Die linke Gefahr

Obwohl ich politisch ganz gut informiert bin und obwohl ich mich sehr intensiv mit dem Nationalsozialismus bechäftigt habe: Vor zehn Jahren hätte ich jeden für verrückt erklärt, der die Wahlerfolge der AfD angekündigt hätte. So schnell kann das gehen ! Millionen Deutsche haben diese nationalistische und gefährliche Partei gewählt, obwohl unser Land im internationalen Vergleich politisch und wirtschaftlich sehr erfolgreich ist. Was passiert, wenn wir eine ernsthafte Wirtschaftskrise mit z.B. acht Millionen Arbeistlosen bekommen ? Wird uns unsere Mitgliedschaft in der EU davor bewahren, dass sich 1933 wiederholt ?

Seit den Erfolgen der AfD ist die LINKE aus dem Blickfeld geraten; deren Funktionäre spielen sich als Retter der Demokratie und als Gegner der Antisemiten auf, obwohl sie von ihren vielfach geäußerten kommunistischen Grundsätzen nie abgerückt sind. Die Wiedergeburt des rechten Faschismus sollte uns daran erinnern, dass uns der linke Faschismus, der übrigens von Teilen der Sozialverbände und Kirchen unterstützt wird, genau so bedroht. (Peter Furth: „Der Antifaschismus ist ein moralisches Herrschaftsmittel, das der Ausgrenzung der Andersdenkenden dient.)

Einige Zitate aus meinem „Stalin-Archiv“:

  • Um Stalins Verbrechen vergessen zu lassen, versuchte die Internationale Linke, Lenin in den Vordergrund zu rücken und ihn als Chefideologen und Revolutionär heilig zu sprechen. In Wolfgang Ruges Buch „L e n i n“ heißt es dazu: „Lenin hat gegen alle Ideale verstoßen, als er während des Bürgerkriegs Menschen in großem Stil töten ließ, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Lenin verachtete das Recht und seine Institutionen, weil er an die Machbarkeit der Welt durch Gewalt glaubte.“ Während der Krimblockade unter Lenin wurde den Bauern das Vieh und das Saatgetreide weggenommen und das Blut von tausenden Erschossenen färbte das Meerwasser an der Küste rot. Unter Stalin wurde die Lockesche Ideologie von der Veränderbarkeit der menschlichen Natur sogar auf Weizen angewandt. Trofim Lyssenko behauptete – und jeder, der ihm widersprach, wurde erschossen -, Weizen könne nicht nur durch Zucht, sondern auch durch Erfahrung frostbeständiger gemacht werden. M i l l i o n e n von Hungertoten widerlegten ihn.
  • Aus Anne Applebaums Buch „Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine“: Schon währen der „Entkosakisierung“ 1919 wurden 12.000 Menschen hingerichtet, aber das war nur ein Vorspiel. Am Ende der Enteignung der wohlhabenden Bauern und dann aller Familien, die etwas anbauten, wurden durch den Entzug von Nahrungsmitteln und durch direkten Terror fast vier Millionen Menschen in der Ukraine getötet.
  • Die Führer in Moskau schoben die Schuld für vieles den Funktionären vor Ort zu; als 1937 eine Volkszählung ergab, dass acht Millionen Menschen fehlten, Opfer des Hungers und entsprechend weniger geborene Kinder, wurden die obersten Volkszähler reihenweise erschossen. Was man den Millionen Hungertoten weggenommen hatte, exportierte die Sowjetunion, um an Devisen zu kommen. Für Mundraub wurde die Todesstrafe eingeführt; schon sechs Monate nach Einführung dieses Gesetzes waren 4500 Personen deshalb hingerichtet worden.
  • Sandra Kalniete war von 2002 bis 2004 lettische Außenministerin. Geboren wurde die Kunsthistorikerin 1952 in sibirischer Verbannung; ihre Eltern waren mit ihren Familien nach Sibirien deportiert worden, nachdem die Sowjetunion Lettland besetzt hatte. Von sechs Deportierten starben drei im Lager. Den stalinistischen Terror hat Sandra Kalniete am Beispiel ihrer Familie in dem Buch „Mit Ballschuhen im sibirischen Sommer“ beschrieben. Kalniete ist der Überzeugung, dass die Sowjetunion nach dem Sieg über Hitler den Völkermord in Osteuropa fortgesetzt hat und dass Kommunismus und Nationalsozialismus gleich verbrecherisch waren.
  • Gorbatschows Weggefährte Alexander Jakowlew auf die Frage der FAZ: „Wie viele sind durch Stalins Terror ums Leben gekommen ?“ – „Das ist unmöglich zu beantworten. Wir finden immer noch Massengräber und wissen nicht, wer da liegt. Kürzlich hatte ich den Fall eines Parteisekretärs aus der Ukraine; der hat persönlich 3000 Leute erschossen. Das Politbüro hat 1937/1938 Quoten zur Erschießung für Hunderttausende festgelegt. Während der Kollektivierung wurden fünf Millionen Bauernfamilien hinter den Ural deportiert – wie viele von ihnen sind umgekommen ? Während der Deportation der Kaukasus-Völker sind vierzig Prozent von ihnen umgekommen, vor allem Kinder. Ich glaube, dass es z w a n z i g bis v i e r z i g M i l l i o n e n Opfer Stalins gibt.“

