinen letzten Lebensjahren unerträglich rechthaberisch, unerträglich zänkisch (….), und das, was er den Juden zugedenkt, erinnert fatal an das Dritte Reich.“ (Waltraud Levin)

= „Luther erschütterte Deutschland – aber Franz Drake beruhigte es wieder: Er gab uns die Kartoffel.“ (Heinrich Heine)

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Süddeutsche Zeitung: Das Zentralorgan des Antikapitalismus

Heribert Prantl ist Chefideologe und Mitglied der Chefredaktion der S.Z. Als die inzwischen aus guten Gründen versandete Occupy-Bewegung erfolgreich war, schrieb Prantl ein Buch mit dem Titel „WIR SIND VIELE“. In einer von ihm selbst verfassten halbseitigen S.Z.-Anzeige heißt es: „Die Öffentlichkeit wehrt sich gegen die radikale Ökonomisierung der Politik und des öffentlichen Lebens. Sie artikuliert Unbehagen und Angst vor einem Raubtierkapitalismus, der Arbeitsplätze auffrisst und die Gesellschaft zerreißt. Vielleicht bräuchten viele Finanz-Analysten den Besuch eines guten Exorzisten, einen Ungeist-Austreiber, einen, der sie heilt. Das Occupy-Evangelium handelt von der globalisierten Wirtschaft, die nicht mehr im Dienste des Menschen steht, weil sie alle Bindungen gesprengt hat. Die Menschen in Europa wehren sich gegen die radikale Ökonomisierung der Politik und des öffentlichen Lebens. Sie sind viele und sie bestehen darauf: Das europäische Betriebssystem ist nicht der Euro, sondern die Demokratie.“ In einem S.Z.-Kommentar schreibt Prantl „Das von Merkel und Schröder aussortierte Wort „Solidarität“ muss wieder den Rang erhalten, der ihm in einem Sozialstaat gebührt.“ (Der Aufwand für Soziales steigt in Deutschland seit Jahren auf nunmehr über 900 Milliarden Euro und dank Schröders „Agenda“ hat Deutschland die Zahl der Arbeitslosen um über zwei Millionen reduziert).

Die Süddeutsche Zeitung hat ein klares Feindbild: Wirtschaftliche Fakten, Kapitalismus, Neoliberale (was auch immer das sein soll), Konzerne, Banker, männliche Top-Manager und Profi-Fußball. Neben Occupy gehören zum Freundeskreis generell Frauen und Arbeitnehmer. In einer mit „Zentralorgan“ überschriebenen Rubrik werde ich immer mal wieder darauf zurückkommen und einige Beispiele liefern. Fangen wir an:

