Eine wunderbare Geschichte

B. Brecht: Der verwundete Sokrates (Auszüge)

Sokrates, der Sohn der Hebamme, der in seinen Zwiegesprächen so gut und leicht und unter so kräftigen Scherzen seine Freunde wohlgestalter Gedanken entbinden konnte und sie so mit eigenen Kindern versorgte, anstatt wie andere Lehrer ihnen Bastarde aufzuhängen, galt nicht nur als der klügste aller Griechen, sondern auch als einer der tapfersten. Der Ruf der Tapferkeit scheint uns ganz gerechtfertigt, wenn wir beim Platon lesen, wie frisch und unverdrossen er den Schierlingsbecher leerte, den ihm die Obrigkeit für die seinen Mitbürgern geleisteten Dienste am Ende reichen ließ. Einige seiner Bewunderer aber haben es für nötig gehalten, auch noch von seiner Tapferkeit im Felde zu reden. Tatsächlich kämpfte er in der Schlacht bei Delion mit, und zwar bei den leichtbewaffneten Fußtruppen, da er weder seinem Ansehen nach, er war Schuster, noch seinem Einkommen nach, er war Philosoph, zu den vornehmeren und teueren Waffengattungen eingezogen wurde. Jedoch war, wie man sich denken kann, seine Tapferkeit von besonderer Art.

Sokrates hatte sich am Morgen der Schlacht so gut wie möglich auf das blutige Geschäft vorbereitet, indem er Zwiebeln kaute, was nach Ansicht der Soldaten Mut erzeugte. Seine Skepsis auf vielen Gebieten veranlasste ihn zu Leichgläubigkeit auf vielen anderen Gebieten; er war gegen die Spekulation und für die praktische Erfahrung, und so glaubte er nicht an die Götter, wohl aber an die Zwiebeln.

Man ließ sich auf dem Stoppelboden nieder, und ein Hauptmann wies Sokrates zurecht, weil er versucht hatte, sich auf seinen Schild zu setzen. Mehr als der Anschnauzer selbst beunruhigte ihn die gedämpfte Stimme, mit der er erfolgte. Der Feind schien in der Nähe vermutet zu werden.

Es war richtig, dass man die Stadt verteidigen musste, wenn sie angegriffen wurde, da man sonst dort großen Ungelegenheiten ausgesetzt war, aber warum wurde die Stadt angegriffen ? Weil die Reeder, Weinbergbesitzer und Sklavenhändler in Kleinasien den persischen Reedern, Weinbergbesitzern und Sklavenhändlern ins Gehege gekommen waren ! Ein schöner Grund ! Plötzlich saßen alle wie erstarrt. Von links aus dem Nebel kam ein dumpfes Gebrüll, begleitet von einem metallenen Schallen. Es pflanzte sich ziemlich rasch fort. Der Angriff des Feindes hatte begonnen.

Die Abteilung stand auf. Mit herausgewälzten Augen stierte man in den Nebel vorn. Zehn Schritte zur Seite fiel ein Mann in die Knie und rief lallend die Götter an. Zu spät, schien es Sokrates. Plötzlich, wie eine Antwort, erfolgte ein schreckliches Gebrüll, weiter rechts. Der Hilfeschrei schien in einen Todesschrei übergegangen zu sein. Aus dem Nebel sah Sokrates eine Eisenstange geflogen kommen. Ein Wurfspeer !

Und dann tauchten, undeutlich im Dunst, vorn massive Gestalten auf: Die Feinde. Sokrates, unter dem überwältigenden Eindruck, dass er schon zu lange gewartet hatte, wandte sich schwerfällig um und begann zu laufen. Der Brustpanzer und die schweren Beinschienen behinderten ihn beträchtlich. Sie waren viel gefährlicher als Schilde, da man sie nicht wegwerfen konnte. Keuchend lief der Philosoph über das Stoppelfeld. Alles hing davon ab, ob er genug Vorsprung gewann. Hoffentlich fingen die braven Jungen hinter ihm den Stoß für eine Zeit auf.

Plötzlich durchfuhr ihn ein höllischer Schmerz. Seine linke Sohle brannte, dass der meinte, es überhaupt nicht aushalten zu können. Er ließ sich stöhnend zu Boden sinken, ging aber mit einem neuen Schmerzensschrei wieder hoch. Mit irren Augen blickte er um sich und begriff alles. Er war in ein Dornenfeld geraten ! Sokrates konnte die Sandale nicht herunterbekommen. Der D o r n hatte die dünne Ledersohle durchbohrt und stak tief im Fleisch. In diesem Moment hörte er dumpfe Tritte. Ein kleiner Trupp brach durch das Gestrüpp. Den Göttern sei Dank, es waren eigene ! Sie blieben einige Sekunden stehen, als sie ihn sahen. „Das ist der Schuster“, hörte er sie sagen. Dann gingen sie weiter.

Aber links von ihnen kam jetzt auch Lärm. Und dort tönten Kommandos in fremder Sparche. Die Perser ! Als die sich auf wenige Schritte genähert hatten, saß der Philosoph auf dem Hintern zwischen zwei Dornsträuchen, hilflos dem Feind entgegenblickend. Es war unmöglich für ihn, sich zu bewegen. Alles war besser, als diesen Schmerz im Fußballen noch ein einziges Mal zu spüren. Er wusste nicht, was machen, und plötzlich fing er an zu brüllen: „Hierher, dritte Abteilung ! Gebt ihnen Saures, Kinder !“ Und gleichzeitig sah er sich, wie er das Schwert fasste und es im Kreise um sich schwang, denn vor ihm stand, aus dem Gestrüpp aufgetaucht, ein persischer Soldat mit einem Spieß. Der Spieß flog zur Seite und riss den Mann mit.