Ich bin unschlüssig, ob ich noch auf die Verbrechen des Kommunisten Mao Tse-tung eingehen soll; Frank Dikötters Buch „Mao`s Great Familiy“ gibt Auskunft; hier nur ein Satz daraus: Maos Politik in den Jahren 1958 bis 1962 kostete 45 Millionen Menschen das Leben; Millionen verhungerten; viele wurden zu Tode gefoltert; viele fielen der Willkür lokaler Parteikader zum Opfer.

Über die kommunistischen Straflager und Gefängnisse gibt es mehrere wichtige Bücher; eines davon stammt von Jewgenia Ginsburg, die einiges vom 20. Jahrhundert verstanden hat und die davon spricht, wie sie, um die Schreie der Gefolterten im Moskauer Butyrki-Gefängniss nicht hören zu müssen, immer wieder Michelangelos Gedicht aufsagte:

„Teuer ist mir der Schlaf und teurer noch, Stein zu sein, während Schmerz und Schande andauern, nicht zu sehen, und nicht zu fühlen ist mir ein großes Glück: Weck mich nicht auf ! Sprich leise.“

Ich befürchte, dass die Links-Partei in Deutschland jederzeit bereit ist, Gewalt anzuwenden, um an die Macht zu kommen. Und ich bin überzeugt, dass die kommunistische Ideologie dann sofort auf die Tagesordnung kommt. Die Bundestagsabgeordnete der Linken Gesine Lötzsch bestätigte das in einer Rede auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz:

„Wer glaube, dass der Pfad zum Kommunismus lang und steinig werde, habe noch nicht begriffen, was die Stunde geschlagen hat. Es könne nämlich auch alles sehr schnell gehen: Angenommen der Euro geht als Währung unter, die EU zerbricht, die USA kommen nicht aus der Wirtschaftskrise, die Flüchtlingsströme überrennen die Festung Europa. So soll die Machteroberung nicht eine einmalige, sondern eine fortschreitende sein,, indem wir uns h i n e i n p r e s s e n in den brügerlichen Staat, bis wir alle Positionen besitzen und sie mit Z ä h n e n und N ä g e l n verteidigen.“ Hineinpressen, Zähne und Nägel: Kommen diese Leute an die Macht und wenden wie angekündigt Gewalt an, dann soll niemand sagen, er habe es nicht gewusst.

Und Gesine Lötzsch hält „auch für gangbar“, was ihre Parteifreundin, die ehemalige Terroristin Inge Viett, die einen französischen Polzisten zum Krüppel geschossen hat, meint: „Heraus aus dem Morast parlamentarischer Gestaltungswut, wir brauchen eine revolutionäre kommunistische Organisation, einen Antagonismus zum bürgerlichen Rechtsstaat, zur bürgerlichen Moral und zum Pazifismus.“

Einen Antagonismus zum Rechtsstaat !!!

 

E r k e n n t n i s

= Albert Einstein in einem Brief an einen Bekannten: „Insbesondere hat mich Ihr Streben nach einer religiösen Überzeugung sehr beeindruckt. Bei diesem Streben kann ich Ihnen nicht helfen.

Ich denke, dass die Freundlichkeit und die Hilfsbereitschaft gegenüber Mitmenschen (und allgemeiner gegenüber den Mitgeschöpfen) der allein wesentliche moralische Inhalt der Religionen ist und zugleich die einzige mögliche Grundlage für ein befriedigendes Dasein vom sozialen Gesichtspunkte.

Was den philosophischen Gehalt des Religiösen anlangt, so sollte er weder auf der Autorität menschlicher Organisationen noch auf der von Büchern ruhen, sondern ausschließlich auf einer vertieften Auffassung der erfahrbaren Welt.“

= Meditation ist keine Droge, die unsere konkreten Probleme vergessen lässt. Wenn wir unseren eigenen Geist und unser eigenes Leben intensiv betrachten, können wir allmählich erkennen, was wir tun und was wir lassen müssen, um in uns selbst und in der Gesellschaft wirklichen Frieden herbeizuführen. (Fundstück)

= Was wir als Wahrheit zu bezeichnen uns angewöhnt haben, sind bestenfalls fundierte Überzeugungen, die irgendwann durch andere, vielleicht nützlichere Überzeugungen abgelöst werden. (Fundstück)

