Eine gefährliche Mischung

Sogenannte Experten, die zu allem was zu sagen haben, begegnen uns täglich in den Medien; diese Herrschaften leiden an einem Doppel-Defekt: Arroganz plus Dummheit.
Sie halten sich für intelligenter und informierter als ihre Kollegen (= Arroganz), wissen aber nicht, dass das Gegenteil der Fall ist (=Dummheit).

Natürlich gilt das auch für einige Politiker oder Journalisten; das gilt nicht für Mitarbeiter des SPIEGEL, denn deren Werbespruch sagt ganz deutlich: „Nichts als die Wahrheit.“ So kann es auch nicht für das Augstein-Söhnchen Jakob gelten, der folgende „Wahrheiten“ absondert:

Die unteren 40 Prozent der Lohnempfänger verdienten 1995 mehr Geld als 2015 (bereinigt um die Inflation). Beinahe die Hälfte der Deutschen seien somit „verarscht“ worden.

Auf diese abenteuerliche Behauptung muss man nicht eingehen, wenn selbst der eher linke Paritätische Wohlfahrtsverband einräumt, dass auch die Einkommen der unteren Lohngruppen seit 1995 – bereinigt um die Inflation – zu- und nicht abgenommen haben.

Nichts als die Wahrheit ? Arroganz ? Dummheit oder cleveres Marketing?

 

Nur ein kleiner Vogelschiss

Ich lese soeben in den Nachrichten, dass unser Bundespräsident Steinmeier bei der Eröffnung der Gedenkstätte Malyj Trostenez (nahe Minsk/Weißrussland) daran erinnerte, dass dort Deutsche mehr als 600 Dörfer samt ihrer Bewohner a u s g e l ö s c h t haben.
Ich beschäftige mich seit 60 Jahren mit den deutschen Verbrechen während der Nazizeit – von diesem Ort und diesen Verbrechen habe ich noch nie gehört.
Bei den etwa zehn Millionen von Deutschen außerhalb der Kriegshandlungen ermordeten Menschen (Juden, Behinderte, Homosexuelle, Zigeuner, Kriegsgefangene usw.usw.) sind die paar hunderttausend Opfer in der Sowjetunion nicht der Rede wert.
Eben nur ein kleiner Vogelschiss.
(Die nationalistische Partei AfD soll in Bayern schon vor der SPD liegen: Müssen wir uns Sorgen machen?)
Ich bin immer noch extrem wütend auf die Katholische Kirche, die zum Katholikentag einen AfD-Mann eingeladen hat; das erinnert mich sofort an das Verhalten der Priester und Bischöfe im 3. Reich, die sich bestenfalls „neutral“ verhalten und zu tausenden den rechten Arm erhoben haben; einige wenige haben sich den Nazis widersetzt; die Geschichte der Kirchen in der Nazizeit und das Verhalten des Papstes ist immer noch nicht umfassend erforscht – auch weil die Kirchen wichtige Dokumente unter Verschluss halten.
Ich bin auch sauer auf die Stadt Münster, die direkt oder über die Sparkasse den Katholikentag und damit auch das Auftreten der AfD mit Steuermitteln finanziell gefördert haben.

 

Phantasielos und langweilig

Deutschland hat gegen Korea verdient verloren und ist ausgeschieden; das ist ärgerlich. Viel mehr als die Niederlage ärgert mich, daß Herr Löw nach zwei ähnlich schlechten Spielen bei seinem Guardiola-Fußball geblieben ist und das war eine krasse Fehlentscheidung, wie man gegen Schweden und Mexiko sehen konnte.

