Die Schattenseiten der Pressefreiheit

„Wenn man die sämtlichen Journalisten, wie sie da sind, ins Zuchthaus sperrte, würde man gewiß nicht so viele Unschuldige hineinsperren, als jetzt schon im Zuchthaus sitzen.“ Diese Äußerung stammt vom deutschen Dramatiker und Lyriker Christian Friedrich Hebbel, der von 1813 bis 1863 lebte; und der amerikanische Autor John Steinbeck leitete sein Buch „Russische Reise“ (1948) mit der folgenden Feststellung ein: „Denn heutzutage sind Nachrichten keine Nachrichten mehr, zumindest nicht jene, die die meiste Aufmerksamkeit erregen. Nachrichten sind ein Fall für Spezialisten geworden. Ein Mann, der an einem Schreibtisch in Washington oder New York sitzt, liest die Agenturtelegramme und ändert sie so ab, dass sie seinem persönlichen Denkmuster entsprechen. Was uns oftmals als Nachrichten präsentiert wird, sind überhaupt keine Nachrichten, sondern die Meinung eines Halbdutzend Experten über die Bedeutung dieser Nachrichten.“

Der Bestseller-Autor und Harvard-Professor Steven Pinker: „Journalisten sehen das Problem mit der zerstörerischen Negativität in ihrer professionellen Kultur. In einer internationalen Umfrage gaben kürzlich ein Drittel der Befragten an, sie nähmen die News nicht mehr zur Kenntnis, weil sie wenig über den wahren Zustand der Welt sagen; sie schaden dem Glauben, dass es Fortschritt gibt. Und sie schaffen perverse Anreize für Terroristen, Amokläufer und twitternde Politiker.“

Und schließlich der geschätzte Journalist Michael Miersch: „Das Problem des pädagogischen Journalismus erklärt sich aus dem menschlichen Bedürfnis, im eigenen Milieu Anerkennung und Bestätigung zu finden. Zur Geisteshaltung des Medienmilieus gehört es nun einmal, Atomkraftgegner zu sein, Bioessen gut zu finden, Zweifel an katastrophischen Klimaprognosen für unverantwortlich zu halten und sich niemals dem Verdacht auszusetzen, fremdenfeindlich zu sein. Wer diesen Konsens nicht teilt, muss es aushalten können, im Kollegenkreis zum Außenseiter zu werden.“

Ich selbst habe im Rahmen meiner Tätigkeit als Präsident des Bundesligisten F.C. Augsburg einige positive, zahlreiche negative und einige katastrophale Erfahrungen mit Medien und Journalisten gemacht; darüber und über viele andere schockierende und manchmal erheiternde Ereignisse aus der Medienwelt möchte ich unter der Überschrift „Die Schattenseiten der Pressefreiheit“ hin und wieder berichten.

Heute erzähle ich einen eher harmlosen Fall: Als in Augsburg die Stadiondiskussion durch die Öffentlichkeit und die Medien wogte und schon heftig gestritten wurde, ob ein neues Stadion sinnvoll ist und wer das denn alles bezahlen soll usw. usw. – da rief mich ein Herr Szymanski von der Süddeutschen Zeitung an. Ich befand mich für ein paar Tage in den Alpen, um mit meiner Frau zu wandern. Wenig erfreut aber pflichtgemäß habe ich Herrn Szymanski alle Fragen ausführlich beantwortet; dazu kam dann von der Süddeutschen Zeitung: N i c h t s ! Bei der nächsten Podiumsdiskussion in Sachen Stadion begegnete ich Herrn Szymanski und fragte ihn natürlich, warum über unser Gespräch nichts in der S.Z. berichtet wurde. Seine Antwort: Wir haben in der Redaktionskonferenz festgestellt, dass kein Platz für das Thema zur Verfügung stand. Das war völlig absurd, denn die S.Z. polemisierte in großen Artikeln gegen den Stadionneubau – da passten meine seriösen konstruktiven Informationen nicht ins Konzept.

(Fortsetzung folgt)

 

Nur ein Vogelschiss

= Ich brauche Schädel für meine Forschung ! Der Direktor des Anatomischen Instituts der Universität Straßburg, August Hirt, arbeitete jahrelang für Heinrich Himmler, nannte ihn seinen „Chef“ und erbat 1943 jüdische Häftlinge für seine Schädel-Forschung. 86 jüdische Häftline wurden von Auschwitz ins Elsass verbracht und dort ermordet; ihre Leichen wurden konserviert.