= Zur Liebe gehört Achtung vor dem anderen. Achtung hat nichts mit Furcht und nichts mit Ehrfurcht zu tun: Sie bezeichnet die Fähigkeit, jemanden so zu sehen, wie er ist, und seine Individualität wahrzunehmen und zu akzeptieren. Achtung gibt es nur auf der Grundlage der Freiheit: „Die Liebe ist das Kind der Freiheit“ – niemals das der Beherrschung. (Fundstück)

= Besinnt euch ! Jetzt ! Sich darauf besinnen, was man eigentlich möchte. Das Bewusstsein der begrenzten ablaufenden Zeit als Kraftquelle, um sich eigenen Gewohnheiten und Erwartungen, vor allem aber den Erwartungen und Drohungen der anderen entgegenzustemmen. Als etwas also, das die Zukunft öffnet und nicht verschließt. Endlich dazu übergehen, langgehegte Wünsche zu verwirklichen. Den Irrtum angreifen, dass dafür später immer noch Zeit sein wird. Das Besinnen als Instrument im Kampf gegen Bequemlichkeit, Selbsttäuschung und Angst.“ (Peter Bieri)

= Nur zwei Dinge können meiner Meinung nach als wirklich göttliche Offenbarung in der Geschichte begriffen werden, die mehr als eine rein menschliche Projektion sind: Zum einen das göttliche Gebot „Du sollst nicht töten“ und zum anderen die Aufforderung Jesu zu Liebe und Vergebung. (Thomas Halìk in CiG)

= Kant zufolge besteht der moralische Wert einer Handlung nicht in den Folgen, die sich aus ihr ergeben, sondern in der Absicht, in der die Handlung ausgeführt wird. Es kommt auf das Motiv an, und dieses Motiv muss von bestimmter Art sein. Das Richtige muss getan werden, weil es richtig ist, und aus keinem anderen Grund. (Fundstück)

 

Fussball: Nachtrag

Erst nachdem ich gestern versucht habe, meinen Respekt und meine Bewunderung für die weltweite gesellschaftspolitische und soziale Bedeutung von Fußball zu beschreiben, ist mir dieser widerliche Artikel der Süddeutschen Zeitung in die Hände gefallen. D e r Fußball ist also das Spielzeug von Speichelleckern. Geht es noch dümmer und primitiver ?

 

Immer mehr Leute schreiben Liebe mit acht Buchstaben: F u s s b a l l

= Unser aller Fussball ist ein Fels in der Brandung der internationalen Konflikte und bietet Milliarden Menschen Freude, Frieden und Entspannung. Daran können weder die aufgespushten Horrormeldungen über Doping oder Korruption oder andere erfundene Geschichten etwas ändern noch die selbstverliebten Ultras oder gewalttätige Rassisten.

Alles geht seinen gewohnten Gang: Gebildete Journalisten von der ZEIT oder der Süddeutschen Zeitung oder vom SPIEGEL o.a. sondern ihre Häme und ihren Neid über den Fußball ab; ehemalige Fußball-Profis sind empört, dass heutzutage viel zu viel Geld im Fußball bewegt wird und dass die Gehälter viel zu hoch sind; Ex-Profis wie Lothar Matthäus fristen ihr Leben als TV-Experten; Sascha Mölders kritisiert das „Drumherum, das im auf den Sack geht“ (entweder stört ihn, dass er wieder in der 3. Liga gelandet ist oder dass er zu viel trainieren muss oder …); Katja Kraus, die in Zeiten des Niedergangs des HSV dort leitende Angestellte war, verlangt mal wieder mehr Mitspracherecht für Frauen im Fußball.

= In einigen Staaten wie im Iran erhebt die Religion ihren Herrschaftsanspruch auf alle Lebensbereiche – auf Politik, Justiz, gesellschaftliches Leben und den Alltag der Menschen und somit auch auf den Fussball. Beispiel: Beim Europa-League-Spiel von Mönchengladbach in Istanbul mussten Fans ihre Fahnen abgeben, weil die Ordner sich an den christlichen Symbolen im Gladbacher Stadtwappen störten. Ich bin fest überzeugt, dass der Fussball auch in dieser Richtung zu mehr positiven Veränderungen führen kann, als die Politik.

= Fussball ist die effektivste und preiswerteste soziale Institution der Welt. Fußball finanziert mit Milliarden an Steuern und Abgaben und mit Spenden und mit Stiftungen ein besseres Leben für arme Kinder oder behinderte Menschen. Und Fußball ist als Mannschaftssport das mit Abstand wichtigste Erziehungsmittel für Kinder und Jugendliche. Mein Traum ist, dass alle Kids der Welt einen Mannschaftssport betreiben und damit besser für ihr Leben gerüstet sind (und ein paar Stunden von ihrem Smart-Phone ferngehalten werden).