Und Sokrates hörte sich zum zweiten Mal brüllen und sagen: „Keinen Fußbreit mehr zurück Kinder ! Jetzt haben wir sie, wo wir sie haben wollen, die Hundesöhne ! Krapolus, vor mit der sechsten ! Nullos, nach rechts ! Zu Fetzen zerreiße ich, wer zurückgeht !“ Von der Lichtung her stolperten ein Dutzend Erschöpfte. Die Perser hatten sich auf das Gebrüll hin zur Flucht gewandt. Sie fürchteten einen Hinterhalt.

„Was ist hier?“ fragte einer der Landsleute Sokrates, der immer noch auf dem Boden saß. „Nichts“, sagte dieser. „Steht nicht so herum und glotzt nicht auf mich. Lauft lieber hin und her und gebt Kommandos, damit man drüben nicht merkt wie wenige wir sind.“

„Besser, wir gehen zurück“, sagte der Mann zögernd. „Keinen Schritt“, protestierte Sokrates. „Seid ihr Hasenfüsse ?“.

Und da es für den Soldaten nicht genügt, wenn er Furcht hat, sondern er auch Glück haben muss, hörte man plötzlich von ziemlich weit her, aber ganz deutlich, Pferdegetrappel und wilde Schreie, und sie waren in griechischer Sprache ! Jedermann weiß, wie vernichtend die Niederlage der Perser an diesem Tag war. Sie beendete den Krieg.

Als Alkibiades an der Spitze der Reiterei an das Dornenfeld kam, sah er, wie eine Rotte von Fußsoldaten einen dicken Mann auf den Schultern trug. Sein Pferd anhaltend, erkannte er den Sokrates in ihm, und die Soldaten klärten ihn darüber auf, daß er die wankende Schlachtreihe durch seinen unerschütterlichen Widerstand zum Stehen gebracht hatte.

Sie trugen ihn im Triumph bis zum Train. Dort wurde er, trotz seines Protestes, auf einen der Fouragewagen gesetzt, und umgeben von schweißübergossenen, aufgeregt schreienden Soldaten gelangte er nach der Haupstadt zurück.

Man trug ihn auf den Schultern in sein kleines Haus. Xanthippe, seine Frau, kochte ihm eine Bohnensuppe. Vor dem Herd kniend und mit vollen Backen das Feuer anblasend, schaute sie ab und zu nach ihm hin. Er saß noch auf dem Stuhl, in den ihn seine Kameraden gesetzt hatten.

„Was ist mit dir passiert?“ fragte sie argwöhnisch. „Mit mir?“ mumelte er, „nichts.“ „Was ist das denn für ein Gerede von deinen Heldentaten ?“ wollte sie wissen. „Übertreibungen“, sagte er, „sie riecht ausgezeichnet.“ „Wie kann sie riechen, wenn ich das Feuer noch nicht anhabe ? Du hast dich wieder zum Narren gemacht, wie ?“ sagte sie zornig. „Morgen kann ich dann wieder das Gelächter haben, wenn ich einen Wecken holen gehe.“

„Ich habe keineswegs einen Narren aus mir gemacht. Ich habe mich geschlagen.“ „Warst du betrunken ?“ „Nein, ich habe sie zum Stehen gebracht, als sie zurückwichen.“ „Du kannst nicht einmal dich zum Stehen bringen“, sagte sie aufstehend, denn das Feuer brannte. „Gib mir das Salzfass vom Tisch.“

Der Dorn schmerzte Sokrates wilder denn je. Wenn er die Sandale nicht bald ausbekam, konnte es eine Blutvergiftung werden.

Sokrates schlief schlecht und unruhig, und er erwachte sorgenvoll. Die Sandale hatte er herunter, aber den Dorn hatte er nicht zu fassen bekommen. Der Fuß war stark geschwollen. Seine Frau war heute morgen weniger heftig. Sie hatte am Abend die ganze Stadt von ihrem Mann reden hören. Es mußte tatsächlich irgend etwas stattgefunden haben, was den Leuten so imponiert hatte. Daß er eine ganze persische Schlachtreihe aufgehalten haben sollte, wollte ihr allerdings nicht in den Kopf. Nicht er, dachte sie. Eine ganze Versammlung aufhalten mit seinen Fragen, ja, das konnte er. Aber nicht eine Schlachtreihe. Was war also vorgegangen ?

Früh am Vormittag kamen ein paar junge Leute, Söhne wohlhabener Eltern, sein gewöhnlicher Umgang. Sie behandelten ihn immer als ihren Lehrer, und einige schrieben sogar mit, wnn er zu ihnen sprach, als sei es etwas ganz Besonderes. Sie berichteten ihm, daß Athen voll von seinem Ruf sei. Es sei ein historisches Datum für die Philosophie. Sokrates habe bewiesen, daß der große Betrachtende auch der groß Handelnde sein könne.

„Es ist alles Unsinn, was ihr da redet“, sagte Sokrates mit einem plötzlichen Entschluss. „Ich habe gar nichts gemacht.“

Lächelnd sahen sie ihn an. Dann sagte einer: „Genau, was wir auch sagten. Wir wussten, daß du es so auffassen würdest. Zehn Jahre hat Sokrates die großen Taten des Geistes verrichtet, und kein Mensch hat sich auch nur nach ihm umgeblickt. Jetzt hat er eine Schlacht gewonnen, und ganz Athen redet von ihm. Seht ihr nicht ein, wie beschämend das ist ?“

Die Tür verdunkelte sich, und herein kamen vier Magistratspersonen. Sie blieben mitten in der Stube stehen und einer sagte in geschäftsmäßigem, aber überaus höflichen Ton, er habe den Auftrag, Sokrates in den Areopag zu bringen. Der Feldherr Alkibiades selber habe den Antrag gestellt, es solle ihm für seine kriegerischen Leistungen eine Ehrung bereitet werden.