  • „Wenn Mitarbeiter stehlen. Manch einer gleicht auf diesem Wege Gehaltskürzungen aus.“
  • „Superstar. Karl Marx war selten so populär wie jetzt. Das ganze pornokapitalistische Elend der Gegenwart schlummert in einem einzigen Satz von Karl Marx.“
  • „Die großen Unternehmen müssen verpflichtet werden, die Bezahlung ihrer Vorstände besser zu begründen und dem Wirtschaftsministerium zu melden.“ (Das ist keine Anweisung von Erich Honecker, sondern von Herrn Prantl)
  • Was jetzt kommt ist von der S.Z. nicht als Scherz gemeint: „Der freiheitliche, liberale Kurs war der Süddeutschen Zeitung nicht in die Wiege gelegt.“
  • „Die Bundesregierung will ihre G-20-Präsidentschaft dazu nutzen, reformwillige Staaten Afrikas zu unterstützen. Kritiker befürchten, dass davon vor allem Konzerne profitieren.“
  • „Weg von den marktradikalen Jahren ! Denkbar wäre dreierlei: Ein höherer Spitzensteuersatz, eine Korrektur der Abgeltungssteuer und höhere Steuern für Erbschaften.“
  • „Zwischen Unternehmen und Menschen liegt ein tiefer Graben. Die Wirtschaft, so sieht es aus, das ist die Welt des Profits, der Lüge und des Betrugs.“
  • Die S.Z. kann auch inkompetent und antikapitalistisch gleichzeitig: „Eine gefährliche Gabe. Viele Konzerne schütten zu hohe Dividenden aus. Jede Belohnung der Anteilseigner geht auf Kosten der Investitionen und damit des Wachstums.“
  • „Die mächtigen Drogenkartelle wirtschaften wie Konzerne.“
  • Auch der folgende Satz der S.Z. ist ernst gemeint: „Erfolg fördert die Neigung zu unethischem Verhalten.“
  • „Kooperative Modelle beziehen Mitarbeiter ein, statt den Machtrausch der Vorgesetzten zu zementieren.“
  • In der S.Z. darf eine angebliche Personalberaterin zur „Verschrottung älterer männlicher Manager“ aufrufen und eine „Organisationspsychologin (!!) behauptet: „Viele Führungskräfte sind rücksichtslos.“
  • Das folgende S.Z.-Zitat bitte auswendig lernen: „Das Schlechte im Kapitalismus ist im Westen in den letzten 30 Jahren passiert. Seitdem breitet sich eine Ungleichheit aus, die nicht mehr zu stoppen ist. Der Kapitalismus hat auch die starken Demokratien b e s e i t i g t (!!!) „.
  • „Der Staat finanziert, die Wirtschaft kassiert.“ Bescheidene Frage: Von wem hat der Staat das Geld ?
  • Zur Übernahme von Monsanto durch Bayer: „Auch der deutsche Konzern hat Makel: enge Verbindungen zur NSDAP.“
  • Fortsetzung folgt.


 

Zur politischen Lage

= Ich hatte den von mir geschätzten Ralf Fücks aus den Augen verloren; jetzt lese ich ein sehr interessantes Interview in der NZZ. (Fücks war 20 Jahre lang Vorsitzender der Heinrich-Böll-Stiftung und ist heute geschäftsführender Gesellschafter der Denkfabrik „Liberale Moderne“). Einige Aussagen von Fücks in diesem Interview:

  • „Die Bundesrepublik ist eine liberale Demokratie, aber die gesellschaftliche Mentalität ist eher sozialdemokratisch. Sicherheit und Gleichheit haben für die meisten Deutschen einen höheren Wert als Freiheit. Auch mit der Westbindung hadern viele. Das merken Sie an der Distanz gegenüber der Nato und am subkutanen Wunsch nach Neutralität. Gegen Putin gibt es weniger Aversionen als gegen Trump. Auch mit dem Kapitalismus hadern viele.“
  • „Seit den sechziger Jahren hat es in Deutschland einen großen Schub für Bürgerrechte und Gleichberechtigung gegeben. Diese Seite des Liberalismus ist bis heute stark ausgeprägt.“
  • „Russland hat sich nach einem kurzen Ausflug in Richtung Demokratie leider zurückentwickelt. Putin geht in Richtung Diktatur. Politik, Justiz und Medien sind gleichgeschaltet.“
  • „In den USA schwindet der Glaube an das zentrale Versprechen des Landes: dass jeder durch Bildung und Fleiss aufsteigen kann. Die klassische Arbeiterschicht sieht sich deklassiert: als Weisse wegen des wachsenden Selbstbewusstseins von Latinos, schwarzen Amerikanern und Asiaten und als Männer infolge der Emanzipationsansprüche der Frauen und als Arbeiter wegen des Niedergangs der traditionellen Industrien.“
  • „Ich habe den altmodischen Begriff der Sozialpartnerschaft in den letzten Jahren neu schätzen gelernt. Schauen Sie, wie in Deutschland die Finanzkrise bewältigt wurde, ebenso wie die Flüchtlingskrise 2015 und 2016. Dahinter stecken große Kraftanstrengungen der Verwaltung, der Unternehmen, der Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft.“
  • „Ich bin überzeugt, dass sich die große Mehrheit dieser Menschen (Flüchtlinge) integrieren will. Die sind nicht gekommen, um kriminellen Geschäften nachzugehen oder von Sozialhilfe und Schwarzarbeit zu leben.“