= Ich bin sehr entspannt, weil heute die Bundesliga wieder am Ball ist und ich keinen Grund habe, meine schlechte Laune an meiner Frau auszulassen oder an anderen Autofahrern, die mit 30 kmh über eine völlig leere Straße dahindämmern. Und so wie mir geht es in Deutschland Millionen, die in die Stadien gehen oder vor dem Fernseher sitzen. So macht das Leben Sinn.

 

Louis Begley………..

wurde als Ludwik Begleiter in Polen geboren und emigrierte mit seiner Familie nach dem 2. Weltkrieg in die Vereinigten Staaten. Er arbeitete bis 2004 als Wirtschaftsanwalt in New York. Seinen wunderbaren Roman „Lügen in Zeiten des Krieges“, der ihn weltweit bekannt machte, kann ich sehr empfehlen !!

 

Kurz und interessant

= Weltweit ist die Zahl der Menschen, die 100 Jahre und älter sind, auf einem neuen Höchststand. Laut Schätzungen sind es rund 533.000 . Das sind fast viermal so viele wie noch im Jahr 2000.

= Alle finden Elektro-Autos toll ! Aber kaum jemand kauft sich eines.

= In Deutschland gelingt der soziale Aufstieg immer häufiger – dazu ist Bildung der Schlüssel.

= Das 3. Quartal 2019 war für Mercedes mit 12,2 Plus das beste 3. Quartal der Untgernehmensgeschichte – und das in der angeblichen Rezession.

= „Polen, das subjektiv empfunden fast die Hälfte seiner Einwohner als Wirtschaftsemigranten in alle Welt geschickt hat, ist nicht bereit, ein paar tausend Flüchtlinge aufzunehmen. Das ist erbärmlich.“ (Tagesspiegel)

= Laut der neuesten Jugend-Digital-Studie 2019 sind Jugendliche in Deutschland im Schnitt a c h t u n d f ü n f z i g Stunden pro Woche im Internet unterwegs; die meisten Stunden haben mit Gewalt und Pornos zu tun.

= Wenn die Vermögenssteuer wieder eingeführt wird, müssen auch die im Privatbesitz befindlichen Güter aufgelistet und gemeldet werden. Z.B.: Anteile an Kapitalgesellschaften, Antiquitäten, Armbanduhren, Bargeld, Betriebliches Vermögen, Briefmarkensammlung, Edelmetalle, Erfindungen, Gemälde, Grundstücke, Haushaltsgegenstände, Immobilien, Kapital, Kapitallebensversicherungen, Auto, Motorrad, Münzsammlung, Musikinstrumente, Orientteppiche, Patente, Pensionen (Barwerte), Photovoltaikanlage, Private Rentenversicherung (Barwerte), Renten (Barwerte), Schmuck und Edelsteine, Urheberrechte, Wertpapiere, Yacht u.v.a.m. Diese Gegenstände müssen jedes Jahr penibel mit dem aktuellen Wert aufgelistet werden.

= Kein Land fördert die E-Mobilität so wie China. Das Land, das für einen Großteil der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist, wird zum klimapolitischen Hoffnungsträger.

= Der Apple-Chef Tim Cook sieht beste Entwicklungsmöglichkeiten für den Münchener Standort des Konzerns. „Deutschland spielt technologisch in der allerobersten Spitzengruppe. Deutsche Ingenieure haben eine großartige Innovationsgeschichte.“

= Der Frauenanteil in Studienbereichen wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ist gering und nimmt kaum zu. Muss das mit einer Frauenquote geändert werden ?

= „Christsein kommt und wächst von innen her in einem lebenslangen Prozess: Ich staune, ich denke, ich fühle, ich ahne – also bin ich. Also werde ich – vielleicht dann doch: Christ.“ (CiG)

= „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich… (Konrad Adenauer)

 

Szenische Verdichtungen

Der stellvertrende SPIEGEL-Chefredaktuer Kurbjuweit schrieb über ein Treffen mit dem Autor Martin Walser, dass „Walsers Gesicht zu Marmor wurde“, als er das Gerücht gehört hatte, er habe 2004 den Nobelpreis für Literatur gewonnen. Kein Marmor ! Kurbjuweit hatte die Geschichte erfunden. Und eine Kollegin von Kurbjuweit berichtete über die G-20-Proteste in Hamburg und die Mutter eines in Genua getöteten Demontranten; diese Frau habe am 7. Juli 2017 „den Rauch, den Tumult, die Einsatzwagen aus sicherer Entfernung von ihrem Hotelzimmer am Hamburger Hafen aus“ gesehen. Das war auch gelogen, weil die Frau am 7. Juli bereits zurück in Genua war. Das sind nur zwei kleine Beispiele für hunderte wenn nicht tausende Erfindungen und Lügen des SPIEGEL und anderer Medien, die, sollten sie entdeckt werden, „Szenische Verdichtungen“ genannt werden.