Sokrates überlegte schnell. Es war ihm etwas eingefallen, was er sagen konnte. Er konnte sagen, daß er sich gestern nacht oder heute morgen den Fuß verstaucht hatte. Zum Beispiel, als ihn die Soldaten von ihren Schultern heruntergelassen hatten. Da war sogar eine Pointe drin. Der Fall zeigte, wie leicht man durch Ehrungen seiner Mitbürger zu Schaden kommen konnte.

Als sein Blick auf Xanthippe in der Küchentür fiel, hatte Sokrates plötzlich keine Lust mehr, seine Geschichte vorzubringen. Sein Fuß war nicht verstaucht.

„Höre, Alkibiades“, sagte Sokrates energisch und mit ganz frischer Stimme, „es kann in diesem Fall nicht von Taperkeit geredet werden. Ich bin sofort, als die Schlacht begann, das heißt, als ich die ersten Perser auftauchen sah, davongelaufen, und zwar in der richtigen Richtung, nach hinten. Aber da war ein Distelfeld. Ich habe mir einen Dorn in den Fuß getreten und konnte nicht weiter. Ich habe dann wie ein Wilder um mich gehauen und hätte beinahe einige von den Eigenen getroffen. In der Verzeiflung schrie ich irgendwas von anderen Abteilungen, damit die Perser glauben sollten, da seien welche, was Unsinn war., denn sie verstehen natürlich nicht Griechisch. Andererseits scheinen sie aber ebenfalls ziemlich nervös gewesen zu sein. Sie konnten wohl das Gebrüll einfach nicht mehr ertragen, nach allem was sie bei dem Vormarsch hatten durchmachen müssen. Sie stockten einen Augenblick, und dann kam schon unsere Reiterei. Das ist alles.“

Einige Sekunden war es sehr still in der Stube. Alkibiades sah ihn starr an. Antisthenes hustete hinter der vorgehaltenen Hand, diesmal ganz natürlich. Von der Küchentür her, wo Xanthippe stand, kam ein schallendes Gelächter. Dann sagte Antisthenes trocken: „Und da konntes du natürlich nicht in den Areopag gehen und die Treppen hinaufhinken, um den Lorbeerkranz in Empfang zu nehmen. Das verstehe ich.“

Alkibiades fragte ihn: „Warum hast du nicht gesagt, du hast irgendeine andere Wunde?“ „Weil ich einen Dorn im Fuß habe“, sagte Sokrates grob. Alkibiades trat an das Bett und sagte: „Schade, daß ich meinen eigenen Kranz nicht mit hergebracht habe. Ich habe ihn meinem Mann zum Halten gegeben. Sonst würde ich ihn jetzt dir dalassen. Du kannst mir glauben, daß ich dich für tapfer genug halte. Ich kenne niemand, der unter diesen Umständen erzählt hätte, was du erzählt hast.“ Und er ging rasch hinaus.

Als dann Xanthippe den Fuß badete und den Dorn auszog, sagte sie übellaunig:

„Es hätte eine Blutvergiftung werden können.“

„Mindestens“, sagte der Philosoph.

 

Frauen – Quote

Es ist absurd und verlogen und manchmal witzig, wie feministische Medien (ZEIT und Süddeutsche Zeitung u.a.) über die Männer herziehen und die angebliche Benachteiligung von Frauen im Berufsleben thematisieren. Einige wenige Frauen versuchen dagegen zu halten:

  • Esther Villar: „Dabei sind es die Frauen, die über die Rollenmuster der Geschlechter entscheiden, denn bei ihnen liegt die Erziehung, die frühe Prägung. Es ist gegen meine Würde, dass wir Frauen uns zu Opfern stilisieren.“
  • Katja Oskamp: „Mit Quoten wird die einzige Eigenschaft von uns gefördert, für die wir nichts können: weiblich zu sein. Das ist nicht Fortschritt, sondern Regression.“
  • Karen Horn: „Die Quote ist ein erniedrigendes Privileg.“

Eine Auswahl an Pseudofakten:

  • „Schon in den Lehrjahren verdienen weibliche Azubis weniger als ihre Kollegen.“ Das ist ein Paradebeispiel für Verlogenheit: Selbstverständlich verdienen Azubis im gleichen Beruf gleich viel; aber da mehr Frauen in den Einzelhandel oder in den Friseurberuf gehen, werden sie nach dem dort gültigen Tarif bezahlt. Warum machen Frauen keine Lehre als Mechatroniker ? In Handwerksberufen ist die Bezahlung in der Lehre und danach besser als im Einzelhandel und da es wegen der modernen Maschinen nicht mehr auf die Körperkraft ankommt, steht der Handwerksausbildung von Frauen nichts im Wege. Warum reden wir über Quoten nur im Bereich der Chefetagen ? Wie wäre es mit einer Quote in schmutzigen, stinkigen und gefährlichen Berufen wie Müllabfuhr, Anstreicher, Walzwerker und Soldat ? Es gibt keinen einzigen Tarifvertrag, in dem Frauen schlechter wegkommen als Männer.
  • Viel mehr Männer als Frauen gründen ein Unternehmen. Warum ? Sollen wir eine Frauenquote für Unternehmensgründungen einführen?
  • Unter den Naturwissenschaftlern ist der Anteil der Frauen unter den Habilitierten auf 14 Prozent zurückgegangen. Warum ?
  • Immer noch leiden deutsche Unternehmen an einem erheblichen Mangel an Fachkräften. Welchen Grund sollte ein Unternehmer haben, Frauen schlechter zu bezahlen, als Männer ? Weil die Unternehmer Frauenhasser sind ? Weil die Unternehmer dumm sind? Dazu schreibt die S.Z.: „Die Gleichstellung im Berufsleben wird nicht erreicht, weil viele Führungskräfte kein Interesse daran haben.“
  • Eine Studie von Wissenschaftlern hat ergeben, dass Frauen und Männer erst im Jahr 2067 gleich viel verdienen. Diese Studie ist ein Beweis dafür, wie verlogen diese Frauen-verdienen-weniger-als-Männer-Idiologen argumentieren.
  • Unter Politikern gibt es auch eine Menge Frauenversteher; z.B. sagt Justizminister Maas: „Frauen sind ein Gewinn für die Wirtschaft. Mit der Quote geben wir den Anstoß zu einem notwendigen Kulturwandel in Deutschlands Unternehmen.“ Kommentar: Wer noch nie eine Firma von innen gesehen hat, der kann den Kulturwandel unglaublich gut beurteilen. Und der Grüne Trittin: „Wenn die Grünen mit absoluter Mehrheit der Mandate den Kanzler stellten, dann mit Sicherheit in Gestalt einer Frau.“ Kommentar: Gehts noch dümmer ?
  • Süddeutsche Zeitung – Schlagzeile: „Worin Männer versagen. Die Gleichstellung im Berufsleben wird nicht erreicht, weil viele Führungskräfte kein Interesse daran haben.“ Und die S.Z. in einem sogenannten Samstagsessay: „Geht es um Führungspositionen, wird oft mit zweierlei Maß gemessen: Frauen müssen höheren Ansprüchen genügen als Männer. Die Lösung: Offenere Bewerbungsprozesse, Frauenquoten, um den Kulturwandel zu forcieren – und mehr Selbstbewusstsein.“