= Vor den Nazi-Verbrechern flüchtende Juden sind in vielen Ländern der Welt untergekommen – so auch einige in Neuseeland. Freya Klier beschreibt in ihrem Buch „Gelobtes Neuseeland – Fluchten ans Ende der Welt“ das Schicksal dieser Menschen. „Zu den aufwühlendsten Schilderungen gehört die Darstellung der Erlebnisse der Familie Silberstein. Während die Eltern in Auschwitz ermordet werden, kommen die Kinder Hansi und Fred durch viele Zufälle mit dem Leben davon. Hansi Silberstein überlebt – als Zahnarztschreiberin – das KZ, Typhus, Lagerauflösung und Todesmarsch. Fred Silberstein fällt in Auschwitz irgendwann Josef Mengele auf, der ständig Opfer für seine pseudomedizinischen Versuche sucht. Sechs Männer halten den 16-jährigen auf dem OP-Tisch fest: „Ich wurde von Mengele zwischen Bauch und Beinen aufgeschnitten, ohne Narkose, ich habe wie wahnsinnig geschrieen und bin immer wieder in Ohnmacht gefallen.“ Die kaum verheilte Wunde wird jedes Mal wieder geöffnet, mit Präparaten beschmiert, um verschiedene Wundheilmittel zu erproben. 1945 wird Fred Silberstein die „Evakuierung“ des KZ Auschwitz, bei der Tausende sterben, wie durch ein Wunder überleben.“

= „Der Kommunist ist kein Kamerad. Unsere Aufgabe gegenüber Russland: Wehrmacht zerschlagen, Staat auflösen…., Kampf zweier Weltanschauungen gegeneinander. Kommunismus ungeheure Gefahr für die Zukunft. Wir müssen vom Standpunkt des soldatischen Kameradentums abrücken. Der Kommunist ist vorher kein Kamerad und nachher kein Kamerad. Es handelt sich um einen Vernichtungskampf. Der Kampf muss geführt werden gegen das Gift der Zersetzung……. Kommissare und GPU-Leute sind Verbrecher und müssen als solche behandelt werden…… Der Kampf wird sich sehr unterscheiden vom Kampf im Westen. Im Osten ist Härte mild für die Zukunft. Die Führer müssen von sich das Opfer verlangen, ihre Bedenken zu überwinden.“ (Aufzeichnungen von Generaloberst Franz Halder nach einer Instruktion Hitlers am 30. März 1941) (Die letzten Augenzeugen)

 

Die Welt ist ein Dorf

= Die Krisen der Gegenwart – besonders jene im Nahen Osten – sind n i c h t mit den Prinzipien und der Rechtsstaatlichkeit westlicher Demokratien zu bewältigen. Die konstruktive Mitwirkung Ägyptens und der Türkei ist bei der Bewältigung der Flüchtlingstragödie genau so unverzichtbar wie für einen stabilen Frieden in Europa.

= Zahltag im Busch. In der Republik Kongo kommt die Bank bis tief in den Busch: Fast 300.000 Beamte und Angestellte des Staates bekommen ihr Gehalt seit Kurzem über eine Privatbank ausgezahlt – pünktlich und in voller Höhe. Bisher ging das Geld von der Staatsbank in Kinshasa zu den Lohnempfängern im Dschungel durch viele Hände und wurde dabei immer ein bisschen weniger. (Kontinente)

= Schon während der Jungsteinzeit war die Meerenge von Gibraltar eine beliebte Route für Menschen aus Afrika. Das zeigen Analysen prähistorischer DNA.

= Sie könnte in Europa oder in den USA Asyl beantragen, stattdessen kämpft sie beharrlich für die Menschenrechte im Jemen – mitten im Krieg. Die 40-jährige Radhya Al-Mutawakel will ihre Mitstreiter nicht im Stich lassen; sie gründete mit ihrem Mann die Menschenrechtsorganisation Mwatana. 60 Mitarbeiter – davon die Hälfte Frauen – dokumentieren Kriegsverbrechen, setzen sich für Kinderrechte ein, leiten Trainings und unterstützen mit Anwälten politische Gefangene.

= Als Elisabeth Kanini 2009 nach Marsabit im Norden Kenias kam, hatte sie nur einen kurzen Aufenthalt geplant. Die Studentin der Friedenswissenschaft wollte empirische Daten über Rendille und Borana sammeln – zwei verfeindete, nach archaischen Regeln lebende Volksgruppen, die sich im Kampf um Wasser und Weidegründe bekriegten. Elisabeth Kanini blieb und hat nach zehn Jahren bei den Rendille deren Verhalten nachhaltig verändert: Statt Konflikte gewaltsam auszutragen, versuchen sie, Auseinandersetzungen friedlich zu lösen. Die gläubige junge Frau teilt das Leben der Halbnomaden, unterrichtet ihre Kinder und hat sich so Respekt und Vertrauen erworben.