Das Niveau der Berichterstattung sinkt und das Selbstlob steigt. So erhält das Handelsblatt einen von hunderten Medienpreisen und bezeichnet sich als „12-Sterne-Zeitung“: Das Handelsblatt ist „European Newspaper of the Year“ und erhält den „European Newspaper Award“ in der Kategorie „Beste überregionale Tageszeitung.“ In Wirklichkeit sind die guten Zeiten des Handelsblatts lange vorbei; inzwischen kann man diese Zeitung als Wirtschaftsillustrierte bezeichnen: Viel Tratsch, viel Inkompetenz, nur negativ und destruktiv. Vor ein paar Tagen durfte der verleumderische „Philosoph“ Precht über „Umbrüche und Denkfehler“ im Handelsblatt schreiben; Precht machte sich einen Namen, als er den Schriftsteller Raoul Schrott desavouierte und den Primitivsatz absonderte: „Banker und Politiker stehen vor dem moralischen wie finanziellen Bankrott.“

Auch die Süddeutsche Zeitung versucht ihre drastisch sinkende Auflage und die sinkenden Werbeeinnahmen mit Eigenlob zu konterkarieren. Heute morgen erhielt ich am Zeitungskiosk eine grüne Tragetasche geschenkt, auf der stand: „Labertaschen gibt es woanders. Seien Sie anspruchsvoll. S.Z.“ In der S.Z. selbst ist zu lesen, dass man „weiter Top-Journalismus“ anbieten wolle und dass sich die S.Z. als „Marktführer im deutschsprachigen Qualitätsjournalismus“ verstehe und dass mit einem beschlossenen Sparplan die „Grundlagen für unabhängigen und vielfältigen Journalismus auf höchstem Niveau“ geschaffen würden. Dieses „höchste Niveau“ kann man häufig im Magazin der Süddeutchen Zeitung wahrnehmen, wo völlig schmerzfrei eine Art von Medien-Korruption praktiziert wird: Im redaktionellen Bereich wird auf hochpreisige Mode mit Namensnennung der Marke hingewiesen und rein zufällig werben diese Marken mit großen Inseraten. (Siehe folgendes Beispiel). Als Gipfel der Scheinheiligkeit erscheint in der S.Z. ein Artikel mit folgende Schlagzeile: „Redaktionen für Reklame. Content Marketing sieht aus wie Journalismus, verbreitet aber werbliche Botschaften von Unternehmen. Auch Medienhäuser wollen von diesem Wachstumsmarkt profitieren. Eine Studie warnt vor „Zersetzung“. Das Gift kann besser wirken, wenn der Nutzer nicht weiß, was er verabreicht bekommt.“

Auch die ZEIT und andere Medien betreiben diese Lesertäuschung, die von der NZZ sehr dezent wie folgt beschrieben wird: „Heikle Verwirrspiele mit dem Publikum. Die gestalterische Angleichung von Anzeigen und Redaktionellem gefährdet die Glaubwürdigkeit der Medien.“ Ebenfalls in der NZZ steht ein Superartikel über „den linksliberalen Zeitgeist und die sechs Gebote des moralischen Journalismus:“ von Susanne Gaschke; daraus ein Zitat: „In den moralischen Medien wird man nur selten etwas sehen, hören oder lesen über böse, antisemitische Palästinenser; korrupte Grünen-Politiker; dumme Antifaschisten; verantwortungslose Alleinerziehende, schlechte Erzieherinnen,unglückliche Scheidungskinder; unverschämte, undankbare Migranten. Und fast niemals etwas über Journalisten, die sich geirrt haben. Doch Gottes Kindergarten ist groß, und selbst diese Raritäten existieren natürlich und bestätigen die Regel.“

 

Zur aktuellen Lage

= Hans-Georg Moeller, Professor für Philosophie und Religionswissenschaft an der Universität von Macau, schreibt in der NZZ zu den Protesten in Hongkong: „Schlimm ist, dass das inzwischen verfestigte Gute-böse-Schema eine gefährliche paradoxale Strategie der gewaltbereiten Minderheit der Protestler unterstützt, die der Logik der westdeutschen Terroristen in den siebziger Jahren entspricht. Die RAF wollte durch Terrorakte die von ihr als faschistischer Polizeistaat wahrgenommene Bundesrepublik dazu zwingen, sich durch Gegengewalt als eben solcher zu entpuppen. Einer ähnlichen Denkweise folgend, scheinen manche militante Hongkonger Straßenkämpfer dazu entschlossen zu sein, den chinesischen Staat so lange durch Gewaltakte zu provozieren, bis dieser der Welt eben jenes „wahre Gesicht“ zeigt, das man ihm zuschreibt und das man zwecks Selbstrechtfertigung sehen möchte. Der BRD ist es damals auf lange Sicht gelungen, trotz beachtlichen Sympathien für die Terroristen gerade unter linken Intellektuellen, den Konflikt durch eine Mischung aus rechtsstaatlicher Stärke und Gelassenheit zu deeskalieren. Es ist zu hoffen, dass solches in Hongkong auch noch gelingen kann.“

Inzwischen wird auch darüber gerätselt, wer die auffallend gut organisierten Groß-Demonstrationen in Hongkong finanziert. Oft fällt der Name von Guo Wengui, einem reichen Chinesen, der von Amerika aus die kommunistische Partei angreift.

