Die Welt ist ein Dorf

= Die von der deutschen Bundesregierung vermittelten Friedensverhandlungen über Afghanistan gehen weiter ; jetzt sprachen in Katar erstmals Vertreter der afghanischen Regierung und der Taliban miteinander. Auch die an einer stabilen Friedenslösung interessierten Nachbarländer Tadschikistan, Usbekistan, Pakistan, China, Indien und Russland sind beteiligt.

= Gesundheitsminister Spahn war persönlich im Kosovo und warb dort um Pflegekräfte für Deutschland. Die Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten ist im Kosovo mit fast 60 Prozent extrem hoch und in Deutschland fehlen 40.000 Pflegekräfte. Deutschland finanziert die Ausbildung incl. deutsche Sprache und vermittelt die Arbeitsplätze, die Kosovaren haben eine gute Lebensperspektive und können auch noch ihre Familien im Kosovo unterstützen.

= In der sogenannten Aktion „Condor“ haben ab 1975 von Nachrichtendiensten gelenkte Todesschwadrone politische Gegner (Studentenführer, Gewerkschafter, Politiker, Musiker, Guerilleros) verfolgt und ermordet; einige Opfer wurden betäubt, in Flugzeuge verfrachtet und dann mit aufgeschlitztem Bauch über dem Atlantik abgeworfen. An der Aktion Condor waren Chile, Argentinien, Paraguay, Bolivien, Brasilien und Uruguay beteiligt. Die USA waren informiert. Erst jetzt sind in Italien nach jahrelangem Prozess die letzten 24 Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

= Afrika wird zur größten Freihandelszone der Welt !! 54 der 55 afrikanischen Staaten sind dem Freihandelsabkommen beigetreten – 27 Staaten haben den Vertrag bereits ratifiziert. Afrika hofft u.a., sich durch den Binnenhandel von Europa (und China) unabhängiger zu machen.

= Vor allem viele Frauen in Pakistan haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Mobile Gesundheitszentren sollen helfen.

= Zum französischen Nationalfeiertag marschierten auch Soldaten der Bundeswehr durch Paris – Seite an Seite mit den französischen Waffenbrüdern – in Frankreich stört das niemanden mehr !

 

Wohlstand für alle

Muss uns die Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft Sorgen machen? Ich denke dabei weniger an den Brexit oder den Handelskrieg von Mister Trump – beides können wir ohne größeren Schaden bewältigen, indem wir nach Mercosur mit vielen Ländern Freihandelsabkommen vereinbaren und dann nicht mehr auf die USA fixiert sind und indem wir Großbritannien wieder in die EU aufnehmen, wenn die in drei Jahren feststellen, dass sie kurz vor der Pleite stehen.

Mir geht es um die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Die deutschen Lohnkosten sind inzwischen extrem hoch: Mit Arbeitskosten von etwa 36,– Euro liegen wir abgesehen von den USA mit Frankreich an der Weltspitze und damit 400 Prozent über den EU-Ländern Rumänien und Bulgarien und über dem Industrieland Korea. Unsere Arbeitszeiten sind die kürzesten in der Welt und 40 Urlaubs- und bezahlte Feiertage sind ebenfalls Weltspitzenniveau (in Korea sind es zwölf bezahlte Urlaubs- und Feiertage). In Europa wurde im Gegensatz zu USA und China bisher nicht durch expansive Fiskalpolitik mit sinkenden Steuern und mehr Staatsausgaben dagegengehalten. In Deutschland wurde die viel zu hohe Besteuerung des Mittelstands (Kalte Progression) nicht thematisiert.