Ja, ja -Guardiola ist mit seinem System sehr erfolgreich; aber du musst Spieler haben, die das perfekt beherrschen und die bis in die Nasennebenhöhlen motiviert sind; waren unsere Spieler extrem motiviert? Bitte, liebe Leser, beantworten Sie sich diese Frage selbst. Wie viele unserer Spieler sind geeignet für das System? Özil ja, aber nicht heute, das hätte sich jedes Kind denken können nach den Ereignissen der letzten Wochen und nach seinem Spiel gegen Mexiko. Özil ist ein Schönwetter-Spieler, der für solche Spiele wie gegen Südkorea ungeeignet ist. Toni Kroos ist sehr geeignet – auch für andere Systeme. Alle anderen (Timo Werner, Leon Goretzka, Thomas Müller, Marco Reus) brauchen mehr individuelle Freiheit in ihrem Spiel, dann kann der Gegner sie vorher nicht ausrechnen.

Warum haben wir keine superschnellen langen Bälle gespielt, bevor die Koreaner sich wieder komplett zurückgezogen haben? Warum sind Süle und Hummels kaum zu Kopfbällen gekommen? Offensichtlich sind Flanken im modernen System von Herrn Löw verpönt: Der Ball muss ins Tor getragen werden. War Hummels nicht besonders motiviert oder irre ich mich da?

Der Bundestrainer hat uns schon phantastische Spiele verschafft und ich hoffe, daß er bleibt – wenn er lernfähig ist.

(Es gibt übrigens noch einen Grund, warum ich den Guardiola-Fußball nicht mag – ich finde ihn todlangweilig; ich sehe mir im Fernsehen lieber Sandhausen gegen Heidenheim an, wo es richtig zur Sache geht, als ein Spiel der Bayern gegen einen anderen Bundesligisten).

 

Tendenziös oder objektiv?

Am gleichen Tag (5.6.2018) lese ich zu Merkels Bemühungen um Europa folgende Schlagzeilen:

  • Süddeutsche Zeitung: „Ohne Enthusiasmus. Paris und Brüssel reagieren verhalten auf Merkels Europa-Pläne.“
  • FAZ: „Brüssel und Paris loben Merkels Vorschläge. Juncker: Sie stärken die Handlungsfähigkeit der EU.“
 

M e r k e l – M a f i a – M o n e t e n

Die klassischen gedruckten überregionalen Medien (SPIEGEL, ZEIT, Stern, WELT u.v.a.m.) haben in den letzten 15 Jahren etwa die Hälfte ihrer Leser eingebüßt; jetzt geht es um die nackte Existenz: Wie halte ich meine Leser bei der Stange? Wie kann ich mit dem Internet konkurrieren? Die Antwort ist einfach: Mit Fake News, mit üblen Verleumdungen und mit dem alten Journalisten-Spruch: „Bad News are good News.

Ein bevorzugtes Opfer dieser ertragreichen Geschäftsstrategie ist Angela Merkel, die in der überwiegend seriösen FAZ a.S. von einer gewissen Prof. Gertrud Höhler als „Patin“ bezeichnet und wie folgt porträtiert wurde:

„Angela Merkels System kennt nur ein Ziel: Machterhalt. Dafür räumt es erst die Spielgefährten ab, dann die Spielregeln. Das System Merkel räumt Gesetze und Wertkonzepte ab. Merkels Wetterlage bietet Umstürzlern beste Chancen. Merkel geht es nicht um Wahrheit, sondern um Zeitgewinn: Eher baut Merkel eine andere Republik, als mit diesem alten Kahn zu scheitern.“

Angela Merkel wird seit Jahren beschimpft, verunglimpft und auf verlogene Weise diffamiert. Von rechts außen (Junge Freiheit) über den grün/linken Main-Stream bis hin zur radikalen Linken sind sich alle einig, daß Merkel das Gesetz bricht, daß sie nichts entscheidet, daß sie Ängste schürt, um Gehorsam zu erzwingen usw. usw. usw.