= Drohnen spüren Minen auf. Weltweit sind im vergangenen Jahr 2793 Menschen durch Minen getötet worden, mehr als 4400 wurden verletzt. Besonders die leichten „Schmetterlingsminen“ sind gefährlich. Sie werden aus der Luft abgeworfen, so daß niemand weiß, wo sie liegen; Kinder verwechseln sie oft mit Spielzeug. Weil die Minen kein Metall enthalten, können sie mit Detektoren nicht aufgespürt werden. Amerikanische Forscher wollen nun Drohnen mit Infrarotkameras auf die Suche schicken; der in den Minen enthaltene Flüssigsprengstoff heizt sich bei Sonneneinstrahlung schnell auf und ist im Wärmebild der Kamera zu erkennen. Die Drohnen sollen vor allem in Afghanistan zum Einsatz kommen. (Kontinente)

= Gemüse nach Aztekenart: Wie zur Zeit der Azteken gedeiht mitten in der Megastadt Mexiko mit ihren 22 Millionen Einwohnern wieder Gemüse. Auf schwimmenden Gärten ziehen Kleinbauernfamilien Grünzeug – Mangold, Rettich oder Blumenkohl – biologisch und nach uralten Methoden. Die fruchtbaren Felder waren von den indigenen Einwohnern vor 700 Jahren im See aufgeschüttet worden, verkamen aber immer mehr zur Müllkippe – bis die Idee entstand, sie wieder zu nutzen. (Kontinente)

= Die US-amerikanische Biologin Carol Greider ist Legasthenikerin und erhielt mit zwei anderen Personen den Nobelpreis für Medizin.

= Eritrea ist besser als sein Ruf ! Das Land am Horn von Afrika sei von einer brutalen Diktatur geprägt, predigen Behörden und Medien unablässig. Über die Erfolge und Fortschritte Eritreas schweigen sie sich aus. Ein Filz an Aktiviten und Oppositionellen verhindert einen unverstellten Blick – regelmäßig auch mit Gewalt. (Alex Reichmuth)

= Priester überwacht Waffenstillstand in Kolumbien: Für Friedensverhandler Pater Dariò Echeverri sind die tiefen Gräben zwischen der kolumbianischen Regierung und der Rebellenbewegung Farc noch nicht zugeschüttet. Der Pater freut sich darüber, dass beide Seiten nach vier Jahren Verhandlungen einen Friedensvertrag unterschrieben hatten – das sei ein erster Schritt, aber bis zu einer echten Versöhnung noch ein weiter Weg. Auf der Basis des Evangeliums dazu aufzurufen, könne ein großer Beitrag der katholischen Kirche sein. Ein Opfergesetz, das Entschädigung und Wiedergutmachung leisten soll, kann ebenso helfen wie eine Umverteilung des Landbesitzes.

= Die Amazonasregion beherbegt noch viele unbekannte Pflanzen- und Tierarten. Davon ist die Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature überzeugt. Allein 2014 und 2015 seien dort 216 neue Pflanzenarten, 93 Fischarten, 32 Amphibienarten, neunzehn Reptilienarten sowie 18 Säugetierarten entdeckt worden; auch auf eine bisher unbekannte Baumart sind die Forscher gestoßen; von zwei Säugetierarten wurden Fossilien gefunden. Die sensationellen Entdeckungen bestätigen, welch ungeheure Vielfalt an Leben in den Regenwäldern noch versteckt ist.

 

Fußball ist sozial !!!

= „Ich brauche keinen Arzt – ich brauche nur einen Ball !!“ In der Nieder-Ramstädter Diakonie spielen geistig Behinderte mit Leidenschaft Fußball.

= Die ersten zwölf Absolventen von Bundesliga-Clubs haben einen neu angebotenen Kurs zum Zertifizierten Behindertenfanbeauftragten erfolgreich abgeschlossen. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) macht diese Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Management in Mannheim möglich.

= Schon seit 2007 steht der MitternachtsSport e.V. Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien zur Seite; auch in Berlin-Neukölln wurde ein Standort des von der Bundesligastiftung geförderten und mehrfach ausgezeichneten Projekts eröffnet. Jugendliche können dort regelmäßig zu später Stunde kostenlos an Fußballturnieren teilnehmen. Im Mittelpunkt stehen Toleranz, Fair Play und Teamgeist.

= Mit zahlreichen Initiativen wirkt der Fußball bereits seit vielen Jahren präventiv Spielmanipulationen und Spielsucht entgegen.

= Erstmals haben die Bundesliga-Stiftung und die Robert-Bosch-Stiftung ein Lernzentrum an einem Doppelstandort eröffnet. Der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Saarbrücken haben mit der Öffnung ihrer Stadien Raum für Bildungsangebote für sozial benachteiligte Jugendliche gegeben. Es sollen politische Diskussionen angeregt, soziale Kompetenzen gestärkt und die Auseiandersetzung mit den Themen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt vorangebracht werden.

= Die Polizei Münster und der Verein für kulturelle und gesellschaftliche Zusammenarbeit organisierten ein Freundschaftsspiel der besonderen Art. Flüchtlinge und Einwanderer erhielten die Chance, ihr fußballerisches Können bei einem Spiel gegen die Polizei Münster unter Beweis zu stellen.

= Fußball richtet gefallene Jungs wieder auf. Die heilsame Wirkung des Sports im Gefängnis Berlin-Plötzensee. Nur eine Damenmannschaft vermöchte mehr.

= 28 M i l l i o n e n für freiwilliges soziales Engagement hat der deutsche Profifußball in einem Jahr ausgegeben. Von der Bundesliga-Stiftung und den 36 Bundesligaclubs und einigen Spielerstiftungen sind dadurch 450 Projekte unterstützt worden.