Müssen wir sogar mit Steuererhöhungen rechnen ? Wenn die Grünen sich mit dem gepuschten Umweltthema durchsetzen, dann müssen Wirtschaft und Arbeitnehmer mit höheren Belastungen rechnen – z.B. mit Umwelt- und Europasteuern. Dann wird Deutschland ein Desaster erleben, weil die internationalen Konkurrenten (vor allem in Asien) auf gleichem Niveau deutlich billiger produzieren. Wenn es dazu kommt, wird die Zahl der deutschen Arbeitslosen schnell und drastisch ansteigen und dann werden Wagenknecht und Gysi und Gauland und Höcke sich die Hände reiben und die Grünen werden mit den Linksradikalen eine Koalition bilden, wie sie das in einigen Bundesländern schon praktizieren. Ich befürchte, dass auch die SPD höheren Steuern und anderen Belastungen zustimmt und sich in eine entsprechende Koalition locken lässt.

Lassen Sie es mich mit Ludwig Erhard sagen: „Das erfolgversprechendste Mittel zur Erreichung und Sicherung jeden Wohlstandes ist der Wettbewerb. Er allein führt dazu, den wirtschaftlichen Fortschritt allen Menschen zugutekommen zu lassen, und alle Vorteile, die nicht unmittelbar aus höherer Leistung resultiern, zur Auflösung zu bringen. Auf dem Wege über den Wettbewerb wird eine Sozialisierung des Fortschritts und des Gewinns bewirkt und dazu noch das persönliche Leistungsstreben wachgehalten.“

 

Deutsche Medien u. China: Keine Erfolgsgeschichte

Das gefällt mir an einigen sogenannten Qualitätsmedien und Nachrichtensendern: Es gibt immer was zum Lachen ! Heute bin ich unabsichtlich bei NTV gelandet und lese folgende Meldung:

„Chinas Wachstum flaut im 2. Quartal 2019 stark ab auf nur noch 6,2 Prozent; damit wächst China so langsam wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr; im 1. Quartal 2019 überraschte China noch mit einem robusten Wachstum von 6,4 Prozent.“ 6,2 Prozent bedeutet also starkes Abflauen und 6, 4 Prozent robuste Steigerung. Dümmer und ignoranter geht es nicht ! Vor ein paar Monaten haben die gleichen Medien wegen des Handelskriegs mit den USA noch von einer Rezession gefaselt. Ich würde mich auch freuen, wenn deutsche Journalisten und Experten mal zur Kenntnis nehmen, dass ein Wachstum von 6,2 Prozent in 2019 faktisch mehr Wachstum bedeutet als ein Wachstum von 10 Prozent im Jahr 2009, weil die Basis, also das Bruttosozialprodukt im Jahr 2018 viel höher war, als im Jahr 2008. Mit einfachen Rechenarten sind diese Typen schon überfordert.

Liebe Leser, auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole und Sie langweile: Ich kann nicht anders ! Ich muss einige solcher Analysen und Kommentare von deutschen Medien aus den letzten Jahren wiederholen:

  • Mai 2011 – Experten der französischen Großbank Societè Generale: „China ist außer Kontrolle. China ist die größte Blase überhaupt.“
  • Oktober 2011 – Die WELT: „China taumelt Finanzcrash entgegen. Dutzende Unternehmen brechen zusammen. Ein gigantisches Systhem illegaler Kreditbeziehungen bricht nach der Megapleite eines Unternehmens zusammen. Gleichzeitig drohen vielen Banken und Privatleuten Verluste am überhitzten Immobilienmarkt.“
  • Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 14.7.2012: „Chinas Wirtschaft spürt den weltweiten Abschwung immer stärker“ und am 30.10.2012 schreibt die S.Z.: „Aussichten für China hellen sich auf.“
  • März 2014 – Süddeutsche Zeitung mit völlig frei erfundenen Behauptungen: „China. Hoffnungsloser Fall; die Märkte kollabieren und das Wachstum bricht weg. Chinas Wachstum ist in den letzten Jahren komplett aus dem Gleichgewicht geraten.“ Und schon im April 2014 – also f ü n f W o c h e n später: „Chinas Wirtschaft legt um 7,4 Prozent zu. Es hätte schlimmer kommen können.“
  • Im August 2014 titelt die FAZ: „China verblüfft mit Rekordexport.“
  • Und nochmal die Süddeutsche Zeitung, der es gelingt, sich innerhalb von a c h t T a g e n auf absurde Weise völlig zu widersprechen: S.Z. 14.10.2014: „China zeigt sich robust. Sowohl die Importe als auch die Exporte wuchsen im September überraschend kräftig.“ Und die S.Z. am 22.10.2014 – Schlagzeile: „Im kontrollierten Sinkflug. Chinas Wirtschaftswachstum geht auf 7,3 Prozent zurück.“
  • Süddeutsche Zeitung – Schlagzeile am 10.10.2015: „Auf dem Tiefpunkt. Chinas Wirtschaft wächst nur noch um 6,9 Prozent.“ (Wer ist hier auf dem Tiefpunkt ? China oder die Süddeutsche Zeitung ?)
  • Auch das inkompetente Manager-Magazin will dabei sein und schreibt auf der Titelseite im Dezember 2015: „China-Krise – Halbiert sich das Wachstum noch mal ? Drohen jetzt Jahre der Stagnation ? Die Parallelen zu Japan sind unübersehbar.“ (A b s u r d i s t a n !!!)
  • Auch im Jahr 2016 trägt die Süddeutsche Zeitung am meisten zur Erheiterung bei – 8.1.2016 – Große Schlagzeile: „Gefahr aus Fernost. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde steckt in ernsten Schwierigkeiten, die Regierung in Peking stemmt sich gegen die Krise, bisher aber mit wenig Erfolg. Inzwischen bedroht die Entwicklung die gesamte Weltkonjunktur.“ Und schon am 2.4.2016 kommt die S.Z. mit der Schlagzeile. „Chinas Industrie wächst wieder.“
  • FAZ im Mai 2017: „Chinas Exportindustrie geht es gut. Devisenreserven steigen zum dritten Monat in Folge“
  • Seit Jahren sprechen die deutschen Medien von Chinas völliger Überschuldung und riesigen Summen, die in undurchsichtigen Schattenbanken schlummern und von der Gefahr einer Finanzkrise. Auch das ist ein Popanz, weil die zentral gelenkte Wirtschaft Verschuldungsprozesse besser lenken kann und weil China mit über drei Billionen Dollar die mit Abstand höchsten Devisenreserven der Welt hat (davon können die USA nur träumen). Die Süddeutsche Zeitung schießt mal wieder den Vogel ab und titelt im Juni 2017 in diesem Zusammenhang: „Angst vor Chinas Lehmann.“ Und die immer mehr zur Illustrierten mutierende Zeitschrift „Capital“ lässt im August 2017 einen Herrn Ondruch als Experten zu Wort kommen: „Investoren übersehen ganz offensichtliche Risiken: allen voran Chinas Kreditblase.“ Und das inkompetente Handelsblatt im Oktober 2017: „Chinas Schuldenproblem ist größer als bislang vermutet, wie ein G e h e i m p a p i e r zeigt.“ (Das Handelsblatt kommt sogar an Geheimpapiere !)

Nachdem im April 2019 selbst die S.Z. von „starken Konjunktutdaten aus China“ gesprochen hat und die DZ-Bank feststellte, dass „die neuen Zahlen aus China ein Hoffnungswert für das stockende globale Wachstum sind“ – möchte ich die seriöse und kompetente „Finanzwoche“ zitieren: „Der immer wichtiger werdende Konsum in China legte im ersten Quartal um 8,7 Prozent zu und die Indsutrieproduktion steigerte sich um 8,5 Prozent zum Vorjahresmonat und der zuletzt uneinheitliche chinesische Immobilienmarkt wies um 11,8 Prozent steigende Immobilieninvestitionen aus. Die Verschuldungsprobleme sind längerfristig nicht so groß wie in den westlichen Ländern, da die Sparquoten im internationalen Vergleich überdurchschnittlich sind. Damit lässt sich die Verschuldung, wenn nötig, schneller reduzieren als in den wachstumsschwachen westlichen Ländern.“

In den siebziger und achtziger Jahren habe ich China, Taiwan und Hongkong aus beruflichen Gründen einige Male aufgesucht; seitdem versuche ich, die politische und wirtschaftliche Entwicklung zu verfolgen und mich objektiv zu informieren, was nicht einfach ist. Nächste Woche möchte ich unter dem Titel „Das China – Wunder“ weiter darauf eingehen.