Die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern ist eine Erfindung von Medien, Wissenschaftlern und einigen Politikern. Ein Vergleich ist nur dann seriös, wenn die Löhne am gleichen Ort (Pirmasens und München vergleichen geht nicht), in der gleichen Firma, mit der gleicehn Anzahl von Berufsjahren und im gleichen Rang verglichen werden. Millionen Arbeitnehmer unterliegem einem Tarifvertrag, der für Frauen und Männer identisch ist. Ca. fünf Millionen Beschäftigte beim Staat und bei halbstaatlichen Institutionen werden nach den gleichen Kriterien bezahlt – egal ob Mann oder Frau.

Ich habe in meinem Berufsleben (Warenhaus und Einzelhandel Textil) schon viele „Schaumschläger“ – also Männer mit großen Ambtionen und großem Mundwerk kennengelernt, die entweder nicht eingestellt wurden oder – nachdem sie mehr oder weniger Schaden angerichtet hatten – entlassen wurden. Insgesamt habe ich mit mehr tüchtigen Frauen zu tun gehabt, als mit tüchtigen Männern. Das Problem war ein anderes: Neun von zehn Frauen haben eine Beförderung abgelehnt, weil das mit einem Ortswechsel (in eine größere Filiale) verbunden und ihnen das Privatleben wichtiger war; neun von zehn Männern haben der Beförderung und dem Ortswechsel zugestimmt.

 

Kann mir das jemand erklären ?

= „Ein Einblick ins Arkanum der Macht.“ (FAZ)

= „Wie Jack Hall mit seinem Hatch House die Cape-Cod-Moderne erfand“ (Süddeutsche Zeitung)

= „Lars, du bist ja so der edgy Gegenwartsbeobachter.“ (FAZ)

= „Das Putin-Regime bezieht seine Legitimation aus einem Potpourri überkommener Ideologeme.“ (Deutsche Tageszeitung)

= „Wonach klingt dieses Gebräu ? Nach dem Futurismus Marinettis plus Schlingensiefs Subversion ohne dessen Witz, nach dem Barrikadenpathos der Zwanzigerjahre, ohne die Kälte der Sachlichkeit, jedenfalls nach Entscheidung und Unbedingtheit, nicht nach Humanismus, gar Demokratie“(Deutsche Tageszeitung)

= „E.M. Forster ist jetzt als Dystopiker zu entdecken.“ (ZEIT)

= „So entlässt der Autor den Leser in eine Ungewissheit, die am Ende, nach so vielen oft im apodiktischen Duktus vorgetragenen Sätzen, trotz aller Anregungen den Zweifel offenlässt, ob der aufklärende Wissenschaftler nicht einfach im Dunkeln pfeift.“ (SPIEGEL)

= Liebe Leser, jetzt kommt e i n Satz zu einer Aufführung von Beethovens Neunter: „Aber wie Petrenko noch in der Coda des Kopfsatzes bei den Trompeten Fragmente des Hauptthemas herausmodelliert, wie er im Scherzo, diesem Reigen satanischer Verse ohne Worte, in den drängenden Rhytmen der Hörner thematische Substanz freilegt, wie er im langsamen Satz mit der feingliedrigen Artikulation der ersten Violinen Beethoven wie einen Antonio Canova der Töne als Meister der Grazie aufglänzen lässt – das alles ist durch die Dichte an Informationen so fordernd wie beglückend.“ (Jan Brachmann in der FAZ). Ein Künstler, dessen Name ich vergessen habe, nannte einmal solche Kritiker „Kunsteunuchen“.

= „Doch in unseren Tagen wächst selbst der Idyllenmetaphorik ein unerwünschter Doppelsinn zu.“ (WELT)

= „Futurologisch: Jamie Metzl extrapoliert beherzt Entwicklungen der Genetik.“ (FAZ)

= „E-Books, Downloads, Streaming: Die Digitalisierung des Buchmarktes schreitet zügig voran, der Hörbuchmarkt boomt. Davon profitiert ausgerechnet ein altes haptisches Medium: der hochwertige CD-Schuber.“ (Das ist von der Süddeutschen Zeitung, die gleichzeitig in ganzseitigen Artikeln und Schlagzeilen schreibt: „Performen, gendern, chillen – in den vergangenen Jahren sind viele neue Ausdrücke in Gebrauch gekommen. Warum sich niemand Sorgen machen muss, wenn er das eine oder andere nicht versteht. Komplizierte Begriffe und Formulierungen sollen oft Eindruck schinden – im Alltag und selbst in wissenschaftlichen Arbeiten. Das kann aber nach hinten losgehen. Wer wirklich mit anderen kommunizieren will, sollte auf komplizierten Jargon verzichten.“ Gilt das auch für die S.Z.-Redaktion ?