= Unter dem Motto „Olympiasieger und Weltmeister zeigen Flagge für die Organspende“ haben bei einem Benefizabend zahlreiche Sportler Projekte zugunsten kranker Kinder unterstützt.

= Die Resozialisierungs-Initiative „Anstoss für ein neues Leben“ organisiert jedes Jahr Fußball-Turniere in Gefängnissen – auch in Frauen-Gefängnissen – zu gewinnen ist der Sepp-Herberger-Pokal.

= Ein Koffer voller Eintrittskarten, Fahnen, Zeitungsausschnitten oder Trikots soll an Demenz erkrankten Fußballfans als Erinnerungsstütze dienen. Der Verein Fortuna Düsseldorf hat Dinge aus der Vergangenheit zusammengetragen, die bei betroffenen Fans Erlebnisse wachrufen sollen.

= Seit 2001 engagiert sich die DFB-Stiftung Egidius Braun gemeinsam mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ mit Hilfsprogrammen in der Ukraine; besonders wichtig ist dabei die Unterstützung für das Kinderkrankenhaus Nr. 16 in Charkow. Früher hatten viele der jungen Krebs-Patienten dort keine Chance zu überleben. Heute werden fast alle wieder gesund.

Fortsetzung folgt

 

Kurz und interessant

= Der Benediktinermönch David Steindl-Rast meinte, dass das Verhältnis von Gott und Mensch eigentlich gar nicht so beschwerlich wäre – wenn nicht immer die Institution Kirche dazwischen käme.

= “ Ein Gefängnis aus Stoff: Die Burka gehört nicht nach Europa. Sie stellt eine Kampfansage an die Werte der Aufklärung dar, und sie degradiert Frauen zu Objekten männlicher Verfügungsgewalt.“ (NZZ)

= Ex-Bundeskanzler G. Schröder im SPIEGEL: „Was mich bedrückt, ist eher, dass die USA mit allen Mitteln versuchen, uns vorzuschreiben, mit welchen Ländern wir Handel treiben dürfen und mit welchen nicht.“

= Über 1000 Kohlekraftwerke sind weltweit in Planung oder im Bau, während das weltweit modernste und gerade für 1,5 Milliarden Euro fertiggestellte deutsche Kohlekraftwerk in Datteln geschlossen werden soll. Wer garantiert als Ersatz „grünen“ Strom ?

= Ein sogenannter Intellektueller ist jemand, der sich auf einem Gebiet sehr gut auskennt – und sich zu anderen Gebieten äußert.

= Betrügerische AAA-Ratings für Immobilienanleihen haben damals die US-Finanzkrise nach Europa getragen – speziell nach Deutschland mit ca. einer Billion Dollar faulen US-Anleihen. Um eine von US-Rating-Agenturen ausgelöste neue Eurokrise zu vermeiden, sollte Europa sich nur nach einer europäischen Rating-Agentur richten und Beziehungen zu den US-Rating-Agenturen einstellen.

= Meine Frau war mit ihrer Freundin in der City, kommt zurück und sagt: „Liebling, ich war in der City und habe versucht, mir nichts zu kaufen ! Es ist mir nicht gelungen.“

= Das von der ARD in den USA für viel Geld georderte sogenannte „Manual“ warnt u.a. vor dem „ungeheuerlichen“ Vorschlag, die ARD zu verkleinern, weil sie das „Recht der Bürger an einer umfassenden und gründlichen Rundfunkversorgung infrage“ stelle. Stattdessen solle der Sender ständig wiederholen, er arbeite an einer „friedvollen, informierten und demokratischen Gesellschaft.“

= Die Regierung Netanyahu spricht den Palästinensern im Prinzip das Recht auf Rückkehr ab und nimmt ihnen mit dem Siedlungsbau im Westjordanland gleichzeitig eine realistische Perspektive auf einen eigenen, überlebensfähigen Staat.

= Einigen führenden Kämpfern gegen die Erderwärmung geht es vor allem um den Abbau des heutigen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems, des als Erfolgsmodell bekannten sogenannten Kapitalismus, und zwar still und heimlich durch die Hintertür eines alternativlosen Klimawandels.

= Warum wird angesichts der Weinsteins dieser Welt nichts gegen die sexistische Werbung unternommen, die allen Menschen – auch den Kindern – überall entgegen springt: Auf den Straßen, in allen Medien, im Internet, in ARD und ZDF usw. usw. ?

= Saudi-Arabien hat in den letzten 50 Jahren fast 80 Milliarden Euro über Stiftungen nach Groß-Britannien transferiert, um den extremistischen Wahhabismus zu verbreiten.

= Mit deutlichen Worten hat der amerikanische Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, Israel ermahnt, auf den Weg einer Zweistaatenlösung zurückzukehren; Israel werde sonst vor Alternativen stehen, die unannehmbar seien: entweder den Palästinensern die vollen Bürgerrechte zu geben und damit aufzuhören, ein jüdischer Staat zu sein – oder die Rechte der Palästinenser weiter einzuschränken und damit aufzuhören, eine rechtsstaatliche Demokratie zu sein. Die Zweistaatenlösung ist der einzige Ausweg aus dem Dilemma.