= Kein Land auf der Welt ist zur Zeit gefährlicher für den Weltfrieden als der Iran ! Der oberste Geistliche und sogenannte Revolutionsführer ist der Diktator. Er ist laut Verfassung der oberste Rechtsgelehrte und hat bei politischen Entscheidungen das letzte Wort. Immer noch werden friedlich demonstrierende Iraner verhaftet. Folter, Vergewaltigungen und Hinrichtungen ohne rechtsstaatliche Verfahren sind an der Tagesordnung. Der Iran bestreitet als islamisch-schiitische Führungsmacht das Existenzrecht Israels ebenso wie den Holocaust. Die Hisbollah ist als verlängerter Arm Irans eine direkte Bedrohung Israels. Die USA, Kanada und die arabische Liga stufen die Hisbollah als Terrororganisation ein. Iran hat den Syrienkrieg genutzt, um die Hisbollah aufzurüsten. Es ist zu hoffen, dass die EU die strikte Überwachung von Irans Atomprogramm durchsetzt.

Ein Muslim ist durch den Vers 111 der neunten Sure des Koran vertraglich daran gebunden, auf Allahs Weg zu töten und getötet zu werden. „Das ist das wahre Glück“ heißt es da.

Die Deutsche Welle berichtet über tragische Schicksale von Autoren, die sich nicht an Zensurvorgaben halten wollten: „Ein Dichter wurde von seiner eigenen Hochzeit abgeholt und dem Hinrichtungskommando übergeben. Ein Bus mit 21 Schriftstellern an Bord, die auf dem Weg zu einer kulturellen Veranstaltung im Nachbarland waren, sollte in einem Komplott, das allerdings fehlschlug, in den Abgrund gesteuert werden. Ein Dichter wurde auf dem Weg zum Einkaufen entführt und seine Leiche eine Stunde später in der Vorstadt abgeladen.“

= Ich plädiere dafür, dass Vorstände und Top-Manager leistungsabhängig sehr gut bezahlt werden. Wenn ein Unternehmen Erfolg hat, dann profitieren die Mitarbeiter und der Steuerzahler. Manager sollten jedoch ein relativ bescheidenes Grundgehalt und eine Gewinnbeteiligung (Tantieme) beziehen, die erst über einem Sockelbetrag zustande kommt – dann aber großzügig bemessen ist. Das Gegenteil findet mal wieder bei der Deutschen Bank statt: Der langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrats Achleitner ist der „teuerste“ Aufsichtsrat in Deutschland, obwohl sein Unternehmen Abermilliarden Euro Aktienwert und zehntausende Arbeitsplätze vernichtet hat.

= Manchmal muss man der Süddeutschen Zeitung dankbar sein, weil sie unabsichtlich für Erheiterung sorgt. So war jetzt die Schlagzeile zu lesen: „Firmen mit mehr Frauen in Führungspositionen verdienen mehr Geld.“

= Der Arabist Kepel im SPIEGEL: „Wir brauchen ein Europa, das eine abgestimmte, gemeinsame Außenpolitik betreibt und seine traditionellen Verbindungen zu den Ländern im Nahen und Mittleren Osten wieder aufnimmt. Wir müssen diese Länder stabilisieren. Und dabei unabhängig von den USA agieren, Iran in Gespräche einbinden und, ach ja, außerdem mit Russland sprechen, das zu einem neuen Aktuer in dieser Region geworden ist. Dann könnte es gelingen.“

= Der SPD habe ich viel zu verdanken und sie ist immer noch die Partei meines Herzens – allerdings nicht mehr die meines Verstandes. Nach der letzten Bundestagswahl haben viele Medien, aber auch einige Genossen den Kanzlerkandidaten Schulz verleumdet und aussortiert. Das Wort „Loyalität“ war immer ein Markenzeichen der SPD. Ist das vorbei ? Ich habe gelernt, dass vor jeder Entscheidung heftig diskutiert werden muss; wenn dann aber eine Abstimmung erfolgt ist, haben die Unterlegenen in der Öffentlichkeit die Mehrheistentscheidung mitzutragen und zu verteidigen. In der SPD und bei den Jusos gibt es leider zu viele Stegner-Typen, denen ihr eigenes Ego wichtiger ist als die Partei und unser Land. (Wahrscheinlich hat der Niedergang der SPD auch damit zu tun, dass die Bundeskanzlerin über viele Jahre eine soziale Politik gemacht hat, die man auch als sozialdemokratisch bezeichnen könnte).