= „Der Komparatist Martin Puchner und die Kognitionswissenschaftlerin Maryanne Wolf verteidigen die analoge Schrift.“ (Tageszeitung)

= „Die Schrift ist ein eigentümliches Amalgam: Die manichäische Rhetorik eines politischen Existenzialismus findet sich, Verschwörungstheorien, gekonnte Sentenzen.“ (ZEIT)

= „Es muss ein dionysischesGlücksgefühl gewesen sein………….., ein rätselhaftes bacchantisches Ritual voller unentschlüsselter Botschaften. Wird unserem bekränzten Silen hier die Maske gerade vom Gesicht genommen ?“ (Tageszeitung)

 

Kurz und interessant

= Viele Medien und sogenannte Experten reden schon wieder seit Monaten über eine deutsche Wirtschaftskrise. Eingetreten ist sie immer noch nicht. Im Juli 2019 ist der deutsche Export sogar um 3,8 Prozent zum Vorjahr gestiegen ! (Deutschland hat pro Einwohner ein sehr hohes Bruttosozialprodukt. Steigerungsraten – und auch mal kleine Einbußen – sind auf diesem Niveau immer noch ein Erfolg !)

= Hoffentlich hat der 80. Jahrestag des Kriegsbeginns europaweit zu Nachdenklichkeit und zu einigen Fragen geführt: „Haben wir aus der Katastrophe genug gelernt ? Haben wir unseren Kindern und Enkeln klar gemacht, dass in diesem Krieg 60 Millionen Menschen zu Tode kamen und dass die europäischen Juden Opfer eines Völkermords geworden sind und haben wir unsere Nachkommen motiviert, dieses Wissen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben, damit „Frieden“ Europas Fussabdruck bleibt ? Für immer !!!

= Das oberste Gebot konstruktiven Streitens lautet: Obwohl du das sichere Gefühlt hast und es haben darfst, im Recht zu sein – halte es nicht für restlos ausgeschlossen, dass du dich irrst und dein Gegner im Recht ist. (Fundstück)

= Kurz nach dem Gipfel in Biarritz soll Herr Trump die Abholzung von weiten Teilen des Staatsforstes in Alaska genehmigt haben – sehr zur Freude der Republikaner vor Ort. Stimmt das ?

= Im Jahr 2018 haben die Deutschen so viele Ein- und Zweifamilienhäuser gekauft wie noch nie zuvor – nämlich 248 500 !! Dazu trug vor allem das im Vorjahr von der Bundesregierung eingeführte Baukindergeld bei – und natürlich der einmalig niedrige Hypothekenzins.

= Im Jahr 2018 haben Bund, Länder und Gemeinden 31 Milliarden Euro für Sozialhilfe ausgegeben – der größte Anteil (18 Milliarden) davon fiel auf die sogenannte Eingliederungsbeihilfe, die Unterstützung und Lebensunterhalt für behinderte Menschen sicherstellt. Die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter stiegen auf 6,6 Milliarden Euro.

= Im Jahr 1964 hatte Deutschland mit fast 1,4 Millionen die höchste Geburtenrate nach dem Krieg. Im Jahr 2018 waren es noch 788 000 Geburten – und 955 000 Sterbefälle.

= Auch Ostdeutschland braucht deutlich mehr Zuwanderung aus dem Ausland ! Sonst geht es wirtschaftlich bergab !

= Das mit den USA politisch und militärisch eng verbündete Polen will 42 Milliarden Euro bis 2026 in die Modernisierung der Armee stecken; vor allem sollen amerikanische Kampfjets und Helikopter gekauft werden.

= „Nur die EU als G a n z e s kann Themen wie Friedenssicherung, Klimaschutz und wirtschaftliche Auseinandersetzungen meistern“ (Fundstück)

= Der Landwirt Marco Sehn über Digitalisierung in der Landwirtschaft: „Ich habe eine App, dank der ich sehen kann, welche Kuh noch nicht zum Melkroboter gegangen ist, ob eine von ihnen über Nacht gekalbt hat oder ob es einer Kuh nicht gut geht. Ich kann auch direkt live in den Stall schalten. Das Licht schalte ich auch vorher per App an. Wenn wir z.B. säen, steuert ein Computer die genaue Saatmenge, das GPS-System übernimmt das Lenken der Maschine: Einmal muss ich das Feld selbst abfahren und einscannen, dann, bei jedem weiteren Mal, erkennt der Rechner den Acker und die Spurlinie wieder.“

= Gut gemacht ! Die Bundesregierung hat die Drohung des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu s c h a r f kritisiert, das Jordantal zu annektieren. Das sei ein Verstoß gegen das Völkerrecht und würde die Zwei-Staaten-Lösung erschweren.

 

Endlich erklärt es mal einer !

Immer wieder versuchen politische Extremisten von links und rechts gegen die EU und gegen den Euro zu hetzen; manchmal ist das billige Wahlpropaganda; Madame Le Pen und Frau Wagenknecht und Herr Gauland und Konsorten wissen natürlich auch, dass sie nur dann eine Chance auf die Machtübernahme haben, wenn der Euro abgeschafft wird und damit der ganze Laden zusammenbricht. Ich bin EU- und Euro-Fan und habe jetzt zum ersten Mal gelesen, welche Folgen die Rückkehr zur alten Währung für jedes Land haben würde.