Mit der äußerst positiven Entwicklung unseres Landes hat die Bundeskanzlerin rein gar nichts zu tun; zur Erinnerung:

– Deutschland hat die schwerste Wirtschaftskrise mit über fünf Millionen Arbeitslosen und die äußerst gefährliche Finanz- und Eurokrise nicht nur überwunden, sondern steht mit seiner sozialen Marktwirtschaft, mit seinen weltweit erfolgreichen Unternehmen, mit der höchsten Beschäftigten-Zahl aller Zeiten, mit den deutlich gesunkenen Schulden, mit dem dualen Bildungs-System u.v.a.m. sehr gut da. Man könnte Deutschland als das erfolgreichste Industrieland der letzten 15 Jahre bezeichnen. Deutschland wird immer beliebter in der Welt: „Das Ansehen Deutschlands steigt kontinuierlich – auch wegen Angela Merkel“ – so heißt es in einer Studie der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, in der auch festgestellt wird, dass wir um unsere stabilen politischen Verhältnisse beneidet werden.

Mit all dem hat Angela Merkel aber rein gar n i c h t s zu tun. Die antikapitalistische Süddeutsche Zeitung entblödet sich nicht zu schreiben: „Angela Merkel, da wird Sarah Wagenknecht ganz deutlich, hat Deutschland heruntergewirtschaftet, ihre Politik hat dem sozialen Abstieg von immer mehr Menschen Vorschub geleistet.“

Financial Times: „Merkel wartet nur ab und schlägt dann in Krisensituationen wild um sich. Die Schwäche der Kanzlerin ist: Sie hat die Finanzkrise im Kern nie kapiert.“

Gesine Schwan: „….das tiefsitzende Misstrauen der Kanzlerin gegenüber den Bürgern in Deutschland und gegenüber den europäischen Nachbarn.“

New Statesman England: „Sie ist die gefährlichste deutsche Führungsfigur seit Adolf Hitler. Merkel ist für die Weltordnung und den weltweiten Wohlstand gefährlicher als der iranische und der israelische und der nordkoreanische Präsident.“

Süddeutsche Zeitung: „Der Euro-Kurs der Kanzlerin ist trotz Fehlern richtig, doch sie kann ihn den Bürgern nicht vermitteln.“

Die Süddeutsche Zeitung zeigt ein Foto von einer Anti-Atomkraft-Demo mit dem Transparent :“Angela Merkel -Die deutsche Atom-Nutte.“

Die angesehene spanische Zeitung „El Pais“ vergleicht Angela Merkel mit Adolf Hitler: „Wie Hitler hat Merkel dem Rest des Kontinents den Krieg erklärt, diesmal um sich wirtschaftlichen Lebensraum zu sichern.“

Süddeutsche Zeitung: „Merkel wird also gezwungen sein, im Wahljahr die Steuern wieder anzuheben oder einen finanzpolitischen Offenbarungseid zu leisten.“ (Kommentar: Im Wahljahr wurden die Steuern n i c h t erhöht; eine Entschuldigung der S.Z. gab es natürlich nicht.)

„Die eigene Partei beherrscht sie mit eisiger Kälte, einer in Formeln erstarrten Sprache, die nichts preisgibt, und mit einem Spitzelsystem, das sie von Kohl übernommen hat.“ (Deutschlandbrief)

„Sie ist berechnend und ehrgeizig. Sie ist stur. Machtbewusstsein gepaart mit Unterwürfigkeit ergibt eine perverse Mischung. Merkel richtet ihre Aggressivität gegen die eigene Bevölkerung (Leserbrief)

„Die Domina ist auch nicht mehr das, was sie mal war.“ (Gabor Steingart – inzwischen beim Handelsblatt geschasst)

Das vor Eitelkeit und Selbstverliebtheit triefende Augstein-Söhnchen Jakob: „Merkel hat die Willkommenskultur zur Rausschmeißerkultur verkommen lassen. Wie oft bin ich an dieser Frau verzweifelt, deren einzige Agenda die Macht war.“ „Merkel hat Griechenland in eine Rezession gestürzt, die schlimmer ist, als die berüchtigte Große Depression in den USA.“