= Die Zeitung „Lianhe Zaobao“ aus Singapur kommentiert den 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China: „Wegen des geschichtlichen Erbes, des politischen Systems und der dahinterstehenden Ideologie ist die weitere Entwicklung alles andere als folgerichtig. Das künftige Verhalten Pekings gegenüber Hongkong und Taiwan wird Auswirkungen auf die gesamte Region haben. Das gleiche gilt für die globale Seidenstraßenstrategie. China braucht wohl einen längeren Gewöhnungsprozess, um in seiner neuen Rolle als Weltmacht aufgehen zu können. Nur wenn es die Reform- und Öffnungspolitik fortsetzt, auf Hegemonialstreben und militärische Mittel verzichtet und stattdessen andere mit seinem moralischen Wertesystem überzeugen kann, wird dies auch gelingen.“ (Aus der FAZ)

= Warum werden die Bemühungen von Minister Seehofer, eine gemeinsame europäische Asylpolitik doch noch zu realisieren, von den üblichen Medien nur mit Spott und Häme begleitet ? Auf der einen Seite müssen die geltenden Vereinbarungen – besonders jene mit der Türkei – weiter Bestand haben und andererseits muss um alles in der Welt verhindert werden, dass nochmal mehr Flüchtlinge nach Europa kommen, als wir verkraften können. Seehofer arbeitet an der Quadratur des Kreises, weil Ungarn und andere Staaten nicht mitmachen wollen und alle Beschlüsse in der EU einstimmig gefasst werden. Seehofer reist in die Türkei, um seinen dortigen Kollegen auf die Einhaltung des Abkommens festzunageln und sagt die Bereitschaft Deutschlands zu, aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufzunehmen. Nico Fried von der S.Z. schreibt dazu: „Wenn Seehofer heute bei der Aufnahme von Geretteten aus dem Mittelmeer den Generösen gibt, wenn er beim deutschen Anteil an europäischen Kontingenten in Vorleistung geht, dann will er rückwirkend auch seinen Kampf seit 2015 legitimieren. Wenn die Härte von damals als Voraussetzung für die Großzügigkeit von heute akzeptiert würde, hätte Seehofer ihr endlich einen Sinn gegeben – und für sich das erreicht, was ihm am wichtigsten war: recht behalten.“ Egal, was Politiker machen, die Frieds dieser Welt sind nur auf Verleumdung und Häme programmiert.

= Hätten Sie, liebe Leser, den Literaturnobelpreis an Peter Handke verliehen, wenn Sie gewusst hätten, dass Handke die Opfer der Balkan-Kriege verhöhnt hat, sich mit dem Kriegsverbrecher Karadzic getroffen hat und den Kriegstreiber Milosevic zum unverstandenen Helden hochstilisierte ? Spielt es in diesem Zusammenhang eine Rolle, was die Familien der 7000 ermordeten Muslime empfinden ?

 

Die Bösen und die Guten

Der Kolumnist Robert Fisk schreibt in der irischen Tageszeitung „The Irish Independent“: „Es stimmt, Baschar al-Assad hat im Kampf gegen jene, die sein Regime stürzen wollen, große Teile seiner Städte brutal zerstört. Und ja, dieses Regime hat sich einer Vielzahl von Sünden schuldig gemacht, darunter Folter, Hinrichtungen, geheime Gefängnisse, das Töten von Zivilisten. Doch es ist an der Zeit, die andere Wahrheit zu erzählen: dass viele der „Rebellen“, die der Westen unterstützt hat, zu den grausamsten und rücksichtslosesten Kämpfern im Nahen Osten gehören. Wir haben ob der Schrecklichkeit der IS-Milizen bei der Belagerung von Mossul missbilligend den Kopf geschüttelt. Gleichzeitig haben wir bewusst das Verhalten der Rebellen in Aleppo ignoriert.“

Unter George W. Bush wurde das „Projekt of a New American Century“ entwickelt und daraus entstand das Projekt „Greater Middle East“, das den Aktionsterminus der „kreativen Zerstörung“ enthielt und das zunächst die Interventionen in Afghanistan, Irak und Lybien umsetzte.

Der US-Stratege Brzezinski hatte den nahöstlichen und den zentralasiatischen Raum als „Eurasischen Balkan“ definiert und die schwächeren Länder als „Brückenkopf“ für den Zugriff der USA auf die Rohstoffvorkommen bezeichnet; außerdem wollte man unbedingt zur Stabilisierung der US-Vorherrschaft den russischen Einfluss minimieren.

Syrien war damals das fortschrittlichste Land der Region – zumindest im Vergleich mit Ländern wie dem US-Intimus Saudi-Arabien; Syrien war keine lupenreine Demokratie und die Korruption war Volkssport. Aber die Syrer hatten eine gut funktionierende Wirtschaft und ein gutes Bildungs- und Gesundheitssystem. Die verschiedenen Religionen lebten in Syrien friedlich miteinander – das wird auch von Christen bestätigt.