= Auch der Chef der weltgrößten Chemiefirma BASF, Martin Brudermüller, gab der NZZ ein langes Interview; einige Zitate:

  • „Wir Europäer sollten uns verbitten, dass die Amerikaner über ein solches Objekt (Erdgas-Pipeline Nordstream 2) entscheiden. Dank Nordstream 2 wird das Angebot an wettbewerbsfähiger Energie größer. Es ist in Ordnung, wenn die Amerikaner mehr Flüssiggas verkaufen wollen. Bei der Verflüssigung und der anschliessenden Rückführung von Flüssiggas in den gasförmigen Zustand entsteht jedoch zusätzliches CO2. Zudem ist Flüssiggas teurer als Erdgas aus Russland.“
  • „Wir arbeiten mit Gazprom seit Jahrzehnten vertrauensvoll zusammen. Wenn es in Europa kalt wird und man rasch viel Erdgas braucht, sind es die Russen, die das Ventil aufdrehen. Es muss unser Ziel sein, Russland in die Staatengemeinschaft zurückzuholen.“
  • „Wir leiten unsere Entscheidungen aus wissenschaftlichen Erkenntnissen ab. Wenn aber Fake News und Emotionen dominieren, verlieren wir als Gesellschaft die nötigen Grundlagen, um richtige Entscheidungen zu treffen. Das müssen wir dringend ändern.“
  • „Im Moment sind alle fest damit beschäftigt zu zeigen, wie unterschiedlich sie sind – sei es nun in Europa oder innerhalb Deutschlands. Wir sollten uns stattdessen darauf besinnen, wie ähnlich wir uns sind. Europa als Wertegemeinschaft und als Ort, wo aktive Menschen gerne leben und arbeiten möchten: Das liegt mir sehr am Herzen, und zwar als Bürger und als BASF-Vorsitzender.“

(BASF beschäftigt am Stammsitz in Ludwigshafen 39.000 Mitarbeiter. Auf einer Fläche, die halb so groß ist wie die Stadt Basel, sind 200 Produktionsanlagen durch ein kilometerlanges System von Rohrleizungen miteinander verknüpft. Durch die räumliche Nähe der Fabriken spart das Unternehmen Zeit und Enegie – weshalb das Konzept auch aus ökologischen Gründen eine Renaissance erlebt.)

= Hört sich doch gut an ! Der Berliner links/grüne Senat will für fünf Jahre eine Mietpreisbremse durchsetzen ! Die Immobilienhaie verdienen schon mehr als genug ! Jedes Kind könnte wissen, dass solche Maßnahmen den Bau von neuen Wohnungen einschränken; und das wiederum führt langfristig zu noch höheren Mieten ! Der Fraktionschef der CDU, Ralph Brinkhaus, hat einen guten Vorschlag gemacht: „Weil wir alle wissen, dass mehr gebaut werden muss, dafür aber nicht genügend Flächen zur Verfügung stehen, müssen wir Gebäude in die Höhe bauen, und zwar dort, wo die Menschen leben wollen.“ Dieser Vorschlags von Brinkhaus ist naheliegend, wird aber am Einspruch der Grünen scheitern, weil die dadurch eingeschränkten Luftbewegungen schlecht für Mensch und Natur sein sollen.

= Ein gefährlicher und inakzeptabler Vorschlag kommt vom US-Botschafter in Israel, David Friedman, der sich in einem Interview mit der „New York Times“ wie folgt äußert: „Ich denke, dass Israel unter gewissen Umständen das Recht hat, einen Teil, aber wahrscheinlich (!!!) nicht alles, vom Westjordanland zu behalten.“ Könnte sich dieser Herr vorstellen, dass damit die Basis für jahrzehnte- oder jahrhundertelange Kriege gelegt wird ? Und dass damit der Hass auf „die Juden“ in der ganzen Welt geschürt wird ? Und dass damit verhindert wird, dass sich die Palästinenser zu einem „normalen“ Volk entwickeln und die gesamte Region befriedet wird ? Steht es diesem Botschafter überhaupt zu, einen solchen Vorschlag zu machen ? Amoz Oz wird sich im Grabe rumdrehen und David Grossmann hoffentlich noch die Kraft aufbringen, gegen diese Politik anzukämpfen.