= „Die Teilnahme an Wahlen für obligatorisch zu erklären ist, als würde man Betrunkene zum Autofahren verpflichten.“ (Jason Brennan)

= Aus dem Programmheft des Evangelischen Kirchentags: „Die Teilnehmenden…… sind eingeladen, mitzureden und ihre Meinung deutlich zu machen: über Anwältinnen und Anwälte des Publikums und über Saalmikrofoninnen und -mikrofone.“

 

Radio Eriwan

= Frage an Radio Eriwan: „Kann es am Programm liegen, dass ich fast jeden Abend vor dem Fernseher einschlafe, statt ins Bett zu gehen ?“ Radio Eriwan antwortet: „Im Prinzip nein. Aber wir können Ihre Frage leider nicht mit absoluter Sicherheit beantworten, da uns niemand bekannt ist, der einen Abend am Fernseher wach durchgehalten hätte.“

= Frage an Radio Eriwan: „Trifft es zu, dass der Personenwagen Marke „Moskwitsch“ in Zukunft „Luther“ heißen soll ? Radio Eriwan antwortet: „Im Prinzip nein. Doch wird dies immer wieder vorgeschlagen. Denn schon Luther sagte. „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“

= Frage an Radio Eriwan: „Mein Mann ist ständig auf der Suche nach neuen Stellungen. Was soll ich nur machen ?“ Radio Eriwan antwortet: „Sie müssen ihm klarmachen, dass er sich besser Arbeit suchen soll.“

= Frage an Radio Eriwan: „Stimmt es, dass ein dünnes Blatt Papier ein sichereres Verhütungsmittel sein kann als die westliche Pille ?“ Radio Eriwan antwortet: „Im Prinzip nein – außer wenn es die Frau zwischen den Knien festhält.“

 

Experten – Panoptikum

= Eine gute Entscheidung der Bundesregierung: Der agressiven und destruktiven Organisation „Attac“ werden die öffentlichen Zuschüsse gestrichen ! Bevor Mister Trump begann, den Freihandel zu sabotieren und die Verhandlungen über TTIP beendete, hatte Attac ihm ungewollt Munition geliefert: „Der Freihandel mit Amerika vernichtet 600.000 Jobs !“

= Kleine Korrektur durch einen Leserbrief: „Der Preis von 380 Dollar je Kubikmeter Erdgas wurde auf 380 Dollar je Million Kubikmeter berichtigt: Immer noch falsch ! Es muß heißen: 380 Dollar je tausend Kubikmeter. Auch an die Verwechslungen von Million und Milliarde, Kilowattstunden und Kilowatt, Megawatt und Megawattstunden haben wir uns gewöhnt.“

= Edouard M a n e t – einer der größten Maler des 19. Jahrhunderts – wurde von den Experten und der Kritik mit Spott und Häme überschüttet.

= Claus Vogt/Aequitas Capital Partners in „Der Aktionär“: „Der DAX wird sich halbieren !“ Oder: Dr. Zschaber in „Focus Money“: „D a s s t e h t f e s t !! Die Börsen werden deutlich konsolidieren (also verlieren) !“ Oder: Professor Mittnik mit Riesenschlagzeile: „Der Crash ist nur eine Frage der Zeit ! Viele Experten unterschätzen die Launen der Börse. Ausbaden muss das der normale Anleger.“

Die drei Herren haben mit ihren Falsch-Behauptungen völlig daneben gelegen. Oder meinte der Professor mit „Frage der Zeit“ das 2089 ?

Besondere Vorsicht ist bei sogenannten Starökonomen geboten; so kündigte der US-Amerikaner David Levy im Februar 2016 „die krachende Rückkehr der Finanz- Krise besonders für die Schwellenländer und Europa an.“ Prognose krachend daneben.

= Frauen sollen die besseren Anleger sein, wie einige Zeitungen immer mal wieder schreiben. Frau Dr. Fleur Platow ist Finanzexpertin und Seminarleiterin „Frauen und Finanzen“ in Zürich; Ende 2011 schrieb Frau Doktor: „Euro-Tsunami kommt erst 2015.“ Ja, wo isser denn ?

= Arbeitgeber kritisieren OECD scharf: Die OECD hatte in einer von „Experten“ erstellten Studie behauptet, dass mehr als die Hälfte der jüngeren Arbeitnehmer in Deutschland nur einen befristeten Arbeitsvertrag hätte. Die Arbeitgeber stellten klar, dass nur etwa ein Viertel einen befristeten Vertrag hat. Ganz schön kleinlich von den Arbeitgebern, wegen lächerlicher hundert Prozent Abweichung so ein Theater zu machen.

= Die Süddeutsche Zeitung schrieb im August 2017: „Das Beispiel Toshiba zeigt, wie sehr die Kultur in Gesellschaft und Unternehmen den Niedergang der Wirtschaft Japans befördert.“ Trefferquote: Null Prozent ! Die japanische Wirtschaft wächst moderat auf hohem Niveau und die Aussichten für die nächsten Jahre werden von seriösen Fachleuten als gut bezeichnet.