 

Auf Ihre Gesundheit !

= Machen Sie k e i n e Diäten !!

= Kennen Sie die größte Gesundheitseinrichtung Deutschlands ? Wir haben in unserem Land s i e b z e h n Millionen Gärten mit durchschnittlich 485 qm – davon die meisten in Privatbesitz oder als Schrebergarten gepachtet. Ernst Jünger stellte dazu fest: Licht und Farben sind Medizin für die Seele ! Also raus aus der Bude !

= Vier Pfoten gegen hohen Blutdruck. Haustiere sind wahre Stresskiller. In einer Studie mit Börsenmaklern, die unter hohem Blutdruck litten, wurden die Effekte einer drucksenkenden Arznei auf Alleinstehende mit und ohne Vierbeiner getestet. Die Probanden wurden dabei extremen Stress-Situationen ausgesetzt. Wer weder Hund noch Katze besass, reagierte trotz Medikamenten mit erhöhtem Blutdruck, bei den Tierhaltern blieben die Werte deutlich stabiler. Allein die Präsenz von Vierbeinern kann beruhigend wirken. Probanden mussten unter Stress Kopfrechenaufgaben lösen. War der Ehepartner dabei anwesend, stieg der Blutdruck von durchschnittlichen 120/80 auf 155/100, in Gegenwart eines Hundes dagegen lediglich auf durchschnittliche 125/83.

= Magnesium ist ein Anti-Stress-Mineral. Viel Magnesium (mehr als 100 mg/100 g) enthalten: Vollkorn und Vollkornprodukte + Kleie (!) + Haferflocken und Hafermehl + Vollreis + grünes Gemüse + Nüsse + Bohnen + Erbsen.

= Immer wieder kommen widersprüchliche Aussagen von Fachleuten, was und wieviel ich täglich trinken soll. Laut einer Studie der Harvard-Uni sei bewiesen, dass der tägliche Konsum von zwei bis drei Liter Wasser ohne Kohlensäure das Risiko, an Krebs zu erkranken, um fast die Hälfte senkt und auch das Herzinfarktrisiko sei deutlich geringer. Eine ältere Studie der National Academies of Science der USA besagt, dass man nur dann trinken soll, wenn man durstig ist (ich würde dann nichts trinken, weil ich nie durstig bin). Nachdem ich sehr viel über das Thema Trinken gelesen habe, empfehle ich: K ö c h e l n Sie morgens 1,5 Liter Leitungswasser fünfzehn Minuten lang; verwahren Sie das Wasser tagsüber in einer Thermoskanne, damit es warm bleibt und trinken Sie diese Menge auf den Tag verteilt (leicht abgekühlt) in vielen kleinen Portionen. Etwa zwanzig Minuten vor dem Essen und sechzig Minuten nach dem Essen sollte man nichts trinken. Wenn Sie Ihr Essen immer so lange kauen, bis Sie es „trinken“ können und wenn Sie zwei bis drei Tassen Kaffee täglich trinken, dann müsste das ausreichen. Bei intensivem Sport und starkem Schwitzen muss entsprechend mehr getrunken werden. Eisgekühlte Getränke sind für den Körper ein regelrechter Schock und sollten gemieden werden.

Soweit ich informiert bin, sagen alle neuen Studien und alle kompetenten Fachleute, dass genug richtiges Trinken ein sehr relevanter Baustein zur Vermeidung von zahlreichen Krankheiten bis hin zum Krebs ist.