 

Kurz und interessant

= Von den 7,6 Milliarden Menschen auf der Welt sind 1,3 Milliarden Katholiken und von diesen praktiziert nur ein kleiner den Glauben – vor allem Frauen ! Trotz dieser Zahlen nehmen wenige Männer – und nur Männer !! – in Rom für sich in Anspruch, dass genau sie – und nur sie ! – die Vollmacht hätten, „endgültige, unumkehrbare, unfehlbare“ Entscheidungen zu verkünden. Und das, ihrem sich selbst zugewiesenen Auftrag entsprechend, für die g e s a m t e Menschheit und für alle Zeiten. Es ist zutiefst unverständlich, dass die Menschen – und vor allem die Frauen – das weiter hinnehmen.

= Die Amerikaner schneiden mit, was sie kriegen können, überall und seit Jahrzehnten. Sie zapften die Leitungen von Angela Merkel, Gerhard Schröder und Helmut Kohl an. Wie war das noch mit „Abhören unter Freunden geht gar nicht“ ? Die Amerikaner brauchen ihre Verbündeten gar nicht mehr zu fragen, was sie vorhaben – sie wissen es schon. Und wenn die deutsche Regierung darauf verweist, dass die Russen und die Chinesen es nicht anders machen als die NSA, dann ist das eine Kapitulation. (FAZ)

= So arm kann der Iran nicht sein: Die iranische Botschaft in Österreich hat für 2,5 Millionen Euro ein ehemaliges Firmenareal in Wien gekauft, um dort eine Moschee zu errichten. Die Behörden haben den Bau bereits aus baurechtlichen Gründen untersagt; zudem sind Auslandsfinanzierungen in Österreich verboten.

= Berechtigte Kritik der deutschen Bundesregierung an Israel: Der Ausbau von jüdischen Siedlungen in Ostjerusalem läuft dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung zuwider ! Der völkerrechtswidrige Siedlungsausbau sowie die damit in Zusammenhang stehenden Abrisspläne palästinensischer Strukturen sind abzulehnen.

= Antoine de Saint-Exupery: „Von nun an meine ich besser zu erkennen, was Kultur ist. Eine Kultur ist eine Erbmasse von Glauben, Gewohnheiten und Erkenntnissen, die, langsam im Laufe von Jahren erworben, rein logisch manchmal schwer zu rechtfertigen sind, die sich aber ganz von selbst rechtfertigen wie Wege, die irgendwohin führen, da sie dem Menschen seine innere Weite auftun.“

= Mutige Selbsteinschätzung: Die Münchner Firma Medigene brachte mit Veregen das erste deutsche Biotechmedikament auf den Markt; seitdem wird fleißig geforscht – die Pipeline ist jedoch überschaubar und das Unternehmen ist weit von der Kommerzialisisierung entfernt. Dolores Schendel, die Leiterin des Unternehmens äußert sich so: „Etwas übertrieben gesagt: Ich möchte das McDonalds der Zelltherapie sein.“

= Die „Vogelschutzrichtlinie“ der EU mit dem „Entnahmeverbot“ für Elstern und Eichelhäher führte unter dem messianischen Sendungsanspruch und der Verantwortung der Grünen zu einer Ausbreitung dieser gefiederten Nesträuber und der Minderung vieler Singvogelarten.

= Interessante Expertisen. Am gleichen Tag (8.6.2019) stufte die britische Investmentbank Barclays die Aktie von Rio Tinto um zehn Prozent unter den aktuellen Wert herab und die „Euro am Sonntag“ um knapp 20 Prozent herauf.