= Seitdem die EZB mit ihrer Null-Zins-Politik gestartet ist, schreien Herrscharen von Ökonomen-Experten „S k a n d a l“ und kündigen alle möglichen Horror-Szenarien wie totale Geldentwertung oder Hyper-Inflation u.a.m. an; der arme deutsche Sparer wird angeblich betrogen, weil er für seine Ersparnisse keine Zinsen mehr bekommt. So der Untergangs-Prophet Sinn oder mein Lieblings-Experte Mayer von der FAZ; der behauptet: „Die EZB hat sich verstrickt. Daraus befreien kann sie sich nur auf Kosten der Steuerzahler.“ Heute müsste jedes Kind wissen, dass die EZB den Euro und die südeuropäischen Länder und damit auch die EU gerettet hat; allein Deutschland spart durch den Niedrigzins 180 Milliarden Euro an Zinsen und kann damit den Haushalt sanieren und soziale Verbesserungen finanzieren. Und die Häuslebauer können zu noch nie erlebten Niedrigzinsen ihren Lebenstraum erfüllen, was auch die Wirtschaft ankurbelt und Arbeitsplätze schafft. Dazu passt die folgende Story:

Das Max-Planck-Institut war mal weltweit anerkannt und respektiert. Verdammt lang her ! So tischte uns Carl Christian v. Weizsäcker von diesem Institut folgendes auf: „Gelingt die Überwindung der Staatsschuldenkrise im Euroraum, gilt für den Euro: Er wird so stark a u f g e w e r t e t , dass er die Prosperität des Euroraums zertsört. Gelingt die Stabilisierung des Euro, so muss mit massiven Arbeistplatzverlagerungen gerechnet werden. Gemäß dem Keynes-Szenario steht dem Euroraum eine Art Japanisierung ins Haus.“ In allen Punkten ist das krasse Gegenteil der Behauptungen dieses Herrn eingetreten !!! Ein Beispiel: Es haben nicht nur keine Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland stattgefunden, sondern Deutschland hat mit fast 43 Millionen Arbeitsplätzen so viele wie noch nie zuvor.

Von all diesen Weizsäckers der Welt würde ich gerne ein einziges Mal hören: „Sorry, ich habe mich geirrt.“

Karl Popper hat die Wissenschaftstheorie geprägt wie kein anderer. Er würde den Weizsäckers zurufen: „Die meisten Menschen tun alles dafür, um im Alltag an ihren Überzeugungen festzuhalten, wie soll man da von Wissenschaftlern verlangen, ernsthaft die Falsifikation ihrer Hypothesen in Betracht zu ziehen ? Insbesondere wo herrschende Meinungen und ideologische Dogmen einen dazu verleiten könnten, an Alternativen gar nicht erst zu denken.“

= Bei manchen Experten wird es lustig: „Die Jugend gibt sich sehr erwachsen, kontrolliert und vernünftig – aus p u r e r A n g s t vor dem Absturz. Fast j e d e r Jugendliche spürt die Zerrissenheit seiner Lebenswelt.“ Was da der Marktforscher Grünewald herausgefunden hat, ist wirklich furchterregend und zerfetzend !

= Schluss für heute. Nein, eine Expertin haben wir noch. Die Schauspielerin Christine Paul outet sich in der Süddeutschen Zeitung als Aktienexpertin: „Aktien möchte ich nicht kaufen, denn ich bin fest davon überzeugt, dass Gewinne für die einen immer auf Kosten der anderen gehen. Es ist der Tod mittelständischer Unternehmen, an die Börse zu drängen.“

 

AfD – Wahlhelfer

Michael Spreng, ehemaliger Chefredakteur von „Express“ und „BamS“ und Politikberater hat die „Bild“ als „Vorfeldorganisation der AfD“ bezeichnet. Unser Land ist wirtschaftlich erfolgreich und hat die Finanz- und Eurokrise durch die richtigen Entscheidungen der Politiker beispielhaft gemeistert (u.a. spart Deutschland durch die ständig kritisierte Zinspolitik lächerliche 180 Milliarden an Zinsen), die Arbeitslosigkeit ist auf einem neuen Tiefstand, der Bereich Soziales wird mit fast einer Billion Euro finanziert, die Staatsschulden sind auf ein seriöses Niveau gesunken und angesichts der über eine Million offenen Stellen kann sich sogar durch die Flüchtlingskrise ein wirtschaftlicher Vorteil für Deutschland ergeben.

Unser Land u n d unsere Politiker werden in der ganzen Welt respektiert; für viele Länder ist Deutschland sogar ein Vorbild.

Nicht nur die BILD-Zeitung, sondern viele Medien und Journalisten sehen ihre Hauptaufgabe darin, gegen d i e Politik zu hetzen und Politiker zu diffamieren. Haben Sie, liebe Leser, in den letzten zehn Jahren ein einziges Mal (außer in einem Nachruf) ein Lob für einen Politiker oder ein neues Gesetz gehört oder gelesen ?