= Das auch als Cobalamin bekannte Vitamin B12 hat eine zentrale Bedeutung für unser Nervensystem – ein Mangel kann zu Ermüdungs- und Erschöpfungszuständen bis hin zu Depressionen führen. Ein B12-Mangel ist hierzulande weit verbreitet – mehr als 30 Prozent der 60-jährigen sind davon betroffen. B12 findet sich fast ausschließlich in Fleisch, vor allem in Schweinefleisch !

= Beim Händeschütteln werden laut einer Studie britischer Wissenschaftler jede Menge Keime weitergereicht.

= Übergewicht gehört zu den größten gesundheitlichen Risiken der Industrieländer. Beweg dich ! Fang sofort damit an ! Steig auf dem Weg zur Arbeit eine Haltestelle früher aus und geh den Rest zu Fuß ! Nimm die Treppe statt den Aufzug ! Und selbst wenn es der Weg vom Esszimmer in die Küche ist: Räum den Tisch ab und die Spülmaschine aus ! Das macht dich gesund und deine Frau glücklich !

= Schwitzen ist zwar gesund und reguliert die Körpertemperatur; doch in der feuchten Kleidung kühlt man schnell aus; deshalb die Sachen schnell wechseln und zum Sport immer etwas zum Umziehen mitnehmen. Funktionskleidung aus Kunststoffen ist besser als Baumwolle, weil sie den Schweiß weg von der Haut transportiert, so dass er auf der Außenseite des Kleidungsstücks besser verdunsten kann; Baumwolle dagegen speichert die Feuchtigkeit, klebt wie eine kalte Schicht auf dem Körper und senkt dadurch die Hauttemperatur.

= Leiden Sie unter einer „Reizblase“ ? Müssen Sie oft – auch nachts – Wasser lassen ? Dann lassen Sie scharfe Gewürze weg, ernähren Sie sich etwas basischer (Tabelle hat Ihre Apotheke), halten Sie Ihre Füsse i m m e r warm (Fußbäder sind gut !) und gehen Sie zum Arzt für einen Bluttest !

 

Dhammapada:

In meinem Lexikon steht: „Philosophie ist die Wissenschaft vom menschlichen Denken und Handeln.“ Bis auf wenige Ausnahmen habe ich diese Texte nicht verstanden oder sie haben mir keinen Erkenntnisgewinn gebracht. In Dhammapada habe ich alles sofort verstanden und jeder Satz hat mir weitergeholfen auf der Suche nach dem inneren Frieden und nach Gelassenheit (ich bin immer noch auf dieser Suche, die bis zu meinem letzten Atemzug anhalten wird). Thomas Cleary schreibt:

„Buddhas Unterweisungen handelten nicht von Ritual oder Dogma, da er in Abrede stellte, dass diese zu Freiheit und Erleuchtung führen könnten. Buddha teilte auch n i c h t die Vorliebe der alteingesessenen Priesterschaft für die Pflege kultischen Zeremoniells; er verzichtete auf die verschlüsselten Sprachcodes der brahmanischen Priester und sprach mit Menschen aus allen Lebensbereichen in ihrer eigenen, regional gefärbten Sprache. Die zahlreichen Lehrreden des Buddha illustrieren auf wunderschöne Weise die tiefe Abgeklärtheit und unwandelbare Würde dieser Religion des Friedens.“

Zitate aus Dhammapada:

„Nie im Leben verlöschen Haßgefühle dadurch, daß man Hass empfindet; vielmehr tun sie dies dadurch, daß man keinen Hass empfindet; das ist eine unabänderliche Wahrheit. Ein Sprichwort im Zen-Buddhismus besagt: „Gedanken hervorzurufen ist ein Gebrechen; sie nicht aufzugreifen das Heilmittel.“