= In Griechenland finden am 7. Juli 2019 vorgezogene Parlamentswahlen statt. Pünktlich zum Wahlkapmpf erneuert das Parlament die Forderung an Deutschland, für aus dem 2. Weltkrieg entstandene Reparationen 300 Milliarden Euro zu zahlen. Alle Beteiligten wissen, dass dieses Thema durch den Zwei-plus-vier-Vertrag politisch und rechtlich abgeschlossen ist.

= Der sogenannte Islamische Staat gilt inzwischen als militärisch besiegt. Aber die fundamentalistischen Ideen leben weiter. Daran haben auch Frauen einen wesentlichen Anteil, die sich als Mütter, Erzieherinnen, Poetinnen, Lehrerinnen und Dozentinnen, aber auch als Kriegerinnen und Attentäterinnen am Dschihad der Terroristen beteiligen. Das gibt der Debatte um die Wiederaufnahme von deutschen Rückkehrerinnen aus den Kriegen im Nahen Osten eine besondere Aktualität. (Stimmen der Zeit)

= Ein G e f ä n g n i s aus Stoff. Die Burka gehört nicht nach Europa. Sie stellt eine Kampfansage an die Werte der Aufklärung dar, und sie degradiert Frauen zu Objekten männlicher Verfügungsgewalt.“ (NZZ)

= „Die kollektive politische Verdummung der Republik ist das Hauptproblem der Zeit.“ (Bettina Röhl)

= Wann immer Interessen des Westens, der zivilisierten Welt und der Schweiz bedroht werden, dann stehen unsere Netten mit dem Ruf nach Verständigung und Diplomatie bereit. Dass der Griff zu den Waffen das Gebot der Stunde ist, geht nicht in ihre friedensbewegten Schrumpfhirne hinein. Wann denn, wenn nicht zum Zeitpunkt, da die muslimischen Fanatiker knapp vor dem Besitz von Atombomben (erhältlich in Pakistan!) stehen, ist der Moment gekommen, die Verteidigung zu stärken, den Notvorrat aufzubauen und die Geschlossenheit in den eigenen Reihen zu fördern. (Fundstück)

= Der Bundesgerichtshof hat das Verbot der Kampagne der Tierschutz-Organisation Peta „Der Holocaust auf Ihrem Teller“ bestätigt.

 

Sparschwein: Gute Nachrichten

Die Anbieter von Indexfonds machen sich mit extrem niedrigen Gebühren für ETF Konkurrenz: So hat Amundi (amundietf.de) jetzt fünf ETF mit einer Gesamtkostenquote von 0,05 Prozent aufgelegt:

  • WKN A2PBLL Aktien USA
  • WKN A2PBLK Aktien Japan
  • WKN A2PBLJ Aktien Global
  • WKN A2PBLH Aktien Eurozone
  • WKN A2PBLF Aktien Europa

Wenn Sie die WKN eingeben, erfahren Sie mehr über Unternehmen und Branchen, die in diesem ETF enthalten sind. Bitte denken Sie daran, Käufe und Verkäufe von Wertpapieren nur über eine Direktbank zu tätigen und vergessen Sie nicht, was seriöse Fachleute für einen langfristigen Vermögensaufbau empfehlen: 1. Selbst genutztes Wohneigentum + 2. Kleiner Anteil Gold als Sicherheit + 3. Aktien !

Ich persönlich vermute, dass sich auf Sicht von zehn Jahren Aktien in den USA durchschnittlich entwickeln werden und Aktien in Europa überdurchschnittlich und Aktien in den Entwicklungsländern (vor allem Asien incl. China) hervorragend. Ich vermute das ! Wissen kann das niemand ! Und immer wieder werde ich Ihnen auf den Keks gehen: Denken Sie an die Kosten ! Auch deshalb sind die o.g. ETF top !

Sparpläne eignen sich hervorragend zum langfristigen Vermögensaufbau – auch hier auf die Kosten achten ! Wer als Angestellter in einen Riester-Vertrag einzahlt, kann geleistete Beiträge später als Sonderausgaben in der Steuererklärung angeben.