Fußball-Untreue

Von Walther Seinsch

Liebe Leser,

ein einziges Mal bin ich in meinem Leben dem Fußball untreu geworden; bis zum Alter von vierzehn Jahren hatte ich kein Training und kein Spiel versäumt und war glücklich damit. Dann begann ich mich für Mädchen zu interessieren und ließ mich von einem Freund in die angesagte Eisdiele schleppen, wo „man“ sich traf; unter den hübschen Mädels war eine besonders auffallende junge Dame, die mit Tenniskleidung und Tennisschläger bewaffnet war und die, wie mein Freund mir zuflüsterte, nicht zu haben war, weil aus besseren Kreisen.

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Blutsauger DFB

Von Walther Seinsch

Der F.C. Augsburg hatte sich im Jahr 2000 sportlich für die 3. Liga qualifiziert, erhielt aber, weil der Hauptsponsor abgesprungen war, keine Lizenz. Die Verschuldung des Clubs lag deutlich über drei Millionen Deutsche Mark.

Der neue Vorstand ging auf Betteltour und erreichte bei den Gläubigern den Verzicht von neunzig Prozent ihrer Forderungen; zwei festangestellte Mitarbeiter mussten entlassen werden; es gab keinen Manager und die Arbeit musste von Ehrenamtlichen geleistet werden, die teilweise fünfzig Stunden pro Woche zur Verfügung standen; die Kaffeemaschine und das Klopapier wurden von zu Hause mitgebracht und der Präsident genierte sich nicht, am Spieltag vor den Kassen den Dreck wegzufegen.

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Danke Franz Beckenbauer

Von Walther Seinsch

Die Intelligenz-Medien in Deutschland trennen glasklar zwischen den Bösen und den Guten:

Die Guten sind die Kulturschaffenden wie Künstler, Literaten, Skulpturen-Bauer, Musiker, Feuilleton-Redakteure, Opernsänger usw. Gut sind grundsätzlich alle Frauen, auch ältere weiße Frauen, selbst wenn sie in der verpönten freien Wirtschaft tätig sind; Künstlerinnen werden geradezu angebetet, besonders dann, wenn sie eine Kunst produzieren, zu der jeder Durchschnittsmensch keinen Zugang hat.

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