Hans-Olaf Henkel: „Merkels Politik hat die Briten aus der EU getrieben.“

Der dubiose Verleger Bernd Förtsch: „Merkels Bilanz als Kanzlerin liest sich wie ein Drehbuch zur Wiedereinführung einer DDR 2.0 in Deutschland. In wichtigen Entscheidungen ist Merkel auf eine Linie eingeschwenkt, die selbst Erich Honecker mit Stolz erfüllen würde.“

Der Modezar Karl Lagerfeld zu Merkels Flüchtlingspolitik: „Man kann nicht, selbst wenn Jahrzehnte dazwischen liegen, Millionen Juden töten, um danach Millionen ihrer schlimmsten Feinde kommen zu lassen.“

Der Chef des Bundesverbandes der Volks- und Betriebswirte Professor Malcolm Schauf: „Merkel tut nichts oder sie macht Dinge, die Deutschland schaden.“

Der STERN übernimmt gerne die Rolle des AfD-Zentralorgans und suggeriert auf der Titelseite, daß für den Mord an Susanna F. Merkels Flüchtlingspolitik verantwortlich ist. Auch die ZEIT verkündet auf der Titelseite: „EinMord, der etwas ändern muss.“

Ein gewisser Hans-Ulrich Rühlke von der FDP: „Frau Merkel hat in der Vergangenheit bewiesen, daß sie jedes Abkommen bricht, wenn es ihr nutzt.“

„Nichts als die Wahrheit. Der S P I E G E L . “ Die SPIEGEL-Macher sind clever und wissen, dass sich Merkel-Bashing super verkauft; dennoch trägt die extreme und oft lachhafte Merkel-Verfolgungsjagd paranoide Züge. Lassen wir die SPIEGEL – Machos sprechen:

– „Wie Merkel und Putin Europa an den Rand des Abgrunds brachten.“

– „Die Monarchin – Wie Merkel das Land in die Erstarrung regiert.“

– Der SPIEGEL fragt: „Frau Diehl, das Elbhochwasser verschafft Frau Merkel die Möglichkeit, in Outdoor-Jacke den Helfern die Hand zu geben. Nutzt ihr das bei der Bundestagswahl?“ (Kommentar: SPIEGEL out door !!)

– „Muttis Konvoi. Hunderte Lastwagen mit Hilfsgütern sind auf dem Weg in die Ukraine. Der Kanzlerin geht es um eines – schöne Bilder.“

– „Merkel besucht mit ihrem Mann und dem polnischen Botschafter die Ausstellung „Tür an Tür – Polen/Deutschland“. Während sich Merkel und ihre Begleiter also in lebendige Ausstellungsstücke verwandeln, muss ein anderes Kunststück auf Vollendung warten: die Euro-Rettung.“
– Ein Herr Minkmar (SPIEGEL) führt die „Ödnis und Leere in der deutschen Kulturlandschaft auf die Erschöpfung nach zwölf Jahren Merkel zurück.“

– „Kanzlerin Merkel hat hunderttausenden arabischen Männern eine Chance auf ein besseres Leben gegeben – nicht aber deren Familien. Ein Besuch bei den zurückgelassenen Frauen und Kindern, für die nun kein Mitleid mehr übrig ist.“ (Kommentar: Einfach nur widerlich – primitiver geht es nicht !!!)

– Großer Leitartikel: „Staatsaffäre Böhmermann. Angela Merkel ist der türkische Präsident wichtiger als die Freiheit der Kunst.“ (Kommentar: Den türkischen Präsidenten als Ziegenficker zu bezeichnen ist also Kunst ???)

Liebe Leser, ich kann Ihnen als Merkel-Fan nicht ersparen, auch einige prominente positive Stimmen zu hören:

– „Ohne solide Entwicklung der Staatsfinanzen, ohne hohe Produktivität und ohne Reformen werde die Krise nicht überwunden, sagte Angela Merkel und ließ niemanden im Unklaren darüber, was sie von schuldenfinanziertem Wachstum hält: N ic h t s !! Die Amerikaner und Asiaten und Europäer hatten in Berlin den Eindruck, daß eine unprätentiös-selbstbewusst auftretende Kanzlerin zu ihnen sprach, die Europa nach vorne treiben will und die sich nicht mit dem Abstieg aus der Weltliga abzufinden bereit ist; die meisten waren davon ziemlich beeindruckt.“ (FAZ)

– „Angela Merkel handelt nach dem Sprichwort „Erst wäg`s – dann wag`s ! Erst denk`s, dann sag`s“.