„Buddhistische Texte gebrauchen gewöhnlich den Begriff, der Geist müsse behütet oder beschützt werden, um das Eindringen von Einflüssen zu verhindern, die ihn anfällig machen für Irreführung und Zwang.“

„Buddhisten sehen es als unverrückbares Seinsgesetz an, daß wir – auf individueller und kollektiver Ebene – die Resultate unserer individuell und kollektiv ausgeübten Handlungen erfahren; buddhistische Begriffe von Moral und Verantwortung basieren auf diesem Kausalsatz.“

„Für jemanden, der selbstbeherrscht und im Handeln stets diszipliniert ist, ist der Sieg über das Ich besser als der Sieg über andere. Bei solch einem kann niemand den Sieg zu einer Niederlage machen, nicht einmal ein Gott, ein Engel oder ein Teufel. Die daoistischen Huainan-Meister sagen: „Ich mache nicht den Weg, auf dem ich zum Herrn meiner selbst werde, von den Wechselfällen eines gegebenen Zeitpunkts abhängig. Was ich Selbstmeisterung nenne, bedeutet, dass meine wirkliche Natur und mein Leben beständig dort verharren, wo sie sicher sind.“


 

Gedichte von Mascha Kalèko

Wenn ich eine Wolke wäre, segelt` ich nach irgendwo.

Durch die weiten Himmelsmeere von Berlin bis Mexiko.

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Herr, der du unsre Herzen zwei gefügt zu einem Stück,

ist meines Liebsten Zeit vorbei, so nimm auch mich zurück.

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Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang, nur vor dem Tod derer, die mir nah sind. Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind ?

Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr; – Und die es trugen, mögen mir vergeben. Bedenkt, den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der andern muss man leben.

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Ich denke oft an Kladow im April….. Noch hält der Frühling sich im Wald verborgen, die Ufer warten kahl und winterstill, und nur die ersten Knospen rufen: „morgen“.

In diesem Haus mit seinen blanken Scheiben, den Fliederbüschen und dem Silbermond, dem See, darauf die kleinen Boote treiben – hier hab` ich achtzehn Frühlinge gewohnt.

Von meinem Herzen bleibt ein gutes Stück auf diesem kleinen Erdenfleck zurück – und eine Stimme in mir sagt: Ich will die Stunde, wie sie ist, in mir bewahren. Und sieh: da lebt sie, nach so vielen Jahren !

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Ich frage mich in meinen stillen Stunden, was war das Leben, Liebster, eh du kamst und mir die Schatten von der Seele nahmst. Was suchte ich, bevor ich dich gefunden ?

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Im Schaufenster das Krokodil hat Tränen viel verloren. Umsonst: Es war am fernen Nil zur Brieftasche geboren.

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Der Schwan, wenn er sein Ende ahnt, das heißt: wenn ihm sein Sterben schwant, zieht sich zurück, putzt die Gefieder und singt das schönste seiner Lieder.

So möcht auch ich, ist es soweit, mal eingehn in die Ewigkeit.

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Was wird am Ende von mir übrig bleiben ? – Drei schmale Bände und ein einzig Kind. Der Rest, es lohnt sich kaum, es aufzuschreiben.

Was ich zu sagen hab, sag ich dem Wind.

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Man lernt sich irgendwo ganz flüchtig kennen und gibt sich irgendwann ein Rendezvous. Ein Irgendwas, – `s nicht genau zu nennen – verführt dazu, sich gar nicht mehr zu trennen. Beim zweiten Himbeereis sagt man sich „du“.

Man hat sich lieb und ahnt im Grau der Tage das Leuchten froher Abendstunden schon. Man teilt die Alltagssorgen und die Plage, man teilt die Freuden der Gehaltszulage, …. Das übrige besorgt das Telefon.

 

Ist das Betrug, Korruption oder nur total abgebrüht ?