Der Autor Thomas Gebert erklärt es in einem Artikel in der Zeitschridft „Der Aktionär“: „Extrem schwierig bis ganz ausgeschlossen ist es, den Euro-Währungsraum zu verlassen. Falls ein Land tatsächlich den Euro verlassen wollen würde, zum Beispiel Italien unter der neuen Regierung, könnte es das Lex-monetae-Prinzip anwenden. Danach kann ein Land seine eigene Währung festsetzen, mit der die Schulden unter ihrer Jurisdiktion beglichen werden können. Den Kredit in Euro, den sich ein italienischer Häuslebauer bei einer Filiale in Rom hat auszahlen lassen, kann er dann in der neuen Währung, nennen wir sie Lira, zurückzahlen. Eine neue Lira würde vermutlich direkt nach Einführung 40 bis 50 Prozent an Wert verlieren. (Selbst das britische Pfund verlor 25 Prozent, nur auf die Drohung hin, die EU zu verlassen)

Allerdings würden die 1,6 Billionen Kontoguthaben der Italiener bei italienischen Banken auch in Lira, die dann nur noch etwa die Hälfte wert wären, ausbezahlt werden. Das ist aber nur die halbe Geschichte. 80 Prozent des Geldes, das italienischen Banken von Anleihegläubigern zur Verfügung gestellt worden ist, unterliegt ausländischem Recht. Kredite von 770 Milliarden Euro des italienischen Staates würden selbst bei einer Einführung der Lira in Euro bestehen bleiben. Mit der halbierten Lira dann diese doppelt so teuren Euro-Schulden in Euro zu bezahlen, wird vollkommen unmöglich – nicht nur für den italienischen Staat, sondern auch für die italienischen Banken.

Bei einem Austritt aus dem Euro würde Italien sofort aufhören zu funktionieren. Ausländische Kontoguthaben könnten beschlagnahmt und italienische Schiffe in ausländischen Häfen festgesetzt werden. Ein geregelter Warenverkehr fände nicht mehr statt. 770 Milliarden einklagbare und vollstreckbare Forderungen in Euro gegen Italien und noch größere Beträge gegen italienische Banken würde das Land nicht überstehen.

Somit ist es vollkommen ausgeschlossen, dass Italien (oder die anderen betroffenen Länder) jemals aus dem Euro austreten wird.

Die Furcht vor einem Euro-Aus ist daher unbegründet.“

(Seit der Finanzkrise wollen uns Heerscharen von Ökonomen, Experten, Professoren und diverse unseriöse und inkompetente Zeitschriften einreden, dass der Euro vor dem Aus steht; hoffentlich halten sie jetzt die Klappe !)

 

Was ist Politik ?

Der Sohn fragt den Vater: „Was ist eigentlich Politik ?“ Da sagt der Vater: „Also mein Sohn, das ist ganz einfach. Sieh mal, ich bringe das Geld nach Hause, also bin ich der Kapitalismus. Deine Mutter verwaltet das Geld, sie ist die Regierung. Der Opa passt auf, dass hier alles seine Ordnung hat, also ist er die Gewerkschaft. Unser Dienstmädchen ist die Arbeiterklasse. Wir haben alle nur eines im Sinne, nämlich dein Wohlergehen, denn du bist das Volk. Dein Bruder, der noch ein Baby ist, ist die Zukunft. Hast du das verstanden, mein Sohn ?“

Der Kleine überlegt und bittet seinen Vater, dass er nochmal eine Nacht darüber schlafen kann. In der Nacht wird er wach, weil sein kleiner Bruder in die Windeln gemacht hat und fürchterlich brüllt. Da er nicht weiß, was er machen soll, geht er ins Schlafzimmer der Eltern. Da liegt aber nur seine Mutter und schläft so fest, dass er sie gar nicht wecken kann. So geht er weiter ins Zimmer des Dienstmädchens, wo sich der Vater mit der jungen Frau vergnügt, während der Opa durch das Fenster unauffällig zuschaut. Alle sind so beschäftigt, dass sie nicht mitbekommen, dass der kleine Junge vor ihrem Bett steht. Also beschließt der Junge, unverrichteter Dinge wieder schlafen zu gehen.

Am nächsten Morgen fragt der Vater seinen Sohn, ob er nun mit eigenen Augen erklären könne, was Politik sei. „Ja“, antwortet der Sohn, „der Kapitalismus mißbraucht die Arbeiterklasse und die Gewerkschaft schaut zu, während die Regierung schläft. Das Volk wird vollkommen ignoriert und die Zukunft liegt in der Scheiße. Das ist Politik.“

 

Zur aktuellen Lage

= Das Thema Klimaschutz steht jetzt ganz oben auf der Tagesordnung – und das ist gut so ! Selbst Skeptiker wie ich haben das inzwischen akzeptiert. Zumindest in Europa sind die Analysen weit fortgeschritten. Man darf davon ausgehen, dass die Bundesregierung in den nächsten Wochen diverse Gesetze und eine Reihe von sinnvollen Maßnahmen beschließt, die den Klimaschutz voranbringen. Was ich unter „sinnvoll“ verstehe, das steht in einem Buch, das diese Woche unter dem Titel „Soziale Marktwirtschaft ökologisch erneuern“ erscheint; Herausgeber sind der ehemalige Chef der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, Ralf Fücks, und der Politikchef der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Thomas Köhler.

Auch in der Klimapolitik muss klar sein: „So viel Staat wie nötig, so viel Wettbewerb und Unternehmertum wie möglich.“ Das widerspricht dem Wahn mancher grüner Ideologen, alles zu verbieten, die Autoindustrie und andere Unternehmen und die traditionelle Landwirtschaft einzustampfen und den Menschen vorzuschreiben, was sie wann und wie zu essen haben. Dazu ein niedliches Beispiel von gestern: Der Grünen-Vorsitzende Habeck hat vorgeschlagen, die Zufahrt von SUVs in die Berliner City einzuschränken; das ist purer Populismus, weil die neuen SUVs weniger Schadstoffe ausstossen, als ein alter FIAT 500. Genau so populistisch ist die folgende Feststellung der Süddeutschen Zeitung: „Wenn Vögel oder Fledermäuse in der Nähe sind, könnte man die Windräder abschalten.“

= Die Verlogenheit in zahlreichen Medien wird inzwischen auch mit Fotos praktiziert. Brasiliens Präsident Bolsonaro ist das Hassopjekt vieler Journalisten; so publizierte der britische Guardian zu den Bränden im Amazonasgebiet Fotos aus den achtziger Jahren, weil es damals noch schöner loderte. Das Onlineportal WATSON aus der Schweiz verwendete zur Lage in Brasilien Brandbilder eines Fotografen, der schon vor über 15 Jahren verstorben ist. In anderen Medien mussten Bilder aus Kalifornien als Brandbeschleuniger für Brasilien herhalten. Die größten Brände und Rodungen in Brasilien gab es vor Jahren unter dem Linkssozialisten Lula da Silva – aber der stand natürlich unter linkem „Naturschutz“.