Dann verbrüderten sich die Syrer mit der vom Iran ausgehaltenen Hizbollah im Libanon und zunehmend mit Russland, das seine eigenen Großmachtinteressen gefährdet sah.

Die USA haben mit Hilfe von Saudi-Arabien und Katar Terroristen nach Syrien geschleust und damit den Bürgerkrieg ausgelöst. Die Folgen mit hunderttausenden Toten, Millionen Flüchtlingen und dem Sieg für die Destabilisierungspolitik der USA sind bekannt.

Wie grotesk die deutschen Medien über Jahre der US-Propaganda-Maschinerie aufgesessen sind, kann man u.a. an Begriffen festmachen: Mit oder ohne Duldung des Westens waren abertausende Terroristen von Al Quaida u.a. ins Land geströmt; diese Terroristen mutierten dann in der Berichterstattung zu Rebellen, die dem bedrohten syrischen Volk zur Seite standen und aus Rebellen wurden dann sogenannte „Aktivisten“, die die westlichen Medien über die Greueltaten der Assad-Regierung informierten. In der Tagesschau berichtet dann der Syrien-Korrespondent: „Wie wir von Aktivisten erfahren, hat die Assda-Regierung Bomben geworfen und dabei 60 Menschen – vor allem Kinder – getötet.“ Ich glaube, dass die Assad-Regierung in diesem Krieg das Völkerrecht gebrochen hat, aber wir Normalbürger hatten keine Chance, uns ein objektives Bild zu machen; wir sind manipuliert, betrogen und belogen worden; am Beispiel der „Weißhelme“ kann man das prägnant aufzeigen: Diese selbsternannte „Syria Civil Defence“ wurde in einem Istanbuler Besprechungszimmer geboren; ihr Gründer ist ein britischer Ex-Geheimdienstler namens James LeMesurier, der zuletzt ein privates Söldnerunternehmen geleitet hatte und der mit der US-Behörde USAID zusammenarbeitete.

„Syria Civil Defense“ ist bekannt unter dem Namen „Weißhelme“ und gilt als Zivilschutzorganisation; anders als das Rote Kreuz oder das deutsche THW setzten die Weißhelme auf eine starke Präsenz in den sozialen Medien; auf ihrem Twitterkanal dokumentierten sie ihre Rettungsmissionen in gefühlter Echtzeit; auf hunderten Fotos rennen die Weißhelme mit einem Kind auf dem Arm auf die Kamera zu und kreieren jene Bilder, die weltweit ihr Image prägten. Fast immer sind diese Kinder Opfer russischer oder syrischer Luftangriffe; Opfer von „Rebellen“ kamen eher nicht vor.

So informierten die Weißhelme am 18.8.2018 die Weltpresse über einen angeblichen syrischen Luftangriff und benutzten als Beweis ein Foto, das bereits zwei Jahre zuvor im Netzt kursierte. Am 30.9.2015 täuschten die Weißhelme die Öffentlichkeit mit dem Foto eines Mädchens, dass gerade einem russischen Luftangriff entkommen sein sollte; auch hier wurde nachweislich ein altes Foto verwendet. Auf seiner Facebook-Seite brüstet sich ein Weißhelm mit der angeblichen Rettung eines syrischen Regierungssoldaten; doch das gleiche Foto erschien zehn Tage zuvor auf einem Twitter-Account, der einem al-Nusra-Terroristen gehört; neben dem Foto, das die angebliche Rettung zeigt, konnte man auf Twitter mitbekommen, wie der Soldat anschließend liquidiert wird.

Der Salzburger Kirchenhistoriker Dietmar Winkler stellte fest, dass die vom Westen als „gemäßigt“ bezeichneten Fraktionen im syrischen Bürgerkrieg in Wirklichkeit radikale Muslime seien und er sagte: „Für die meisten Christen, die in Syrien geblieben sind, gibt es keine Alternative zu Assad und seinem Regime.“

Die Syrerin Rasha Corti hat in Aleppo und Damaskus englische Literatur studiert, lebt seit 2009 in Wien und konnte ihre Familie in Raqqa besuchen, nachdem die Regierungstruppen die Islamisten aus der Stadt vertrieben hatten. Rasha Corti sagt: „Russland ist die einzige Hoffnung, die wir haben. Denn nur Putin kann Syrien vor dem Machthunger der Türkei schützen. Erdogan will sich unbedingt Aleppo einverleiben. Es ist wichtig, dass die Europäer sich mit Russland auf eine gemeinsame Syrienpolitik verständigen und dem Land einen Neustart ermöglichen. Sobald Stabilität wiederhergestellt ist, werden viele zurückkehren und eine enorme Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes leisten können.“

Die USA haben in Lybien und Irak verbrannte Erde hinterlassen. Für Syrien (und Europa) wäre es gut, wenn sie endgültig den Nahen Osten verlassen.