Zeitungen und Zeitschriften stehen wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Die verkauften Auflagen und damit die Werbeeinnahmen gehen drastisch zurück. Die Kleinanzeigen im Stellen- und Immobilienmarkt, lange das finanzielle Rückgrat der Verlage, sind ins Internet abgewandert; aus Großanzeigen der Industrie sind Kleinanzeigen geworden. Beim Kampf um Werbekunden sind viele Verlage auf Luxusgüter-Firmen (Uhren, Schmuck, Mode etc.) zugegangen und haben das sogenannte Content-Marketing kreiert. Die Redaktion ködert mit seitenlangen Artikeln und Fotos und nennt die dazugehörenden Luxusmarken und die Industrie schaltet ganzseitige Anzeigen. Dieses Konzept ist erfolgreich. Der Schweizer Kurt W. Zimmermann nennt es „Korruptionsjournalismus“.

Fast hätte ich es übersehen: In der S.Z. lese ich zu diesem Thema folgenden 16 X 58 Millimeter großen Hinweis: „Ein Teil der auf dieser Seite vorgestellten Produkte wurde der Redaktion von den Herstellern zu Testzwecken zur Verfügung gestellt und/oder auf Reisen präsentiert, zu denen Journalisten eingeladen wurden.“

Es folgen ein paar Beispiele für den Korruptionsjournalimus:

 

Die Drachenbrut nicht vergessen !!!

Natürlich dürfen wir Deutsche auf dem rechten Auge niemals blind sein; wir müssen unsere Forschungen zur Nazigeschichte bis zum letzten Komma fortsetzen, alles dokumentieren und dafür sorgen, dass unsere Nachkommen auch diesen Teil unserer Historie annehmen und weitertragen. Vor zehn Jahren noch habe ich Primo Levis Feststellung „Es ist passiert – also kann es wieder passieren“ widersprochen; seit dem Aufschwung der deutschen Nationalisten und besonders nach den Ereignissen der letzten Monate bin ich mal wieder belehrt worden: Natürlich kann „es“ wieder passieren ! Wenn morgen die Arbeitslosigkeit auf sechs Millionen steigt und wenn dann die EU platzt und wenn gleichzeitig arabische Terroristen Attentate in Deutschland verüben – dann ist eine Mehrheit für die Radikalen möglich und dann „wird es wieder passieren“.

Meine Sorge ist, dass wir die Sozialisten und Kommmunisten, die sich in der Partei „Die Linke“ versammelt haben, aus den Augen verlieren. Die radikalen Linken beweisen seit hundert Jahren, dass sie mit ihrer Menschenverachtung und Brutalität zu jedem Massenverbrechen fähig sind. Es gelingt den Linken immer mehr, sich aus der Kritik der Medien und aus der engen Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu stehlen. Ein Beispiel für die Blindheit auf dem linken Auge:

„Um Peinlichkeiten bei der Einweihung des Holocaust-Denkmals zu vermeiden, wurde mit den Stimmen der Grünen das Versammlungsgesetz geändert. Seitdem kann ein Aufmarsch verboten werden, wenn er „an einem Ort stattfindet, der als Gedenkstätte von historisch herausragender Bedeutung an die Opfer der menschenunwürdigen Behandlung unter der NS – Gewalt- und Willkürherrschaft erinnert.“ Und jetzt kommt der Clou: Dieselbe Handhabe gegen Demonstranten, die Opfer des Stalinismus herabwürdigen, besteht n i c h t !!!

Die Bundestagsabgeordnete der Linken Janine Wissler hält die Marktwirtschaft für ein „unmenschliches, grausames System“ und plädiert dafür „die Parteiendemokratie zu überwinden“. Beim Kongress „Marx ist Muss“, der sich mit der Aktualität der kommunistischen Idee befasste, sagte Wissler: „Die klassenlose Gesellschaft lässt sich nicht einführen über Parlamente und Regierungen.“ Wissler ist bestens vernetzt in ihrer Partei, auch aus ihren Zeiten bei der trotzkistischen Organisation „Linksruck“, deren Positionen sie nie aufgegeben hat.