– Shimon Peres: „Es gibt Politiker, die moralisch handeln, wie z.B. Angela Merkel. Sie hat die Flüchtlinge nicht eingeladen, sie stand vor einem Dilemma. Ben Gurion war ein ehrlicher Mann, ein wenig so wie Angela Merkel, sehr unschuldig, überhaupt nicht zynisch.

– Die Pädagogik der Angela Merkel: Wir schaffen das Drama in unserem Leben ab, das daraus entsteht, dass die Dinge anders sind, als wir sie uns im Moment wünschen. Wir stellen uns der Gegenwart, sehen von uns selbst ab und machen einfach unsere Arbeit.“ (Fundstück)

– „Wie dem Bundestrainer ist Merkel jedes Auftrumpfen fremd, nicht anders als er hat sie nie aufgehört zu lernen und ebenso ihren Weg beim Gehen finden müssen. Was dabei herausgekommen ist, sieht man ja.“(Volker Zastrow – FAZ a.S.)
– Barack Obama: „Eine der großartigen Qualitäten Angela Merkels ist ihre Zuverlässigkeit. Sie ist ehrlich.“

– Edi Rama, Ministerpräsident von Albanien: „Merkel hat die Länder des Balkans zusammengebracht. Es war ihre Vision und es ist ihr Verdienst. Die Justizreform, die ein Kernstück unseres Reformwerks ist, die hohe Mehrheitshürden im albanischen Parlament zu überwinden hatte, wäre ohne sie unmöglich gewesen. Sie ist eine Quelle der Ermutigung.“

– BAP – Gründer Wolfgang Niedecken zum Flüchtlingsthema: „Ich habe großen Respekt vor Angela Merkel, wie sie sich positioniert hat und das durchhält.“

– Robert B. Goldmann aus New York: „Schwächesymptome in Washington und Europa sind nicht zu übersehen. Die Ausnahme ist Angela Merkel, die ihre führende Rolle zurückhaltend spielt.“

– SAP – Chef McDermott: „Merkel ist eine exzellente Vordenkerin in Sachen Technologie. Ihr ist sehr bewusst, welche Bedeutung Themen wie Industrie 4.0 und die Digitalisierung haben, um die globale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.“

– Yasmina Reza (französische Autorin): „Sie gebietet Respekt und ich sehe sie mit zärtlichen Augen. Ich mag ihr Gesicht, ihren Gang, ihre Art, sich zu geben, ich sehe noch das kleine Mädchen in ihr. Ich liebe ihre Zurückhaltung, ich schätze dieses leicht distanzierte Verhalten, diese Diskretion. Sie haben mit ihr in Deutschland Stabilität und Nachhaltigkeit an der Spitze.“

– Wolf Biermann: „Das hysterisch verspottete Wort „Wir schaffen das“ finde ich goldrichtig.“

– Billie Jean King: „Heute, mit 74, träume ich davon, irgendwann Angela Merkel zu treffen. Sie ist eine Heldin für mich: eine weltweit respektierte Regierungschefin und ein Beispiel dafür, was eine Frau erreichen kann.“

Und zu allerletzt: „Was erwarten Sie von einem Busfahrer? Soll er Visionen und große Pläne haben, soll er singen und mich mit Anekdoten unterhalten? Oder soll er einfach konzentriert „auf Sicht“ fahren? Auf jede Gefahr regieren?

Er soll mich ohne Schaden ans Ziel bringen !!