= B e v o r Angela Merkel letzte Woche in Peking landete, schrieb die überwiegend seriöse Neue Zürcher Zeitung mit großer Schlagzeile: „Die Kanzlerin wird sich drücken. Angela Merkel reist nach China, wo die Demonstranten in Hongkong auf ein Signal der Unterstützung warten.“ Merkel hat sich nicht gedrückt, aber der Journalist war für ganze 24 Stunden der Held. Übrigens sind zahlreiche deutsche Unternehmer mit der Kanzlerin nach China gereist; sie haben viele neue Geschäfte abgeschlossen. Herrn Trump dürfte das nicht erfreut haben !

= Der englische Autor William Boyd in der FAZ a.S. über Mister Johnson im Unterhaus: „Gepolter und Augenwischerei, viele Schuldzuweisungen, viel humorloses Geschwafel, viele Beleidigungen und keine Details. Johnsons Auftritt war ein erbärmlicher Reinfall – geistlos, ohne überzeugende Argumente, ohne erkennbare Ideologie. Johnsons Wunsch, Premierminster zu werden, wurde als das entlarvt, was er im Grunde ist: ein Schwindler, Egomane und Dünnbrettbohrer. Er war endlich bis zur Stufe seiner eigenen Unfähigkeit aufgestiegen.“

= Am Aufstieg der AfD ist der Abstieg der FDP vor allen anderen beteiligt ! Und die ruinöse Entwicklung der FDP muss man am Vorsitzenden Lindner festmachen. Außer Fotos von Lindner und seinem Porsche oder Fotos von Lindner und seiner neuen Freundin und außer ein wenig Blablabla höre und sehe ich nichts. Schade !

= Es lebe der Staats – Kapitalismus !! Die linke Süddeutsche Zeitung verlangt mal wieder staatliche Investitionen – jetzt sollen es 36 Milliarden Euro p.a. sein – für Schienen, E-Mobilität und Landwirtschaft. Original-Ton S.Z.: „Der Staat hat lange gespart, trotz prall gefüllter Kassen gibt es einen riesigen Investitionsstau. Die Grünen wollen nun eine verbindliche Investitionsregel im G r u n d g e s e t z !!!! Der Staat soll neue Kredite in Milliardenhöhe aufnehmen.“ Man muss die S.Z. und die Grünen immer wieder darauf aufmerksam machen, dass Deutschland mit 57 Prozent nahe an der erlaubten Schuldenobergrenze von 60 Prozent liegt und da wir entgegen den Ankündigungen der S.Z. immer noch keine Rezession haben und da wir für Schienen bereits Milliardeninvestitionen beschlossen haben und da wir mit den Investitionen für die E-Mobilität an der Weltspitze stehen und da die Landwirtschaft seit Jahrzehnten mit (falschen ?) Milliarden-Subventionen gefüttert wird – nach alldem müssen wir für wirtschaftliche Krisenzeiten mit Massenarbeitslosigkeit auch aus politischen Gründen (AfD !) erhebliche Rücklagen bilden.

Und eine verbindliche Investitionsregel im Grundgesetz wäre außer den Grünen sicher nur Karl Marx und Frau Wagenknecht eingefallen.

= Der oberste deutsche katholische Kardinal Marx ist wenigstens ehrlich: Er hält die Aufhebung des Zölibats für nicht umsetzbar. Wo bleibt die Antwort der Frauen ?

= Die Berliner Bevölkerung schreit nach Wohnraum und der Senat bricht mit seinen Enteignungsplänen das Gesetz. Darf ich dezent daran erinnern, dass mit Hilfe von Linken und Grünen eine Bürgerabstimmung erfolgte und die fast vier Millionen Quadratmeter des ehemaligen Flughafens Tempelhof daraufhin nicht bebaut werden konnten und nun für passionierte Würstchengriller und Jogger reserviert sind !!

 

Nur ein Vogelschiss

= Die F r e m d s t ä m m i g e n von 1933: Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin hielt am 18.4.1933 auf dem Wiesbadener Kongress die Eröffnungsrede – daraus ein Zitat: „Die heutige Tagung steht am Beginn einer neuen Ära. Die gewaltigen Umwälzungen, welche die in voller Auswirkung begriffene nationale Revolution mit sich bringt, haben auch unsere Gesellschaft ergriffen. Der für die diesjährige Tagung gewählte Vorsitzende, Herr Lichtwitz, hat in Würdigung der geänderten Verhältnisse die Leitung abgegeben (weil er ein zwar deutscher, aber jüdischer Arzt war). Wir Ärzte können in ganz besonderem Maße übersehen, welche Gefahr dem deutschen Volk droht.“ Der Vorsitzende sprach dann von „erbbiologischen Fragen“, von „Eugenik“ und „Rassenhygiene“, bezeichnete deutsche jüdische Ärzte als „in Deutschland ansässig gewesene Fremdstämmige“, die mit der deutschen Rasse zusammenlebten.“