Die Bundestagsabgeordnete der Linken Gesine Lötzsch äußert sich auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz: „Wer glaubt, dass der Pfad zum Kommunismus lang und steinig wird, hat noch nicht begriffen, was die Stunde geschlagen hat. Es kann auch alles ganz schnell gehen. Angenommen, der Euro geht als Währung unter, die EU zerbricht, die USA kommen nicht aus der Wirtschaftskrise, die Flüchtlingsströme überrennen die Festung Europa: So soll die Machteroberung nicht eine einmalige, sondern eine fortschreitende sein, indem wir uns h i n e i n p r e s s e n in den bürgerlichen Staat, bis wir alle Positionen besitzen und sie mit Zähnen und N ä g e l n verteidigen.“ Lötzschs Vorschläge verfolgen das Ziel, öffentliche und Belegschaftsinteressen h i n e i n z u p r e s s e n in das bürgerliche Eigentum. Lötzsch hält auch den von der ehemaligen Terroristin Inge Viett, die einen französischen Polizisten zum Krüppel geschossen hat, vorgeschlagenen Weg für gangbar: „Heraus aus dem Morast parlamentarischer Gestaltungswut, wir brauchen eine revolutionäre kommunistische Organisation, einen Antagonismus zum bürgerlichen Rechtsstaat, zur bürgerlichen Moral und zum Pazifismus.“

Gesine Lötzsch verheimlicht uns nicht, dass Gewaltanwendung (Zähne und Nägel und hineinpressen) jetzt und in Zukunft ebenso zum Plan gehören wie die Destabilisierung der Gesellschaft und sie stimmt Vieths Äußerungen, die auf eine Abschaffung des Rechtsstaats und der Demokratie hinauslaufen, zu.

Und noch unverhohlener gegen das Grundgesetz verstossend der Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Wolfgang Gehrcke: „Ich will im Wahlkampf für soziale Unruhen kämpfen. Nur dann wird sich in diesem Land etwas ändern und diese Friedhofsstimmung aufhören.“

Die Kommunisten haben in der Sowjetunion, in China, in Kambodscha und in anderen Ländern viele Millionen gefolterter, verhungerter und ermordeter Menschen auf dem Gewissen. Unter der Überschrift „Drachenbrut“ werde ich auf dieses Thema hin und wieder zurückkommen; für heute nur noch ein Zitat von Michail Gorbatschows engstem Berater Alexander Jakowlew, der in einem FAZ-Interview gefragt wird: „Seit Jahren beschäftigen Sie sich mit dem sowjetischen Totalitarismus. Wie viele sind durch Stalins Terror ums Leben gekommen ?“ Jakowlew: „Das ist unmöglich zu beantworten. Wir finden immer noch Massengräber und wissen nicht, wer da liegt. Kürzlich hatte ich den Fall eines Parteisekretärs aus der Ukraine. Der hat persönlich 3000 Leute erschossen. Das Politbüro hat 1937/38 Quoten zur Erschießung für Hunderttausende festgelegt. Während der Kollektivierung wurden fünf Millionen Bauernfamilien hinter den Ural deportiert – wie viele von ihnen sind umgekommen ? Dann gibt es die Deportation der Kaukasus-Völker. Wir wissen, dass während dieser Deportation etwa 40 Prozent umgekommen sind, vor allem Kinder. Genaue Zahlen kennen wir nicht. Ich glaube, dass es zwanzig bis fünfundzwanzig Millionen Opfer Stalins gibt. Stalin hat nichts Neues ausgedacht, was Lenin nicht schon gemacht hat. Lenin hat Kinder als Geiseln genommen, er hat Konzentrationslager gegründet, das Terrorsystem geschaffen. Lenin ist der Ideologe und Taktiker des i n t e r n a t i o n a l e n T e r r o r i s m u s.“

(Das Wort „Drachenbrut“ stammt übrigens aus einer Rede von Wolf Biermann im Deutschen Bundestag)