Angela Merkel ist so ein Busfahrer. Schlicht, einfach, ohne großartige Ideen. Deswegen habe ich sie gewählt, und deswegen wählen sie die Deutschen.“

 

Die T r u m p – K o p i e

Ich bin froh, daß Markus Söder als Ministerpräsident Bayerns nicht ganz so viel Unheil anrichten kann, wie sein Kollege Trump in Washington; aber Söders Rücksichtslosigkeit gegenüber seiner Schwesterpartei, gegenüber der Bundeskanzlerin, gegenüber den meisten EU-Ländern und deren Problemen und natürlich auch gegenüber hunderttausenden Menschen, die unsere Hilfe brauchen, ja, Söder kommt seinem Vorbild sehr nah. Also haut er drauf, damit die Wähler Bayerns sagen: „Was sollen wir die AfD wählen, Söder ist die noch bessere Lösung.“

Natürlich brauchen wir baldigst ein europäisches Einwanderungsgesetz, dass einer festzulegenden Anzahl von Kriegsflüchtlingen (Beispiel Syrien) die Einreise erlaubt; a l l e EU-Länder müssen mit Sanktionen gezwungen werden, einen angemessenen Anteil zu übernehmen.

Ich wäre auch damit einverstanden, daß Asylbewerber eine Prüfung über sich ergehen lassen müssen, ob ihr Asylantrag berechtigt ist; diese gesamte Prüfungsprozedur muss abgeschlossen sein, bevor der Asylbewerber sich in seinem Aufnahmeland frei bewegen kann.

Schließlich müssen wir dringend Fachkräfte aus aller Welt motivieren, zu uns zu kommen; wer soll unsere Renten verdienen, wenn der Altersdurchschnitt der Deutschen ständig steigt. Bei diesen Fachkräften müssen wir nur die Regelungen in Australien und Kanada studieren und daraus das Beste machen. (Die Medien meldeten übrigens vor ein paar Tagen, daß schon über 250.000 Flüchtlinge einen Job gefunden haben; das sind überwiegend Jobs, die kein Deutscher übernehmen will).

Ich würde Herrn Söder wünschen, dass er mit seinen beiden Ball-Jungen Dobrindt und Scheuer ein hoch dotiertes Angebot von Herrn Trump annimmt und dafür verantwortlich wird, dass kein Lebewesen die Grenze der USA zu Mexiko überwinden kann.

 

Rettet die Kultur des christlichen Abendlands

An einem beliebigen Wochentag habe ich mir das Fernsehprogramm etwas näher angeschaut; für den Abend nach 20:15 Uhr wurden angeboten:

  • Siebzig Filme (die meisten mit englischem Titel)
  • Diese Filme wurden wie folgt bezeichnet: Krimis, Krimi-Dramen, Action, Horror, Horror-Action, Thriller, Kriegsfilme, Science-Fiction, Mystery, Katastrophen-Filme u.a.m.
  • Die typischen Titel lauteten: „The Darkness“ + „A Star Wars Story“ + „Shoot`Em Up“ + „Blue Bloods“ + „Special Victims“ usw.

Neunzig Prozent dieser Filme und der Porno-Filme und der Shooter-Spiele kommen aus dem sehr christlichen Land USA.

von Walther Seinsch

 

„Hamas, Hamas, Juden in das Gas !“

In Amsterdam fordern arabische Demonstranten „Juden in das Gas“, in den Straßen Istanbuls ist „die Vernichtung des Judenstaats unerlässlich für den Weltfrieden“, auf dem Nachttisch in den Hotels Saudi-Arabiens finden die Gäste die „Protokolle“ und der iranische Präsident bringt eine neue „Endlösung der Judenfrage“ ins Spiel.

Empörung in den deutschen Feuilletons ? Fehlanzeige !

Am 20. Juni 2018 melden die Medien: „Wieder werden israelische Dörfer am Gazastreifen mit Raketen beschossen.“ Auch diese Meldung dürfte uns langweilen, denn das macht die Hamas seit über zwanzig Jahren. Auch im Norden sind die an der Grenze zum Libanon und zu Syrien lebenden Israelis seit Jahren militärischen Übergriffen ausgesetzt.