= Die Predigt von Generalsuperintendent Otto Dibelius vom 21.3.1933 in Potsdam zu Hitlers „Tag der nationalen Erhebung“: „Wir haben von Dr. Martin Luther gelernt, dass die Kirche der rechtmäßigen staatlichen Gewalt nicht in den Arm fallen darf, wenn sie tut, wozu sie berufen ist. Auch dann nicht, wenn sie hart und rücksichtslos schaltet. Wir kennen die Worte, mit denen Luther im Bauernkrieg die Obrigkeit aufgerufen hat, schonungslos vorzugehen, damit wieder Ordnung im Lande werde…“

= „Generalstabsrichter Dr. Sack hat dem Reichsführer SS gemeldet, dass die Vollstreckung der Todesstrafe durch Enthaupten in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee im Monat nur 2 – 3 mal stattfindet und infolgedessen ständig etwa 400 – 500 Verurteilte auf die Vollstreckung der Todesstrafe dortselbst warten. Der Reichsführer SS hält diesen Zustand, insbesondere mit Rücksicht auf die durch Luftterror bedingte Unsicherheit, für äußerst bedenklich und bittet Sie, beim Reichsjustizminister zu veranlassen, dass die Vollstreckung öfter stattfindet, und zwar vorschlagsweise in der Woche etwa 2 mal.“ (Schreiben des SS-Standartenführers Horst Bender an den Chef des Sicherheitsdienstes, Ernst Kaltenbrunner, vom 5. September 1944. In Plötzensee wurden politische Häftlinge hingerichtet)

 

Auf Ihre Gesundheit

= Jeder Mensch dürfte das inzwischen wissen: Die wichtigste Basis für unsere Gesundheit ist gesundes Essen ! Und eine wichtige Basis für gesundes Essen ist der vernünftige Einkauf der Lebensmittel:

  • Gemüse ist besonders gesund, wenn es innerhalb von wenigen Tagen nach der Ernte verzehrt wird. Der unverpackten Ware im Supermarkt sieht man das Alter kaum an. Ich empfehle tiefgefrorene Gemüse (nur Markenware !), weil dieses sofort nach der Ernte gereinigt und tiefgefroren wird. Nach dem Auftauen verzehren und nicht aufbewahren !
  • Die frischere Ware steht immer hinten ! Beispiel: Die Mitarbeiter des Supermarkts sortieren morgens Milch ins Kühlregal – dabei müssen sie natürlich die Ware mit dem kürzeren Haltbarkeistdatum nach vorne stellen und die neue Ware dahinter. Also greifen Sie nach hinten !
  • Obst wie z.B. Äpfel oder Aprikosen soll man mit Schale essen, weil man sonst die Vitamine wegschneidet. Da z.B. Äpfel während einer Saison bis zu 15 mal „bespritzt“ werden, sollte man nur „Bio“ kaufen.
  • Falls Sie Zeit haben schauen Sie auf die Inhaltsangaben: So befindet sich in vielen Salami- und Senfsorten Zucker. Es gibt Marmeladen mit 15 Prozent Zucker und solche mit 80 Prozent.
  • Gesunde Öle sind hochwertiges Olivenöl, Walnuss- Lein- und Weizenkeimöl. Achten Sie auf die Mengenempfehlungen und die Haltbarkeit !
  • Billiges Bratöl kann töten.
  • Kaufen Sie nur durchgemahlenes Vollkornbrot !
  • Ich kaufe Wurst und Käse nur vakuum-verpackt und n i c h t an der einladend aufgebauten Wurst/Käsetheke, wo ich Hygiene und Alter der Ware nicht beurteilen kann.

= Lebensmittel sind lichtscheue Elemente ! Also im Kühlschrank oder im Schrank aufbewahren.

= Der Dauerbrenner: Das ungesundeste Lebensmittel ist Zucker (auch im Obst kann viel Zucker sein – z.B. in der Zuckermelone 90 Prozent)

= Meiden Sie Fertiggerichte und Halbfertig-Produkte oder studieren Sie zumindest die Inhaltsangaben.

= Jetzt kommt der Winter und da Licht lebenswichtig ist, sollten Sie wissen, dass Ihr von elektrischem Licht beleuchteter Arbeitsplatz lediglich 500 Lux erreicht. Draußen ergeben sich selbst bei bewölktem Himmel schon 4000 Lux. Das enorm wichtige Vitamin D wird im Körper auch durch helles Licht, das über die Haut oder die Augen eintritt, produziert. Also überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund, gehen Sie täglich spazieren oder zu Fuß zur Arbeit oder drehen Sie eine Runde mit dem Fahrrad (ohne Sonnenbrille).

= Das Thema „Trinken“ wird viel und mit gegensätzlichen Empfehlungen diskutiert. Manche Fachleute sagen: Drei Liter stilles Wasser am Tag; andere empfehlen, nur zu trinken, wenn man Durst hat; usw. usw. Mein Wissensstand ist (für das ältere Semester): Über den Tag verteilt 2,5 Liter ungekühltes oder warmes stilles Wasser in kleinen Portionen trinken. Ich selbst köchele morgens Wasser 15 Minuten lang, verwahre es in einer Thermoskanne und trinke es über den Tag verteilt; das bekommt mit sehr gut !!

= Sitzen ist schlecht für Ihren Körper und die Muskulatur. Stehen ist besser als Sitzen. Gehen ist besser als Sitzen.

 

Die Welt ist ein Dorf

Die folgenden Texte und Fotos stammen aus der Zeitschrift „Kontinente“, die man abonieren kann. Dort findet man auch Verweise auf interessante Videos wie z.B.:

  • missio-hilft.de/wms – Sieben Bundesstaaten Nordindiens sind nur über einen schmalen Korridor mit Zentralindien verbunden. Der Film zeigt eine unbekannte, von indigenen Völkern bewohnte Region des Subkontinents und eine Kirche, die sich für die Familien armer Teepflücker einsetzt.
  • www.kontinente.org – Unterwegs am Golf von Guinea: Redaktuer Franz Jussen und Fotograf Fritz Stark bereisen für das Magazin Ghana im Westen Afrikas.