Wahrscheinlich ist diese antipolitische Hetze ein Geschäftsmodell, das viel Auflage und Quote bringt, weil viele Millionen Deutsche – vielleicht sogar die Mehrheit – ihren Lebensfrust, ihre destruktive Grundhaltung und ihr fehlendes Wissen mit Politikerschelte kompensieren.

Als Beispiel seien hier Finanzzeitschriften wie „Der Aktionär“ und „Focus Money“ genannt, wo in den Leitartikeln auf ätzende Weise gegen Politiker gehetzt wird. Wie gesagt: Wahrscheinlich bringt das Auflage; außerdem kann man auf diese Weise gut von den eigenen zahlreichen falschen Anlage-Empfehlungen ablenken.

Der Schlagzeuger Bela B („Die Ärzte“) sagt es so: „Ich verstehe die Leute nicht, die nicht wählen gehen. Auch wenn du immer wieder enttäuscht wirst und denkst, es ist jetzt nicht so, wie ich es mir gedacht habe. Demokratie ist langsam. Wir sind privilegiert, in unserem Land leben zu können, und können uns glücklich schätzen. Ich verstehe viele Unzufriedene nicht.“

Liebe Mitbürger, wenn Sie sich eine bessere Politik wünschen, dann geht das am besten über einen Parteibeitritt bei der CDU, der SPD, den Grünen oder der FDP.

Auf die antidemokratische Hetze einiger Medien und Journalisten komme ich mit konkreten Beispielen zurück.

 

Gossen – Journalismus

Ein ehemaliger Mithäftling von Uli Hoeneß stand vor Gericht, weil er im Gefängnis mit einem zur Kamera umfunktionierten Kugelschreiber Nacktfotos von Hoeneß gemacht und diese für 2500 Euro an ein Magazin verkauft hat. Hoeneß sagte als Zeuge vor Gericht, dass der Falsche auf der Anklagebank sitze; die Reporter des Magazins hätten die Notsituation des Insassen schamlos ausgenutzt; die Journalisten gehörten auf die Anklagebank.

Wie in der Politik toben sich auch im Fußball arrogante, ignorante und verleumderische Journalisten aus; ich spreche nicht vom „Boulevard“, sondern von sogenannten Qualitätsmedien mit Ausnahme der FAZ und des Kicker. Ich gebe Ihnen einige Beispiele:

= Besonders lustig oder auch ätzend wird es , wenn Medien wie hier die WELT sogenannte Experten zum Verhalten von Fußballern oder Trainern befragen. Ein gewisser Rolf Schmiel nennt sich Diplom-Psychologe und TV-Experte und behauptet, dass Fußballer häufig mit Eskapaden auffallen: „Diese jungen Menschen haben einen kleineren IQ (Intelligenz-Quotienten). Sie sind nicht besonders charakterstark oder intelligent – sie haben eine Inselbegabung: Fußball spielen.“

Um einen solchen Scheißdreck abzusondern, muss man studiert haben !! Ich gehe jede Wette ein, dass der IQ dieses Herrn am unteren Rand der Möglichkeiten liegt.

= Die Süddeutsche Zeitung zur Eröffnung des wunderbaren Fußball-Museums in Dortmund: „Es war einmal. Der Traum vom Männersport Fußball mit Bier, Bratwurst und „Bild“ ist ausgeträumt. Die Posterboys von früher stehen jung und schön im Museum – als sinistre Alte hingegen straucheln sie durch die peinliche Gegenwart.“ Kommentar: Peinlich ist nur die S.Z.

= Süddeutsche Zeitung: „Im Fußball werden Verträge m e i s t in der festen Absicht beidseitiger Nichterfüllung besiegelt. Was beim Fußball gezeichnet wird, ist ein Finanzinstrument, ein Optionsschein, also eine Spekulation.“ Kommentar: 98 (achtundneunzig !!!) Prozent der Verträge im Profifußball werden seriös abgewickelt.

= Süddeutsche Zeitung: „Schwalben, Fouls und Meckereien. Von wegen Fairplay: In Fußballvereinen lernen Jugendliche v o r a l l e m , geschickt den Schiedsrichter zu hintergehen.“ Kommentar: Betrug ist also der wichtigste Trainingsinhalt. Da kann man nur noch kotzen. Was mögen die tausenden ehrenamtlichen Jugendtrainer dazu sagen ?