Der Prophet, Segen und Friede sei mit ihm, hat gesagt: „Der jüngste Tag wird nicht kommen, bevor nicht die Moslems gegen die Juden kämpfen (und die Juden töten) und der Jude sich hinter Steinen und Bäumen verbirgt. Die Steine und Bäume werden sagen: Oh Moslem! da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm, töte ihn !“

Der ehemalige Iran-Präsident Ahmadineschad: „Wir werden den Juden einen Gefallen tun und ihre Auschwitz-Lüge in eine Wahrheit verwandeln, denn wir werden die Endlösung der Judenfrage verwirklichen. Wenn bei einem atomaren Krieg eine Atombombe auf Israel falle, seien endlich alle fünf Millionen Juden auf einen Schlag tot. Wenn aber Israel kurz vorher noch die Raketen für den Gegenschlag abfeuere, werden vielleicht 15 Millionen Araber sterben – was tut das ! Dann haben wir eben 15 Millionen Märtyrer mehr im Himmel, aber auf der Erde bleiben über eine Milliarde Moslems am Leben, um die Welt zu erobern.“

In einer Sommerschule der Hamas im Gazastreifen singen die Kinder: „Wo der Jude sich auch versteckt, wir stechen ihn ab.!“

 

Kreative Zerstörung

Was zum Teufel interessiert die USA das Internationale Recht oder die Beschlüsse der UN oder die Souveränität kleinerer Staaten?

Das unter George W. Bush entwickelte „Projekt of a New American Century“ führte zu dem Projekt eines „Greater Middle East“ und das wiederum beinhaltete den Aktionsterminus der „kreativen Zerstörung“ – umgesetzt zunächst mit den Interventionen in Iran, Afghanistan, Irak und Lybien.

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Wahrnehmungs-Störungen? Demenz? Oder nur Inkompetenz?

Die große Finanzkrise 2008/2009 hat die Weltwirtschaft in große Turbulenzen gestürzt und die Angst ging um – auch in Deutschland und Europa: Ist der Euro noch zu retten? Bekommen wir Massenarbeitslosigkeit und Hyperinflation? Geht dann unsere Demokratie kaputt und die Wagenknechts oder Gaulands kommen an die Macht?

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Kurz & bündig

Wenn Zuwanderer sich auf die Grundwerte, Gesetze und Institutionen ihrer neuen Heimat einlassen, darf ihnen ruhig zugestanden werden, ihre Eigenheiten in anderen Bereichen zu pflegen.

(DOSSIER SCHWEIZER MONAT)

 

Kurz & bündig

Der SPIEGEL hatte behauptet, Wolfgang Schäuble betreibe gemeinsam mit Jens Spahn, dem Innenminister (Bad.Württ.) Thomas Strobl und dessen Staatssekretär Martin Jäger die Ablösung Angela Merkels.

Wolfgang Schäuble:“Das hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. (Auf gut Deutsch: Das ist gelogen).

Die große Werbekampagne des SPIEGEL läuft unter dem Motto: „Keine Angst vor der Wahrheit.“

 

Kurz & bündig

„Weltweite Schiffahrt verursacht fast die Hälfte des Feinstaub-Ausstosses. Ein Kreuzfahrtschiff stösst auf einer mittellangen Fahrt soviel aus, wie über 20 Millionen PKW Passat 1,9 TDI.“

(Finanzwoche)

 

Experten-Stadl

Der Groß-Philosoph Jürgen Habermas in der S.Z.:

„Für die Kanzlerin waren schon 2010 die Anlegerinteressen wichtiger als ein Schuldenschnitt zur Sanierung der griechischen Wirtschaft.“

(mehr …)

 

Alzheimer

Heute wird fünf Mal mehr in Medikamente für die männliche Potenz und in Silikon für Frauenbrüste investiert, als in die Heilung von Alzheimer-Patienten. Bald haben wir alte Frauen mit großen Titten und alte Männer mit hartem Penis – aber keiner von denen kann sich erinnern, wozu das gut ist.