= Der ehemalige Fußball-Profi Rolf Bollmann (Eisenfuß) über Journalisten: „Wenn die Leser wüssten, welche zum Teil widerlichen Figuren im Journalismus rumturnen und was für Taugenichtse Artikel schreiben ! Selbst haben sie ihr Leben nicht im Griff, noch nie irgendwo für irgendetwas Verantwortung übernommen und dann mit primitiven Artikeln über Menschen urteilen, die sie nicht kennen und mit denen sie nie gesprochen haben.“

= Auch der SPIEGEL gehört zum Konzert. Schlagzeile: „Comeback der Zockerbande. Nach einer Verhaftungswelle versinkt der europäische Fußball im Wettsumpf: Eine Clique von Betrügern soll 200 Spiele verschoben haben. Auch mehrere Profis und Schiedsrichter werden verdächtigt, Schmiergeld kassiert zu haben.“ Kommentar: Die Behauptung mit der Verhaftungswelle ist erstunken und erlogen !! Und wo bleiben die Beweise für die anderen Verdächtigungen ? Wenn hier jemand betrügt, dann ist es der SPIEGEL, der seine Leser betrügt.

= Die Süddeutsche Zeitung im November 2015 in einem Artikel über Franz Beckenbauer: „Der Fußballsport ist ein verrottetes Geschäft. Und die Leute fangen an, sich von ihm abzuwenden.“ Kommentar: Auch das ist eine falsche Behauptung.

= Der SPIEGEL nimmt häufig das Wort „Wahrheit“ in den Mund und so heißt auch das neue Logo. „Keine Angst vor der Wahrheit.“ Schlagzeile SPIEGEL: „Die Wahrheit liegt neben dem Platz.“ „Um die Finanzstrukturen im Profifußball offenzulegen, arbeitete ein neunköpfiges SPIEGEL-Team mit mehr als 50 Journalisten aus elf Ländern an der Auswertung von 18,6 Millionen Dokumenten.“ Kommentar: Über 50 Journalisten aus vielen Ländern arbeiten mit dem SPIEGEL zusammen, um die W a h r h e i t über den Fußball-Sumpf herauszufinden; da wird mir als Fußball-Fan angst und bange, weil der SPIEGEL keine Angst vor der Wahrheit hat. Was ist eigentlich bei diesem Groß-Aufgebot an Journalisten herausgekommen?

= Die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Im Falle des Abstiegs werden beide (Rettig und Fach) ihren Job verlieren.“ Kommentar: Das war eine Lüge ! Ich kann aus erster Hand sagen, dass Rettig auch im Falle des Abstiegs geblieben wäre.

= Die WELT: „Die Ausbootung von Thurk führte dazu, dass nicht alle Plätze im Stadion besetzt waren; v i e l e Fans waren über die Entscheidung der Club-Führung derart erbost, dass sie sich aus Protest weigerten, ins Stadion zu kommen.“ Kommentar: Auch diese Behauptung war eine Lüge ! Tatsächlich hatten ganze d r e i Personen ihr Fernbleiben im Internet angedroht; das FCA-Stadion war voll !

= Die Nationalspielerin Inka Grings in der FAZ: „Ich hatte damals Vorahnungen und gewisse Befürchtungen. Aber wenn es dann passiert, ist das eine Erfahrung, die man sich überhaupt nicht vorstellen kann. Ich habe damals mein Privatleben überhaupt nicht kommentiert und ich musste dann feststellen, dass ich machtlos bin. Die Leute haben einfach geschrieben, was sie wollen. Das war eine sehr unangenehme Erfahrung, die ich nicht noch mal erleben möchte.“

 

Oskar für Lewandowski

Die schauspielerischen Leistungen des Bayern-Stürmers sind sehenswert und so ausgereift, dass er über einen Wechsel nach Hollywood nachdenken sollte. Beim Spiel gegen Hertha provozierte er einen völlig überzogenen Platzverweis für seinen Gegenspieler Karim Rekik. „Lewandowski hat das ganze Spiel auf dem Boden gelegen und bei einem Zweikampf mit Niklas Stark den sterbenden Schwan gespielt.“

Lewandowski ist kein Einzelfall; deshalb beklagt Bundestrainer Löw einen „Sittenverfall“ auf den Plätzen der Bundesligen. „Fairness auf dem Platz und gegenüber den Schiedsrichtern ist geboten. Ich sehe aber ständige Rudelbildung, Schwalben und Simulanten. Wegen jeder Lappalie wird protestiert. Ein schlechtes Beispiel für Kinder und Amateure. Es fehlt auch Respekt vor den Entscheidungen der Schiedsichter.“

Dieser Sittenverfall muss dringend beendet werden, denn die ständigen Unterbrechungen machen das Spiel kaputt; man schaue sich an, welches Theater bei Elfmeter-Entscheidungen abläuft; es wird bewusst so lange protestiert, bis der Elfmeter-Schütze vor Nervosität nicht mehr laufen kann. All das geschieht nicht spontan, sondern wird den Spielern vom eigenen Betreuerteam beigebracht.

Wenn ein Spieler sich wegen eines angeblichen Foulspiels am Boden wälzt und kurz danach schnell wieder aufsteht, weil die eigene Mannschaft am Ball bleibt, dann sollte der vom Schiri die gelbe Karte bekommen.

Liebe Schiedsrichter, ich bitte Euch, setzt Euch zusammen, besprecht dieses Thema und ändert Euer Verhalten und, wenn es sein muss, die Regeln. Dann informiert Spieler und Vereine, wie dieser Zirkus zukünftig geahndet wird.