Drauzio Varella, brasilianischer Onkologe und Buchautor

 

Experten-Stadl

Der erfolgreiche und seriöse Vermögensverwalter Bert Flossbach hält nicht viel von den Analysen und Vorhersagen der Ökonomen:

Flossbach zitiert ein Bonmot: „Die Volkswirte sind überhaupt nur erfunden worden, um die Metexorologen ein klein wenig besser dastehen zu lassen.“

 

Endlich geht es wieder los

von Walther Seinsch

Ich warte mit hunderten Millionen anderen Fußball-Fans auf der ganzen Welt darauf, dass der Ball wieder rollt, dass die Weltmeisterschaft in Russland endlich beginnt, dass wir die tollen Fußball – Arenen und spannende Spiele sehen und dass der Fußball wieder viele Menschen glücklich macht.

Russen und Fußball-Touristen werden Bier und Wodka zusammen trinken und wieder beweisen, wie Völker verbindend dieser Sport ist.

Nichts – nada – niente – nothing schafft mehr Frieden auf der Welt !!

Auch vor dieser WM haben die üblichen Fußball-Verächter und Pseudo-Experten versucht, alles kaputt zu schreiben: Die Stadien werden nicht fertig, die Zuschauer bleiben weg, Putin wird die Schiris bestechen und das halbe Land wird gedopt sein; so schrieb die unvermeidbare Süddeutsche Zeitung vor ein paar Tagen auf der Titelseite:

Politik oder Sport? 1978 wurde unter einem diktatorischen Regime in Argentinien Fußball gespielt. Auf die WM in Russland könnte ein ganz ähnlicher Schatten fallen.

Und nach der WM soll es dann aber auch schnellstens wieder mit den deutschen Ligen losgehen; ich hasse diese Fußballpausen und ich will jeden – jeden -jeden Tag Fußball schauen – auch Montags !! Verdammt nochmal – es sage mir doch jemand, was ich sonst tun soll, wenn die Spülmaschine ausgeräumt und der Rasen gemäht und der Dackel bereits mit mir um den Pudding gegangen ist (und meine Frau froh ist, wenn ich ihr nicht auf den Wecker gehe).

 

Apus Apus

von Hans Magnus Enzensberger

Er wiegt nur vierzig Gramm.
Monatelang lebt er in der Luft, ununterbrochen,
jagt, liebt und schläft hoch oben.
Er ist unbezähmbar.
„Herrschsüchtig, stürmisch, übermütig“,
nennt ihn der alte Brehm.
Schrille Rufe im rasend kreisenden Schwarm,
wütende Kämpfe aus Eifersucht.
Unbeholfen am Boden, fliegt er mühelos
drei-, vier-, fünftausend Meter hoch
über unsre Köpfe hinweg
in die Tropen.
Er ist windschnittig gebaut.
Er kommt ohne Radar aus.
Er trinkt im Gleitflug über die Wasserfläche hin.
Er ist wetterfühlig.
Lang segelt er bewegungslos mit der Thermik,
aber sein Sturzflug ist rasant.
Unsre Bewunderung geht ihn nichts an.

 

Es wird besser

Die RTL-Mediengruppe zahlt ihren Mitarbeitern eine freiwillige Erfolgsprämie von 16 Millionen Euro und damit eine Million mehr als im Vorjahr. Etwa 2500 Mitarbeiter bekommen eineinhalb Monatsgehälter zusätzlich.

 

Einwurf

Der Regisseur Christian Petzold in der FAZ:

„Die EM ist wichtiger als die Retro? Dieses Jahr war sie mir erst total egal, ich hatte überhaupt kein EM-Fieber. Ich bin Mitglied bei Borussia Mönchengladbach, die Saison war gut, ich muss nichts kompensieren. Aber fünf Minuten vor Anpfiff des Eröffnungsspiels hat es mich doch gepackt. Island zum Beispiel!! Allein diese traurige mystische Nationalhymne, wie eine Andacht im Stadion, toll!!“